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Boyzie

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1

Mittwoch, 22. August 2018, 10:14

Welches Gerät (einschließlich Video-DSLRs) zum Drehen für Kurzfilme / Filme - wieviel müßte man mindestens ausgeben?

Welches Gerät (einschließlich aller Geräte, also etwa auch der Video-DSLRs) ist zum Filmen für Kurzfilme / Langfilme sehr gut geeignet (wäre vorteilhaft, wenn es auch sehr gut zum Fotografieren geeignet wäre, aber das muß nicht unbedingt sein, vorrangig ist das Filmen)? Mit welchen Geräten lassen sich "professionell" Filme drehen? Ab welcher Summe kriegt man welche, wieviel müßte / sollte man mindestens ausgeben?

Üblich ist es heutzutage bestimmt in 4k zu filmen, oder?

Und was für ein Gimbal wäre dafür passend?

joey23

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2

Mittwoch, 22. August 2018, 10:51

In meiner Signatur wird die geholfen.

Boyzie

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Mittwoch, 22. August 2018, 14:16

Vielen Dank! Ja, sehr nützliche Informationen, auch ebensolche Links.

Zitat

sind DSLRs wesentlich lichtempfindlicher als normale Camcorder

Das ist doch ein Vorteil für DSLRs, oder?

Zitat

haben DSLRs eine wesentlich geringere Schärfentiefe (Stichwort "Kinolook")

Gilt das als Vor- oder Nachteil für DSLRs?

Zitat

müssen die Daten von 12-28MP auf etwa 2K heruntergerechnet werden, was diverse Bildfehler zur Folge hat

Weshab? Etwa auf 4k runterrechnen ginge nicht?

Zitat

du eher ruhige Szenen drehen willst. Je schneller sich die DSLR oder das vor der DSLR oder das um die DSLR herum bewegt, desto stärker tritt der RollingShutter-Effekt auf. Dabei kippen vertikale Linien zur Seite, wenn sie sich seitlich durchs Bild bewegen.

Aber dieser Effekt, von dem ich keine Vorstellung habe, wie deutlich er wäre, scheint ja die Verwendung einer DSLR für (Kurz-)Filme komplett auszuschließen, oder täusche ich mich?

Zitat

du mit viel aufwand gestellte Szenen drehen willst, die du im Zweifelsfall solange stellst, bis du sie sauber im Kasten hast. Szenisches Arbeiten ist das Stichwort.

Das verstehe ich nicht, macht man das bei Filmen nicht sowieso so? Das macht man mit einem Camcorder anders?

Zitat

Du auf wirklich scharfe FullHD-Qualität angewiesen bist, zum Beispiel um Aufnahmen vor einem Greenscreen zu machen.

Bin mir nicht ganz sicher zu verstehen: Die mit DLSRs erreichte Schärfe ist weniger scharf? Und in 4k kann man gar nicht filmen mit DSLR?

Der Auflistung folgend, würde ich den Einsatz eines Camcorders für mich ausschließen.

Systemkameras sind offenbar nicht berücksichtigt, die kämen zum Filmen gar nicht in Betracht? Und Geräte, die in den letzten drei Jahren auf den Markt kamen, sind wohl auch nicht berücksichtigt, weil der Beitrgag offenbar zum letzten Mal vor über drei Jahren bearbeitet / ergänzt wurde.

Lud mir auch mal dieses PDF runter: http://s3.amazonaws.com/nofilmschool.dsl…raphy_Guide.pdf (Unglaublich gute Einführung in das Thema "Filmen mit der DSLR" als PDF. Unbedingt lesen!), werde ich mir noch durchlesen.

Zitat

Die Panasonics sind keine echten DSLRs und haben einen etwas kleineren Sensor (und damit nicht ganz so viel Tiefenunschärfe bei gleichem Objektiv), haben dafür aber einen besseren Codec, zeichnen also ein technisch besseres Bild auf. Auch die Nikons sind den Canons inzwischen vom Codec überlegen, lassen sich aber leider teilweise nicht komplett manuell bedienen oder haben eine umständliche Blendensteuerung. Dafür können die Canons Magic Lantern..

Zitat

Fazit

Eine DSLR liefert das filmischere Bild, erfordert aber eine umfassende Einarbeitung in das Thema "Kamera". Sämtliche Parameter müssen, um die Vorteile gegenüber Camcordern überhaupt nutzen zu können, manuell gesteuert werden. Kann oder will man das nicht, handelt man sich lediglich Nachteile ein. Dann ist man mit einem Camcorder auf jeden Fall besser beraten!

Stand: Jan 2015.


Und das gilt über drei Jahre später, also heutzutage auch noch?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Boyzie« (22. August 2018, 14:31)


joey23

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Donnerstag, 23. August 2018, 13:20

Vielen Dank! Ja, sehr nützliche Informationen, auch ebensolche Links.

Zitat

sind DSLRs wesentlich lichtempfindlicher als normale Camcorder

Das ist doch ein Vorteil für DSLRs, oder?


Ja. Man erkauft sich dadurch aber eventuell auch Nachteile. DSLRs sind lcihtempfindlicher, weil sie einen größeren Sensor haben. Das ist zum Beispiel für eine Doku nicht immer praktisch.

Zitat

haben DSLRs eine wesentlich geringere Schärfentiefe (Stichwort "Kinolook")

Gilt das als Vor- oder Nachteil für DSLRs?

Zitat

Das kommt darauf an, was du machen möchtest. Für Kurzfilmdrehs ist das tendenziell eher positiv.



Zitat

müssen die Daten von 12-28MP auf etwa 2K heruntergerechnet werden, was diverse Bildfehler zur Folge hat

Weshab? Etwa auf 4k runterrechnen ginge nicht?
Doch, die Infos sind hier veraltet. 2015 gab es noch eine 4K DSLRs, aus den ca 20MP des Sensors müssen aber auch bei 4k Informationen rausgeworfen werden was je nach Kamera und Motiv zu sichtbaren Fehlern führen kann (google mal "dslr Moire")


Zitat

du eher ruhige Szenen drehen willst. Je schneller sich die DSLR oder das vor der DSLR oder das um die DSLR herum bewegt, desto stärker tritt der RollingShutter-Effekt auf. Dabei kippen vertikale Linien zur Seite, wenn sie sich seitlich durchs Bild bewegen.

Aber dieser Effekt, von dem ich keine Vorstellung habe, wie deutlich er wäre, scheint ja die Verwendung einer DSLR für (Kurz-)Filme komplett auszuschließen, oder täusche ich mich?
Das kommt auf das Motiv an. Bei Youtube findest du Beispiele zu diesem Effekt


Zitat

du mit viel aufwand gestellte Szenen drehen willst, die du im Zweifelsfall solange stellst, bis du sie sauber im Kasten hast. Szenisches Arbeiten ist das Stichwort.

Das verstehe ich nicht, macht man das bei Filmen nicht sowieso so? Das macht man mit einem Camcorder anders?
Wenn du zB eine Doku drehen willst, kannst du nicht mal eben eine Szene wiederholen. Dann muss das beim ersten Versuch sitzen. Auch beim Kurzfilm wirst du möglicherweise Szenen haben die du nicht wiederholen kannst. Der Dreh mit einer DSLR ist "fehleranfälliger" als der mit einem Camcorder der mit seinen Automatiken und großer Tiefenschärfe punkten kann. Im Zweifel ist dann "lieber alles drauf" wichtiger als schöner Kinolook.


Zitat

Du auf wirklich scharfe FullHD-Qualität angewiesen bist, zum Beispiel um Aufnahmen vor einem Greenscreen zu machen.

Bin mir nicht ganz sicher zu verstehen: Die mit DLSRs erreichte Schärfe ist weniger scharf? Und in 4k kann man gar nicht filmen mit DSLR?
Wie geschrieben, inzwischen geht auch 4K.
Das Downscaling des Sensors kostet Bildqualität und viele DSLRs können auch nur in 8 bit 4.2.0 aufzeichnen was für Greenscreen ebenfalls nachteilig ist.


Der Auflistung folgend, würde ich den Einsatz eines Camcorders für mich ausschließen.

Systemkameras sind offenbar nicht berücksichtigt, die kämen zum Filmen gar nicht in Betracht? Und Geräte, die in den letzten drei Jahren auf den Markt kamen, sind wohl auch nicht berücksichtigt, weil der Beitrgag offenbar zum letzten Mal vor über drei Jahren bearbeitet / ergänzt wurde.
Systemkameras waren 2015 noch kein Thema, die Liste ist veraltet was die konkreten Geräte angeht.


Lud mir auch mal dieses PDF runter: http://s3.amazonaws.com/nofilmschool.dsl…raphy_Guide.pdf (Unglaublich gute Einführung in das Thema "Filmen mit der DSLR" als PDF. Unbedingt lesen!), werde ich mir noch durchlesen.

Zitat

Die Panasonics sind keine echten DSLRs und haben einen etwas kleineren Sensor (und damit nicht ganz so viel Tiefenunschärfe bei gleichem Objektiv), haben dafür aber einen besseren Codec, zeichnen also ein technisch besseres Bild auf. Auch die Nikons sind den Canons inzwischen vom Codec überlegen, lassen sich aber leider teilweise nicht komplett manuell bedienen oder haben eine umständliche Blendensteuerung. Dafür können die Canons Magic Lantern..

Zitat

Fazit

Eine DSLR liefert das filmischere Bild, erfordert aber eine umfassende Einarbeitung in das Thema "Kamera". Sämtliche Parameter müssen, um die Vorteile gegenüber Camcordern überhaupt nutzen zu können, manuell gesteuert werden. Kann oder will man das nicht, handelt man sich lediglich Nachteile ein. Dann ist man mit einem Camcorder auf jeden Fall besser beraten!

Stand: Jan 2015.


Und das gilt über drei Jahre später, also heutzutage auch noch?
Ja, das würde ich nach wie vor so unterschreiben.
Sorry, der Editor macht mich mit seiner Zitatfunktion gerade wahnsinnig. Ich denke du kannst meine Antworten trotzdem zuordnen.

joey23

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Donnerstag, 23. August 2018, 13:30

PS: Ich habe eben den zitierten Beitrag mal auf den aktuellen Stand gebracht.

Boyzie

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Freitag, 24. August 2018, 01:13

Zitat

Ja. Man erkauft sich dadurch aber eventuell auch Nachteile. DSLRs sind lcihtempfindlicher, weil sie einen größeren Sensor haben. Das ist zum Beispiel für eine Doku nicht immer praktisch.

In wie fern?

Zitat

haben DSLRs eine wesentlich geringere Schärfentiefe (Stichwort "Kinolook")


Gilt das als Vor- oder Nachteil für DSLRs?

Zitat von »Boyzie«

Zitat

Zitat von »Boyzie«
Das kommt darauf an, was du machen möchtest. Für Kurzfilmdrehs ist das tendenziell eher positiv.


Warum? Was ist denn der "Filmlook", wie sieht der genau aus? Er hat eine große Schärfentiefe? Oder geringe?

Anhand der vor allem die Technik betreffenden Informationen wäre ich nicht annähernd in der Lage auch nur eine Richtung zu erkennen, was für eine Kamera oder was auch immer ich nehmen sollte. Aber ich schätze, eine Spiegelreflex oder eine Spiegellose müßte es sein, definitiv wohl kein Camcorder. Wichtig wäre eben, daß sie für (Kurz-)Filme optimal einsetzbar wäre, daß man so filmen könnte, wie man es tun müßte, um einen Film in vernünftigen Farben / Bildern / vernünftigem Aussehen hinkriegen könnte, alles andere wäre wohl zweitrangig, Fotos in guter Qualität machen zu können, wäre auch noch gut.

Von der Panasonic GH5, gibt da glaube ich bald oder jetzt schon ein Nachfolgemodell, habe ich bisher nur Gutes bzw. Bestes gehört, auch von dieser Sony Alpha III 7, oder wie die heißt. Momentan würde ich erstere bevorzugen. Die Panasonic Lumix DC-G9 war in einem Test an erster Stelle, scheint auch nicht schlecht zu sein. Aber wenn es Billigere gäbe, die auch tauglich wären, wäre das natürlich auch gut.

Zitat


PS: Ich habe eben den zitierten Beitrag mal auf den aktuellen Stand gebracht.

Vielen Dank!

wabu

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7

Freitag, 24. August 2018, 19:47

Was ist denn der "Filmlook", wie sieht der genau aus?



Das ist der "altertümliche" Look.

Erstens; man sollte einen projizierten Film auf Leinwand ansehen (Beamer sei erlaubt)

Das Kinobild (18x24mm) ist im Vergleich zu den Sensoren recht groß. Daraus folgt: lange Brennweite, verringerte Schärfentiefe

Dann ist die Belichtungszeit pro Bild 1/24 sec - das führt in der Bewegung zu Unschärfen - die wiederum verhindern ein Ruckeln.

Das kann man alles einstellen. Nur sind die Kameras so lichtempfindlich das ein ND Filter gebraucht wird um zu den Einstellgrößen zu kommen.

In der Nachbearbeitung kann man dem ganzen noch die Farbigkeit eines alten Filmmaterials unterjubeln

Boyzie

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8

Samstag, 25. August 2018, 00:56

Vielen Dank!

Zitat

Das ist der "altertümliche" Look.

Nie davon gehört.

Zitat

Erstens; man sollte einen projizierten Film auf Leinwand ansehen (Beamer sei erlaubt)

Verzeihung, warum?

Zitat

Das Kinobild (18x24mm) ist im Vergleich zu den Sensoren recht groß. Daraus folgt: lange Brennweite, verringerte Schärfentiefe

Ich bin mir nicht sicher, daß ich das richtig verstehe.

Zitat

Dann ist die Belichtungszeit pro Bild 1/24 sec - das führt in der Bewegung zu Unschärfen - die wiederum verhindern ein Ruckeln.

Ohne ruckeln finde ich auf jeden Fall gut.

Zitat

Das kann man alles einstellen. Nur sind die Kameras so lichtempfindlich das ein ND Filter gebraucht wird um zu den Einstellgrößen zu kommen.


Welche Art Kamera nimmt man dazu am besten?

Zitat

In der Nachbearbeitung kann man dem ganzen noch die Farbigkeit eines alten Filmmaterials unterjubeln

Um das vernünftig machen zu können, muß die Kamera bestimmt gewisse Eigenschafte haben, damit sich das Bildmaterial dazu auch eignet.

wabu

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Samstag, 25. August 2018, 15:17

Das ist der "altertümliche" Look weil es der Filmlook ist den der Silberfilm hatte. (Zelluloidfilm ist ein fotografischer Film mit Zelluloid als Träger für die Bildschicht).

Auf der Leinwand ist eine andere Wiedergabe als auf einem TV Gerät.

Die Normale Brennweite wird definiert über die Bilddiagonale - in diesem Fall 3 cm

Kleinerer Sensor = kleinere Diagonale = kürzere Brennweite

Um sich diesem Look zu nähern kommt eine DSLR mit dem APS Sensor recht nahe.

Ein Bildsensor der Größe 22,5 mm × 15,0 mm wird mit dem Begriff APS-C gekennzeichnet
Das ist ein Bezug auf das APS-Classic-Format (der analogen Fotografie) mit einem Seitenverhältnis von 3:2 und einer leicht größeren Filmfläche von 25,1 mm × 16,7 mm.

Für die Nachbearbeitung zur Farbe wird oft ein RAW Format empfohlen oder eine Aufzeichnungstiefe von 4:2:2

Aber in normalen Schnittprogrammen kommt man auch mit dem "normalen" Videoformaten recht weit

Boyzie

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10

Samstag, 25. August 2018, 20:30

In Ordnung, vielen Dank für die Erklärungen!

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