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1

Dienstag, 17. April 2012, 10:48

Black Magic Cinema Camera

Evtl. kennt Ihr diese Kamera bereits? Die Suchfunktion hat nichts ergeben.

Schaut es Euch mal an. Habe ich gerade entdeckt: http://www.blackmagic-design.com/product…iccinemacamera/

Gruß,

Kalle

joey23

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2

Dienstag, 17. April 2012, 12:04

Joar, leider rauschen die Aufnahmen schon bei ISO 800 ziemlich deutlich, und die Sensorgröße finde ich auch nicht gerade praktisch.

niGGo

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3

Dienstag, 17. April 2012, 13:02

"Joar"? Mehr nicht?

Meiner Meinung nach ist das DIE Ankündigung der letzten Monate. Da können weder Canon, noch Sony oder Panasonic konkurieren. Im Gegensatz zur Digital Bolex haben wir hier außerdem eine bereits funktionierende Kamera mit fertigem Konzept, deren Specs und Preis den Indiependent-Markt unheimlich verändern werden.

2.5k 12-bit RAW + 1080p 10-bit Avid DNxHD und ProRes + 13 Blenden Dynamic Range + DaVinci Resolve und das alles für 3.000$!?

Canon hat sich von den Indie-Filmern mit ausgestrecktem Mittelfinger verabschiedet, Sony hat mit seiner FS700 eine tolle, aber dennoch teure (8.000$) Kamera angekündigt, und Panasonic sehe ich einfach nicht in der Position, das noch zu toppen.

Ja, der Sensor ist klein, sogar minimal kleiner als Mico FourThirds. Aber immer noch größer als S16, und auch groß genug, um alle denkbaren Brennweiten mit normalem EF-Glass abzudecken. Aber klar, ich muss zugestehen, natürlich kann man seine Bilder damit nicht mehr im DOF ertränken, das stimmt.

Sicher ist es keine perfekte Kamera, sicher werden sich noch einige weitere Mäkel auftun, aber zu dem Preis und bei den Leistungen kann das nur ein Schritt in die richtige Richtung sein. Ich bin unheimlich gespannt wie sich diese Kamera, und der gesamte Markt in Zukunft entwickeln werden.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »niGGo« (17. April 2012, 14:24)


joey23

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4

Dienstag, 17. April 2012, 14:04

Mir geht es weniger um die Schärfentiefe: Das Problem der Sensorgröße ist, dass es ein Format ist, was es sonst eigentlich nicht gibt. S16-Optiken werden schon recht stark Vignettieren, 35mm-Linsen sind Brennweitentechnisch ziemlich unpassend.

Ansonsten haut mich das erst mal nicht vom Hocker, die Bauform finde ich daneben, sie hat kein HDMI (ich weiß, SDI ist besser, aber wer hat schone einen SDI-Monitor?), sie kann nur mit relativ teuren SSD-Platten betrieben werden, die dazu noch mit HFS+ (Mac only) formatiert sein müssen. Ganz nett ist aber die direkte ProRes-Aufzeichnung.

Ich hoffe einfach, dass sie die Kamera auch als S35-Sensor für sagen wir 5000€ auf den Markt bringen. DAS wäre dann ein echter Kracher.

niGGo

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Dienstag, 17. April 2012, 14:39

Nun, man muss ja auch im Vergleich sehen, was man da für sein Geld kriegt. Sicher, auf den ersten Blick sind deine Punkte schwerwiegend, wie z.B. kein HDMI Out, Mac-only SSD's, merkwürdiger Sensor-Crop, usw. Das ist aber nichts, was sich nicht umgehen ließe.

Die Mac-Platten kriegt man ganz einfach auch an seinem Windows-Rechner zum Laufen (MacDrive), und die benutzten EF-Brennweiten werden einfach grob etwas mehr als verdoppelt. Falls es Probleme im Weitwinkel-Bereich gibt sollte spätestens das Tokina 11-16mm Abhilfe schaffen.

Auch kann man davon ausgehen, dass Lösungen zum adaptieren von MFT-Optiken gefunden werden. Wenn ich da z.B. an das Voigtländer 25mm f/0.95 denke, tun sich da mit Sicherheit einige interessante Möglichkiten auf.

Und warum überhaupt ziemlich teure SSD's verwendet werden, liegt doch auf der Hand: Anders lässt sich der Daten-Stream von RAW-Bildern eben nicht bewältigen. Zumindest diesen Punkt würde ich nie und nimmer als Nachteil sehen, es gehört halt dazu. Die Mac-Formatierung ist allerdings eine andere Geschichte.

Du hast auf jeden Fall Recht, sie ist nicht perfekt, und ein S35-Sensor wäre mit Sicherheit klasse. Mir geht's nur viel mehr darum, dass BM hier über den Tellerrand geblickt hat und zu einem unschlagbaren Preis das anbietet, wonach sich der Markt seit Ewigkeiten sehnt, auch wenn es eben nicht perfekt zu sein scheint.

joey23

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6

Dienstag, 17. April 2012, 14:57

Dem letzten Absatz stimme ich weitgehend zu :)

RED macht zum Beispiel vor, dass man RAW-Video auch auf UDMA-CF-Karten speichern kann. Dort liegen die Datenraten wegen 4K vermutlich noch mal höher.

Bedenke beim Tokina 11-16: Bei Crop 2,3 ergibt das ein 25,3-36,8er Objektiv. So richtig weitwinklig finde ich das nicht, zumal das Tokina auch nur 2,8 hat und sie nicht besonders Lichtstark und Rauscharm zu sein scheint.

Bei dpreview hat einer einen ziemlich passenden Kommentar geschrieben, finde ich:
"Before allowing your competition to make anything sensible out of the emerging technologies, bundle what you can together as fast as possible and just throw it at poeple to make a few quick bucks."

Das trifft ziemlich genau meinen Eindruck. Irgendwie ist keine der bisher vorgestellten Kameras DIE Kamera, die ich suche, bzw von der ich auch denke, dass sie den Markt wirklich revolutionieren könnte. Alles sind irgendwie kompromisse. Entweder beim Sensor, beim Codec oder beim völlig überzogenen Preis (für Amateurfilmer), aber alle bringen halbfertige Lösungen raus, um ne schnelle Mark zu machen. Hauptsache erst mal Marktanteile sichern.

rick

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Dienstag, 17. April 2012, 14:59

Ja, der Sensor ist klein, sogar minimal kleiner als Mico FourThirds.

Der Sensor ist größer als bei Micro Four Thirds. Allerdings ist die genutzte Fläche kleiner (ca. Crop 2,4), das würde ich nicht minimal nennen.
Hier eine Grafik, die das verdeutlicht.



Der Bildeindruck an einem 11mm Objektiv bei Crop 2,4 ist ein anderer als an einem 24mm Objektiv am KB-Sensor (stärkere Verzeichnung, Fluchtpunktperspektive).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rick« (17. April 2012, 15:09)


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Dienstag, 17. April 2012, 17:59

Wenn ich Argumente lese, wie "bei 800er ISO rauschen die Bilder" und das "Cinema" im Namen der Kamera mal genauer unter die Lupe nehme,
da liegt doch auf der Hand, dass die nicht für Schüler/Amateure, sondern für Leute gemacht ist, die sich wenigstens noch ein Lichtset dazu leisten können....
Dazu sollte man sich mal anschauen, welche Features die Kamera alle inpetto hat und was die einzeln kosten...
Black Magic Design macht einfach anspruchsvollere Hardware. Ich finde das Konzept auch dementsprechend passend.

rick

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Dienstag, 17. April 2012, 18:24

Mir ist nicht ganz klar wo das Rauschen bei iso800 herkommen soll.

Wenn ich mich nicht verrechnet habe, komme ich auf folgende Pixeldichten:

Black Magic Cinema (5.7MP, auf die genutzte Sensorfläche bezogen) = 41.520 Pixel/mm²

Zum Vergleich

Eos 7D (18MP) = 54.784 Pixel/mm²
GH2 (18MP) = 80.000 Pixel/mm²

Als Grund fiele mir jetzt lediglich Wärmeentwicklung ein, nur dann müßte das Bild auch bei iso100 rauschen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rick« (8. April 2013, 15:58)


joey23

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Mittwoch, 18. April 2012, 10:15

Ich beziehe mich mit meiner Rauschaussage auf jeden Fall auf dieses Video:

http://vimeopro.com/johnbrawleytests/bla…/video/40381671

Da einfach mal die dunklen Bereiche in der letzten Minute anschauen. Abgesehen davon, dass das Material Ultra-Weich ist und Video definitiv MEHR kann als diesen Brei, sehe ich da in den dunklen Bereichen ziemlich offensichtliches Farbrauschen. Wenn man dann dieses Video anschaut ...

http://vimeopro.com/johnbrawleytests/bla…/video/40290704

... kann man abschätzen, dass die Problematischen Aufnahmen im ersten Video wohl bei ISO800 oder ähnlichem entstanden sein dürften, da dort in dunklen Bereichen das gleiche Farbrauschen zu sehen ist.

freezer

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Mittwoch, 18. April 2012, 11:47

@ joey23

Kann mich da Deiner Meinung nicht anschließen, mir gefallen die Aufnahmen der Kamera grundsätzlich sehr gut. Ich finde für diesen Preis ist das Gerät ein sehr guter Kompromiss geworden. Laut Kommentaren von Brawley sind seitens BM auch andere Mounts (PL und Four Thirds) angedacht.

Zum Thema Schärfe. Es gibt ein paar Full-HD Screenshots von Brawley:






Die Bilder lassen sich in PS ganz gut nachschärfen.

Ich bin sehr gespannt und überlege ernsthaft, mir die Kamera anzuschaffen - mir gefällt das Konzept, der Basispreis (2.295,- netto) und ich kann mit den Nachteilen leben.
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
8010 Graz - Austria
Blackmagic Cinema Camera Blog

joey23

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Mittwoch, 18. April 2012, 11:56

Auf dem zweiten sieht man das Farbrauschen ziemlich deutlich, leider. Die anderen sind Klasse! Kein Moire, kein Alaising, tolle Grundschärfe!

13

Mittwoch, 18. April 2012, 15:26

Für mich ist das der digitale Nachfolger der letzten Vertreter des 16mm-Filmmaterials, also Super16. Der Bildcharakter und die optischen Verhältnisse erinnern an Super16,(kommt ja auch in etwa hin von der "Negativfläche"). Aber in der Auflösung schlägt die Kamera Super16 ja wohl um Längen!
Ich kann freezer nur beipflichten. Ich finde diese Kamera seit Langem die interessanteste. Interessanter vom Preis-Leistungs-Verhältnis, als jede Sony FS100, oder Canon C300 und auch interessanter als RED. Allerdings stellt sich die Frage, ob "normalsterbliche" PC´s in die Knie gehen.
Die "DoF-Granate" wird es natürlich zwangsläufig nicht werden, aber, Hand auf´s Herz, wieviele gute Filme sind schon in der Vergangenheit in Super16 gedreht worden? Ein Beispiel, das mir einfällt ist "Colditz".

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kalle« (18. April 2012, 15:32)


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Mittwoch, 18. April 2012, 15:41

Warum sollten sie? RAW-Workflow existiert ja inzwischen seit längerer Zeit, und ich gehe stark davon aus, dass ein halbwegs potenter Rechner ohne Problem damit klarkommen sollte. Ist allerdings auch nur meine Vermutung, hatte bisher noch keine wirklichen Erfahrungen damit.

Falls alle Stricke reißen, stehen ja aber immerhin noch ProRes und DNxHD zur Verfügung, damit sollte schnelleres Arbeiten auf jeden Fall garantiert sein. Dann hat man zwar nicht mehr denselben Freiraum wie mit RAW-Daten, aber immer noch mehr Farbinformationen als das, was unsere DSLR's ausspucken.. ;) Vom besseren Codec ganz zu schweigen.

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15

Mittwoch, 18. April 2012, 15:43

Und ProRes lässt sich auch auf weniger potenten Macs, zB einem Mini, recht stressfrei verarbeiten.

16

Mittwoch, 18. April 2012, 16:45

Hätte man denn als Nicht-Macbesitzer generell mehr Streß mit der Verarbeitung der BM-Dateien? (Also, PC mit 4-6 Kernen mal vorausgesetzt und mindestens 4 Gbyte RAM).

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kalle« (29. April 2012, 21:53)


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Mittwoch, 18. April 2012, 16:49

Mit Prores hast du am PC keine Chance, aber die RAW-Files und die DNxHD-Daten sollten sich auch da verarbeiten lassen. Zur Performance kann ich mangels Erfahrung mit PCs aber nichts sagen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »joey23« (19. April 2012, 09:48)


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18

Mittwoch, 18. April 2012, 17:08

Mit Prores hast du am PC keine Chance


Die Erfahrung habe ich nicht gemacht. Ich kann ProRes mit Premiere CS5.5 (Windows) ebenso gut schneiden wie DNxHD. Nach meinem Kenntnisstand kann ProRes nämlich am Windows-Rechner sehr wohl decodiert werden, nur nicht encodiert. Sprich einzig und allein das erneute Speichern zu ProRes ist nicht mehr möglich.

Natürlich wäre es daher sinnvoller DNxHD zu benutzen, aber dennoch ist man am PC nicht vollkommen chancenlos.. :)

Was Performance und Qualität angeht, scheinen mir beide Codecs ziemlich auf dem gleichen Stand zu sein (subjektiv). Wenn du also an einem Windows-Rechner sitzt, go for DNxHD.

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19

Mittwoch, 18. April 2012, 17:20

Tatsächlich, es gibt sogar ein offizielles Plugin: http://support.apple.com/downloads/Apple…1_0_for_Windows

Ich revidiere und habe nichts gesagt :) Danke für die Info!

niGGo

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20

Donnerstag, 19. April 2012, 09:40

Gerne! :)

Es gibt einen neuen Clip von Brawley auf Vimeo, sieht wirklich klasse aus.

Ein paar weitere Infos dazu gibt es in seinem Blogpost.

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