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Lord Denn

unregistriert

1

Montag, 11. Juli 2011, 20:03

Bringt es etwas, bei 50-bps-Aufnahmen eine kleinere Belichtungszeit als 1/60 zu verwenden?

Hallo
bringt es etwas, bei 50-bps-Aufnahmen eine kleinere Belichtungszeit als 1/60 zu verwenden?
Bei Fotos werden bewegte Objekte ja schärfer, wenn man kürzere Belichtungszeiten einstellt. Ist das beim Video nun also an die bps-Rate gekoppelt oder nicht? Weil wenn ja, würde es keinen Effekt mehr auf die Schärfe haben. Da sich aber die Helligkeit durchaus noch verändert, frage ich mich jetzt, ob ich bei meinen Slow-Motion-Aufnahmen lieber geringere Belichtungszeiten einsetzen sollte als 1/60.

Gruß
Denn

2

Montag, 11. Juli 2011, 21:48

Kurze Antwort: Ja.
Ich mache auch zu oft den Fehler, mir mit zu langen Belichtungszeiten Szenen zu verhunzen mit zuviel Bewegugsunschärfe. Allgemein kursiert ja das Gerücht, daß 1/25,1/30 und 1/50 ach so filmisch sind. Das scheint aber nicht unbedingt immer zuzutreffen, wie z.B. der folgende Beitrag zeigt: http://www.youtube.com/watch?v=1I9sIXOcSZ0

Schau da mal rein.

(Wie binde ich so ein Video eigentlich hier ein, ohne zu verlinken? Irgendwas mit eckiger Klammer? Klappt bei mir nicht)

Gruß,

Kalle

3

Montag, 11. Juli 2011, 21:53

Zitat

Wie binde ich so ein Video eigentlich hier ein, ohne zu verlinken?


Du fügst Deinen Link ein:
http://www.youtube.com/watch?v=1I9sIXOcSZ0
markierst ihn und klickst dann auf

und schon:


Es hat bereits 1 Gast diesen Beitrag als hilfreich eingestuft.

4

Montag, 11. Juli 2011, 22:14

Oh Mann,oh Mann, so einfach! :pinch: Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht 8-) . Danke!

niGGo

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5

Montag, 11. Juli 2011, 22:33

Allgemein kursiert ja das Gerücht, daß 1/25,1/30 und 1/50 ach so filmisch sind.


Ich hab's bisher nicht ganz so extrem mitgekriegt, aber generell bin ich auch der Meinung, dass zu hohe Belichtungszeit einfach kacke aussehen. Das legt dem digitalen Look einer DSLR nochmal 'ne Schippe drauf, auch wenn's beim echten Film vielleicht ähnliche Einstellungen sind. Echt keine Ahnung, habe mich damit halt bisher nie befasst. In meinen Augen ist aber 'ne kürze Belichtungszeit so um die 1/80 auf jeden Fall sehr viel ansprechender.

6

Montag, 11. Juli 2011, 23:05

Allgemein kursiert ja das Gerücht, daß 1/25,1/30 und 1/50 ach so filmisch sind.


Ich hab's bisher nicht ganz so extrem mitgekriegt, aber generell bin ich auch der Meinung, dass zu hohe Belichtungszeit einfach kacke aussehen. Das legt dem digitalen Look einer DSLR nochmal 'ne Schippe drauf, auch wenn's beim echten Film vielleicht ähnliche Einstellungen sind. Echt keine Ahnung, habe mich damit halt bisher nie befasst. In meinen Augen ist aber 'ne kürze Belichtungszeit so um die 1/80 auf jeden Fall sehr viel ansprechender.

Komischerweise ging mir das mit den kleineren Camcordern nicht so. Da fand ich z.B. bei der Cine-Einstellung der HF-100 die 1/25stel und 1/50stel usw. schön weich, gerade bei Bewegungen, oder, wenn ein Auto vorbeifährt. Aber bei der EOS sieht die leiseste Bewegung bei 1/25/50stel gleich total "zerrissen" aus. Also, ich meine jetzt speziell Eigenbewegungen der Kamera. Da reagiert die EOS extrem empfindlich, finde ich.(Und ab und zu muß man sie mal bewegen, z.B. bei einer Steady-Fahrt). Ich vermute, daß das mit dem größeren Sensor zusammenhängt(?)

freezer

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7

Dienstag, 12. Juli 2011, 12:06

Kurze Antwort: Ja.
Ich mache auch zu oft den Fehler, mir mit zu langen Belichtungszeiten Szenen zu verhunzen mit zuviel Bewegugsunschärfe. Allgemein kursiert ja das Gerücht, daß 1/25,1/30 und 1/50 ach so filmisch sind. Das scheint aber nicht unbedingt immer zuzutreffen, wie z.B. der folgende Beitrag zeigt: http://www.youtube.com/watch?v=1I9sIXOcSZ0


Der von Dir verlinkte Beitrag zeigt da aber genau gar nichts dazu ;-)
Die richtige Belichtungszeit für den "Filmlook" ist kein Gerücht, sondern basiert auf technischen Fakten.
Bei einer Filmkamera gibt es einen Umlaufverschluss und die Belichtungszeit ergibt sich aus dem Öffnungswinkel und der Anzahl von Bildern pro Sekunde. Der 180° Umlaufverschluss entspricht bei 24 fps einer Belichtungszeit von 1/48, bei 48 fps aber 1/96.
Ein 360° Umlaufverschluss (1/24) ist mechanisch nicht möglich, denn dann wäre kein Verschluss vorhanden. Der maximale Verschluss beträgt zB bei der Panavision Panaflex 35mm 200°. (Quelle: David Samuelsons "HANDS-ON Manual for Cinematographers", 2nd Edition)

Um die Belichtungszeit zu verkürzen, kann der Öffnungswinkel verkleinert werden, zB auf 90° (1/96) oder 45° (1/192).

Möchte man nun mit einer Videokamera den Verschluss einer Filmkamera nachahmen, dann muss man zB. bei 50i bzw. 25p mit 1/50 Belichtungszeit arbeiten. Dadurch ergibt sich eine ähnliche Bewegungsunschärfe wie bei typischen Filmkameras.

Möchte man jedoch filmähnliche Slowmotion aus 50i gewinnen, so muss man mit 1/100 belichten, da ja aus 50i eine verlangsamte 50p Version wird.
Um noch stärkere Slowmotion durch Bildinterpolation zu gewinnen, muss die Belichtungszeit entsprechend noch stärker verkürzt werden - für 25% auf 1/200 usw.

Komischerweise ging mir das mit den kleineren Camcordern nicht so. Da fand ich z.B. bei der Cine-Einstellung der HF-100 die 1/25stel und 1/50stel usw. schön weich, gerade bei Bewegungen, oder, wenn ein Auto vorbeifährt. Aber bei der EOS sieht die leiseste Bewegung bei 1/25/50stel gleich total "zerrissen" aus. Also, ich meine jetzt speziell Eigenbewegungen der Kamera. Da reagiert die EOS extrem empfindlich, finde ich.(Und ab und zu muß man sie mal bewegen, z.B. bei einer Steady-Fahrt). Ich vermute, daß das mit dem größeren Sensor zusammenhängt(?)


Die typische Filmaufnahme ist aber in der Bewegungswirkung nicht weich. Es gibt Tabellen, wie schnell man Schwenken soll, damit sich kein Ruckeln beim Betrachter einstellt. Dass bei der EOS das Bild bei langen Belichtungszeit komisch aussieht, liegt wohl eher am Rolling Shutter, dessen Wirkung durch lange Belichtungszeiten zusätzlich verstärkt werden.
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
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8

Dienstag, 12. Juli 2011, 15:36

Der von Dir verlinkte Beitrag zeigt da aber genau gar nichts dazu ;-)

Hmmm...doch. Er betont, daß er die Nativaufnahme für seine Zeitlupen mit 1/500stel aufnimmt! Um dieses Beispiel ging es mir. (Ich habe selber mal einen kleinen "Stunt" von mir selbst gefilmt in diesen Einstellungen und es funktioniert: Die Bewegungen sind wirklich butterweich, wie ich mich auf die Zwölf lege. :D )

Um die Belichtungszeit zu verkürzen, kann der Öffnungswinkel verkleinert werden, zB auf 90° (1/96) oder 45° (1/192).

Möchte man nun mit einer Videokamera den Verschluss einer Filmkamera nachahmen, dann muss man zB. bei 50i bzw. 25p mit 1/50 Belichtungszeit arbeiten. Dadurch ergibt sich eine ähnliche Bewegungsunschärfe wie bei typischen Filmkameras.

Möchte man jedoch filmähnliche Slowmotion aus 50i gewinnen, so muss man mit 1/100 belichten, da ja aus 50i eine verlangsamte 50p Version wird.
Um noch stärkere Slowmotion durch Bildinterpolation zu gewinnen, muss die Belichtungszeit entsprechend noch stärker verkürzt werden - für 25% auf 1/200 usw.


Die typische Filmaufnahme ist aber in der Bewegungswirkung nicht weich. Es gibt Tabellen, wie schnell man Schwenken soll, damit sich kein Ruckeln beim Betrachter einstellt. Dass bei der EOS das Bild bei langen Belichtungszeit komisch aussieht, liegt wohl eher am Rolling Shutter, dessen Wirkung durch lange Belichtungszeiten zusätzlich verstärkt werden.
Mit dem ganzen Rest bin ich absolut einverstanden. Daß sich der RS derart unschön auswirkt, dessen war ich mir nicht bewußt. Ich habe das bisher nur bei den üblichen "verbogenen Gummipropellern" gesehen.

Birkholz

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9

Dienstag, 12. Juli 2011, 16:18

Möchte man jedoch filmähnliche Slowmotion aus 50i gewinnen, so muss man mit 1/100 belichten, da ja aus 50i eine verlangsamte 50p Version wird.


Wenn ich mit der 550D Slowmo will, filme ich ja in 50p und interpretiere das Material in Premiere dann als 25p. Mit welcher Belichtungszeit muss ich in diesem Fall arbeiten?

hjkoenig

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10

Dienstag, 12. Juli 2011, 16:33

Hallo,
aus den bisherigen Beiträgen ergibt sich klar: nimm die 1/100. Oder versuch´s mal nacheinander mit längerer und kürzerer Belichtungszeit, dann ist der Unterschied deutlich zu sehen. Mit einer Fotografie ist das alles nur bedingt zu vergleichen. Ein Foto stellt eine Momentaufnahme dar, und ein Fotograf wird die Belichtungszeit wählen die seinen Absichten entgegen kommt. Im übrigen kommt es bei der 50fps Aufnahme hinterher darauf an, was ein Schnittprogramm daraus macht (für den Fall, dass es keine Zeitlupenaufnahme werden soll).
Gruß, Hajo König
hans joachim könig

freezer

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11

Dienstag, 12. Juli 2011, 16:56

@ Birkholz
Wie hjkoenig schon ganz richtig geschrieben hat: nimm 1/100.
Willst Du dann noch mehr Zeitlupe per Interpolation (Pixelmotion in Premiere), dann nimm 1/200
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
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Lord Denn

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12

Dienstag, 12. Juli 2011, 17:35

Ok, danke erst mal, dann bringt mir eine kürzere Belichtungszeit also wirklich noch mehr Schärfe in Slow Motions, gut.
Wenn ich mit der 550D Slowmo will, filme ich ja in 50p und interpretiere das Material in Premiere dann als 25p. Mit welcher Belichtungszeit muss ich in diesem Fall arbeiten?
Ich höre immer wieder "die 50 bps muss das Programm entsprechend interpretieren".
Also ich sag euch mal, wie ich´s mache und ihr sagt mir, ob das falsch ist oder ob das quasi das "Interpretieren" ist:

Fall 1: Ich nehme mein 50-bps-Video und füge es in Magix Video Deluxe 17 ein, dieser fragt nach automatischer Anpassung an das Video mit 50 bps, was ich bestätige.
Nun gehe ich auf Geschwindigkeit und stelle diese auf 0,5-fach ein. Exportiert wird das ganze wieder mit 25 bps. Habe ich dann eine richtige Slow Motion oder etwas falsch gemacht, weil er nicht alle 50 Bilder verwendet hat?

Fall 2: Ähnlich wie Fall 1, nur diesmal füge ich den Clip in einen Film mit bisher 25 bps ein, die Filmeinstellungen werden daher diesmal nicht an den neuen Clip angepasst. Dr Rest gibt sich wie in Fall 1. Habe ich hier nun keinen vollwertigen Slow-Motion-Effekt, weil ich die Filmeinstellungen nicht angepasst habe? Falls das so ist, wie kann ich beide Cliparten mischen? Kommt hier das "interpretieren" ins SPiel und wie mache ich das in Magix?
Sorry, ich teste schon fleißig meine Aufnahmen, aber mir fallen die Unterschiede inzwischen kaum noch auf, deswegen frage ich lieber nach eurer Meinung.

hjkoenig

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13

Freitag, 15. Juli 2011, 16:16

Hallo,
grundsätzlich: wenn das Programm mit einem 50 fps Original einen Film erstellt, der mit 25 fps vorgeführt wird, muss es irgendetwas unternehmen, damit die Szene normal aussieht und nicht als leichte Zeitlupe erscheint. Wenn die Anpassung also abgefragt und mit JA beantwortet wurde, werden Bilder verändert. Hinterher den Ablauf mit 0,5 zu verlangsamen, bringt nicht mehr, als wenn man es mit einer original 25fps Szene gemacht hätte.

Ob die Veränderung vorgenommen wurde, ist bei der Vorschau ja leicht zu kontrollieren. Eine veränderte 50fps Szene von 6 Sekunden Länge müsste bei normaler Vorschau (mit 25 fps) dann auch 6 Sekunden lang sein, bleibt sie unverändert, werden es 12 Sekunden. In deinem Fall zwei wäre das so, denn eine 50 fps Szene wird, wie du beschreibst, unverändert in ein 25fps Projekt übernommen, muss also, weil alle Bilder noch da sind, langsamer aussehen, als sie in Wirklichkeit war.

(Ich hab alles noch mal durchgelesen, aber es erscheint mir immer noch logisch.)
Gruß, Hajo König
hans joachim könig

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