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daniel alan

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1

Montag, 4. April 2016, 00:57

Mila (Kurzfilm, Horror)

Mila

Beschreibung:
Josephine Miller arbeitet als Gutachterin für Grundstücke und Gebäude. Als sie sich an einem schönen Sommertag entschließt, ein zerfallendes Kinderheim zu bewerten, erlebt sie eine schaurige, aufschlussreiche Überraschung...

Genre:
Grusel/Horror

Infos zur Entstehung:
Kamera: Canon 5D Mark II
Objektive: Canon 16-35mm 1:2.8, Nikon Nikkor 35mm 1:1.4, Nikon
Nikkor 50mm 1:1.2, Nikon Nikkor 85mm 1:1.4
Produktionsjahr: 2013 (Dreharbeiten im Zeitraum: 22.07.2013 - 18.08.2013)

Fertigstellung: 2016

Bei einem Spaziergang im Norden Berlins entdeckten meine Freundin und ich ein zerfallenes, schwer zugängliches Gebäude. Nachdem wir es vorsichtig betraten und dabei erleichtert feststellten, dass es uns wohl nicht über dem Kopf zerfallen würde, mussten wir es einfach mehr in Szene setzen, als "nur" lost-places-Fotos davon zu schießen. Wir wollten einen kurzen, gruseligen Film drehen.
Da ich die Sorge hatte, dass das Haus nicht mehr lange zugänglich bzw. überhaupt stehen bleiben würde, hatten wir Zeitdruck. Auch der Sommer in Berlin ist nicht besonders beständig, so dass auch von dieser Seite aus Eile geboten war, wenn die Geschichte des Films an einem sonnigen Sommertag spielen sollte. Somit wagte ich das Risiko, eine Story mit nur einem sichtbaren Darsteller vor Ort zu erzählen, weil kein noch so ambitionierter Hobby-Schauspieler mit unserer Spontanität hätte arbeiten können (z.B. teilweise für 2-3h nach der Arbeit). Aus dem gleichen Grund ist auch O-Ton am Set weggefallen. Kamera-, Reflektor- und Tonangel Halten war dann doch zu viel für mich. An einem Tag konnte mir ein Freund helfen, dem ich heute noch dafür überaus dankbar bin.

Ich hatte mir nämlich einen Dollycrane gemietet, von dem es bei einem YouTube-Video hieß, dass das Teil in einen Pkw passte. Ich amüsierte sowohl die Mitarbeiter des Verleihs als auch die anwesenden Kunden prächtig mit der Info, dass ich mit einem Smart diesen zweiteiligen, überdimensionalen Geigenkoffer abholen wollte. Na ja, einen kleineren Pkw hat(te) Car2Go nicht im Angebot! Zusammengefasst, musste ich mir einen Transporter mieten, um das Gerät zum Drehort zu kriegen, da es unglaublich groß verpackt und ziemlich schwer war.
Lesson learned!
Komplett ungeübt im Drehbuchschreiben und durch den selbst auferlegten Zeitdruck habe ich erst später im Schnitt gemerkt, wie gruselig langweilig und unnatürlichen der abgedrehte Dialog zwischen den Figuren am Anfang des Films war. Notbremse und Plan B bis F musste her, um den Dialog zu retten und massiv zu kürzen (damit sind übrigens auch die meisten Dollycrane-Aufnahmen weggefallen), ohne den transportierten Inhalt komplett streichen zu müssen. Ich habe mir anschließend Bücher übers Storytelling und Drehbuchschreiben besorgt, um das nächste Mal zumindest die gröbsten Anfängerfehler zu vermeiden.
Im Übrigen bestätigte sich meine Sorge mit dem Haus, denn Anfang 2014 war es bereits abgerissen. Wie knapp es für uns im Sommer davor im Endeffekt war, weiß ich nicht.

Die meiste Arbeit steckte in der Postproduktion, da ich - wie oben erwähnt - alles nachsynchronisieren musste. Klar, es ist nicht viel, aber ausreichend, um einen Anfänger ordentlich ins Schwitzen zu bringen. Auch "Mila" musste nachträglich ins Bild eingefügt werden, weil wir sie a) erst später kennengelernt hatten und b) mit ihr niemals in dieses wacklige Haus gegangen wären.

Für den Vorspann hab ich eine "Videokonserve" gekauft und eingefügt, um auch in diesem Bereich Erfahrungen zu sammeln. Bis auf die zur Verfügung stehende, nicht ganz so tolle Codec-Qualität bin ich mit der Aufnahme zufrieden, zumal sie sich ganz ordentlich ins restliche Footage einfügt. Eine solche Aufnahme selbst zu erstellen, hätte sowohl meine Kompetenzen als auch mein Budget weit überschritten. Vielleicht beim nächsten Mal!
Fazit: Das Projekt hat tierisch Spaß gemacht und ich habe jede Menge gelernt. Und das muss und möchte ich natürlich auch weiterhin tun. Mal schauen, was als nächstes kommt.

Screenshot(s):







Filmlänge:
9'13" Minuten

Stream:
»daniel alan« hat folgendes Bild angehängt:
  • thumbnail-720p.jpg

Bronco Bullfrog

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2

Montag, 4. April 2016, 09:04

Hallo Daniel

Was für ein Machwert!
Die Qualität der Aufnahmen ist grandios, das Licht ist toll gesetzt bzw. eingefangen und die Geschichte spannend und wirklich gruselig. Ich hatte tatsächlich Angst als das Telefon klingelte und als sie in den Keller ging. Die Informationen zum Dreh sind sehr interessant und ich kann es sehr gut nachvollziehen wie aufwändig das Ganze unter ZEitdruck ist. Toll, dass du das HAus nochmal auf Video gebannt hast bevor es abgerissen wurde. Du solltest den Film auf jeden Fall an diverse Kurzfilmfestival schicken...beim "creepy clips" wettbewerb der "virus" hättest du auf jeden fall gewonnen.

lg bronco

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7River

7River

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3

Montag, 4. April 2016, 09:14

Ich kann meinem Vorredner nur zustimmen! Hat mir auch sehr gut gefallen. :)

Spoiler Spoiler

"Es war alles nur ein Traum" ist aber verdammt ausgelutscht.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

BN-FILM

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4

Montag, 4. April 2016, 10:56

Interessante Geschichte und auch einige schöne Bilder. Der Ton war sehr gut, wenn ich auch das Gefühl hatte, dass dieser an einigen Stellen übersteuert war. Kann mich auch täuschen. Was mich jedoch nicht so überzeugt hat, war die Leistung der Schauspielerin (Josephine Miller) - sie konnte mich nicht wirklich mit in den Film nehmen. An zwei Stellen war mir es zu vorhersehbar - die Tür im Keller schließt sich und am Ende, dass das Telefon klingeln würde.

Aber wie gesagt von der Geschichte her sehr schön, hätte ruhig länger sein können (=

Rockstar2

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5

Montag, 4. April 2016, 13:08

Hi Daniel,

netter Film mit einigen echten bildlichen Leckerbissen, die mir sehr gut gefallen haben. Ich habe dir im nachfolgenden Spoiler ein paar Hinweise gegeben, die euch vllt. helfen euren nächsten Film noch besser zu machen.

Spoiler Spoiler

- der Makler sieht für mich eher aus wie ein Gängster, außerdem ist er für mich in diesem Moment die Hauptfigur und ich fands komisch, dass dann plötzlich die Frau zur Hauptperson wird. Warum habt ihr euch in der Szene für eine Traumoptik entschieden?
- Die gesprochene eMail hört sich für mich sehr abgelesen an. Das mag ich nicht.
- Den Drohnenflug fand ich mega, bis zu dem Moment wo ihr unmotiviert nachkorrigiert. Warum?
- direkt die Szenerie danach verliert sehr viel durch die Wahl der bewegten Kamera. Ihr hättet da meiner Meinung nach viel mehr "Hitchkock"-artig vom Stativ arbeiten sollen. Die Stativbilder sind viel viel stärker.
- Im Grunde brauche ich daher den Makler am Anfang als Zuschauer nicht. Der Film hat so zwei Anfänge.
- Die beiden Bilder nach dem sie das Foto in der Küche gemacht hat, brauche ich nicht mehr. Vom Schnitt her sind die toll, aber das sie aus der Küche geht, erklärt sich auch so im nächsten Bild.
- Den Schwenk, nachdem sie die Treppe hoch gegangen ist, finde ich super. Hilft schön die Spannung aufzubauen.
- Das sie nach dem gruseligen Telefonat ihr Handy sucht, ist mir schon klar. Sie muss es nicht noch mal sagen. Ist ein großer Fehler den viele machen. Hab ich früher auch gemacht.
- Was mir fehlt ist ein bisschen die Entwicklung, die die Josephine macht, damit ich als Zuschauer die Motivation erkenne, warum sie in den Keller geht. Sie hat gerade in einer Ruine einen gruseligen Anruf bekommen, und die gruselige Stimme kannte sogar ihren Namen? Ich würde ohne trifftigen Grund jedenfalls nicht in den Keller gehen und frage mich als Zuschauer warum sie das tut?
- Am Ende fand ich es ein wenig komisch, dass der Makler am anderen Ende der Leitung sich Sorgen gemacht hat. Warum?

Es waren zwischendurch echt ein paar tolle Bilder drin, die die Stimmung und Story unterstützt haben. Ich sehe viel Potenzial. Versucht beim nächsten Mal bei jedem Bild was ihr drehen wollt zu hinterfragen, was ihr damit erzählen bzw. ausdrücken wollt. Ich hätte es z.B. nicht falsch gefunden, den ganzen Film vom Stativ zu drehen, da die stärksten Bilder in eurem Film die waren, die vom Stativ kamen.

@BN-FILM: Das die Schauspielerische Leistung nicht perfekt war, muss nicht immer am Schauspieler liegen, sondern liegt auch oft an der Regie. Die Regie muss sagen, wie und was ein Schauspieler spielen soll.
Das Abnehmen des Telefons und das spätere Aufwachen beim Baum fand ich z.B. nicht toll. Aber da ist es meiner Meinung nach Aufgabe der Regie, der Schauspielerin zu sagen, dass das nicht optimal war.

LG Rockstar

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daniel alan

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6

Montag, 4. April 2016, 15:27

Vielen Dank für Eure Feedbacks! :) Ich freue mich über jede einzelne Rückmeldung und darüber, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, den Kurzfilm genauer unter die Lupe zu nehmen und Eure Meinungen und Tipps drunter zu setzen! :thumbup:

@Bronco Danke für die Blumen und den Hinweis auf den Wettbewerb.

@7River Danke.

Spoiler Spoiler

Aus Angst, dass der Film einen "ja, genau, ein Geist"-Nachgeschmack mit sich bringt, entschied ich mich für die - zugegeben - schon zu oft bewährte Methode des Traums.



@BN-FILM Danke für Dein Feedback und den Hinweis auf die eventuelle Übersteuerung. Meinst Du in der Kammer Richtung Ende oder woanders?
Was die schauspielerische Leistung betrifft - es soll keine Ausrede sein, dass es nicht besser geht. Es geht besser und WIR wollen immer besser werden, darum danke für den Hinweis - so ziehe ich mir den unaufmerksamen "Regie-Hut" auf. Ich weiß, dass ich mich vor Ort am Set zu sehr auf die Kameraarbeit und weniger auf Romina (Josy) konzentriert habe. Das ist ein grober Schnitzer, den ich beim nächsten Projekt mit einem größeren Team (und somit einem Regisseur) vermeiden bzw. vermindern werde (siehe meine "Infos zur Entstehung"). Ich hab Romina das fertige Drehbuch erst am Set in die Hand gedrückt und "mach mal" gesagt.


@Rockstar2 Dir danke ich besonders, weil Du so detailliert auf den Kurzfilm eingehst.

Spoiler Spoiler


  • Der Makler "Ben" war erst nur als Off-Telefonstimme eingeplant gewesen. Er hatte im endgültigen Schnitt im Prinzip nur die Aufgaben: Josy aus dem Traum zu wecken und die Infos über das Haus sowie Milas Fund zu geben. Nach dem ersten Rohschnitt, entschied ich mich, den Film mit einem weiteren sichtbaren Darsteller aufzulockern. Irgendwie empfand ich nur eine Person zu sehen als zu eintönig. Da ein Freund diese Rolle übernommen hatte und kahlgeschoren im Anzug zum Set kam, ließ sich dieser Gangster-Look kaum noch abwenden. :) Er nannte sich selbst an dem Drehtag "Jason Statham für Arme". 8-)
    Der "Taumlook" war keine Absicht. Ich wollte ein verrauchtes Büro zeigen, in das die Sonnenstrahlen sichtbar einfallen. Ich mag dieses Bild, habe ich aber leider nicht hinbekommen. Muss ich unter anderem ein anderes Nebelfluid nehmen.
    Ich sehe nach etlichen Schnittkorrekturen vollkommen ein, dass ein eingefügter Darsteller nicht nur Aufgaben erfüllen darf, sondern einen Bezug zur Story, zu den anderen Figuren usw. haben muss, da er sonst recht willkürlich/konstruiert/deplatziert wirkt.
  • Den Drohnenflug habe ich aus verschiedenen Gründen nicht selbst durchgeführt, sondern als "Videokonserve" eingekauft (siehe meine "Infos zur Entstehung"). Ich hätte das Footage natürlich vor dem Korrekturschwenk schneiden können.
  • Danke für den absolut hilfreichen Hinweis mit dem Handy am Baum. Ich war nach etlichem Schauen zu betriebsblind und zu unsicher, ob der Zuschauer die Klopfgesten und den Blick auf den Baum richtig deutet. Er hätte es, gut zu wissen. :thumbup:
  • Ja, da hab ich eines dieser Horrorfilm-Klischees voll erfüllt: "warum geht sie in den Keller, obwohl alles dagegenspricht?" Ich rede mich mal frech damit raus, dass sie ja nur träumt - was der Zuschauer in dem Moment natürlich nicht wissen (maximal ahnen) kann. Trotzdem: Mehr Figurentwicklung hätte sicher gutgetan.
  • Der Makler hat sich Sorgen gemacht, da Josy ihm ja die E-Mail geschrieben hatte, dass sie das zerfallene Kinderheim begutachten wird und ihn um Rückruf bat. Nachdem sie noch mal versucht hatte ihn anzurufen (am Baum) und er anschließend zurückrief, ist sie nicht sofort ans Handy gegangen (sie schlief). Aber sobald ich meine Absichten erklären muss, hab ich das Filmisch nicht (ausreichend) gut rübergebracht. :huh:
  • Zur Schauspielerei von Romina und meinen Anteil daran als Regisseur hab ich BN-FILM schon geschrieben.

Ansonsten vielen Dank für Eure Ermutigungen. Ich arbeite dran. :thumbsup:


tevauloser

unregistriert

7

Montag, 4. April 2016, 16:28

Mich hat dieser Film in seiner ganzen Machart sehr beeinduckt. Sogar die "Josy" hat mich berührt (im Gegensatz zur negativen Kritik oben). OK, als Mann hat man bei so jemandem natürlich einen etwas verstellten Blick 8-) . Tolle Frau!
Das rezitieren der email fand ich auch etwas gestelzt- nicht schlimm.

Weil ich es bin, halt wieder einmal mehr der Hinweis: Wenn ihr schon zu Beginn wisst, dass es ein "Breitleinwand" Werk geben soll, warum klebt ihr euch nicht schon vor dem Dreh zwei schwarze Klebestreifen aufs Display der Cam? Damit blieben einige "digitalen Skalpierereien" auf der Strecke. In einer Einstellung mussten sogar die Füsse dranglauben.

Die Hinweise von Rockstar nehme ich als fachliche Belehrung (eher auf höherem Level) gerne an, macht mir persönlich aber keinen grösseren Einbruch bei der Güte dieses Werkes.
Vergebe 9/10.

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