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Danny30

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1

Mittwoch, 5. Oktober 2022, 18:59

Professionelle Videoaufnahmen vs. Eigene Aufnahmen Unterschied warum?

Hallo zusammen

Ich überlege mir gerade einen kurzes Video was etwas in die Comedy Richtung gehen soll von etwa 3 Minuten. Was da zu sehen ist, ist erst einmal unwichtig viel mehr interessiert mich warum wenn ich Videos filme, die halt anders wirken als die von einem professionellen Kamerateam oder Filmcrew. Bin da leider nicht sehr erfahren, dennoch stelle ich mir die Frage die filmen doch auch nur mit Kameras warum wirkt deren Werbeclip zb irgendwie anders? Weiß nicht wie ich das visuell beschreiben kann.
Beispiel 1 professionell gefilmt
Beispiel 2 von mir gefilmt
Oder auch bei Musikvideos das ist oft so cineastisch und wenn ich mich daran wage sieht man halt das es von einem "Normalo" gefilmt wurde.
Und ja ich weiß die benutzen Color Grading tu ich auch trotzdem fehlt da einfach was.
Mein Equipment Hauptkamera Panasonic DVX 200 und die Blackmagic Pocket 6k auf Stativ da sie kein Bildstabilisator hat.
Vielleicht kann mir jemand helfen was ich anders machen muss. Vielleicht die Perspektiven oder anderes.

Vielen dank schonmal

*Topic verschoben*
»Danny30« hat folgende Bilder angehängt:
  • Beispiel 1.png
  • Beispiel 2.png

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JoeQuarantaine

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2

Mittwoch, 5. Oktober 2022, 21:51

Schaut ganz gut aus, aber bei dir wird die Hauptaufmerksamkeit schon sehr weg von die Personen gestohlen. Sie verschwinden weil erst sind die Farben bunter als die Menschen. Auch die Lichte machen fast einen Zirkel rund um sie.

Kontrakatze

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Donnerstag, 6. Oktober 2022, 09:44

Hallo,
ich glaube da kommen verschiedene Faktoren zusammen.
Ich versuche mal nur die noch nicht genannten Punkte zu ergänzen:

- Goldener Schnitt nicht eingehalten, daher fehlt der Focus ein wenig
- Dynamik der Ausleuchtung überschreitet den Umfang der Kamera (Highlights reißen aus)
- Emotionen (z.B. Gesichter) sind nicht gut erkennbar
- Hauttöne (Weißabgleich) passt nicht wirklich
- Schärfeebene zwar schön flach, aber da der Tresen im golden Schnitt liegt, fokussiert sie nicht auf die Charaktere.
- Licht sehr hart
- Zu viele Details im Bild, die es unruhig machen.

Bitte nicht falsch verstehen, für sich alleine ist kein Punkt ein Drama. In der Summe sorgt es aber schon für einen deutliche Unterschied. Es kommt natürlich auch immer darauf an, wie und ob sich die Kamera jetzt gleich bewegt. Man könnte wahrscheinlich im Grading noch eine Menge herausholen. Das geht mit einem Screenshot natürlich nicht wirklich, daher nur als Anregung gemeint:

Vorher:



Nachher:



Gruß,
Stephan

PS: Ich persönlich mag die Blackmagic lieber als die Panasonic. Insbesondere mit Canon EF-L Linsen macht die schönere Farben. Die Panasonic sieht trotz der ganzen Specs immer ein wenig nach Camcorder aus. Und V-Log-L ist nicht das gleiche wie Braw. Aber das ist alles natürlich auch stark eine Sache des Geschmacks.

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Tagirijus

Marcus Gräfe

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Donnerstag, 6. Oktober 2022, 17:40

Meiner Meinung nach ist der Hauptunterschied zwischen Profi- und Amateuraufnahmen in der Regel schlicht die Ausleuchtung. Nicht umsonst gibt es bei Profiproduktionen Abteilungen und Personen, die sich nur damit beschäftigen. Es ist nämlich nicht einfach nur "hell machen". Man kann mit Licht gestalten. Im simpelsten Fall kommt eine lehrbuchkonforme 3-Punkt-Ausleuchtung zum Einsatz.

Kontrakatze

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Freitag, 7. Oktober 2022, 08:59

Ohne dir zu nahe treten zu wollen, Ausleuchtung ist schon beinahe ein Endprodukt. Für eine gute Ausleuchtung benötigt es ein sehr intensives und tiefes Verständnis von dem was dargestellt werden soll (Intention). Zuerst die Geschichte, die erzählt werden soll. Dann entsteht das Bild zunächst im Kopf. Danach geht es im nächsten Schritt um das Framing mit all seinen Finessen, also wie kann die Intention im realen Bild umgesetzt werden. Bleibt dann zu entscheiden Film oder Commercial (z.B. High Key oder Low Key, high fps oder standard). Daran orientiert sich meiner Meinung nach die Ausleuchtung um die gewünschten Effekt zu verstärken bzw. erst zu ermöglichen. Alles nicht so einfach, wie es aussieht und ich habe immer wieder meine Schwierigkeiten damit.


Eigentlich technisch schlecht ausgeleuchtet, aber die Intention (Krimi) verlangte danach:



Gruß,
Stephan

Tagirijus

Tagirijus

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6

Montag, 10. Oktober 2022, 10:03

Eigentlich technisch schlecht ausgeleuchtet, aber die Intention (Krimi) verlangte danach

Aber ist es dann nicht so gesehen wieder gut ausgeleuchtet? (;

Und ich bin hier für diesen Fachbereich absolut Laie und meine Erfahrung begrenzt sich auf das, was ich an Filmsets als Tonmann nur gesehen habe. Deinen oberen Post (Kontrakatze) finde ich dabei total spannend und gut!

Intuitiv hätte ich als Laie gesagt, dass vielleicht Kontraste wichtig sind. Aber da ist nachher ja auch wieder die Frage, denke ich, ob der Inhalt das verlangt. Spannendes Thema, wie ich finde!

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