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cash69

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1

Montag, 8. Januar 2018, 21:39

Videoregie, Länge der Takes usw.

Hallo zusammen,

ich habe in der Suche nicht das Richtige gefunden, deswegen frage ich hier mal direkt nach.

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit Videoschnitt, mal mehr und mal weniger intensiv. Ich habe das Programm Magix Video Deluxe in der aktuellsten Version von 2017. In der Bedienung kenne ich mich zu 30-40% aus. Mir geht es jetzt aber mehr um regietechnische Dinge. Wie lange darf ein Take sein? Was sollte ich unbedingt vermeiden? Kaerafahrten, Animationen, Musik usw. Gibt es da einen guten Leitfaden, den ich mal lesen sollte?

Ich bin für jeden Tipp dankbar.

lg Carsten

*Topic verschoben*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (9. Januar 2018, 18:44)


Jazzman

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2

Montag, 8. Januar 2018, 21:49

Hallo, kannst du die Frage etwas konkretisieren? Wie man Filmregie führt allgemein?
Anyway. how's your sex life?

cash69

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3

Montag, 8. Januar 2018, 21:56

Ja, ganz allgemein. Mir ist schon klar, dass ein Actionvideo eine andere Regie braucht als ein Reisebericht. Mir geht´s aktuell eher um Reiseberichte, Urlaubsberichte usw.

Bluescreen

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4

Dienstag, 9. Januar 2018, 00:51

Hallo Carsten,
so funktioniert das nicht. Man kann weder das Schneiden noch das Regie führen allein durch ein Forum wie dieses lernen.

Beim Filmemachen gibt es keine Regeln. Ein Take kann entweder eine Sekunde oder 15 Minuten lang sein. Es gibt Filme, die bestehen nur aus Musik und welche, die kein einziges Musikstück haben.

Als Filmemacher musst du deinen eigenen Stil entwickeln, du musst Filme drehen und schneiden und du musst aus deinen Erfahrungen lernen. Niemand kann beim allerersten Versuch einen perfekten oder auch annähernd guten Film machen.

Klingt vielleicht blöd, aber probieren geht über studieren. Mach eine Version mit langen Takes und eine mit kurzen und dann guck, welche dir und anderen Leuten besser gefällt.

Guck dir andere "Reiseberichte" (-> Youtube: "Travel Videos") und grundlegende Tutorials über Bildgestaltung, Videoschnitt usw. an.
Mach dir vorher Gedanken, welche Stimmung du mit dem Video erreichen willst: Soll der Film entspannend und ruhig wirken? Dann solltest du langsame Musik und eher längere Takes verwenden. Willst du das Gegenteil erreichen, machst du es andersrum.

Was solltest du unbedingt vermeiden? Da gibt es unendlich viele Dinge, hier mal ein paar, die mir einfallen:
- wacklige Shots ohne Stativ
- Aufnahmen ohne ein klares Subjekt
- unpassende, nervige Musik
- langweilige Bilder
- schlechte Tonaufnahmen

Ein paar Tipps meinerseits (das geht jetzt nur den Schnitt an, weil ich davon ausgehe, dass die Aufnahmen schon im Kasten sind):
- versuche immer eine Geschichte zu erzählen: schneide mehr oder weniger chronologisch, so dass die Reiseroute der "rote Faden" ist
- zwei aufeinanderfolgende Aufnahmen sollten sich etwas unterscheiden (also nicht zwei Aufnahmen vom gleichen Berg hintereinander schneiden, es sei denn, eine ist z.B. aus einer unterschiedlichen Perspektive)
- halte den Film kurz: für eine Reise, die ne Woche geht, braucht das Endresultat nicht länger als fünf Minuten zu sein, außer du hast natürlich genug interessantes Material. Ansonsten langweilst du das Publikum.
- orientiere dich an der Struktur der Musik: wenn das Lied schneller/lauter wird, kannst du auch die Schrittfrequenz im Video erhöhen

All diese Regeln kannst und solltest du natürlich irgendwann brechen.

Wenn du dein Werk hier irgendwann hochlädst, können wir vielleicht besser beurteilen, auf welchem Stand du bist und wo es noch hakt. Wir alle haben irgendwann mal klein angefangen.

Viel Spaß ^^
Felix

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Seaman

Marcus Gräfe

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5

Dienstag, 9. Januar 2018, 18:47

Beim Filmemachen gibt es keine Regeln

Das kann ich so nicht stehen lassen. Natürlich gibt es Regeln, eine Menge sogar. Beispiele wären z. B. die 30°-Regel, der Achsensprung uvm. Man darf aber alle Regeln brechen, sofern es dem Film gut tut. Aber man sollte trotzdem erst mal alle Regeln drauf haben, bevor man das tut! So auch die Aussage meines Lehrers bei der MGBT-Ausbildung, der ich voll und ganz zustimme.

wabu

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6

Dienstag, 9. Januar 2018, 21:05

" Natürlich gibt es Regeln, eine Menge sogar"

Ich denke ich kenne eine Menge Regeln - nicht immer mit Namen. Wie die 30° Regel. Gibt es irgendwo eine Auflistung? Könnte ich gebrauchen.

Ich will mich für den thread Starter nicht zu weit aus dem Fenster lehen - aber hier sind ein paar erste Schritte zu finden.

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Seaman

Monitor

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7

Mittwoch, 10. Januar 2018, 05:26


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wabu

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8

Mittwoch, 10. Januar 2018, 10:00

Einiges neues - und besonders gut:

sehr strukturiert! Danke für den link.

vobe49

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9

Donnerstag, 11. Januar 2018, 08:42

Nur ein paar Hinweise: Bei Szenen mit Handlung entscheidet die Handlung; trotzdem sollte man ein Gespür dafür entwickeln, ab wann die Szene langweilig wird (Beispiel Redner).

Szenen von Urlaubseindrücken sollten in der Regel nicht länger als 6..10 Sekunden sein; ggf. auch noch kürzer; zusätzlich sollte man Szenen des gleichen Objekts staffeln in Überblick, Nahaufnahme und wechselnde Perspektiven. Selbst bei Urlaubsfilmen ist es sinnvoll, vor dem Schnitt einen klaren und konkreten Handlungsablauf zu entwerfen, denn du warst mit Sicherheit 10 mal am Strand, hast zwischendurch mehrere Ausflüge gemacht, bist mehrere male durch die Hotelanlage gelaufen und hast gefilmt. Die Szenen einfach hintereinander in die Timeline zu ziehen bringt da nichts. Also Ablauf entwerfen, Szenen sichten und den Abschnitten zuordnen und beim Sichten der Szenen schon gleich mal nicht optimale Aufnahmen gar nicht erst berücksichtigen.

Ich gehe bei der Schnittarbeit später so vor, dass ich einen Film zuerst einmal grob schneide. Es entsteht dadurch schon ein Gefühl für den Ablauf und für sinnvolle Szenenlängen. Die schlimmsten Patzer bei den Aufnahmen werden hier schon aussortiert. Wenn du den Filmentwurf jetzt ein paar mal anschaust, bekommst du schon mal ein Gefühl für die (sinnvollen) Längen und Inhalte. Siehst du dir diesen Ablauf mehrmals an, wirst du zunehmend kritischer, schmeißt dann auch leichter Szenen wieder aus dem Projekt raus, die eigentlich nichts wesentliches zur Filmaussage beitragen. Ich nenne diese Schritte, bei denen ich Szenen weiter einkürze oder entferne „Feinschnitt“.

Man sollte allerdings auch schon bei den Aufnahmen an den späteren Schnitt denken, beispielsweise daran, Szenen immer etwas länger aufzuzeichnen, als man sie später verwenden will. Beim Schnitt von Szenen ohne unmittelbare Handlung zum Beispiel (Urlaubseindrücke, Landschaften) verwendet man beim Grobschnitt dann am besten etwas aus der Szenenmitte. Das hat den Vorteil, dass man beim Feinschnitt die Szene nach vorn oder hinten leicht variieren kann, beispielsweise um im Rhythmus der Musik zu schneiden, die man zur Vertonung einsetzt. Das empfiehlt sich im Übrigen des Öfteren.

Ach ja - zur Vertonung noch: wirklich schlimm sind Filme, in denen von vorn bis hinten eine auch noch völlig unpassende Musik klimpert. Musik soll im Film immer einen konkreten Zweck erfüllen, nämlich Emotionen zu wecken. Beispiel: zeige im Film einen wunderschönen Sonnenuntergang oder eine imposante Landschaft. Der Zuschauer sagt „schön“ und das war's. Lege aber eine emotionale schöne und passende Musik in der richtigen Lautstärke dahinter und der Zuschauer bekommt an dieser Stelle eine Gänsehaut.

Es ließe sich noch vieles mehr dazu sagen und es gibt wie bei der Komposition von Musik sicherlich jede Menge Gesetzmäßigkeiten bzw. Regeln, die man lernt, wenn man Filmemachen studiert. Lernen kann man aber immer auch dadurch, dass man sich das anschaut, was gute Profis wie machen – und das kostet nicht mal was.

Hier einige Beispiele - allerdings auch nur von einem Amateur: https://www.youtube.com/results?search_query=Volker+Begert

joey23

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10

Donnerstag, 11. Januar 2018, 09:57

Tipp für Unerfahrene: Musik mitnehmen, und beim Urlaubsaufnahmen machen mit Kopfhörern hören. Das ergibt fast automatisch eine passende Bildsprache, wenn man sich ein wenig von der Musik leiten lässt.

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Martin Mediagraphitede

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