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AkitheDragon

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1

Montag, 30. März 2020, 16:51

Videos wie in Hollywood?

Hallo liebes Forum,

Meine Überschrift ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen, aber ich sicher nach Rat und hoffe ihr könnt mir helfen.

Über die Suchfunktion konnte ich nichts passendes finden oder vielleicht falsche gelesen. Gern dürft ihr mich auf einen bestehenden Beitrag verweisen.

Nun zu meiner Frage:

Wieso sehen Filme aus Hollywood immer ‘anders’ aus als Filme aus Deutschland? Wie genau kann ich solche Filme drehen?

Ich meine hier nicht so special Effekts oder 3d, sondern die Art wie das Video selbst wirkt. Ich weiß nicht mal genau wie ich es beschreiben kann.

Gibt es dafür evtl tolle Tricks und Filter die man anwenden kann oder benötigt es in der Tat sehr teures Equipment?

Ich freue mich sehr auf eure Hilfe.

Lierov

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2

Montag, 30. März 2020, 17:31

auch wenn ich mir schon vorstellen kann, was du meinst. Aber vielleicht hast Du ja konkrete Beispiele für einen typischen Hollywoodfilm und einen aus Deutschland, anhand man genau sehen kann was du meinst.
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AkitheDragon

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3

Montag, 30. März 2020, 18:29

auch wenn ich mir schon vorstellen kann, was du meinst. Aber vielleicht hast Du ja konkrete Beispiele für einen typischen Hollywoodfilm und einen aus Deutschland, anhand man genau sehen kann was du meinst.



Hey danke für die Antwort.

Also typisch Hollywood Optik wie beispielsweise hier:




Und Deutscher Film beispielsweise hier:




Irgendwie wirken die Hollywood Filme ‘dunkler’ und anders. Kann es nicht genau beschreiben.

7River

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Montag, 30. März 2020, 18:59

Wieso sehen Filme aus Hollywood immer ‘anders’ aus als Filme aus Deutschland?
Der Look hängt natürlich auch von Kameraführung, Schnitt und Farbkorrektur ab. Auch die Wahl der Kamera-Formate spielt dabei eine Rolle. Es gibt ja 16mm, 35mm oder Digitale HD-Formate. Sollte man ja nicht vergessen.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

Noisefever

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Montag, 30. März 2020, 21:45

Ich hab mal gelesen, dass das wohl hauptsächlich an Farbgebung und Beleuchtung liegt. Die Filme in Hollywood werden aufwändiger beleuchtet. Ich denke da zB spontan an Nachtszenen, wo alles blau ist und aber orangenes Licht von der Seite einfällt. Typisches Bild meiner Erinnerung.
Wenn ich die 2 Filme jetzt so direkt vergleiche, dann hat der Hollywoodfilm weniger starke Farben als der deutsche. Die Betonung liegt auf 2 oder 3 Farbtönen, der Rest ist blasser. Im deutschen hingegen herrscht Bonbonoptik. Alle Farben sind übersättigt. Nennt man, glaube ich, Colorgrading, richtig?

ToXic pictures

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6

Montag, 30. März 2020, 21:59

Ein großes Thema für das es keine pauschale und keine einfache Antwort gibt... aber vielleicht ein paar Antwortansätze mit Potenzial zum diskutieren...

1)
Als allererstes sollte man verstehen, wie in Hollywood und wie in Deutschland produziert wird, denn das gibt bereits den ersten Hinweis. Hollywood hat ein Studiosystem, heißt Filme werden von Studios produziert und finanziert. Dabei spielt Gewinn eine wesentliche Rolle. Wenn ein Film wirtschaftlichen Gewinn verspricht, wird er finanziert, wobei die Studios mit Stoffen, Regisseur*innen, Genres ect. durchaus auch riskanter unterwegs sind. Man traut sich mehr. Gleichermaßen wird sehr viel produziert - vieles landet gar nicht hierzulande in den Kinos. Ein ähnliches System ist mit großen Streamern (Netflix & co.) inzwischen auch in Deutschland angekommen.
Hierzulande werden Filme aus einer Mischung aus Filmförderung & Senderbeteiligung produziert, wobei in nahezu jeder größeren Kinoproduktion ein Sender beteiligt ist. Das heißt aber, die Stoffe müssen sendefähig sein, was den Anspruch an das was und wie es gezeigt wird natürlich wesentlich beeinflusst. Auch welche Filme gefördert werden liegt auf den Schreibtischen weniger Förderanstalten und auch da ist man grundlegend eher zurückhaltend.

Also Fazit Nummer 1 - wir haben in Deutschland im Vergleich zu Hollywood eine komplett andere Struktur in der filmproduzierenden Landschaft & damit verbunden ganz andere Finanzierungsstrukturen.

Kleine Randnotiz... Es lohnt sich durchaus auch mal nach Frankreich / Großbritannien / in den Osten & Norden Europas zu schauen, wie man da Filme macht, denn auch da kommen für meinen Geschmack sehr gute Filme her und auch da arbeitet man in der Finanzierung & Förderung anders als in Deutschland.

2)
Vieles hat wie immer mit Geld zu tun. Man kann diesen Punkt 2 sehr kurz fassen, Kino-Hollywood-Produktionen kosten in aller Regel wesentlich viel mehr als eine deutsche Kinoproduktion. Während man hierzulande seltenst mehr als 5Mio € Produktionsvolumen zur Verfügung hat, kosten Hollywoodstreifen gern zweistellige Millionen Beträge. Das hat natürlich auf vieles Auswirkungen - der für mich wesentlichste Faktor ist da sicherlich Zeit. Ein Dreh dauert Monate, das Drehvolumen eines Tages - die Vorstoppzeit - ist relativ gering, heißt man hat sehr viel mehr Zeit ein Bild zu gestalten. Sets werden Tage oder Wochen lang vorgebaut und eingeleuchtet... Weiterer Faktor, Geld ermöglicht natürlich ein anderes technisches Level, ein anderes gestalterisches Level...

3)
Was bei Hollywood-Filmen auffallen kann - man geht oft anders mit Licht um. Das hat einerseits - wie bereits angesprochen Gründe, die man im Budget suchen kann - man schaue sich dazu behind the scenes Material von Hollywoodfilmen im Vergleich zu deutschen Produktionen an - da hat man einfach mehr Technik, größere Technik, aufwendigere Sets. Gleichermaßen hat das auch viel mit Drehorten zu tun. Viele Hollywoodfilme werden an sehr viel südlicheren Orten gedreht als deutsche Filme, was natürlich durch die geographische Lage bedingt ist. Das hat eine wesentliche Auswirkung auf das natürliche Tageslicht, welches im Süden einen ganz anderen Charakter hat als hierzulande.

4)
Als vorerst letzten Punkt würde ich Geschmack und Sehgewohnheiten mit ins Rennen bringen. Lichtsetzung, Grading, Ausstattung und alles, was visuell den Charakter eines Filmes beeinflusst hat natürlich viel mit dem Geschmack der Macher und der Konsumenten zu tun. Ich habe das Gefühl bei deutschen Produktionen traut man sich vieles nicht - man hat Angst davor, wenn Bilder zu dunkel oder zu bunt sind. Das deutsche Kino ist da zu stark vom Fernsehen geprägt. Der Begriff "sendefähig" geistert da gefühlt noch sehr viel durch die Gegend.

Soviel erstmal zu meinen Erklärungsversuchen & Erfahrungen...

Lierov

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Dienstag, 31. März 2020, 08:54

Puh... mit Fackjugöhte hast du aber echt ein krasses Beispiel rausgesucht. Zum Glück sehen die wenigsten deutschen Filme so aus. Ich konnte mir den Film damals, gerade wegen seiner Optik, kaum anschauen. Aber auch hier hat die diese poppige Farbgebung natürlich einen Sinn. Vergleich mal bitte die Kleidung und Sets der beiden von Dir verlinkten Filme...
Hollywood kann es sich (wie Toxic bereits geschrieben) finanziell eher leisten Farbkonzepte (und damit meine ich nicht das Grading in der Postproduktion) in Form von Kostümen, Kulissen und Requisiten zu realisieren. Da tragen die Darsteller dann nicht einfach irgendwelche Klamotten, sondern genau die, die im Vorfeld nach bestimmten Kriterien ausgewählt wurden.
Nun gut, das ist bei FJGöhte sicherlich auch der Fall gewesen. Wenn man eine farbliche Assoziation zum Thema überdrehte Teenagerkomödie finden möchte, würde man wohl tatsächlich als erstes auf poppige Farben, anstatt einer Bleachbypass-Farbgebung kommen. Wie sonst sollten pinkfarbene Leggings und übertriebene Schminke möglichst gut in Szene gesetzt werden?
Also auch hier hat sich wohl irgendwer im Vorfeld Gedanken gemacht, aber aufgrund der Thematik eben eine sehr viel leichtere Aufgabe gehabt und damit zugleich dem Produzenten viel Geld gespart.

Aber wie bereits erwähnt gibt es in Deutschland immer mehr Filme, die mehr Anstrengungen unternehmen, optisch mehr zu bieten als etwas bessere Dogme95 Filme. Und auch hier muss ich leider mal wieder auf Til Schweiger verweisen. Egal wie man zu ihm steht, aber als Produzent hat er mit Barefoot Anfang/Mitte der 2000er versucht Hollywood-Ästhetik im deutschen Film zu etablieren, indem er zig Tausende Euros zusätzlich für entsprechendes Lichtequipment bereitgestellt hat. Auch in seinen späteren Filmen (z.B. Schutzengel) sieht man das auch sehr gut.
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joey23

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Dienstag, 31. März 2020, 10:16

Und noch ein Punkt: Während in Deutschland in der Regel Drehorte gesucht werden, die zum Film passen, werden bei US-Produktionen wesentlich häufiger als bei uns Sets gebaut und selbst Außenszenen im Studio gedreht. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Möglichkeiten der Beleuchtung, Blickwinkel etc.

Immer wenn in Deutschland Filme mit einem im Ansatz vergleichbaren Aufwand gedreht werden sieht es auch plötzlich viel "filmischer" aus. Erstes Beispiel, was mir gerade in den Kopf kommt, wäre "Das Boot". Lierov hat schon Barfuß genannt.

Peter_Nob

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9

Dienstag, 31. März 2020, 12:24

Ich tu mich etwas schwer die beiden Beispiele zu vergleichen.
Der Hollywood Actition Film hat das Thema:
Welt ist im Chaos, Krieg regiert überall (siehe Vorspann). Dieses Thema ist durch das Licht durch den ganzen Film gut umgesetzt. Der bläuliche Farbton bleibt selbst bei sonnigen Außenaufnahmen erhalten (Drohnen- Szene 0:36:42) und hält die Spannung bis zur nächsten Actionszene.
Der Focus liegt im Geschehen der Rest ist unscharf, da ist mit Sicherheit viel Aufwand beim Dreh mit dem Nachregeln der Schärfe verwendet worden.

Der Deutsche Film ist Klamauk, die Einstellungen sehen teilweise aus als währen sie mit einem Camcorder aufgenommen (1:25). Die Farben wirken unecht passen meiner Meinung zum Genres, obwohl es nicht meinen Geschmack trifft.
Gruß aus Bremen
Peter

Sven V

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10

Mittwoch, 1. April 2020, 09:46

Hollywood

Ich glaube das Filme aus Hollywood sich mehr trauen einen Film in eine Farbe zu tauchen. So dass man in Deutschland sagen würde "der Weißabgleich stimmt hier aber nicht". Und die Lichtgestaltung der einzelnen Bildeinstellungen sind glaube ich etwas aufwändiger.

Selon Fischer

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11

Mittwoch, 1. April 2020, 18:18

Spannend, wie dieses Thema immer wieder neu auflebt. Mal ist es der Bokeh-Fetisch, dann wieder die Färbung :) Ich weiß allerdings nie, was denn eigentlich "Filme aus Hollywood" vs. "Filme aus Deutschland" sein sollen. Besonders im Indie-Bereich gibt's ne Menge Produktionen, die sich echt viel trauen (und auch manchmal arg daneben greifen). Gibt sowohl in den USA als auch in Deutschland Filme, die lahm aussehen - und manchmal ist das ja auch dramaturgisch sinnvoll, wie Peter schon schrieb.

Was mich an dieser Diskussion so stört, ist, dass hier Kategorien konstruiert werden, die eigentlich viel zu heterogen sind, um sie wirklich vergleichen zu können.

Schloime

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12

Mittwoch, 1. April 2020, 19:41

Ich denke, es liegt auch ein bisschen an der "Nachbarschaft". Nicht jeder war schon mal in USA und fühlt sich dort zuhause. Deswegen sind zum Beispiel Katastrophenfilme in New York, Las Vegas oder Dallas eher akzeptabel, weil es halt weit weg ist, als ein Erdbeben in Köln oder Berlin. Nur so ein Gefühl. Passt mal auf, wenn Hollywoodfilme in Deutschland spielen (und auch dort gedreht wurden), wie anders es dann doch wieder aussieht, weil man es kennt.

Lierov

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13

Donnerstag, 2. April 2020, 10:16

Ich weiß allerdings nie, was denn eigentlich "Filme aus Hollywood" vs. "Filme aus Deutschland" sein sollen


deswegen sollte der TO ja auch Beispiele bringen, damit klar ist was er meint. Und natürlich hast du Recht, wenn du sagst, dass es sowohl in den USA als auch hier Filme gibt, die lahm aussehen. Ich möchte das ganze aber um einen weiteren Aspekt erweitern:

Wie sieht es denn mit anderen Ländern aus? Ich kenne Filme aus England, Dänemark, Russland, Hongkong, Japan usw. die optisch nicht zu unterscheiden sind von einer typischen Hollywood-Produktion. Diese Filme finden selten den Weg in deutsche Kinos (England lassen wir jetzt mal außen vor) und werden daher öffentlich nicht so wahrgenommen, wie US-Spielfilme und sind entsprechend auch nicht so präsent.

Bei deutschen Filmen fällt es mir da tatsächlich ziemlich schwer Beispiele zu finden. Vor allem, wenn man sich erfolgreiche Filme aus den 80er und 90ern anschaut.

"Theo gegen den Rest der Welt", "Abwärts", "Männer", "Ödipussi", "Der bewegte Mann".... alles keine optischen Highlights und weit entfernt von irgendeiner Hollywood-Ästhetik. Dass es aber auch damals schon anders ging zeigt z.B. "die unendliche Geschichte", der optisch durchaus mit US-Filmen damaliger Zeit, wie bspw. "Star Wars" mithalten kann.

Es liegt also wohl tatsächlich an den finanziellen Möglichkeiten. Diese sind in Indie-Bereichen logischerweise nicht so gegeben. Und mit viel trauen hat das ganze dann auch nicht viel zu tun, wenn es um ästhetische Dinge geht.

Wenn man das vielzitierte Teal/Orange Grading mal Beispiel nimmt. Das es so gut funktioniert hat ja wohl wenig damit zu tun, dass irgendwer sich mal getraut hat diesen Style auszuprobieren, sondern dass gerade diese beiden Farben eben nicht nur physikalisch gut zueinander passen. Natürlich gibt es zig andere komplementäre Farbkombinationen, aber gerade diese scheint etwas besonderes zu sein. Zum einen geht es in den meisten Filmen um Menschen, die in den Industrienationen mehrheitlich helle Hautfarbe haben. Aktuell wird eine gebräunte Haut immer noch mit Gesundheit assoziert, eine sehr blasse Haut eher mit Krankheit. In der Farbenlehre werden Orange- und Brauntöne ebenfalls als warme Farben bezeichnet und haben in der Regel eine psychologisch angenehme Wirkung. Dieser Aspekt kann dazu genutzt werden, um Charaktere in hinsichtlich ihrer gewünschten Wirkung zu unterstützen (beispielsweise Loki in Avengers). Dies muss natürlich zum Thema passen. Es ist fraglich, ob z.B. "Matrix" in einem Teal/Orange-Grading den gleichen Effekt erzielt hätte. Wenn es thematisch passt, spricht nichts gegen Teal/Orange. Denn das ganze ist mehr als ein Trend, es sind Mechanismen die funktionieren und auch künftig funktionieren werden. Ich glaube die wenigsten würden behaupten, dass ein Herbstwald bei strahlend blauem Himmel keine visuelle Anziehungskraft hat.
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Selon Fischer

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Donnerstag, 2. April 2020, 17:09

Mir ist grad "Who am I" eingefallen, den ich optisch ziemlich fett finde:


Marcus Gräfe

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15

Donnerstag, 2. April 2020, 17:32

"Who am I" habe ich neulich gesehen, ist ziemlich gut, in jeder Hinsicht. Ist für mich ein typischer Hollywoodfilm, auch wenn der aus Deutschland kommt. ;)

AkitheDragon

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16

Donnerstag, 2. April 2020, 20:02

Hi liebe alle,

erstmal Danke für die zahlreichen Antworten. Bin super Dankbar dafür! Und zeigt auch ein wenig, das es wohl mehr als nur ein cooler Filter ist den man drüber setzen kann. Trotzdem habe ich noch irgendwie die Hoffnung, doch eine App zu finden, wo man evtl. ne Art "Cinematic Filter" oder so drüber setzen kann und dann wirkt es "cooler" :-) ...

Nichts desto trotz habe ich noch eine Frage, vielleicht kann mir wer helfen. Ich erzähle vielleicht was ich vorhabe:

Ich plane mit einer GoPro und einer Kopfhalterung verschiedene Videos zu machen: Von Skaten bis Tanzen etc. Jetzt habe ich leider keine Erfahrung mit Videobearbeitung auf dem PC, da ich bislang immer mein iPhone nutze und da sind viele Funktionen super einfach dabei. Welche Software kennt ihr (kostenfaktor ist egal, zahle gern wenn es sich lohnt) mit der ich folgendes machen kann, ohne die Software zu studieren, sondern eher "intuitiv" und simpel wie am iPhone:

- Schneiden und Übergänge (denke das ist bei jeder einfach)
- Unkenntlich machen von Personen (wenn ich außerhalb drehe und keinem seine Privatsphäre nehmen will oder gar ne Anzeige bekomme)


Außerdem frage ich, wie man beim Filmen mit einer GoPro auf dem Kopf überhaupt weiss oder sieht, was man gerade filmt? Also spezial wegen dem Winkel? Nicht das man nur den Boden filmt oder den Himmel :D ...

Freue mich auf eure Antworten :)

Marcus Gräfe

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Donnerstag, 2. April 2020, 20:06

Ich würde dir für die neue Frage einen neuen Thread empfehlen, hier könnte das untergehen.

AkitheDragon

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18

Donnerstag, 2. April 2020, 20:12

Ok Danke, dann mache ich das gleich :)

Antworten auf Post #16 dann bitte hier rein: Intuitive Videobearbeitung Software gesucht

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (2. April 2020, 20:24)


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