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Ivan Dubrovin

Ivan Dubrovin

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Dienstag, 29. November 2016, 20:13

Münsterbus - Imagefilm (erstes kommerzielles Video von uns) - 2:02 min

Münsterbus - Imagefilm

Es wird eine Reihe von Bildern mit dem Münsterbus an verschiedenen Locations in Münster gezeigt. Das mit einer ruhigen Musik hinterlegt. Es soll an das Barock erinnern (wofür Münster auch irgendwie steht).

Info:
Das ist unser erstes "100%" kommerzielles Video! Wir haben eine sehr schöne Erfahrung damit gemacht. Wirklich wichtig ist jetzt für uns herauszufinden, was wir noch besser machen können!

Danke für Kritik!


2,02 Minuten

»Ivan Dubrovin« hat folgendes Bild angehängt:
  • ThumbIVOGO.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ivan Dubrovin« (29. November 2016, 20:23)


Buldogs

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Dienstag, 29. November 2016, 21:16

Da steckt noch viel potential drinnen.

Nen paar Punkte die mir spontan einfallen:
- "Münster von oben" irritiert mich. Ich erwarte bei so etwas eher Drohnen-Aufnahmen.
- weniger mit Text etwas erklären, mehr mit Bildern!
- stellt ggf. ne "Schauspiel-Familie" zusammen (Mutter, Vater, Sohn, Tochter). Dann könnte der Imagefilm grob damit starten, dass die Familie in den Bus steigt etc.
- Evtl. noch nen Schauspiel-Ehepaar welche wie Touristen aus einem anderen Land aussehen, welche dabei helfen per Bildern (und nicht Text) darzustellen, dass der Audio-Guide mehrsprachig ist.
- Die Ton Qualität des Guides ist - sorry - grausam. Wenns nen Imagefilm für die war, wird's doch möglich sein, nach den .mp3 etc. Dateien zu fragen, welche im Bus abgespielt werden?
- Allg. fehlen eingefangene Emotionen von den Fahrgästen, wie gesagt Schauspieler wären ne Option. Kosten aber auch wieder Geld und muss der Kunde wissen, ob er das will.

Selon Fischer

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Mittwoch, 30. November 2016, 08:44

Mir leuchtet nicht so ganz ein, was "Greensleeves" mit Münster zu tun hat. Davon abgesehen, waren einige Bässe des Liedes übersteuert. Audiomischung solltest du dir noch mal genauer ansehen, da ist noch viiieeell Raum nach oben!

Rockstar2

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Mittwoch, 30. November 2016, 13:29

Nach dem anschauen des Films kommt bei mir leider nicht das Gefühl auf: Geil, da muss ich jetzt unbedingt mal mitfahren. Das liegt vorallem an der unmotivierten Bildauswahl, Bildquadrierung, am Schnitt, an der technischen Umsetzung sowie an der redaktionellen Heransgehensweise an das Produkt.

Ich kenne Münster, da ich aufgrund von Freundschaften in den letzten zwei Jahren mehrmals dort war. Die Altstadt ist in der Tat wunderschön und mir war überhaupt nicht bewusst, dass dort eine Busrundfahrt angeboten wird. UND darauf hättet ihr aufbauen müssen. Ihr hättet den Zuschauer besser abholen müssen. Wie Buldogs schon schrieb vermittelt ihr mit eurer ersten Texteinblendung eher Drohnenbilder und erweckt eine falsche Erwartungshaltung für den Film.

Bilder die meiner Meinung nach nichts im Film zu suchen haben:
00:13 - 00:17 - total unvermittelter Gang durch eine Straßengasse. Warum? Wir sehen vorher den Bus, dann plötzlich die Gasse, dann wieder den Bus. Optisch find ich das ganz nett (bis auf das typische Glidecam gewackel). Das Licht ist schön, das Bild hat Tiefe. Inhaltlich macht dieses Bild nur keinen Sinn. Wir sind am Bus, direkt nach 00:12 muss das einsteigen kommen. Kill your Darlings heißt das in unserer Branche. Die Gasse braucht der Film nicht. Es geht um den Bus und um die Tour, nicht um eine Gasse irgendwo in Münster.
00:41 - 00:45 - Schuss von oben auf einen Gehweg. Langweiligstes Bild im ganzen Film. Außerdem vermittel es dem Zuschauer: Du siehst Menschen von oben auf Gehwegen wenn du mit unserem Bus fährst. Das Bild muss raus.
01:17 - 01:23 - Dein Kollege der den "Kunden" spielt. Raus. Der bekommt, weil man sonst kaum Mitfahrer in dem Film zu sehen bekommt eine zu große Bedeutung für den Moment. Warum fotografiert er den Bus? In dem Moment erwarte ich mehr wenn du ihn zeigst. Vllt. ein Interview?
02:00 - 02:01 - Das ist jetzt meine persönliche Meinung, aber in einem Imagefilm hat ein Hinweis auf die Produktionsfirma nix verloren. Sowas kann gerne im Beschreibungstext unter dem Video auf Youtube steht, macht aber im Video selbst das Zuschauererlebnis kaputt.

Was mir generell noch aufgefallen ist:
Nachdem dann das erste Mal gesprochener Ton im Film vorkommt, haut ihr auch gleich unten eine Texteinblendung rein. Plötzlich muss der Zuschauer die Bilder erfassen, er muss sich aufgrund des schlechten Tons auf die Bandansage konzentrieren, da vllt. endlich mal was interessantes im Film vorkommt und dann muss er plötzlich noch die Einblendung lesen, was dann wiederum vom Ton ablenkt.

Was mich auch jedesmal rausgehauen hat ist, dass ihr total unvermittelt im Film von 25fps auf 50fps wechselt. Ist das gewollt oder einfach ein technischer Fehler?

Was mir vor allem fehlt sind Interviews von echten Mitfahrern (Kunden), die irgendwas in der Art sagen: "Wow, wirklich schöne Stadt", "Wir haben tolle Ecken der Stadt gesehen die wir zu Fuß nie erreicht hätten". "Tolle Infos zu den Sehenswürdikgeiten während der Rundfahrt" Irgendwie was was den Zuschauer dazu veranlässt zu denken, cool die haben etwas gesehen bzw. bekommen was ich vllt nicht erleben würde, wenn ich die Stadt zu Fuß zu erkunden würde. Alles klar, ich werde auf jeden Fall den Münsterbus benutzen. Denn ich will das was die anderen hatten.

Dann solltet ihr aufhören euer Equipment wahllos zu benutzen, nur weil ihr es zur Verfügung habt. Meiner Meinung kann der Film auch ohne Probleme ohne Glidecam-Aufnahmen leben. Und wenn ihr die Glidecam benutzt, dann doch bitte so, dass sie motiviert eingesetzt wird und die Fahrten sauber durchgeführt werden.
Jedesmal dachte ich, ja nette Spielerei aber es lenkt mehr ab, optisch wie auch inhaltlich, als dass es mir was als Zuschauer nützt.

Verbesserungsvorschläge, wenn ihr die Möglichkeit hättet, den Film erneut zu drehen:
- Warum sollte man den Münsterbus benutzen? (Was ist sein Alleinstellungsmerkbark gegenüber Konkurrenzprodukte) Das solltet ihr in dem Film herausarbeiten.
- Versucht die Geschichte anhand einer Hauptperson zu erzählen. Das kann zum einen ein Kunde sein, der zum ersten Mal so eine Rundfahrt macht, das kann aber auch jemand sein, der schon viele Rundfahrten gemacht hat und am Ende natürlich von der Münstertour begeistert ist, es kann aber auch total kreativ sein und der Bus selbst die Hauptperson sein.
- zeigt toll gedrehte Einstellungen (gerne vom Stativ) von den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Natürlich nicht alle, sonst muss man die Fahrt nicht machen, aber ein paar Highlights zum anteasen wären gut
- Besserer Schnitt. Weniger Schnittblenden. Beim drehen schon auf Achsensprünge achten, damit man später eben nicht blenden muss. Fahrtrichtungen des Buses beachten. Nicht einfach wahrlos einfach irgendwelche Bilder reinschneiden.
- Versucht einfach jedes Bild zu hinterfragen: Beim Dreh, beim Schnitt. Was bringt dieses Bild dem Kunden. Was sagt es aus. Spiegelt es meine oder die Message des Produktes wider.
- Tonabmischung verbessern.


Fazit:
Euer Produkt zeigt einfach, das eben nicht jeder einen Film machen kann. Ja, jeder kann zwar mit seiner DSLR Bilder drehen und zusammen schneiden, aber nicht jeder kann einen Film mit guten, verständlichen, informativen und spannenden Inhalten füllen. Deswegen kosten professionelle Imagefilme auch so viel Geld, nicht weil man tolle Bilder kauft, nein sondern die Kunst, den Spagat zu schaffen das Produkt inhaltlich wie optisch richtig an den Kunden zu bringen.

Sorry dass ich jetzt den Film so zerissen habe, aber vllt. helfen euch auch meine Vorschläge eure Arbeitsweise zu überdenken: Versucht eure Ideen nicht mit haufenweise Equipment zu kompensieren und fangt an, inhaltlich zu denken.

LG Rockstar

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rico77, L Lawliet, Keanu Pioch, Ivan Dubrovin

joey23

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5

Mittwoch, 30. November 2016, 13:53

Ich schließe mich den vorhergegangenen Kritiken an. Der Film hat mich leider nicht überzeugt. Zu viel Gewackel, zu wenig Inhalt, keine schönen Bilder, schlechte Audioqualität. Da geht noch was...

Tiger

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6

Mittwoch, 30. November 2016, 18:26

Zum Film wurde ja schon viel gesagt, daher nur noch ein Kommentar zur Musik: Ich finde nicht, daß das Stück zum Film bzw. zum Thema passt. Für einen Imagefilm würde ich mir eine Musik wünschen, die den visuellen Eindruck gezielt unterstreicht und im Idealfall mit den Bildern in Erinnerung bleibt. Zwischen Ton und Bild sollte es einen wahrnehmbaren Zusammenhang geben. Die Musik könnte ich mir als Untermalung von Urlaubsaufnahmen in einer ruhigen Landschaft vorstellen aber nicht für einen urbanen Imagefilm. Hat der Kunde euch ein Budget für die Musik eingeräumt oder musstet ihr mehr oder weniger "irgendwas" nehmen? Ich habe das Gefühl, daß das Thema Musik bei solchen Projekten häufig leider zu wenig Beachtung findet.

Ivan Dubrovin

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7

Montag, 5. Dezember 2016, 06:22

Vielen Dank für die vielen Kritiken!
Ich freue mich sehr, dass ich mit diesem Film ernsthaft wahrgenommen wurde und dass ihr diese Sachen aufgeschrieben habt! Ich schätze das sehr!

"Münster von Oben" ist eigentlich der Slogan von AG. War wohl nicht deutlich implementiert.
Es war der Plan mehr Emotionen zu filmen, als es jedoch darauf ankam, waren wir zu zögerlich, um jetzt jemanden wirklich zu fragen, ob er für ein Werbefilm in die Kamera lächeln möchte.
Es stimmt, dass der Film an einigen Stellen eine andere Famerate hat (25/50), ich hätte nie gedacht, dass man so etwas bemerken kann.

Zu den Steadicamaufnahmen: Irgendwann wird es schon zum Klischee für Filmemacher jedes mal Steadicamaufahmen so Separat wahrzunehmen, das ist nur auf den Beruf bezogen. Viele empfanden das sehr schön, dass das Bild sich an einigen Stellen so gleichmäßig bewegte. Ausgehend von Fehlern bei bestimmten Aufnahmen wird der Film schon als amateurhaft bezeichnet und man rückt den Oberklischeespruch heraus: Jede Kamerafahrt muss motiviert und hinterfragbar sein. Ja natürlich ist jedes Bild in einem Film hinterfragbar. Zu einigen kann ich sagen, dass die Bilder schön im Film aussehen (was einem Imagefilm nur gut tut) und dass einige relevante Objekte mit der Kamera verfolgt werden. Außerdem wird mit hin&Rückbewegung der Kamera eine gewisse hin-Bewegung zum Thema bzw. Ab-Bewegung, wenn der Film zu ende ist. Im nachhinein wird der Spruch wohl auch nur aus Wut weitergegeben und als Selbstaufstellung, da (und da bin ich mir sicher) jeder das schon mal so gemacht hat und in seiner frühen entsprechenden Phase diesen Spruch gehört hat. Ich bin ein Gegner dieses Spruchs, es wäre schöner, wenn auch Filmemacher einen Film als Kommunikationsmittel ansehen, und nicht als Anhäufung von Bildern.

Zur Musik: Greenslaves soll zu dem Barock in Münster passen. Schließlich ist das eine Barock-Typische Musik. "War der Plan"

Der letzte und wichtigste Punkt ist folgender: Der Kunde
Mir sind verschiedene Wege auch bekannt, wie das Video besser sein könnte! Jedoch hatten wir ein gewisses Budget, über welches ich mich nicht stürzen wollte. Natürlich kann man da noch ein Drohnenflug machen, Schauspieler herholen, ein Monat länger schneiden, den Himmel blau machen, Steadicamaufnahmen so oft wiederholen, bis diese perfekt sind, so lange warten, bis die Sonne IN MÜNSTER wieder scheint und jede Szene schon nach dem Schnitt neu drehen, die gegen irgendwelche 180° verstößt. Das mache ich aber nicht, weil das von mir nicht erwartet wird und ich für die Bezahlung in den Rahmen eines gewissen Stundenlohns kommen möchte.
Einige Szenen wurden auch vorgegeben, wie zB. das Bild aus dem Bus heraus nach unten.

Vielen Dank für die Kritiken.
Ich werde in weiteren Filmen von mir definitiv an diese Punkte denken, um besser zu werden!

P.s.
Wir machen diese Filme auch nicht Hauptberuflich. Wir machen das mal eben neben der Schule.

Selon Fischer

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8

Montag, 5. Dezember 2016, 09:34

Zur Musik: Greenslaves soll zu dem Barock in Münster passen. Schließlich ist das eine Barock-Typische Musik. "War der Plan"


Sorry, darauf muss ich doch noch mal eingehen: Ich kann auch komplett falsch liegen, aber ein englisches Volkslied hat mit dem deutschen Barock nichts zu tun. In England dauerte die Renaissance dafür ein wenig länger an. Epochengrenzen kann man nicht ohne Weiteres auf mehrere Länder beziehen.

Und ein Imagefilm oder eine Werbung IST per definitionem ein Kommunikationsmittel! Und gerade WENN dein Budget begrenzt ist, muss jeder Shot vorher durchdacht und sinnvoll sein. Bei dir klingt es so, als ob du dich nicht angestrengt hättest, weil eben nur wenig Geld da war. Gerade wenn man am Anfang seiner Karriere steht, sollte man jedes Projekt ernst nehmen und da Herzblut reinstecken. Später kann man sich dann auch manchmal auf seine Routinen verlassen.

Übrigens vermute ich, dass die Kritiken deshalb etwas härter und ehrlicher ausfallen, weil du den Film als kommerzielles Projekt betitelst. Da gelten eben andere Maßstäbe und euer Schülerstatus zählt da auch nicht. Wer sich in die kommerzielle Welt wagt, musst auch mit den Qualitätskriterien des Marktes mithalten können. Und da habt ihr noch deutlich Verbesserungsbedarf und -potential!

PS: Ich find es gut, dass du auf das Feedback auch eingehst. Deine anderen Filme haben ja auch Feedback bekommen, worauf du kaum/nie geantwortet hast. Sowas find ich immer schade, wenn Leute nur hier sind um ihren Kram reinzuschmeißen, aber nie auch sich an den Diskussionen (auch zu anderen Projekten!) beteiligen.

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