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rick1000

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41

Donnerstag, 3. November 2011, 07:54

Hallo zac hobson

"Auf der Erde zurückzulassende Botschaft" glänzt weder durch Kamera, Beleuchtung oder Ton, darum kommt die Story beim Zuschauer (jedenfalls hier) auch nicht an. Also hast Du meiner Ansicht nach das falsche Medium gewählt. Dein Stoff ist doch eigentlich viel besser für einen Roman geeignet, oder ein Artbook bzw. Comic mit Text und malerischen Bildern, oder für eine oppulente Verfilmung, die den Zuschauer durch imposante Bilder an die Geschichte fesselt.

Zitat


Etwas entsteht zwischen ihnen, etwas All-Umfassendes. Und so finden wir ihn dann auf einmal mit der Blauen in starker inniger Umarmung.

Liebe ist entstanden. Eine eigentlich ganz unmögliche.


Wie kann man etwas so tief emotionales ohne Mimik ohne Musik ohne wunderschönes Farbspiel oder Naturspektakel oder Wortgewalt darstellen ? Soll so etwas mit stocksteifen Chrackteren mit denen sich "niemand" identifizieren kann und will funktionieren ?

Jetzt stelle ich mir die Frage, wie wichtig ist Dir eigentlich die Geschichte die Du erzählen willst, bzw. die Message die Du dem Zuschauer vermitteln möchtest. Möglicherweise hast Du eine großartige Story, aber Du verpackst sie so unatraktiv (wieder bezogen auf die Meinungen hier), daß sich niemand die Mühe machen wird bis zum Kern der Geschichte vorzudringen. Das ist keine Unzulänglichkeit des Publikums sondern eine des Filemachers. Für mich sind die 80 Minuten Spielzeit eine echte Qual und lassen vermuten, daß Dein primäres Anliegen nicht im transportieren der Story bzw. den Emotionen liegt. Daraus leite ich leider ab, daß es Dir Deine eigne Story nicht wert genug ist, sie entsprechend zu inzenieren um sie für ein großes Publikum attraktiv zu machen.

Was steht für Dich im Vordergrund ? Die Realisation in "SL" oder das Vermitteln Deiner Story/Message für eine breite Masse von Menschen ?

Fasse das bitte nicht als respektlos auf, sondern als ernst gemeinte Gedankengänge. Zu Deinen anderen Filmen kann ich nichts sagen, aber es spielt auch keine Rolle, denn Du hast ja nur diesen einen hier vorgestellt und an dem wirst Du auch gemessen.

zac hobson

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42

Donnerstag, 3. November 2011, 08:08

Guten Morgen, Rick,

da Du ja den Inhalt gelesen zu haben scheinst, kennst Du ja die Story des Films.

Und zur Realisation, gerade in dem Medium Second Life, möchte ich sagen, ich lebe seit drei Jahren selbst in dieser Welt (bin ja auch der Hauptdarsteller des Filmes) - und SL ist die einzige, mir noch zugängliche Realisationsplattform für meine Filmdrehbücher. Ich lebe - uralt - total allein in einem kleinen Zimmer, habe keine (reale) Filmkamera, keine (realen) Darsteller, keine (realen) Film-Schauplätze mehr zur Verfügung. Alles, was mir bleibt, ist diese Second Life Welt, und in der (nicht in einem Roman o.ä.) versuche ich, mich halt auszudrücken, meine Message darzustellen.

So viel für heute Morgen.

Liebe Grüsse
von bernhard

rick1000

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43

Donnerstag, 3. November 2011, 08:34

Guten Morgen Zac

Deine Erklärung, gehört wie ich finde in die Beschreibung des Werks. Dann wird auch einigen klarer warum Du diese Erzählform mit diesem Medium gewählt hast (wählen mußtest). Ich finde das wichtig, die Vorraussetzungen zu kennen unter denen ein Film entstanden ist. Übrigens finde ich, daß Deine Lebensgeschichte (nur bezogen auf diesen Thread) guten Stoff für ein Drehbuch abgiebt. Verzeih mir wenn ich nochmal nachbohre, warum kein Roman (oder schriftliche Erzählform), ich denke immer noch daß Du damit mehr Menschen erreichen kannst ?

sollthar

unregistriert

44

Donnerstag, 3. November 2011, 08:36

Zitat

Spielt sozusagen im luftleeren Raum einer Theatergruppe, die gerne was machen will


Hehe, sehr korrekt. Genau das ist es auch. Reine Fiktiion, realisiert mit einer Laientheatergruppe, die einfach Spass an schwarzhumorigen Konstruktionen hat, ohne dabei irgendeine Aussage machen zu wollen. :)

Weshalb das? Weil es Emotionen auslöste: Spannung, Neugier, immer wieder lautes Lachen, verschmitztes Grinsen. Und es war unheimlich spassig, es umzusetzen. Und ich hatte Spass, es zu schreiben. Da war die Hoffnung, ein Publikum könnte dies ähnlich empfinden und dem war dann auch so (du wirst Lachen, der Film hat einige Publikumspreise bekommen). Daher: weshalb nicht?

"regielich unvollkommen" würde mich brennend interessieren - falls du Zeit hast. Gerne im entsprechenden Thread, hier gehts ja um deinen Film.


Die Tatsache, dass du in etwa reagiert hast wie ich vermutete illustriert aber toll, was ich mit Filmsprache meinte: Mein Film ist "konstruiert", "unvollkommen" und "an den Haaren herbeigezogen", was ich im Übrigen nicht abstreite, deiner ist sicher all das nicht, sondern "echt", "vollkommen" und "tiefgründig" - und dennoch hat es noch keiner hier geschafft, sich mehr als 2 Minuten davon anzuschauen.
Sicher, die Argumentation, dass dies - Zitat - "mehr über uns als über den Film sagt" ist enorm bequem, vermutlich aber halt nicht mehr als das. Ganz so simpel ist die Welt nicht gestrickt.

Ich bleibe dabei, dass ich glaube, dass dein Film bei handwerklich besserer und stimmigerer Umsetzung dein bisheriges Publikum kaum vergraulen, wohl aber den Zugang zu einem neuen ermöglichen würde. Es sei denn, dies willst du nicht.
Die meisten Menschen fühlen sich ja dann besonders wohl, wenn sie sich abgrenzen können. Und das ist am leichtesten, wenn man für das Eine und gegen das Andere ist.


Edit:
Auch wenn mich deine beiden Filme nicht bewegt haben, du als Mensch tust es. Auch jetzt, wenn ich deinen obigen post lese. Ich will und wollte dir nicht zu nahe treten - ich bin sicher, wir könnten eine Menge von dir und deiner Erfahrung lernen. Glaube aber auch, dass dies auch umgekehrt der Fall sein könnte. Gerade wenn es darum geht, mit absolut minimalen Mitteln und weitgehend alleine eine Geschichte zu erzählen, was immer die sein mag, sind wir Amateurfilmer sicherlich auch nicht ganz unerfahren.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sollthar« (3. November 2011, 08:54)


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joey23

zac hobson

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45

Donnerstag, 3. November 2011, 09:17

Guten Morgen, solthart,

mir imponiert Dein Vorgehen, mit anderen jungen Leuten etwas auf die Beine zu stellen. Ich habe ähnlich angefangen und an der Münchner Uni mit 11 Studenten eine Film-AG gegründet. Unser erster Film (Buch von mir) hiess "In jedem Land und zu Deiner Zeit" und liegt jetzt im Museum of Modern Art in Chicago.

Bezüglich "regielich unvollkommen" greife ich drei Szenen aus Deinem Film heraus.

Erstens die Bankszene, ihre Reaktion ist vollkommen überzogen und auch unglaubwürdig. So würde sich kein Mädchen verhalten, zu dem sich ein junger Mann, ohne aufdringlich zu werden, auf die Bank setzt. Sie würde auch nicht sofort mit ihm ins Strassencafe (fast händchenhaltend) gehen.

Zweite Szene, der eine Bösewicht erfährt, dass die Bilder - die man nie zu Gesichte bekommt - Fakes sind (oder so ähnlich) er mimt sofort totale Verzweiflung. Das ist nur zum Lachen.

Dritte Szene: Der andere Bösewicht erfährt Ähnliches auf dem Dachboden, auch er ist sofort total weg vom Fenster. Das ist Kasperletheater.

Und so könnte ich noch mehr aufführen, etwa die lächerliche Ballerei der Protagonistin und und.

Vorschlag: Dreh doch einen Film über den jüngsten Kunstfälscher und seine Frau. Da hättest Du wirklich etwas unter den Zähnen, nämlich die nackte, ungeschminkte Wirklichkeit und kein pubertäres, nur irgendwie ausgedachtes, Strassentheater, wie jetzt.

joey23

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46

Donnerstag, 3. November 2011, 09:44

Ich habe den Thread bisher ohne Kommentar verfolgt, nun möchte ich aber doch mal was dazu sagen.

Mit dem SL-Film kann ich leider ebensowenig anfangen, wie die meisten hier, auch wenn ich volle 15 Minuten geschaut habe. Solche Animattionsfilme sind eh schon nicht meine Welt. Und um die Message des FIlms zu transportieren, ist es meiner Meinung nach das falsche Medium. Wenn dir nur das Medium zur Verfügung steht, hätte ich eine andere Geschichte gewählt.
Hätte ich zum Film etwas sagen wollen, hätte ich das schon eher gemacht. Aber mir geht es auch weniger um den Film selbst, mich stört gerade etwas anderes.

Ich wundere mich, zac, dass du hier einerseits sehr strikt jede Meinung ablehnst, die nicht der Deinen entspricht, Stichwort "Existenzebene". Andererseits kritisiert du solthars Film auf eine Weise, die ich für nicht angemessen empfinde, wenn man sich selbst auf solch "hervorhebende" Art und Weuise ins Glashaus setzt.
Wenn du die Reaktion von Jüngeren (vielen Dank für das Kompliment ;) ) hören möchtest, dann tu ihre Meinung nicht als falsch oder unwissend ab. Wir sind eine andere Generation, uns erreichst du mit einem solchen Projekt nicht. Nicht auf diese Art und Weise. Wenn ich an das denke, was ich aus Kunsthochschulen kenne, ist die Zeit einfach schon weitergeschritten.
Ich bin gerne Laborratte, und habe mir deinen Film gespannt angeschaut. Aber dann möchte ich auch, dass ich eine Meinung haben darf, die akzeptiert und tolleriert wird. Auch, oder GERADE dann, wenn sie nicht der Deinen entspricht.

Gruß,
Joey

PS: Hut ab dennoch, vor der Leistung mit 81 Jahren soetwas auf die Beine zu stellen. Wenn ich da an meine Großeltern denke... :(

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Birkholz

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47

Donnerstag, 3. November 2011, 09:49

Und seit wann darf ein Film ausschließlich die nackte Realität darstellen? Du scheinst ja darauf zu pochen. Dein hier besprochener Film tut das ja auch nicht. Außerdem: Ist nicht eins der Hauptanliegen beim Film, der eigenen Realität für eine kurze Zeit entfliehen zu können?

zac hobson

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48

Donnerstag, 3. November 2011, 09:55

Guten Morgen, joey....

schau, mein Film wurde hier ausführlichst und sogar genüsslich verrissen, ja geradezu in den Boden gestampft. Daher nahm ich mir das Recht, nun auch - ungefiltert - meine reale Meinung über "Art" zu äussern. Und - ein anderes Medium kann ich leider nicht wählen, da mir nur Second Life zur Verfügung steht. Es gibt auch, meines Wissens, nichts Vergleichbares, das in etwa eine bessere Grafik-Engine hätte. Daher also. Und als Alternative hätte ich ja, öde zu schweigen, wie 99 Prozent meiner Altersgenossen. Wäre euch das vielleicht lieber?

joey23

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49

Donnerstag, 3. November 2011, 11:03

Schweigen? Nein, ganz und gar nicht. Ich finde diesen Thread spannend, und ich finde es noch viel Spannender, was (entschuldige mir die vll etwas lapse Formulierung) ein 81-jähriger aus SL macht!

Nein, nein, Schweigen wäre genau das Falsche. Kritik ist ja dazu da, um ins Gespräch zu kommen. Es gehört dazu, sagen zu können, wenn einem ein Film absolut nicht gefällt.

Wie ich solthar kenne, wird deine Kritik zu denen gehören, die er sehr aufmerksam ließt.

50

Donnerstag, 3. November 2011, 11:11

Zitat

Unser erster Film (Buch von mir) hiess "In jedem Land und zu Deiner Zeit" und liegt jetzt im Museum of Modern Art in Chicago.

Es geht hier ausschliesslich um Deinen Film, weder um Sollthars noch sonst jemandes Film.
Und bloß weil der Film in einem Museum liegt, heisst das erstmal noch lange nichts.
Denn da gibt es genug Gehversuche von anderen Amateuren, die mit Deinen Filmen verglichen,
da genauso hingehören und die technisch auch noch besser sind!
Vielleicht hast Du Deinen Film da auch nur mal liegen lassen, wer weiss... Ich will es aber auch nicht wissen!

Film ist Fiktion, soll Spaß machen und es ist im Grunde egal, wie das erreicht wird.
Es wird immer jemanden geben der keinen Horror mag ("blöde Zombies, sowas gibt´s ja gar nicht!") oder
jemanden der keine Science Fiction mag ("Wie unrealistisch, beamen/Lichtschwert/Zeitreise geht ja gar nicht!").
Aber es ist eben auch eine Sparte beim Film, also sollte man diese doch bitte auch ihre Berechtigung haben lassen.
Die meisten hier mögen Deinen Film nicht. Unabhängig davon, was Du so alles auf die Beine gestellt hast,
wenn alle Filme so diletantisch aufgezogen wurden, brauchst Du hier gar nicht auf dick machen,
denn für Deinen Film mag es zwar eine Nische geben, aber da passt scheinbar nur Du rein.
Die Filmemacherei hat sich geändert und da sollte man auch mit der Zeit gehen.
Und was ist das oben für eine Aussage: "Aber ausgerechnet diese (ersten drei) Minuten sind sozusagen das schlagende Herz dieses Filmes."
Aha, sind sie das? Wozu dann den Rest? Da scheinst Du zumindest begriffen zu haben, dass es im Rest nur noch herzlich tote Handlung gibt, oder?
(Nein, bitte hierauf nicht antworten - ich will es gar nicht hören!)

Ich empfinde diese kritik-resistente Diskussion deinerseits mittlerweile als Foren-Trollerei.
Ich weiß nicht, warum Du seit drei Jahren in einem geschlossenen Kämmerchen hockst und im SL lebst.
Es interessiert mich auch nicht. Aber es gibt da draussen noch andere echte Menschen, mit denen kann man auch
in echt was unternehmen. Die einzige Möglichkeit, warum Du es nicht könntest, wäre die,
dass Du mit Deinen 81 Lenzen auf einer beschützenden Station in einem Altenheim eingeschlossen wärst. ;)

Was ich hier wieder mal gelernt habe:
Don´t feed the troll!
Er stellt einen Film ein, will aber keine Kritik und wenn´s mal kritischer wird als erwartet, schiesst er zurück.
Und ich will deswegen nichts dazu wissen, weil es nur mehr Futter für den Troll wäre.
Jede Antwort eines Amateurfilmers ist hier scheinbar nichts wert und wird unmittelbar kommentiert, scheinbar um
weitergehende ausführlichere Diskussionen zu unterbinden. So kommt´s mir vor.
Bloß weil sich hier jemand als jemand ausgibt, der mal ein Manifest geschrieben hat und
angeblich mit 81 noch in SecondLife rumturnt, heisst das noch lange nicht,
dass derjenige a) ein Filmgott ist und b) immer recht hat oder c) dieser Mensch auch wirklich ist.
Und nein, ich erwarte hier keine Antwort Deinerseits drauf, bitte verschone mich mit weiterer Kritik-Resistenz.
Ich will es nicht wissen und hier auch keine themenfremde Diskussion anfachen!
Es geht um Deinen Film: Der gefällt hier keinem, Dir schon und weil Du schon So alt bist und
Dein Film in einem Museum liegt denkst Du, dass Du hier der Über-Filmer bist? Alt-sein ist kein Verdienst.
Nein, antworte nicht.

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joey23

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51

Donnerstag, 3. November 2011, 11:20

Purzel, findest du das nicht ein bisschen hart? Ließ es dir noch mal in Ruhe durch. Kritik üben und die Anwort verbieten ist außerdem nicht die feine Englische.

52

Donnerstag, 3. November 2011, 11:25

Nein finde ich nicht.
Und wenn´s sonst keiner klipp und klar sagt...
oder es bislang keinem aufgefallen ist.
Ich lese seine Threads jetzt ne zeitlang aus der Distanz mit.
An der Technik (Kamera, Ton, etc.) von damals kann man nichts ändern.
Aber wenn man sie besser genutzt hätte, wäre vielleicht was deutlich besseres rausgekommen.
Die SL-Einstellungen sind immer dieselben, also langweilig.
Aber er erhebt Anspruch darauf, dass er der Filmemacher ist.
Ich habe kaum einen positiven Kommentar zu seinen vorgestellten Filmen gelesen, nur
Rechtfertigungen und Kritik-Resistenz erlebt. Da scheint er es wohl nicht anders zu verstehen!
Und ich verbiete nichts, ich will nur keine Diskussion anfachen und hier nen Krieg anzetteln.
Deswegen brauch ZacHobson dazu nichts antworten.

zac hobson

unregistriert

53

Donnerstag, 3. November 2011, 11:31

An alle User hier:

"solthar" hat mich ausdrücklich um eine kritische Würdigung seines "Art"-Filmes gebeten. Diese habe ich abgeliefert.

Und dann: Verbitte ich mir, persönlich angegriffen, oder in meinem So-Sein in Frage gestellt zu werden. Ich biete jedem hier an: Er möge mir eine PN oder eine Mail schicken, und ich werde ihm genug Unterlagen über meinen beruflichen Werdegang, plus mein Alter, liefern.

Und nicht dieser hier besprochene Film liegt im Museum, sondern mein erster, aus dem Jahre 1952. Er erregte damals grosses Aufsehen. In allen Illustrierten standen bebilderte Berichte über die Dreharbeiten, und auch die Tageszeitungen texteten ausführlich.

Im Übrigen kann sich jeder bald von meiner tatsächlichen Existenz und meinem Platz in der Filmgeschichte überzeugen. Ab 28. Februar finden in verschiedenen deutschen Städten Filmfestspiele - auch mir zu Ehren - statt. Und an diesem Tag gibt die Stadt München zusammen mit einem, (noch geheimen), Bundes-Minister, einen Empfang, wo auch ich aufscheinen werde.

Dass dieser, hier verrissene, Film so ist, wie er ist, (und wie er im verwendeten Medium nicht besser sein kann), dazu stehe ich. Es wäre schäbig und feige, jetzt zu Kreuze zu kriechen, nur weil an diesem Ort der Gegenwind kräftig bläst.

Und: Ich selbst würde mir nicht anmassen, einen eurer Filme zu be-oder zu ver-urteilen, nachdem ich nur ein Zehntel oder Zwanzigstel von ihm angeschaut habe. Das fände ich unserös.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »zac hobson« (3. November 2011, 11:52)


zac hobson

unregistriert

54

Donnerstag, 3. November 2011, 12:40

Ich grüsse Dich, Rick....

warum kein Roman. Schau, der ganze Film entstand aus einer literarischen Erzählform, dem Gedicht von Archibald McLeish, das (gekürzt) vorangestellt wird.

Im Roman, oder Ähnlichem kann ich den Zac nicht so vollplastisch vorstellen, wie hier.

Und wer nicht mit ihm mitfiebert, mit ihm in dieser Scheinwelt umherirrt, der bleibt halt draussen und muss vorspulen, oder das Sehen abbrechen.

Dagegen helfen dann auch keine kosmetischen Korrekturen meinerseits - Schnittkürzungen etc. Es geht eben um etwas Grundsätzliches.

So ist es vielen Filmen schon ergangen. Die Zuschauer sind nicht mitgegangen, kamen nicht rein, blieben draussen, verrissen die Filme, fanden sie langweilig. Ich erwähne als Beispiel von vielen nur "L`Avventura".

Und mein Leben als Drehbuch. Ich stelle Dir frei, es zu schreiben. Warum nicht.

Ich schicke Dir zum Beispiel gerne meinen Bericht über meine 40 jährige Liebes-Geschichte zu.

sollthar

unregistriert

55

Donnerstag, 3. November 2011, 13:22

Was ist denn hier los? Bitte haltet euch an die Netiquette, ja?

Also ich hab gar keine Probleme damit, wenn meine Arbeit kritisiert wird und lese die Kritik gerne und fand sie auch interessant und werde sie mir gerne zu Herzen nehmen. Selbst wenn die Wortwahl durchaus klar ist - aber ich schätze nichts mehr als klare Aussagen. Wischiwaschi nervt mich viel mehr. :)
Es ist ja auch nicht falsch. "Art" ist natürlich "konstruiertes", "erdachtes" Strassentheater ("pubertär" bringt mich zum Schmunzeln, aber vielleicht ist es tatsächlich auch das). Der Unterschied liegt wohl darin, dass das für zac hobson negative Begriffe sind und für mich nicht. Ich denke da schlicht nicht so eklusiv und gehe auch nicht davon aus, dass die "nackte Wahrheit" irgendeinen intrinsischen Wert hat, bloss weil sie wahr ist. :)

Beides hat offenbar seine Daseinsberechtigung, da es für beides offenbar ein Publikum gibt. Zu dir kommen Menschen und fühlen sich bewegt, zu mir kommen Menschen und fühlen sich bewegt. Du kriegst Preise, ich krieg Preise. Du hast (hoffentlich) Spass, ich hab Spass. Also alles tip top. :thumbsup:


Ich verstehe schon was Purzel meint. Nur interpretiere ich es einfach anders.
Ich spüre hier jemanden, der wohl in seinem Leben viel gekämpft hat, viel erreicht hat und viel Anerkennung dafür bekommen hat, nun aber 81 ist, ganz alleine in einem kleinen Raum und einer virtuellen Welt lebt und mit dem einzigen Medium, das ihm noch geblieben ist, kommuniziert - hier in diesem Fall erfolglos und das frustriert. Und auf die Kritik wird primär mit dem Lob anderer als Gegenargument reagiert: "Der beste deutsche Sci Fi Autor findet meinen Film gut!", "Mein erster Film liegt im Museum", "Mir zu Ehren werden in mehreren Städten Festivals abgehalten", "ganz viele Leute haben mir gesagt, sie seien tief bewegt", was wohl diesen angeberischen Unterton erklärt, den einige da hineininterpretieren. Es vermittelt tatsächlich den Eindruck eines gewissen Geltungsbedürfnisses.
Mich selbst stimmts eher etwas traurig, ehrlich gesagt. Deswegen sagte ich auch, du als Mensch bewegst mich deutlich mehr als deine Filme dies tun. Wäre auch Stoff für einen Film, nicht?

Also meine Filme liegen nirgendwo in einem Museum, der beste deutsche Sci Fi Autor würde sich meine Filme wohl kaum anschauen und das einzige, was mir zu Ehren abgehalten wird, ist wohl ein Freudenfest meines Nachbarn, wenn ich endlich ausziehe. :)

Ich glaube, hier funktionieren viele ähnlich: Es beeindruckt einfach nicht. Und je mehr darauf Gewicht gelegt wird, desto eigenartiger wird es.
Dein Film soll etwas bewegen und das tat er bisher hier offenbar bei keinem. Daraus kannst du nun etwas lernen oder du kannst dich auf den Loorbeeren ausruhen die du hast und uns als Publikum zur Unprofessionalität, anderen Strassenseite oder sonstwas degradieren - vielleicht bist du dir ja noch nicht mal bewusst, dass du das tust - und bis zu einem gewissen Grad ist es ja auch verständlich, wenn "man" kritisiert wird.

Ich hab mir notiert, dass "Art" besser sein könnte, man es anders machen könnte und deine kritik hat was bewirkt und das komunizier ich auch. Das vermisst man von dir nach wie vor vollkommen. Oder anders gesagt und ebenso deutlich: Dein Film wird von 100% aller Zuschauer die hier was geschrieben haben als "stinklangweilig" beurteilt und bisher hat das nichts ausgelöst als Gegenargumente und Aufzählungen davon, was du sonst so alles erreicht hast. Du schriebst am Anfang "Ist ja auch im RL-Film so üblich dass Previews veranataltet werden - gerade deshalb, um Meinungen einzuholen." . Das hast du nun getan. Fazit hier: Komplett durchgefallen (und wenns dir nur sagt, dass deine ersten 3 Minuten, dein "Herz des ganzen Films" derart langweilig ist, dass man abschaltet). Nun mach was draus oder die ganze Aktion war irgendwie für die Katz. Nicht?

(Meine Mama findet "Art" übrigens ganz toll!) :)

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Benutzer, die diesen Beitrag hilfreich fanden:

Birkholz, rick, Movie Visions

zac hobson

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56

Donnerstag, 3. November 2011, 13:41

Also, lieber solthar.....

es gibt Meinungen, zum Beispiel eure einhellige, und es gibt Gefühle und Gewissheiten, zum Beispiel die meinigen. Und ich habe mir den Film durch den Spiegel eurer Meinungen jetzt extra noch einmal angeschaut. Das Ergebnis war. Ich werde nichts daran ändern, nur hinzufügen - Musik zum Beispiel und Atmo. Ansonsten bin ich jedesmal ergriffen. Kann nichts daran ändern. Für mich zählt beim Filme-anschauen und beurteilen primär das Gefühl. Wenn ich als total neuer, vollkommen ergriffener Mensch aus dem Kino komme, dann hat das mein Leben bereichert und gesteigert. Genauso geht es mir bei diesem, hier zur Debatte stehenden, Film. Ist halt so. Und das ist und war schon immer beim Filmemachen mein einziger Maßstab: Fühle ich mich gut beim Machen, fühle ich mich gut beim Anschauen. Kritiken von aussen, wenn sie von aussen kamen, tangierten mich nicht. Kritiken aus dem Innersten des Filmes aber sehr wohl.

Es ist schön, dass auch ihr euch gut fühlt beim Filmemachen. Das finde ich wichtig. Das ihr und ich auf verschiedenen Dampfern uns befinden, dürfte wohl inzwischen deutlich genug geworden sein.

Und gerade diese ersten 3 Minuten des Films finde ich so schön und ergreifend und tief gründend und dadurch so kunstvoll, dass ich Menschen ganz und gar nicht verstehen kann, die das nicht ebenso empfinden. Tja.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »zac hobson« (3. November 2011, 16:03)


sollthar

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57

Donnerstag, 3. November 2011, 16:48

Hehe, ich mag die herrlichen sprachlichen Seitenhiebe voller Bescheidenheit. Wir haben "Meinungen", du hast "Gewissheiten". Sehr schön. :)

Zitat

dass ich Menschen ganz und gar nicht verstehen kann, die das nicht ebenso empfinden.


Hmmm... Traurig eigentlich. Da bleiben dir ganze Welten wohl völlig unzugänglich, wenn sie anders sind, als die deinige. Ich versteh zum Beispiel sehr gut, dass jemand meine Filme zum Beispiel konstruiert, oberflächlich und / oder unlustig finden kann und sie in ihm nichts auslösen oder nicht dasselbe wie bei mir. Ich empfinde es natürlich ganz anders, aber mir sind fremde Welten glücklicherweise nicht so unzugänglich, wie sie dir offenbar sind.


Nun gut, da für dich ja nur deine Gewissheiten gelten und wir auch nicht wirklich ernst genommen werden, kann man diesen thread im Prinzip ja auch schliessen. Er hat ja keinen Zweck mehr bzw wohl nie gehabt.

zac hobson

unregistriert

58

Donnerstag, 3. November 2011, 16:58

Hehe, solthar....
ich mag diesen Deinigen Satz voller Bescheidenheit..."Da bleiben dir ganze Welten wohl völlig unzugänglich....". Hast Du einmal bedacht, dass er auch auf Dich und Andere hier zutreffen könnte? Ist das nicht eine Überlegung wert. Und hast Du nicht auch Gewissheiten, ohne welche ein Mensch doch gar nicht auskommen kann.

Dass mir eure Welten ganz und gar nicht unzugänglich sind - darüber befrage einmal joey... er wird Dir Auskunft geben.

Und bitte sei so freundlich und schliesse diesen Thread nicht. Er ist doch irgendwie für alle Beteiligten unverzichtbar.

sollthar

unregistriert

59

Donnerstag, 3. November 2011, 17:50

Vielleicht bin ich zu pedantisch oder argumentiere lediglich von einem anderen Begriffs- Habitus: aber es war von "verstehen" die Rede. Du hast suggeriert, dass du Menschen nicht "verstehst", die anders empfinden. Ich verstehe, was du empfindest. Ich teile es lediglich nicht. Aber es ist mir "verständlich", zumal du es ja schon mehrmals auch erklärt hast. Ich hatte bisher noch nicht den Eindruck, nicht zu verstehen, was du gesagt hast. Für mich sind "mitfühlen" und "verstehen" verschiedene Dinge.

Aber wenn es um "mitfühlen" geht, dann hast du natürlich völlig recht. Was bei dir an Empfindungen abgeht beim Betrachten deines Films, ist mir auf rationaler Ebene "verständlich", nicht aber nachfühlbar.

Eine philosophische Diskussion über Gewissheiten ginge wohl zu weit, so spanned sie auch wäre. Aber ich habe deren nicht viele. Im Detail vielleicht sogar keine. Dafür bin ich wohl zu agnostisch erzogen wie zu konstruktivistisch in meiner Denkweise.


Heh, du hast natürlich auch da recht, insofern ich schon lange nicht mehr so viel Spass am Forum hatte wie hier in diesem thread. Trotzdem: Ist jegliche Kritik am Film Tropfen auf den heissen Stein, kann man ihn getrost schliessen. "unverzichtbar" ist dann doch etwas hochgegriffen. :)
(aber ich geb auch gern zu, dass ich mir Notizen gemacht habe für eine mögliche Filmidee. Aber erstmal kommen noch zwei pubertäre, fiktive Konstruktionen, die mich zutiefst Bewegen und viel Drehspass versprechen) ;)

zac hobson

unregistriert

60

Donnerstag, 3. November 2011, 18:58

Lieber solthar.....ich will Dir einmal die Filme aufschreiben, die das in mir auslösen, was ich bei den ersten 3 MInuten des meinigen Filmes und bei den letzten 3 Minuten empfinde. Das sind.... L`Avventura, La Notte, Fahraddiebe, Madame de.., Der Reigen, Ausser Atem, Die Geschichte der Nana S., Hiroshima, Der Fluss, Titanic, Romeo und Julia von Castellani. Diese Aufzählung ist nicht vollständig. Feelings kann man nicht züchten oder erzwingen, oder lehren. Sie kommen ganz von selbst und prägen sich für ewig ein. Jeder hat andere. So, wie einer konditioniert ist, so empfindet er und reagiert auf ganz bestimmte Auslöser. Wenn er die seinen in einem Filmanfang nicht findet, reagiert er nur auf rationaler Ebene. joey hat einen Film gemacht, "Das Paar", in welchem ich spontan die Auslöser für meine Empfindungen wahrnahm.

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