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LocoGizmo

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Freitag, 22. August 2014, 12:38

Verwirrter Gizmo bräuchte mal etwas Beratung

Hallo zusammen,

Seit ich schon in der Schule das Angebot wahrgenommen hatte, ein halbes Jahr den Medienunterricht zu besuchen. Schlummerte in mir immer das Bedürfnis was eigenes auf die Beine zu stellen.

Nun habe ich ein Drehbuch geschrieben und ein Storyboard erstellt. Jetzt wäre ich soweit das ich für Probeaufnahmen mit einer Kamera losgehen könnte um mir die geeigneten Drehorte zu suchen.
Anschliessend würde ich versuchen herauszufinden wie weit meine Möglichkeiten oder Kenntnisse reichen um die gewünschten Effekte zu erzielen.
Danach würde ich wohl das Drehbuch und das Storyboard so umarbeiten das ich meinen Möglichkeiten und Fähigkeiten gerecht werden kann.

Ok soweit der Plan.

Nun musste ich aber feststellen dass ich mit dem vom Kollegen ausgeliehenen Camcorder keine ausreichende Qualität in den Aufnahmen habe. Erschreckend ist das sogar mein Samsung S5 bessere Bildqualität geliefert hat. Da ich meine beiden älteren Cams auch nicht gebrauchen möchte da eine kaputt ist und die andere Uralt bleibt mir nur der Weg eine neue Kamera zu kaufen.

Auch dieses Vorhaben erweist sich als schwierig, denn es gibt ja Tausende Testberichte und Anleitungen und und und und. Ganz ehrlich ich bin Ahnungsloser als noch vor der Suche nach einer neuen Cam.
Auf was muss ich den genau alles achten beim so einem Kauf? Ja klar die eigenen bekannten Bedürfnisse und wenn möglich auch die die ich mir noch nicht vorstellen kann.


- Da wäre dann also Full HD (Auflösung 720p oder besser 1080p? besser mit 50p oder 60p?)
- Wechselbahre Objektive (Das muss ich erst noch lernen was man für was braucht)
- Besser mit integrierter HDD oder Band? Was sind denn da die Vor und Nachteile abgesehen davon das die Bänder immer wieder Geld Kosten und Platz im Schrank fressen.
- Hilfsgitterfunktion muss ja auch zwingend sein.
- Mit dem Mikrofon habe ich mich noch nicht so genau beschäftigt doch sollte es wenn möglich auch für das noch einen zusätzlichen Eingang besitzen.
- Das ganze wird sich wenn überhaupt veröffentlicht wohl erstmals aufs Internet und die
bekannten Portale belaufen.

So das war‘s was ich weiss oder eben nicht.

Im geplanten Kurzfilm sollen düstere mystische Wald-Scenen (Da muss ich mich dann auch erst mit dem Element beschäftigen um herauszufinden wie so eine Aufnahme am besten gemacht wird.) vorkommen genauso wie Taghelle Stadtaufnahmen. Rennen kommt drin vor so wie auch schnell vorbeifahrende Autos.

Da ich ja auch nicht ein Lottomillionär bin (Daran arbeite ich übrigens auch :-) hab ich nicht ein unendlich grosses Budget meins beläuft sich ca. auf 1000 sfr. (Schweizer Franken).

Eine Kamera habe ich gestern noch gefunden auf unserem Auktionsportal der Schweiz. Die würde zwar mein Budget sprengen wäre aber in der Auswahl da ich keine Ahnung habe, die riesig ist und neu irgendwas bei 3999 Dollar kostet. Nachteil ich habe keine Ahnung und sie hat keine Garantie.
http://www.ricardo.ch/kaufen/audio-tv-und-video/camcorder/digitale-camcorder/jvc/professionelle-hd-kamera-jvc-gy-hd200/v/an742002396/


So ich glaub das war‘s mit meiner ersten Frage hier. Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen und mich in die richtige Richtung lenken.

LG LG

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LocoGizmo« (23. August 2014, 02:42) aus folgendem Grund: Katastrophale Text Formatierung


Rockstar2

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Freitag, 22. August 2014, 21:46

Als allererstes: Bitte bitte bearbeite die Formatierung deines Posts. Warum so viele unnötige Absätze? :P

Die Lösung für deine Kameravorstellung hört sich für mich verdammt nach Digitale Spiegelreflex an.

DSLRs können:

- 720p / 1080p
- 25p / 50p (60p macht meines Erachtens nur in Amerika Sinn)
- können auf SD-Karten aufzeichnen. Es erspart dir das lässtige eindigitalisieren, da du die Files nur auf deinen Rechner rüberkopieren musst
- mit unterschiedlichen Objektiven arbeiten
- Tiefenschärfen erzeugen (Grund ist der große Sensor auf den die Bilder fallen)
- natürlich auch Fotos machen

DSLRs haben aber auch Nachteile im Videobereich. Z.B. sind die eingebauten Mikros mies. Da solltest du später über eine externe Lösung nachdenken. Blöd im händlich wenn du aus der Hand filmst. Musst du dich mal reinlesen.

Jetzt stellt sich die Frage welche DSLR? (Ich kann dir da jetzt leider nur meine persönliche Meinung geben, da ich zu der Canon-Fraktion gehöre, da ich damals, wo man mit den Dinger nur fotografieren konnte, mit den Geräten angefangen habe)

Für den kleinen Geldbeutel bieten sich die Canons ab der 1000er Reihe an.
Das Mittelklassesegment geht ab der 500er Reihe los und ist aktuell bei der 700er Version.
Für den ganz großen Geldbeutel gibt es dann noch die 1ner Reihe, aber da solltest du dann eher mal zur EOS C100 bzw. C300 luschern, wenn du schon so viel Geld ausgeben möchtest. ;-)

Andere gute Spiegelreflexhersteller sind: Nikon und Sony.

Vllt hilft dir das ja erstmal.

Liebe Grüße in die Schweiz.
Rockstar

CyberSkunk

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3

Samstag, 23. August 2014, 06:55

Also, Spiegelreflex halt ich nicht für zwingend. Wenn du eh nur ein Alkzweck Objektiv kaufst, kannst du gleich einen Camcorder nehmen. Wenn du für das Mystery Projekt einen Kinofilm Look erzielen willst, solltest du auf folgendes achten:

Unterstützung von 25p, full HD (1920x1080)
Eine möglichst grosse Linse (kleine machen Türspion Bilder...)
Speichermedium SD Card bzw. SD Card UND Harddisk.
Manuell regelbare Verschlusszeit.
Wenns geht manuell regelbar: Blende, Weissabgleich, Helligkeit usw.

Anschluss für externes Mik, die internen sind gut für Umgebungsgeräusche, schlecht für Text.
Wenns geht neben Audio-Pegel-Automatik auch manuelle Einstellung.
Zieh in Betracht, den Ton seperat aufzunehmen, zb. mit alter Kamera, falls du ein ansonsten interessantes Modell siehst.

Möglichkeit Filter vor die Linse zu montieren.

Bewegungskompensation, sind brauchbar ab ca. 2013,

Auf Slashcam.com findest du Tests der meisten Cams mit Testbildern. Achte auf Bildrauschen im Lowlight Bereich. Ferner auf Chromatische Aberration, dh. wenn Sachen in den Bildecken so feine rote Ränder haben. Auf ein unverzerrtes Bild. Auf ein scharfes Bild, ohne unnatürliche digitale Nachschärfung, erkennbar an der Schwärzung der Konturen.

Manueller und Autofokus. Einige Modelle erlauben, auf dem Touchscreen etwas im Sucher anzutippen und den Autofokus darauf zu setzen. Mit etwas Geschick bekommt man damit fast schon einen Fokus-Puller, also zb. bei nem Dialog jeweils die Person antippen, die gerade spricht. Allerdings ist da noch das Einpendeln des Autofokus, weswegen das dann doch nicht ganz perfekt ist, aber immerhin :thumbsup:

Definitiv nicht brauchst du GPS oder Lächel-Erkennung :D (schon hirnrissig, was die heute alles reinpacken...)

Mehr fällt mir grad nicht ein. Meine sony cx700 kann übrigens das alles, aber sony würd ich eher nicht mehr kaufen.

Viel Spass bei dem Mystery Projekt. Gruss aus ZH.

rick

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4

Samstag, 23. August 2014, 08:53

DSLRs können:

- 720p / 1080p

Einige können mittlerweile auch 4K (2160p)

Zitat

- 25p / 50p (60p macht meines Erachtens nur in Amerika Sinn)

60p macht auch bei Slowmotion Sinn

Zitat

- können auf SD-Karten aufzeichnen. Es erspart dir das lässtige eindigitalisieren, da du die Files nur auf deinen Rechner rüberkopieren musst

unerheblich, da das auch für camcorder gilt

Zitat

- mit unterschiedlichen Objektiven arbeiten
- Tiefenschärfen erzeugen (Grund ist der große Sensor auf den die Bilder fallen)

Du meinst geringe Schärfentiefe erzeugen

Zitat

DSLRs haben aber auch Nachteile im Videobereich. Z.B. sind die eingebauten Mikros mies

Handling, Rolling Shutter, schlechte Codecs und teure Objektive sind hier die größeren Probleme.

Zitat

Für den kleinen Geldbeutel bieten sich die Canons ab der 1000er Reihe an.

Schlechteste Wahl da kein FullHD. Gebrauchte 550D oder 600D oder neue EOS M wären die Einstiegslösung bei Canon.

Zitat

Das Mittelklassesegment geht ab der 500er Reihe los und ist aktuell bei der 700er Version.

Ab der 550D, die 500D bietet nur 20 fps in FullHD

Zitat

Andere gute Spiegelreflexhersteller sind: Nikon und Sony.

Panasonic zählt mit den Spiegellosen auch dazu.

joey23

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Samstag, 23. August 2014, 10:34

Zitat

Eine möglichst grosse Linse (kleine machen Türspion Bilder...)


Das ist kompletter Unsinn. Man kann von der verwendeten Linsengröße nicht auf den Abbildungswinkel oder gar die Verzeichnungen schließen.

Ich würde hier eine CanonDSLR XXXD empfehlen, ab 550 aufwärts. Alternative wäre eine gebrauchte GH3 oder GH2. Einen Camcorder würde ich eher nicht nehmen, da eine DSLR schon ein filmerisches Bild erzeugt. Allerdings bedingt eine DSLR eine ordentliche Einarbeitung. Eine Einführung findest du in meiner Signatur.

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rick

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Samstag, 23. August 2014, 10:52

Eine möglichst grosse Linse (kleine machen Türspion Bilder...)

Das Gegenteil ist sogar der Fall. Fisheye Objektive haben einen deutlich größeren Objektivdurchmesser (nicht Linsendurchmesser), als Normalbrennweiten mit gleicher Lichtstärke. Linsen werden für Objektive gerechnet, Objektive werden für Sensoren gerechnet. Ein 3mm Durchmesser Objektiv an einem Handy kann genauso verzerrungsfreie Bilder liefern wie ein 52mm Durchmesser an einem Vollformatsensor.

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joey23

7

Samstag, 23. August 2014, 13:21

1000 Franken sind ein sehr knappes Budget.

Was du neben der Kamera an sich zur Produktion eines technisch mittelmässigen bis guten Films benötigst:
+ ein Stativ
+ Kamerazubehör wie Akkus, Speicherkarten, Kabel, ND-Filtersystem
+ einen schnittfähigen Computer
+ ein Mikrofon, Audiorecorder und Kopfhörer
+ eine Tasche

so als absolute Mindestausstattung. Ich habe letztes Jahr mit dem Filmen angefangen und dafür bisher umgerechnet etwa 1650 Fr ausgegeben, obwohl ich wichtige Teile (Mikro, Recorder, Tasche, Stativ) gebraucht gekauft habe. Die Kamera selbst hat nur die Hälfte davon gekostet.
Steigt dein Können und dein Bedarf, wirst du neue Objektive kaufen wollen. Ich habe mich deshalb für das Sony Alpha-System entschieden, denn auf (deutschen) Flohmärkten findet man sehr günstige und gute Minolta-Objektive, die dazu passen.

In Deutschland gibt es den sog. Offenen Kanal, das ist regionales Bürgerfernsehen. Man kann da Workshops für Kamera, Schnitt, machen, das Programm mitgestalten, Technik ausleihen und Schnittplätze nutzen. Vielleicht gibt es so etwas auch in der Schweiz? Das könnte für den Anfang über finanzielle Engpässe hinweghelfen, bis du dein Equipment selbst ergänzt hast. Tontechnik kannst du auch beim Bürgerradio ausleihen, bei befreundeten Musikern etc.

Objektive: Normalerweise bekommst du bei DSLRs sog. Kitobjektive mitgeliefert. Ein Brennweitenbereich von ca. 18-200mm ist das, was du beim Filmen am häufigsten brauchen wirst. Wo du die Grenze setzt, z.B. 18-70mm bei einem Objektiv und 70-200mm bei einem zweiten, ist erstmal vernachlässigbar.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »jk86« (23. August 2014, 13:28)


CyberSkunk

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8

Sonntag, 24. August 2014, 05:20

Also, ich glaube nicht, dass es in der Schweiz sowas wie den offenen Kanal gibt. Fersehen ist hier das wohlbehütete Steckenpferd der Leutschenbachmafia, da bleibt alles in der Familie, insb. die Milliarde Gebühren. Manch ein Eindringling hat da schon ein Bein verloren, beim Versuch, einen Fuss in die Tür zu kriegen.

Zum Türspion, da muss ich widersprechen. Tendenziell haben billige Kameras kleine Linsen und Fischaugen Verzerrung. Auch bei Handies. Macht doch mal ein Bild von nem Quadrat mit nem Galaxy... Und bei Camcordern ist diese Tendenz ein Erfahrungswert. Hat sicherlich was mit der Preisklasse zu tun. Vielleicht eine Ausnahme sind die ActionPro Dinger.

Aber ihr werdet doch wohl zustimmen, daß eine grosse Linse und ein grosser Chip wünschenswert sind, oder?

Allein schon Shots mit geringer Tiefenschärfe sind mit kleinen Linsen aus der Nähe physikalisch unmöglich. Und solche Dialogszenen wirken zwar etwas abgegriffen, erzeugen aber doch einen cineastischen Eindruck.

rick

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Sonntag, 24. August 2014, 10:11

Tendenziell haben billige Kameras kleine Linsen und Fischaugen Verzerrung.

Der Zusammenhang ist aber falsch. Nicht weil die Linse (es heißt Objektiv) klein ist, kommt es zu Verzerrungen, sondern weil die Objektive nicht oder nur wenig korrigiert sind.

Zitat

Allein schon Shots mit geringer Tiefenschärfe sind mit kleinen Linsen aus der Nähe physikalisch unmöglich.

Nicht weil die Objektive klein sind, sondern weil die Projektionsfläche, sprich der Sensor klein ist. Geringe Schärfentiefe geht auch hier, wenn die Brennweite lang genug und der Abstand zum Motiv gering genug ist. Natürlich keine befriedigende Lösung für szenisches Filmen.

Zitat

Aber ihr werdet doch wohl zustimmen, daß eine grosse Linse und ein grosser Chip wünschenswert sind, oder?

Wenn Dir geringe Schärfentiefe wichtig ist, dann ist ein großer Sensor sehr hilfreich. Der Durchmesser des Objektivs nimmt mit der Lichtstärke zu.

joey23

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10

Sonntag, 24. August 2014, 13:25

Zitat

Aber ihr werdet doch wohl zustimmen, daß eine grosse Linse und ein grosser Chip wünschenswert sind, oder?


Nein.

LocoGizmo

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11

Montag, 25. August 2014, 02:56

Erst einmal
ein grosses Dankeschön für alle Antworten.

Die schreckliche Formatierung des Textes kam wahrscheinlich durch das Vorschreiben im Word mit anschliessendem Copy/Paste zustande. Da ich Legastheniker bin schreibe ich fast alle meine Texte vor um die Fehlerquote zu senken.

Nachdem ichjetzt versucht habe alle Antworten hier zu verwenden hab ich nun natürlich einen ganzen Haufen mehr Fragen an euch. Ich werde aber auch auf eure Fragen eingehen und versuchen so gut es geht zu beantworten.

@ CyberSkunk
Ich möchte nur zu Beginn mit was All Zweck mässigem arbeiten damit ich mein Budget so gut es geht in eine gute Aufnahmemöglichkeit mit zukünftigen Erweiterungsoptionen investieren kann.

@jk86
Die 1000 Franken sind das Budget für die Aufnahmemöglichkeit das ich mir gestellt habe. Für mich ist das zwar schon übertrieben viel Geld jedoch bin ich überzeugt das ich es nur schon schwer habe mit diesem Budget das zu bekommen was ich möchte. Was ich möchte weis ich aber allerdings auch nicht so wirklich zu beschreiben.
In der Schweiz gibt es die Möglichkeit beim Kulturbüro (http://www.kulturbuero.ch/be/) verschiedene Kameras wie zb. Den Full HD-Camcorder SONY PMW-EX1R oder die CANON EOS 5D Mark II zu mieten.
Jedoch bringt mir das nichts wenn ich so ein Hochwertiges Produkt in den Fingern habe und nicht damit umzugehen weiss. Den Umgang damit lerne ich ja nur wenn ich mich damit richtig beschäftigen kann. Daher möchte ich mir lieber etwas in meiner Preisklasse anschaffen das dann auch immer zur Verfügung ist wenn ich was machen möchte.


Bei fast
allen Antworten wird mir zu einer DSLR geraten wobei ich auch die Kaufhilfe von joey23 gelesen habe.
„Je schneller sich die DSLR oder das vor der DSLR oder das um die DSLR herum bewegt, desto stärker tritt der RollingShutter-Effekt auf. Dabei kippen vertikale Linien zur Seite, wenn sie sich seitlich durchs Bild bewegen.“
Und
„Es in deinen Filmen um Action gehen soll. Schnelle Bewegungen können Camcorder nämlich deutlich besser als DSLRs. Außerdem ist der Autofokus dann hilfreich, und die größere Schärfentiefe ist ebenfalls von Vorteil.“

Laufe ich nicht Gefahr das ich bei Aufnahmen mit schnell vorbeifahrenden Autos genauso einen RollingShutter-Effekt erhalte?

Mit denThemen Schärfentiefe, Linse, usw. muss ich mich erst mal ausgiebig beschäftigenbevor ich das richtig durchblicke. So wie ich das sehe benötige ich die Möglichkeit um mit der Schärfentiefe selbst herumzubasteln.

Nachdem ich nun wieder 5 Stunden lang rumgesurft bin und viel angeschaut habe möchte ich mal meinen Favoriten in die Runde werfen.
Die Nikon D5200 die wie ich gelesen habe der Panasonic GH2 ähnlich ist.
Denkt ihr dassich und diese DSLR zusammen glücklich werden können oder soll ich besser noch mehr Zeit in die Suche nach was besser geeignetem investieren?

LG LG

12

Montag, 25. August 2014, 04:07

Den Umgang damit lerne ich ja nur wenn ich mich damit richtig beschäftigen kann. Daher möchte ich mir lieber etwas in meiner Preisklasse anschaffen das dann auch immer zur Verfügung ist wenn ich was machen möchte.

Stimmt - an deiner Stelle würde ich daher eine DSLR kaufen. Du hast damit Einstellmöglichkeiten, die du mit jeder anderen Kamera auch hast (abgesehen von denen, wo die Automatik alles abnimmt), und kannst sehr gut üben. Am wichtigsten ist der Zusammenhang von Blende, ISO und Verschlusszeit. Dann noch das Einstellen der richtigen Schärfe. Das brauchst du bei jeder Kamera und wie du das einstellst (Knöpfe, Menü, Räder...) mag sich an jeder Kamera unterscheiden, aber alles zu verstehen und sinnvoll einzustellen, ist kameratechnisch das Wichtigste am Filmen. Die Kamera ist eigentlich der Teil der Ausrüstung, der mit am schnellsten veraltet. Darum ist es für den Anfang vernachlässigbar, mit welcher Kamera man überhaupt anfängt, hauptsache man setzt sich damit auseinander und danach weiss man auch genauer, was man möchte. Die Nikon D5200 ist aber nach allem, was ich über sie gelesen habe, eine sehr gute Wahl. Dank cleanem HDMI-Out kann sie auch erweitert werden, solltest du irgendwann mal in einem weniger komprimierten Videoformat (für mehr Möglichkeiten in der Nachbearbeitung) aufnehmen wollen.
Videofilmen ist kein Fotografieren, aber Fotografieren ist eine gute Schule für die Technik und Ästhetik des Bildes - nur der Faktor Zeit (Film = zeitlich aneinandergereihte Bilder) bleibt aussen vor. Letztendlich bekommst du mit der DSLR eine Videoqualität wie bei Camcordern zu einem Bruchteil des Preises. Es ist aber keine Komplettlösung, mit der Zeit wird einiges an Zubehör nötig.

Zitat

Laufe ich nicht Gefahr das ich bei Aufnahmen mit schnell vorbeifahrenden Autos genauso einen RollingShutter-Effekt erhalte?

Ja, die Gefahr besteht immer. Hier ist aber auch die Frage, wie du filmst. Du kannst eine Szene aus einzelnen statischen Schüssen filmen und dann schnell schneiden, um den Eindruck von Geschwindigkeit, Action und Spannung zu erzielen. Du kannst auch eine andere Kamera für die Szenen mit schnellen Autos verwenden. Letztendlich lässt sich Rolling Shutter aber nicht ganz abschaffen (es sei denn mit einer Kamera für viele Zehntausend Franken) und dann ist eher die Frage, wie du mit dem richtigen Licht und den richtigen Kameraeinstellungen den Effekt umgehen oder verringern kannst.

(edit: ach, blödes ß ;) )

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »jk86« (25. August 2014, 04:18)


Urthona

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13

Montag, 25. August 2014, 09:31

@ LocoGizmo

Mein erster Tipp bei limitiertem Budget wäre, nicht ausschließlich an die Kamera zu denken, wenn man szenisch filmen möchte. Natürlich ist die Kamera ein Faktor, vor allem, wenn man noch keine hat. Um interessante, spannende und vielseitige Einstellungen zu bekommen, ist jedoch vorteilhafter, auf möglichst viele Kamerabühnen zurückgreifen zu können - die Kamera spielt da eine eher untergeordnete Rolle. Schau Dir bspw. mal ein paar Videos auf Vimeo an, was professionelle Kameramänner und -frauen auch mit einem Smartphone auf die Beine stellen, wenn sie es testen.
Meiner Ansicht nach gehört mindestens ein Stativ, ein (kleiner) Slider und ein Fluid-Kopf in die eigene Ausstattung. Will man Handkamera-Aufnahmen ohne gute Bildstabilisierung machen, ist wird ein Schulter-Rig nötig. Letztlich sind die Objektive und die Vielseitigkeit in der Auswahl von weitaus größerer Bedeutung, als der eigentliche Kamera-Body. Bei 1.000 sFr Budget würde ich auf jeden Fall zu einer Systemkamera statt zu einer DSLR raten. Bei einer DSLR bist Du auf den kleinen Monitor der Kamera angewiesen, der optische Sucher bringt Dir beim Filmen gar nichts. Also bräuchtest Du, um wirklich vernünftig filmen zu können, mindestens noch einen zusätzlichen Monitor oder elektronischen Viewfinder. Dann ist man relativ schnell bei einem Rig, bei externer Stromversorgung usw. Letztendlich ist Dein Budget schon gesprengt, bevor Du Dein erstes Objektiv hast.

Da wie gesagt die Objektive auch preislich im Laufe der Zeit eine größere Investition binden, als die Kamera(s), solltest Du Dich also grundsätzlich erst einmal auf ein System festlegen, vor allem also also auf den Bajonett-Anschluss.

Für einen Tipp hinsichtlich einer Kamera kann mich nur wiederholen: Das mit Abstand beste Preis-/Leistungsverhältnis im Low/Mid-Budgetbereich hat zur Zeit die A6000 von Sony. Sie ist preisgünstig, liefert eine exzellente Videoqualität, ihre Aufnahmen halten Farbkorrekturen sehr gut stand, uns sie hat E-Mount-Bajonett, an den sich durch das geringe Auflagenmaß nahezu alles an Objektiven auch anderer Hersteller adaptieren lässt.
Eine gutes Standard-Videoobjektiv ist das SELP18105G (18-105mm, Motor-Zoom, durchgängige Lichtstärke f4, gute Bildstabilisierung, kreisförmige Blende = schönes Bokeh). Zudem - und ich entschuldige mich bei allen Cinematografen mit viel Tradition, doch es nützt nichts ;) - mit der A6000 ist Autofocus - einzigartig in der gesamten momentanen Kameralandschaft - tatsächlich auch beim szenischen Filmen sehr gut nutzbar, Sony-Objektive vorausgesetzt.

CyberSkunk

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14

Montag, 25. August 2014, 15:08

Nikon hat nen guten Ruf bei der Optik, kein Selbstzerfall wie bei grwissen Marktführern. Die D5200 erscheint mir eher wie ein Fotoapparat, der nebenbei auch noch filmen kann. Deswegen sind die Infos etwas spärlich. ZB. ist es sehr nützlich, wenn man im Replay mode einen Ausschnitt auf 1:1 Pixelgrösse raufzoomen kann um zu sehen, ob es wirklich scharf ist. Oder die Verschlusszeit, lässt die sich im Filmmode manuell fixieren? Die Blende? Gibt es eine Touchscreen Bedienung?

Abgesehen davon ganz überzeugend.

LilIdiotsProductions

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Montag, 25. August 2014, 16:10

Bevor du eine Kamera kaufst probier sie im örtlichen Kameraladen oder großen Elektronikladen aus! Manchmal kommt man schlichtweg mit dem einen Betriebssystem klar, mit dem anderen nicht. Wenn ich 'ne Nikon in der Hand habe bin ich zehn minuten damit beschäftigt die Blende einzustellen o.Ä., wenn ein Freun von mir canon ausprobiert das selbe, dabei arbeiten wir auf unseren Systemen ohne zu überlegen.

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16

Montag, 25. August 2014, 16:13


Der Zusammenhang ist aber falsch. Nicht weil die Linse (es heißt Objektiv) klein ist, kommt es zu Verzerrungen, sondern weil die Objektive nicht oder nur wenig korrigiert sind.


Objektive und Linsen verzeichnen, für Verzerrungen ist der Bediener verantwortlich.

rick

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17

Dienstag, 26. August 2014, 04:18

Objektive und Linsen verzeichnen, für Verzerrungen ist der Bediener verantwortlich.

Richtig.

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