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sentenza

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1

Samstag, 10. April 2010, 20:09

Camcorder oder DSLR

hallo an alle :)

ich spiele schon seit geraumer zeit mit dem gedanken mir einen full-hd camcorder anzuschaffen! mein budget ist begrenzt (so ca 6-700€) und nach lesen unzähliger tests und berichte, bin ich immernoch nicht entschieden was es nu werden soll.

ich bin nebenbei besitzer einer canon eos 1000d DSLR und hab in dem bereich schon einige erfahrung gesammelt. jetzt hab ich mir erstmals den gedankenin den kopf gesetzt meine 1000d zu verkaufen und mir dafür eine 550d (ca. 650€) zu kaufen,die ja auch full hd aufzeichnet.

die testvideos haben mich umgehauen, meiner meinung nach gibt es in dem preissegment keine hd-camcorder die in sachen weitwinkel, lowlight der DSLR mit video funktion das wasser reichen könnten.. liege ich da richtig? man kann blende shutter usw. anuell einstelle, was ja anscheinend verloren gegangen scheint

mal ganz abgesehen vom handling einer dslr, ich kann mir vorstellen es ist ein anderes gefühl damit zu filmen

wie steht ihr so dazu? im endeffekt ergeben sich doch eine menge vorteile beim kauf einer solchen DSLR. würde gerne eure meinung dazu hören und hoffe sie wird mir bei der kaufentscheidung helfen! :)

grüße!

Birkholz Productions

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2

Samstag, 10. April 2010, 20:20

Ich seh das genau so wie du. Da mir vor allem der Look wichtig ist kann ich beim Handling zurückstecken und werde mir ebenfalls die 550d anschaffen (wird wegen großartigen Lieferumständen erst Montag zu mir ausgeliefert, obwohl ich sie schon Dienstag so gut wie da war...). Zusätzlich kann ich die volle Bandbreite an Objektiven von meinem Vater nutzen. Der hat drei Canon Objektive und mehrere von Nikon. Für die Nikonobjektive hol ich mir dann so einen Zwischenring-Adapter.

Ich kanns kaum erwarten mit dem Ding zu drehen! :) Wird bestimmt eine enorme Steigerung zu den Bildern der Canon HDR-HC1e.

Meine Meinung: Wer das gewöhnungsbedürftige Handling verschmerzen kann (man kann sich ja notfalls auch ein Rig bauen oder kaufen) und auf nen geilen Filmlook steht, der kriegt in dieser Preisliga nichts besseres als die Canon 550d!

Thom 98

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3

Samstag, 10. April 2010, 20:28

Video-DSLRs sind genial für szene Produktionen, d.h. Produktionen wo du am Set viel Zeit hast alles manuell einzustellen. Blende, Weißabgleich, Shutter, Fokus ect. - all die Sachen sind bei einer Video-DSLR oft weit im Menü begraben und nicht, wie bei vielen Camcordern, über einen speziellen Button verfügbar. Für dokumentatischen Produktonen, wo du dich schnell anpassen musst und vielleicht öfters mal die Automatik brauchst, sind die Kameras also nix.
Des weiteren ist Audio immer noch ein großes Problem bei den DSLRs. Die haben zwar interne Mikros, die sind aber für die Katz. Du musst also zu den 700€ (wo gibts denn die 550 für 650?) bzw, 800 aufwärts mit Objektiven, noch die Kosten für ein externes Mikro mit einberechnen. Unsteres Feld wäre da das Rode Videomic für knapp 100€, danach kommen wir zum NTG-2 für knapp 200, aufwärts gibts keine Grenzen.
Die geringe Schärfentiefe der Kameras ist einerseits ein Segen, denn die Filme sehen damit echt filmisch aus, andererseits erschwert es die Arbeit am Set und ohne einen externen Monitor ist es oft schwer Schärfe zu ziehen!

Wenn du dir aber dieser Einschränkungen bewusst bist, und bereit bist am Set ein wenig mehr Zeit zu investieren um alle Einstellungen manuell vorzunehmen, gibt es mMn in dem Bereich keinen Camcorder, der den DSLRs auch nur ansatzweise das Wasser reichen könnten, wenn es darum geht möglichst filmische Bilder zu produzieren!

sentenza

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4

Samstag, 10. April 2010, 20:43

sory 650 war nur der preis fürn body :) 700 stimmt als preis!

ich fidns halt ganz geil das man mit verschiedenen objektiven arbeiten kann etc.! ans handling kann man sich sicher gewöhnen mit der zeit! szenisches filmen ist denke ich eher mein bereich, wobei ich mir das irendwie noch so gar nicht recht vorstellen kann mit einer "fotokamera" zu filmen^^

Birkholz Productions

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5

Samstag, 10. April 2010, 20:45

Genau so ist es!
Ich persönlich hab das NTG-2 zum Glück schon und mein Vater wird mir wegen der Bedienung viel mit auf den Weg geben können. Zusätzlich will ich mit der Kamera hauptsächlich Kurz- und Spielfilme drehen. Für Sachen wie Reportagen oder Konzertmitschnitte würde ich eher auf einen Camcorder zurückgreifen. Filme haben aber Vorrang.

Zum Zubehör, wie Follow Focus usw... Hab gerade mal auf chrosziel.de danach geguckt und das sind ja unverschämt, astronomische Preise, die ich für nicht gerechtfertigt halte! Fast 2000 Euro für so ein Basiskit zu blechen... Also ich kanns mir nicht leisten! Letztendlich sind das fast alles mechanische Teile aus Metall und Plastik. Noch nicht mal eine komplizierte Elektronik steckt dahinter. Warum also der hohe Preis? Wahrscheinlich weil so was eine Marktlücke ist...
Wie auch immer! Hat jemand gute Seiten, für billige Selbstbau-Alternativen?





EDIT: Ich weiß auch noch gar nicht ob ich dieses Zubehör überhaupt brauche... Muss erst mal praktische Erfahrungen mit der Cam sammeln. Ich habe übrigens mit Objektiv ca 740 (+ Nachnahmegebühr ca. 750 Euro) bezahlt.

Costa

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Samstag, 10. April 2010, 21:18

Zum Zubehör, wie Follow Focus usw... Hab gerade mal auf chrosziel.de danach geguckt und das sind ja unverschämt, astronomische Preise, die ich für nicht gerechtfertigt halte! Fast 2000 Euro für so ein Basiskit zu blechen... Also ich kanns mir nicht leisten! Letztendlich sind das fast alles mechanische Teile aus Metall und Plastik. Noch nicht mal eine komplizierte Elektronik steckt dahinter. Warum also der hohe Preis? Wahrscheinlich weil so was eine Marktlücke ist...
Wie auch immer! Hat jemand gute Seiten, für billige Selbstbau-Alternativen?

Ach quatsch. Es gibt auch günstige Follow Focus':
http://indisystem.com/products.htm
http://www.dfocussystem.com/index.html
http://thecinecity.com/tcc/product.php?p…&cat=275&page=1
http://www.sgpro.co.uk/products/CINEfocus/cinefocus.html

Ich habe den IndiFocus20 Follow Focus und bin sehr zufrieden damit, besonders wenn man den günstigen Preis beachtet. Ganz ehrlich: Um einen Follow Focus wird man wohl bei einem Dreh nicht herum kommen. Ich könnte mir zumindest nicht vorstellen wie man sonst genau den Fokus in HD ziehen sollte. Das geht sonst ziemlich in die Hose und der Fokus wird bei einem Fokuswechsel nie richtig liegen.
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Samstag, 10. April 2010, 22:04

Ich könnte mir zumindest nicht vorstellen wie man sonst genau den Fokus in HD ziehen sollte. Das geht sonst ziemlich in die Hose und der Fokus wird bei einem Fokuswechsel nie richtig liegen.


Bei der 550d kann man am Display meines Wissens stark ins Bild reinzoomen und so die Schärfe von Objekten präzise justieren. Weiß nicht ob man auch Fixpunkte setzen kann, um die Schärfe wärend der Aufnahme zu verändern.

Ansonsten danke für die Links! Die guck ich mir mal an. :)

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8

Samstag, 10. April 2010, 22:22

Ich könnte mir zumindest nicht vorstellen wie man sonst genau den Fokus in HD ziehen sollte. Das geht sonst ziemlich in die Hose und der Fokus wird bei einem Fokuswechsel nie richtig liegen.


Bei der 550d kann man am Display meines Wissens stark ins Bild reinzoomen und so die Schärfe von Objekten präzise justieren. Weiß nicht ob man auch Fixpunkte setzen kann, um die Schärfe wärend der Aufnahme zu verändern.

Ansonsten danke für die Links! Die guck ich mir mal an. :)

Klar, vorher klar definieren worauf der Fokus liegen soll ist wichtig. Dann kann man auf dem Follow Focus genau markieren wo die Fokuspunkte liegen. Eine Fokuswechsel Funktion in der Kamera wäre natürlich eine super Sache, aber für sowas bräuchte man schon sehr teure ferngesteuerte Follow Focus'. :D
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Samstag, 10. April 2010, 22:40

Hab mir deine Links jetzt angeguckt. Sind ja Preisunterschiede die einen aufatmen lassen! :D Kannst du mir direkt was für die 550d empfehlen? Die Produkte vom ersten Link waren ja am billigsten. Gibts da jeweils große qualitative Unterschiede? Wäre für jede weiterführende Hilfe dankbar! :)

Zu den Speicherkarten für die VDSLRs hab ich übrigens diesen Artikel gefunden:
http://prolost.com/blog/2009/11/17/best-…-7d-movies.html

Und gibts auch bei Amazon Deutschland. Da spart man ebenfalls ne ganze Menge!
http://www.amazon.de/Kingston-Elite-Comp…B/dp/B001ROVLX8

Mac Mave

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Samstag, 10. April 2010, 22:59

Ich hatte mich jetzt mit meiner 550D eine Woche eingeschlossen und hab trotz einiger Fotoerfahrung und von mir aus Camcorder-Erfahrung eins gelernt: eine ganze Menge Leute müssen umdenken wenn sie mit einer DSLR filmen wollen. Bleib bei einem Camcorder wenn dir folgendes nicht klar ist:

- Das Kit Objektiv liefert dir bei nur dem geringsten Low Light entweder zu dunkes Bild oder Grain wenn du ISO hochschraubst - abgehakt durch neues, lichtstarkes Objektiv.
- Ein sonniger Tag draußen ist nicht dein Freund - du musst dir Blende schließen = nix mehr Unschärfe und oft trotzdem überstrahltes Bild - abgehakt durch ein Fader ND, wieder 100 Euro.
- Jetzt mit der Hand fokusieren wenn man was bewegtes Filmt - ohne Follow Focus und ordentlich Feingefühl fast unmöglich - abgehakt durch Follow Focus
- Bei Sonnenlicht auf dem LCD scharfstellen - vergiss es - abgehakt durch einen Z-Finder
- Ohne ein Schulter-Rig würde ich nicht loslaufen mit der Kamera (Wobble) - abgehakt durch Schulter-Rig.
- Mono-Mikro klingt schlecht - abgehakt durch externes Mikro

Mag sein dass man sich abends schön mit Stativ an den Strand damit stellt und dann eine statische Szene mit tollem tiefenunscharfem Bild filmt und dann Musik von Jamendo drunterlegt - wenn du nur das willst kannst du beruhigt zugreifen und dich bei den ganzen Anderen bei Vimeo und Co anstellen - ich will mit dem Ding dynamische Filme drehen und dann kommst du um das Zubehör oben nicht umher. Ich dachte auch das geht ohne, aber da sind sich wohl alle einig (nicht nur Stu Mastuwitz) dass es wohl so sein muss.

Grundausrüstung um damit ordentlich zu Filmen: ohne Cam zusammen ab ca 600 Euro Aufwärts
Das geniale Bild bestaunen: Unbezahlbar!

Das sind halt alles Probleme die du mit einem Camcorder nur bedingt haben wirst, alles was eben besser wird ist die Tiefenunschärfe. Ich selbst bin mehr als begeistert und liebe das Ding, auch wenn SIE und ich uns erst langsam kennengelernt haben, ich liebe aber eben auch die Bedienung und das Fotofeeling dahinter, das hat für mehr mit Film zu tun als mit Video. Aber ich sag euch auch dass es nicht einfach ist damit zu drehen, gerade für Leute die mal schnell einen kurzen Filmtest drehen wollen oder dergleichen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Mac Mave« (10. April 2010, 23:18)


Costa

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Sonntag, 11. April 2010, 00:59

Hab mir deine Links jetzt angeguckt. Sind ja Preisunterschiede die einen aufatmen lassen! :D Kannst du mir direkt was für die 550d empfehlen? Die Produkte vom ersten Link waren ja am billigsten. Gibts da jeweils große qualitative Unterschiede? Wäre für jede weiterführende Hilfe dankbar! :)

Ich würde sagen, dass sich die ersten drei Produkte qualitativ wenig nehmen (Der Shoot35 Follow Focus spielt eigentlich in einer anderen Liga, zusammen mit dem Redrock und Cinevate Follow Focus). Es gibt jedoch kleine, aber wichtige Unterschiede:

Der D|Focus kann relativ simpel die Drehrichtung des Zahnrads ändern. Manche Objektive drehen in eine andere Richtung.

Der IndiFocus20 hat ein verhältnismäßig großes Zahnrad, was zu einer großen Übersetzung der Umdrehung führt und somit etwas ungenauer als ein kleineres Zahnrad sein kann, außerdem ist das IndiFocus20 Zahnrad etwas schmaler.

Vorteil des IndiFocus20 ist, dass er mir etwas stabiler erscheint, wobei ich weder den D|Focus oder ProAim Follow Focus (der jedoch komplett aus Plastik ist) in der Hand hatte.

Des weiteren hat dieser und der ProAim im Vergleich zum D|Focus den Marker oben, was ich angenehmer finde.

Vorteil des D|Focus und IndiFocus20 im Gegensatz zum ProAim ist, dass man das Zahnrad auf beide Seiten setzen kann. Wenn man beispielsweise eine Mattebox besitzt, kann man ganz simpel das Zahnrad auf die andere Seite setzen um der Mattebox nicht in die Quere zu kommen.

Von den Drehknöpfen gefällt mir der vom IndiFocus am besten, der hat schön viel Grip und ist auch relativ groß, damit man ihn gut greifen kann.

Alle drei haben einen Accessory Port, an dem man "Speed Cranks" und "Whips" anschließen kann, die meiner Meinung nach ziemlich wichtig für die Fokusziehung sind. Jedoch weiß ich nicht, ob sie den Standard Port haben, um auch Whips oder Speed Cranks von anderen Herstellern zu verwenden. Der IndiFocus bietet beide recht billig für 40$ zusammen an, die auch ganz ordentlich sind. Der D|Focus bietet leider nur einen Speed Crank an und beim ProAim Angebot sind Whip und Speed Crank bereits enthalten. Ich denke, die Qualität von denen ist ganz in Ordnung.

Kommen wir zu den Zahnringen (Lens Gears): Die vom IndiFocus sind leider qualitativ nicht so gut gelungen, da sie etwas zu schmal sind und auch längst nicht so gut befestigt werden können wie die von D|Focus und ProAim. Das führt dazu, dass sie etwas rutschen könnten und gerade bei schwergängigen Objektiven Probleme machen könnten. Ich hatte deshalb den Verkäufer vom ProAim angefragt und seperat einen Zahnring gekauft. Alle Follow Focus' verwenden die Standard 0.8 Zahnräder, daher sind sie untereinander austauschbar (Vorsicht vor dem IndiFocusPro, der verwendet keine Standard-Zahnräder, IndiFocus20 hingegen schon). Der Zahnring von D|Focus sieht sehr interessant aus, da er für viele Objektivgrößen einsetzbar zu sein scheint. Qualitativ sieht der auch gut aus.

Alle drei Modelle haben leider nur ein Getriebe aus Plastik, was sich einerseits schneller abnutzen kann (wobei sich das sicherlich in Grenzen hält) und unter anderem auch zu einem größerem Spiel (engl. Backlash) führt. Das bedeutet, wenn der Drehknopf gedreht wird, bewegt sich das Zahnrad noch nicht sofort, sondern erst nach z.B. 2mm (was schon ein guter Wert ist). Dadurch könnten Abweichungen in der Fokussierung entstehen. Angeblich hat die neue Version des D|Focus die Möglichkeit, den Backlash einzustellen, wobei das auch immer in einer etwas schwergängigeren und damit "hackeligeren" Drehung resultiert. Ich bezweifle, dass man dadurch kein Spiel mehr hat, wie es auf der Seite beworben wird. Dafür müsste man sich schon eher einen teureren Follow Focus mit Metall Getriebe kaufen.

Nochmal alle postiven Aspekte zusammengefasst:
D|Focus: Günstigster Preis, Accessory Port, kleines und breits Zahnrad, Drehrichtung des Zahnrads umkehrbar, guter Zahnring, Möglichkeit zur Einstellung des Spiels, Wechsel der Seite des Zahnrads
IndiFocus20: Professionellstes Design, stabil gebaut, komfortabler Drehknopf, Accessory Port, Wechsel der Seite des Zahnrads, Marker oben, günstiger Whip und Speed Crank
ProAim: Marker oben, inklusive Whip und Speed Crank, kleines und breites Zahnrad.


Alles in allem würde ich wahrscheinlich zum D|Focus raten. Ich hatte damals den IndiFocus20 gekauft, als der D|Focus noch keine Markierungsplatte, keinen Marker, keinen Accessory Port, ein schlechteres Zahnrad, schlechtere Zahnringe und allgemein ein schlechteres Design hatte, würde heute aber wohl zum D|Focus greifen. Auch wenn der IndiFocus sicherlich auch seine Vorteile hat.

Wenn man das Geld hat, kann man sich natürlich auch den Shoot35, Redrock oder Cinevate Follow Focus kaufen, doch ganz ehrlich: Soviel ist mir ein Drehknopf, ein Getriebe, ein Zahnrad und etwas zusätzliches Metall dann doch nicht wert. :D
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Sonntag, 11. April 2010, 01:45

Ich danke dir für diese Informationen! Das hilft mir wirklich weiter! :) Werde auf jeden Fall darauf zurückgreifen, sobald ich erste Erfahrungen mit der 550d gesammelt habe und mich um die Anschaffung des weiteren Zubehörs kümmern muss.
Also danke noch Mal!^^

EDIT: Wäre die Mattebox für mich eigentlich unabdingbar? Soweit ich weiß, ist die ja dazu da, damit keine ungewollten Lenseflairs auftreten, wenn direktes Licht einstrahlt, oder? Darauf könnte ich eigentlich auch verzichten... Ich mag Lenseflairs!^^ Wenn ich dadurch Geld sparen kann und das Teil nicht super wichtig ist, lass ich es weg.

Costa

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13

Sonntag, 11. April 2010, 02:22

EDIT: Wäre die Mattebox für mich eigentlich unabdingbar? Soweit ich weiß, ist die ja dazu da, damit keine ungewollten Lenseflairs auftreten, wenn direktes Licht einstrahlt, oder? Darauf könnte ich eigentlich auch verzichten... Ich mag Lenseflairs!^^ Wenn ich dadurch Geld sparen kann und das Teil nicht super wichtig ist, lass ich es weg.


Nö, die ist überhaupt nicht wichtig. Eine Mattebox hat eigentlich drei wichtige Funktionen:
1. Licht blocken: Das hat nur in sehr speziellen Szenen Sinn. Als ein sehr gutes Beispiel kann ich hier einen Veranstaltungsmitschnitt nennen, der wir gemacht haben und bei dem ich als Kameramann eigentlich nur eine winzige Ecke zugewiesen bekommen habe. Problem war, dass durch das Fenster eine sehr starke Sonneneinstrahlung kam und hätte ich die Mattebox nicht gehabt, hätte ich 3 Stunden komplett überstrahltes Footage mit Blendenflecken gehabt. :D Blendenflecke sehen oft wirklich gut aus, aber in einigen Shots möchte man sie doch nicht drin haben.
2. Filter: In einer Mattebox kann man Filter einsetzen, z.B. ND oder Pol. Ist durchaus sinnvoll, wenn auch nicht zwingend notwendig.
3. Professioneller Look: Durch eine Matte Box sieht ein Kamera Rig deutlich professioneller aus. Es beeindruckt die Schauspieler, die aufgrunddessen oft sogar eine bessere Leistung bringen, und es beeindruckt Kunden. Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir aufgrund des professionellen Rigs den ein oder anderen Auftrag bekommen haben. :)

Wie du siehst, ist eine Mattebox nicht wirklich notwendig. Wenn man mal etwas Geld übrig hat, kann man sich gerne eine günstige kaufen. Zu viel sollte man dafür aber auch nicht ausgeben.
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sentenza

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14

Sonntag, 11. April 2010, 03:27

freut mich das der thread so gut läuft! dennoch würd ich bitten den focus auf den vegleich von camcorder und VDSLR zu legen :) um die kaufentscheidung interessierter leute (inklusive meiner xD) zu erleichtern

Mr. B

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15

Sonntag, 11. April 2010, 04:37

Ich besitze nun seit ca 1 Jahr eine D90 (grauenhaft fürs Filmen, da ist die Canon um Welten besser). Wichtig ist, dass man sich irgendein Stabilisierungssystem zulegt, da man sonst eine Unmenge kleiner Wackler hat. Dies kommt wohl davon, dass man die Cam nicht wie eine Videokamera halten kann.
Ich habe den Shouldermount von Cinecity. Günstig und schnell geliefert. Dazu wäre wie auch schon erwähnt wurde ein Followfocus zu empfehlen, es geht aber vorerst auch gut ohne. Eine Mattebox braucht man als Amateur nur, damit die Cam besser aussieht. Um Filter zu verwenden braucht man die nicht - jede DSLR hat ein Filtergewinde, ausserdem füge ich Filter lieber in der Post hinzu. Auch um Lichteinstrahlung zu blocken benötigt man keine Mattebox, eine dieser kleinen Sonnenblenden für Fotokameras tuts auch.

Bei der D90 musste ich einen Audiorecorder dazukaufen, da die Cam keinen Mikrofonanschluss hat. Die 550d hat einen asymmetrischen Klinkeanschluss und keine manuellen Einstellungen im Audiobereich (soweit ich weiss). Um ein NTG2 vernünftig zu betreiben braucht man also ev. trotzdem einen Recorder wie das Zoom H4n. Aber da können 550d-Besitzer vielleicht mehr dazu sagen.

Einige Lichtstarke Objektive wären schlussendlich auch nicht verkehrt. Sprich irgendwas unter F 1:3 wäre gut.

tomatentheo

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16

Sonntag, 11. April 2010, 10:36

Grundsätzlich: Willst du szenisch arbeiten, bist du mit einer DSLR gut bedient. Jedoch setzt das Erfahrung mit manuellen Einstellungen voraus. Hast du früher im Automatikmodus deiner Kamera gefilmt, wirst du mit deiner DSLR nicht glücklich.
Zu den Unterschieden in Verarbeitung und Handling der einzelnen FF-Systeme: http://provideocoalition.com/index.php/f…system_reviews/ Die haben so ziemlich alle relavanten FF-Systeme getestet.

Heltfilm

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17

Sonntag, 11. April 2010, 10:52

Ich hab ne Canon 500D und schon einiges an Erfahrung.
Als Filmkamera greif ich doch lieber zu meinem Camcorder.
Ne DSLR ist zwar toll und macht nen schönen Look, trotzdem gibt es einfach zuviele negative Punkte.
Sobald man mit einer DSLR bewegte Aufnahmen machen möchte hat man schon das Problem mit dem RollingShutter.
Das Bild verzerrt sich und sieht unschön aus.
Außerdem brauch man für gute Aufnahmen auch gute Objektive. Eine Lichtstärke wäre von Vorteil. Ich selbst habe ne 1,8 Lichtsärke hier. Der Nachteil an den Dingern ist aber, dass die Schärfeebene total winzig ist. Gutes Fokusieren ist fast ein Glücksspiel bei Kamerabewegung. Vorallem, wenn man draußen filmt. Die Spiegelung am Display ist hässlich. Man kann nichts erkennen.
Außerdem klappt beim Videomodus der Spiegel hoch und man kann den Sucher nicht benutzen.
Da fängt schonwieder das Zubehör an. Ein Hoodman für den Display, teure Optiken, da die Kit Lens nix taugt. Ein Shouldermount und ein Followfokus. Ein Akkugriff für das Handling. Evtl. ein externes Mikrofon, da das eingebaute Mik ein Schrott ist.
Alles kleine Dinge, die den Preis hochtreiben.

Der Videomodus ist einfach ein kleines Extra. Nur deswegen ist es keine Filmkamera, sondern immernoch eine Fotokamera.
Wenn du trotzdem aus einer DSLR eine Filmkamera machen willst, dann brauchst du echt nen Geldscheisser. Alleine die Rigs und das ganze Zubehör kostet soviel wie die Cam.

Ich nehme meine 500D momentan nur zum fotografieren. Dazu wurde das Teil auch gemacht und man kann echt tolle Spielereien machen. (HDR, Timelapses, Panoramen usw.) Dazu hätte aber auch ne 450D gereicht.
Zum filmen würde ich ganz klar zu einem Camcorder greifen. Ne HV30 mit 35mm Adapter z.B.(wenn man den Look unbedingt brauch).
Ne DSLR ist nur dann sinnvoll, wenn man Stativshots macht, die nicht viel Kamerabewegung haben. Kleine Closeups oder irgendsowas. Sobald Kamerabewegung ins Spiel kommt wirst du sehen, dass ein Camcorder mehr Sinn macht.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Heltfilm« (11. April 2010, 11:00)


Mac Mave

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Sonntag, 11. April 2010, 11:42

Ich selbst vermisse aber gegenüber einem Camcorder nicht wirklich etwas - klar hat mich das jetzt ne Stange Geld gekostet (wobei ein 35mm Adapter für meine alte Panasonic SD9 es wohl auch getan hätte) aber es ist einfach das Bild, das irgendwie geil ist. Ich seh gerade letzte Woche "Germanys next Topmodel" (meine Frau guckt das halt) und da drehen die doch einen C&A Werbeclip mit einer Canon DSLR was mir wieder gezeigt hat, dass da ordentlich was geht. Mit dem richtigen Zubehör ist das schon eine schöne Sache.

Ich bin halt persönlich auch nach dem Verkauf meine SD9 an dem Punkt gewesen ob ich weiter mit einer Videokamera drehen will oder eben mal was neues probieren will - die Eos kam mir da gerade recht. Klar ist das Video nur ein Gimmik an der Cam - aber ein sehr mächtiges. Grundsätzlich empfehle ich die Kamera aber eben nur den Leuten, die sich damit auseinandersetzen wollen und ich hab in anderen Foren durchaus sehr enttäuschte Hobbyfilmer gelesen, die sich baldmöglich wieder einen Camcorder holen werden, bzw bei einem Camcorder bleiben.

Aber das ist alles nur wieder Wind in meinen Segeln, denn ich bin davon überzeugt dass ich das Teil in zukunft als meine alleinige Filmkamera nutzen werde, ich könnte es auch einfacher haben.

Vielleicht mal ein Video von mir, DOF mit Kit Objektiv:



Hier hab ich noch ohne Follow Focus herumprobiert. Mit etwas Übung und ohne Sonne im Rücken ging das auch sehr gut. Ich plane schon den ersten echten Testfilm, bis jezt sieht man da sehr wenige auf den VideoSeiten - die meisten filmen eben Blumen oder Landschaften etc....

Von den Fotos ganz zu schweigen, allein die 18 Megapixel sind schon ne Leistung:





Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mac Mave« (11. April 2010, 11:53)


19

Sonntag, 11. April 2010, 13:13

Nochmal zum Follow Focus .
Ich find man muss den garnicht unbedingt kaufen .
Kann man auch selbst bauen .
Hier z.B. hat einer sogar ein Ferngesteuerten gebaut (hier)
'Oder hier ein ganz normaler (hier)
Natürlich muss man dann genau arbeiten damit das mit den Zahnrädern alles klappt
Außerdem wird das nicht so gut aussehen aber funktionieren wirds sicher.

airbusjoerg

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20

Montag, 12. April 2010, 21:41

Ich hab seit kurzem auch die 550 und lese diesen Thread schon länger interessiert mit. Ich wollte mich gern mal als - nun ja, Laie - dazu äußern.

Ich komm aus dem Osten und wir haben hier früher mit einer Schmalfilmkamera (18 Bilder/s) tschechischer Bauart mit Handaufzug gearbeitet. Von da her war man ja schon immer gewohnt: alles manuell einstellen, szenisch filmen, möglichst nicht viel schwenken usw. Und am Ende hatte man halt viel Ausschuss...

Meine letzte Kamera war die Panasonic HDC-SD9, die mich nicht wirklich befriedigte: erstens habe ich generell ein Problem mit den durchgeschärften, flachen Videobildern (Video-Look ist für mich keine eigene Ästhetik sondern ne Notlösung), zweitens empfand ich das Lowlight-Verhalten von (eigentlich allen) HD-Camcordern als spektakulär schlecht (die letzten Consumer-DV-Cams waren ja Nachtsichtgeräte dagegen).

Jetzt habe ich also ein wenig mit der 550D hantiert und ich komm nicht soo schlecht damit klar, wie es scheinbar vielen anderen geht. Das die Typen, die ihre Videokamera ohne Sinn und Verstand in die Luft halten und wild umherschwenken Probleme kriegen, ist mir auch klar.
Aber jeder halbwegs passionierte Filmer, der sich bissel Mühe gibt, filmt doch eh instinktiv szenisch (weil alles andere hinterher mies aussieht) und macht sich zumindest kurz Gedanken zu den Motiven und Aufnahmen, bevor er die Aufnahme startet. Die Schärfe vor der Aufnahme automatisch machen zu lassen und dann aufzunehmen - bei den meisten typischen Urlaubsaufnahmen (Landschaften, Gebäude) passt das doch. Gut, man muss sich das ständige Zoomen abgewöhnen, aber das wird eh überstrapaziert und wird ja meist als Ersatzlösung genutzt, um die Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken - was man jetzt viel besser mit der Tiefenschärfe regeln kann.

Ich mach Schärfe und Verschluss/Blende/ISO manuell und klar ist es mehr Gefummel als mit nem Camcorder. Aber es ist machbar. Auch das nachführen der Schärfe ohne technische Hilfen ist machbar (zumindest so perfekt, wie es für ein privates Video nötig ist) und die stabilisierten Objektive liefern sogar noch im leichten Telebereich ein recht ruhiges Bild.
Ich muss beim Filmen ein bissel mehr denken und hab hinterher ein wenig mehr Ausschuss - aber der Look entschädigt für alles. Ich zoome nicht mehr und schwenke kaum - und es tut den Videos gut! Es gibt nix geileres, als z.B. die Schärfe von einer Person im Vordergrund auf den Hintergrund zu ziehen - davon hab ich mein Leben lang als Videofilmer geträumt. Oder das geringe ISO-Rauschen; dunkle Schatten und Ecken sind halt SCHWARZ und nicht rötlich flimmernd mit grauenhaften Artefakten und Farbstufungen wie früher mit der SD9...

Ich hatte diverse HD-Camcorder in der Hand. Richtig scharfe und tolle Bilder haben die auch nur bei idealer Beleuchtung gemacht, dafür waren dann alle Bewegungen abgehackt weil wahrscheinlich die Elektronik die Verschlusszeit dann hochgeregelt hat. Sobald eine Wolke vor der Sonne war oder das Licht ungünstig steht, fallen die Dinger doch sofort von der Optik her auf DV-Material zurück. Eine gute, lichtstarke DV war bei ungünstigem Licht immer besser.

Die 550D sieht auch bei schlechtem Licht noch unheimlich gut aus. Manchmal wird argumentiert, dass die Aufnahmen in der Ferne matschig werden und nicht mehr wie HD aussehen ... ist für mich eine Einstellungs- und Beleuchtungsfrage. Ist bei den HD-Camcordern genau das gleiche, die vielgepriesene Schärfe geht bei laienhafter Nutzung auch gaaanz schnell flöten...

Also lange Rede kurzer Sinn: ich kann das Gerät jedem passionierten Hobbyfilmer sehr empfehlen. Man gewöhnt sich ein besseres, ruhigeres Filmen an und mit ein bissel Liebe und Aufmerksamkeit kriegt man in 90% aller Fälle Aufnahmen hin (auch im Urlaub), die einfach professioneller aussehen. Vor allem bei Straßenszenen mit schöner Bewegungsunschärfe (langer Verschluss) wurde ich jetzt schon mehrfach gefragt: "Hast DU die Aufnahmen gemacht?" - Was will man als Amateur mehr?

Allerdings muss ich voll manuelle Einstellungen empfehlen. Die Belichtungsautomatik tendiert zu einer mittleren Blende, längeren Verschlusszeiten und holt als Ausgleich alles mit dem ISO raus. Da ist man schnell wieder beim 300-Euro-Look. Ich versuche immer den Balanceakt aus möglichst offener Blende, niedrigerem ISO und so lang wie möglichen Verschlusszeiten hinzukriegen - so wie es halt geht. Deswegen sind mir mittlerweile trübere Tage oder Dämmerung fast lieber - ein Unding mit der SD9...

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