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littbarski

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Montag, 31. Mai 2021, 10:17

Equipment für eine Schul-AG

Guten Tag, wertgeschätzte Community,

mein Anliegen ist das folgende:

Für eine Film-AG in der Schule bin ich auf der Suche nach der richtigen Ausstattung. Konkret ist die "Befürchtung" der Schulleitung, dass man Kameras kauft, die nach einem Jahr total veraltet sein könnten. (Das ist aber die einzige Befürchtung, generell sind die positiv gestimmt und möchten gerne investieren.)
Ich dachte schon mal daran, ob man sich eine Ausstattung leihen oder "leasen" könnte. Es gibt hier in der Nähe einen Offenen Kanal, die können ihr Material aber (verständlicherweise!) nicht 365 Tage an uns verleihen. "Leasing" wäre cool, ich glaube aber nicht, dass es etwas Derartiges gibt. Oder täusche ich mich da?

Letztendlich muss man dabei auch die Kirche im Dorf lassen und sagen, dass die Smartphone-Kamera für Kurzclips ausreichend ist. Dennoch möchte ich gerne eine Kamera + Equipment anschaffen (oder ausleihen). Ich denke, dass da insbesondere in Sachen Robustheit Maßstäbe gesetzt sein sollten. :D

Gibt es da eurerseits Erfahrungen? Was benötigt man neben Stativ und Kamera? Wie würdet ihr in Sachen kaufen/leihen vorgehen und kennt ihr da Optionen? Hinsichtlich der Software möchte ich mit freier Software arbeiten lassen.

Ganz herzlichen Dank und beste Grüße

Marcus Gräfe

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Montag, 31. Mai 2021, 15:09

Vom Leasing von Kameras & sonstigem Equipment habe ich noch nie was gehört, leihen ist aber grundsätzlich möglich und nicht unüblich. Es gibt viele Verleiher. Man muss halt hochrechnen, ob durch die Anzahl der Ausleihen nicht die Eigenanschaffung vom Preis her überschritten wird. Wobei beim Verleih oft noch eine Versicherung inklusive ist und alles Equipment ist immer startbereit und die Akkus aufgeladen. Das wäre ein Vorteil.

Was man neben Stativ und Kamera benötigt ist meiner Meinung nach Tonequipment (mindestens Tonangel oder Tonstativ und Mikrofon) und Licht (Filmleuchten inkl. Stativen). Bei beidem kann man endlos viel kaufen, die Preise sind nach oben hin natürlich offen. ;)

Beispielsweise braucht man je nach Einsatzzweck ein Ansteckmikrofon oder ein Richtmikrofon. Oder man benötigt evtl. einen Tonmischer. Beim Licht könnte man Reflektoren und Konversions-/Weichzeichnerfolien kaufen.

Meine Empfehlung: Kamera, Stativ, Richtmikro, Tonangel, 3x Leuchte mit jeweils Stativ (quasi als Minimalbasis).

Wenn die Kamera UHD (4K) beherrscht, sollte sie auch noch in mehreren Jahren up-to-date sein, auch wenn sicher UHD-2 (8K) schon in den Startlöchern steht. Ich selbst finde Full-HD noch völlig ausreichend, aber ich bin auch schon alt. ;)

Selon Fischer

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Montag, 31. Mai 2021, 16:28

Ich sehe das ähnlich wie Marcus: lieber eine gute HD Kamera als eine 4k, mit der niemand umgehen kann. Zumal - und das fehlt in der Überlegung noch - die Filme ja auch an einem PC geschnitten werden müssen. Ich weiß natürlich, wie bombastisch gut öffentliche Schulen in Hinblick auf Technik ausgestattet sind, aber falls dem nicht so sein sollte, wäre es Schnitt-PC gut, der auch mit dem Material umgehen kann.

Seaman

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Montag, 31. Mai 2021, 19:18

Ich bin Mitglied in einem Bürgerfernshen, ähnlich einem offenem Kanal. Wir haben uns ältere Sony FS 700 angeschafft. Top Kameras mit Wechselpbjektiven. Und. großer Vorteil, man kann vorzüglich alles manuell einstellen. Für so eine AG ist eine Kamera die nur im Automatikmodus läuft sicherlich nicht so interessant. Mit so einer Cam kann man wunderbare Bilder komponieren. Was 4k angeht bin ich bei meinen "Vorschreibern".
Solltet ihr in NRW sitzen ist der Sender der UNI Dortmund, NRWison eine tolle Ansprechstelle um Filme zu veröffentlichen (ihr bleibt immer im vollen Besitz der Rechte im Gegensatz zu den social Media Kanälen). Die Landesanstalt für Medien NRW (andere Bundesländer wahrscheinlich auch) unterstützen mit wirklich tollen Einführungskursen und Medientrainern solche Projekte.
Die Trainer sind tolle Typen die die Jugendlichen für das Thema begeistern können und kosten nix ;-) .

micha82

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Sonntag, 11. Juli 2021, 23:44

Leider hast du zum Inhalt der AG wenig preisgegeben, was es etwas schwer macht, da treffend zu raten.
Da du schon davon sprichst, dass ihr die Kameras dauerhaft oder länger bruacht, würde ich sagen kommt leihen eher weniger in Frage.

Leasing gibt es sicher für Profi Equipment, aber das ist meist mehr etwas für einen Sender oder eine Produktionsifrma, die eben auch zum Start mal eben
Kameras für 100.000 Euro und mehr brauchen und das lieber etwas verteilt zahlen. Ebenso ist bei Leasing oft ein Full Service drin, was wichtig ist, wenn die Dinger permanent laufen müssen. Nach ein paar Jahren hat man aber mit Leasing in der Regel die Dinger bezahlt und gibt sie dann zurück. Das macht eigentlich nur Sinn, wenn man die auch ständig an der Belastungsgrenze einsetzt.
So richtig viel hat sich in der Videotechnik in den letzten Jahren nicht geran, so dass man nicht unbedingt sagen könnte, eine Kamera wäre in ein oder zwei Jahren maßlos veraltet.
Das Thema 4 K würde ich schon abhaken, denn da muss man auch eine Menge in die EDV investieren. Der typische Schülerlaptop mit Celeron Prozessor geht da sofort in die Knie.

Eine Frage ist auch, wass ihr denn machen wollt. Wollt ihr mit Stativ und Beleuchtung Aufnahmen der Theater AG auf einer Bühne machen oder wollt ihr rausgehen und aus der Hand raus eben das Leben draußen filmen? Ist das ganze eine prüfungsrelevante Geschichte für Leute, die sich danach an einer Filmhochschule bewerben wollen oder ist es mehr ein Einstieg, wo es darum geht, wie baue ich den Spannungsbogen in einem Film auf, wie bediene und führe ich die Kamera und wie schneide ich das Ganze am Ende zu einem kleinen Film zusammen?
Für letzeres tut es an sich jeder Full HD Camcorder einer halbwegs bekannten Marke, die man gebraucht für 150 bis 300 Euro kaufen kann.
Vorteil für ein Einsteigerprojekt hierbei ist, dass man auch etwas über den Formfaktor und die Einsetzbarkeit der Kameras lernt, da man bei dem Preis mehrere kaufen kann. Eine Flip Kamera die hochkant geformt ist führt sich anders, als ein klassischer röhrenförmiger Camcorder. Eine Actioncam ist wieder anders und bietet Möglichkeiten durch das weitwinkelige Objektiv. Für Einsteiger kann das sehr spannend sein.
Großer Vorteil dabei ist noch, dass es nicht so weh tut wenn so ein gebraucht gekauftes Ding mal kaputt geht.
Dann ist natürlich noch die Frage wie alt sind die Schüler überhaupt?
Gerade Profi Kameras / Schulterkameras haben ein gewisses Gewicht, mit dem eine normal gebaute 11 jährige ihre Mühen haben dürfte und schnell den Spaß dran verliert.
Auch sehen z.B. Schulterkameras mit ihrem Abstand zwischen Gerät und Sucher, sowie der Position der Griffe, Tasten etc. eine bestimmte Anatomie vor.
Das heißt man muss eine Gewisse Größe haben und auch eine gewisse Größe der Hände um die Geräte komfortabel zu bedienen. Das ist bei einem kompakten Camcorder deutlich einfacher.
Wenn du all diese Fragen mit einbeziehst wirst du sicher das richtige für euch finden.

Du kannst ja mal mehr Details mitteilen und auch, was ihr so ausgeben wollt.

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Seaman

littbarski

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Dienstag, 31. August 2021, 21:50

Ganz herzlichen Dank für die Antworten. Ich hatte das zum Schuljahresende etwas aus den Augen verloren, für meine verspätete Antwort möchte ich mich daher entschuldigen. Das finde ich schon unhöflich, wenn ihr die Zeit investiert und ich das nicht gleich wertschätze. Das meine ich auch so, wie ich es schreibe. Von daher: sorry!

Es geht um die Klassen 8 bis 10, also Schülerinnen und Schüler zwischen um die 15 Jahre. Es geht nicht um eine Bewerbung für eine Filmhochschule o. ä., wir sind eine Haupt- und Realschule und es geht um erste Kompetenzen. Optimal wäre es, wenn die Sachen, die ich von einem Uniseminar kenne, ein Antrieb sind, damit sich die Schülerinnen und Schüler so damit beschäftigen, dass sie am Ende besser sind als ich - oder zumindest eine Leidenschaft entwickeln. Wir sind weit entfernt von einem professionellen Anspruch. Dass es Kameraperspektiven und verschiedene Wirkungen gibt, dass es zackig gehen muss, damit die Leute vor dem Video nicht einschlafen, dass Schnittbilder wichtig sind - auf solche Sachen läuft das hinaus.

In einer Schule passiert viel - Bienen AG, Insektenhotel (das ist jetzt alles nicht so meine Welt, aber auch das holt Leute ab). Wenn es am Ende jeden Jahres einen Schulfilm gäbe, der die Aktivitäten präsentiert, wäre allen geholfen. Fehler sind dabei gut, die sollen daraus lernen. Das ist meine Art zu unterrichten.

Der Schulleiter sprach mich heute nochmal an. Ich habe mal mit dem Equipment vom Offenen Kanal gearbeitet, hatte eine Kamera, ein (wie ich fand sehr gutes) Stativ, eine Kameratasche und zwei Akkus. Gut wäre meiner Meinung nach noch eine weitere Kamera, mit der es schnell gehen kann, zudem eine Möglichkeit, um Innenräume auszuleuchten. Sowas kann sich dann ja steigern. Wenn ihr aber sagt: Das und das wird aber unbedingt noch benötigt: Da lasse ich mich gerne aufklären.

Wenn das in Ordnung wäre: Gibt es eurerseits konkrete Kaufempfehlungen? Ich geht jetzt mal von einem Gesamtbudget um die 2500 Euro aus, das kann aber auch leicht überschritten werden und muss ebenso wenig komplett ausgeschöpft werden.

Abermals vielen Dank für eure Hilfe!

joey23

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Freitag, 3. September 2021, 12:53

Schau mal in meine Signatur. Die Beiträge sind zwar schon älter, bieten wir aber vielleicht trotzdem erste Anhaltspunkte.

Ich würde wahlweise einen Camcorder der Mittelklasse mit XLR oder Spiegelreflex/Spiegellose wie die gh5 mit XLR-Adapter empfehlen. Dazu Mic und Licht ähnlich wie in meiner Signatur empfohlen. Die konkreten Produktempfehleungen sind dabei nicht mehr aktuell.

Man könnte zB kaufen:
gh5 + Objektiv (ist eh nicht das neuste und sicher für euch die nächsten 5-7 Jahre völlig ausreichend)
Røde Wireless Go 2 + Moderatorengriff + Angel
2-4 Videoleuchten mit LED
Manfrotto-Stativ der 500€-Klasse

Dann bist du in Summe irgendwo um 5000€, wenn man Kleinkram wie Taschen, SD Karten, Kabel etc noch dazu rechnet.

Selon Fischer

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Freitag, 3. September 2021, 16:08

Als Camcorder werfe ich mal sowas wie die Canon XA11 ins Rennen. Das sollte auch gut dafür ausreichen, Bienen zu filmen. Außerdem ist hier eine gute Automatik verbaut, die ja für Anfänger ganz nützlich ist.

littbarski

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Donnerstag, 24. November 2022, 13:53

Als Camcorder werfe ich mal sowas wie die Canon XA11 ins Rennen. Das sollte auch gut dafür ausreichen, Bienen zu filmen. Außerdem ist hier eine gute Automatik verbaut, die ja für Anfänger ganz nützlich ist.
Hallo,
die Mühlen in der Schule mahlen etwas langsamer, ich habe zwar das Equipment fast komplett bestellt, der Canon XA11 ist aber (derzeit) nicht mehr verfügbar.
Ich hätte gerne einen Camcorder und möchte daher gerne in die Runde fragen, welches Camcorder-Modell vergleichbar ist (Preis-/Leistung) und ob ihr eine oder zwei Empfehlungen geben könntet. Insbesondere das Argument mit der Automatik fand ich überzeugend.
Vielen Dank und beste Grüße

Selon Fischer

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10

Donnerstag, 24. November 2022, 16:34

Das kenne ich von der Uni auch ;)

Aktuell bei Canon ist XA60 oder etwas günstiger die HF G70. Wir arbeiten oft auch mit Sony-Cams, ich find aber die Einstellungsmöglichkeiten der XA-Reihe deutlich besser.

littbarski

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11

Donnerstag, 24. November 2022, 21:47

Vielen, vielen Dank!

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