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EvilMonkey

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Freitag, 27. Dezember 2013, 14:53

Drehen mit der BM Pocket Cinema Camera - Erfahrungen und Tipps

Hallo Leute,

seit 1,5 Monaten besitze ich jetzt die BM Pocket und habe viel gelernt und viele Fehler gemacht. Da die Kamera warscheinlich bei vielen von euch sehr begehrt ist und wohl oft angeschafft werden wird, will ich hier mal ein paar meiner Erfahrungen aufschreiben die Neueinsteigern bei der BM Pocket vielleicht einige Probleme ersparen.

Dashier soll kein Review sein.

Die gibt es genug und von kompetenteren Leuten als mir. Ich empfehle vorallem das Mega Review von Philipp Bloom. Ich will nur alle Dinge aufschreiben, die mir aufgefallen sind und die ich jetzt beim drehen im Kopf habe. Manches mag offensichtlich erscheinen, ich schreibe es trotzdem mal auf. Die "selbstverständlichen" Sachen behandle ich hier allerdings nicht, namentlich: Akkulaufzeit, schlechter Sound, Objektiv-Kompatiblität etc.

Los gehts:

1) Stabilisier das Ding!
Dadurch, das die Cam so klein ist, ist sie sehr Zitter-Empfindlich. Zittern (anders als normales Wackeln) ist echt ungeil, weil man es durch Rolling-Shutter nicht brauchbar in der Post rausfiltern kann. Ich benutze die Cam zurzeit auch als "Pocket Camera", habe als Objektiv das Panasonic 14mm 2.5 Pancake drauf. Mit einem fetten Sigma mit OIS wird das Problem natürlich deutlich eingedämmt. Wenn ihr ein Objektiv ohne IS benutzt, empfehle ich dashier:

http://www.amazon.de/Manfrotto-585-1-Mod…rotto+steadycam

Ein 3-1 Gerät von Manfrotto, eigentlich eher für Smartphones gedacht und konkurrenzlos billig. Es ist nahezu perfekt für die Pocket! Es ist eine Brauchbare Schulterstütze und ein brauchbares Tischstativ (steadycam eher nicht), verdammt billig und sehr klein zusammenklappbar.

2)Post-Stabilisierung ist kein Tabu mehr
Ich komme von einer 600D. Selbst leichtes Reinzoomen beim Stabilisieren hat mir da sehr wehgetan. Den Auflösungsverlust hat man einfach extrem gesehen. Hier ist das anders. Die Grundschärfe der Pocket ist einfach so extrem hoch und sauber, dass das reinzoomen zur Stabilisierung echt ein valides Mittel geworden ist. Das Material wird halt von überdurchschnittlich durchschnittlich aber nicht schlecht. Eine echte Erleichterung! Allerdings taugt das nur um Wackeln herauszufiltern. Kleines Zittern macht sich in Rolling-Shutter Artefakten bemerkbar und kein von mir getestetes Programm hat das in den Griff gekriegt (FCPX, DaVinci, After Effects).

3)Spiel blinde Kuh mit ihr :)
Eine der nervigsten Eigenschaften der BMPCC ist, dass sie beim Ausschalten keine Objektiveinstellungen behält. Bei jedem Einschalten aktiviert sie das Auto-Iris Feature, setzt also die Belichtung so, dass die Highlights nicht clippen. Was bedeutet das? Irgendein Spotlight oder die Sonne im Bild und schon ist die Blende bei f/22 und der Rest des Bildes schwarz. Die Blende lässt sich durch einen rauf und einen Runterknopf steuern, allerdings nicht durchgehend. Bei f/22 bewirkt ein Klick nach oben also keinen Sprung zurück auf die Offenblende. Ein ewiges runterklicken, gerade bei Nachtszenen mit Laternen im Bild ist die Folge. Das lässt sich einfach umgehen, indem man beim anschalten kurz die Hand vor das Objektiv hält. Dann ist das Settings-Setzen deutllich schneller gemacht.

4) Achtet auf Sensor-Dust!
Bei der BMPCC (vorallem ohne ND-Filter) landet man sehr schnell in den hohen Blendenregionen. In hohen Blenden wird Sensor Dust deutlicher sichtbar. Der Sensor der BMPCC ist verdammt klein, der durchschnittliche Staub bleibt aber gleichgroß. Worin kann das resultieren? Genau, in riiiieeeesigen Sensor-Dust Flecken. Das lässt sich hier bewundern:
Sehr prominenten Sensor-Dust entfernen
Ergo-> Aufpassen und ND-Filter kaufen.


Das wars erstmal. Wenn mir was neues auffällt, werde ich diesen Post natürlich erweitern.

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AlexT.

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