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Tracker90

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1

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 18:20

Technische Fragen für Fortgeschrittene

Da ich im Moment auf der Suche nach einem neuen Camcorder bin (s. Thread "Camcorder bis 500 €..."), habe ich ein paar technische Fragen. Es soll mir aber bitte keiner vorwerfen, dass ich nicht versucht habe mich zu informieren! Ich habe in den letzten Wochen eine Menge über Kameratechnik gelernt, doch diese Fragen konnte mir auch Herr Google nicht genau beantworten:

1. Eine Sache habe ich grundlegend noch nicht ganz verstanden: Die Bezeichnungen (beispielsweise) f=1,9~57 mm - 1:1,8 - 30,5 mm gibt doch eigentlich folgendes an:
Das Objektiv kann Brennweiten zwischen 1,9 mm (Weitwinkel ?) und 57 mm (Teleansicht) darstellen. Das ergibt einen optischen Zoom von bis zu 30x (?). Das Verhätlnis von 1:1,8 gibt die Lichtstärke (?) meines Objektivs an. Und der Wert 30,5 mm bezieht sich auf einen Mittelwert meiner möglichen Brennweiten und gehört daher zu den Normalobjektiven. ABER (falls soweit richtig): Wieso kann man dann mit diesem Mittelwert von 30,5 mm angeben, dass das Objektiv einen guten Weitwinkel besitzt oder nicht? Der Mittelwert kann sich ja auch aus f=3,8~114 mm zusammen rechnen, dann wäre der Mittelwert ebenfalls 30,5 mm (?), wobei die Ansicht bei keinem Zoom (sprich einer aktuellen Brennweite von 3,8 mm) viel "Teleobjektivartiger" wäre?

2. Fasse ich die Nachteile der folgenden Aufnahmemedien richtig zusammen (?):

MiniDV - Kommt für mich nicht in Frage, da ich mir einen HD Camcorder zulegen will (es gibt wohl HD Cams mit MiniDV, soll aber keinen Sinn machen)
DVD Laufwerk - Aufnahmegeräusche; anfällig bei Bewegungen; nicht neu überspielbar; Qualitätsverlust durch Komprimierung (s. Frage 3)
Festplatte - Aufnahmegeräusche; anfällig bei Bewegungen; Qualitätsverlust durch Komrpimierung (s. Frage 3)
SD- und Flashspeicherkarten (haben beide die gleichen Eigenschaften (?)) - Qualitätsverlust durch Komrpimierung; nicht ganz einfach zu bearbeiten
HDV - im Moment mein Favorit, da ich außer Aufnahmegeräuschen keine Nachteile finden kann

3. Wie schlimm ist denn eigentlich der Qualitätsverlust bei der Komprimierung, wenn auf DVD, Festplatte oder Flashspeicher aufgenommen wird? Dieser MPEG2 Codec (oder MPEG 4 oder AVCHD, blick schon nicht mehr ganz durch) komprimiert ja die Videos, doch selbst teure Camcorder, die für Amateurfilmprojekte verwendet werden, verwenden diese Codecs und die Filme sehen ja keineswegs schlecht aus. Hat hier HDV dennoch die Nase vorn?

Ihr seht schon, meine Fragen (insbesonder die 1) sind nicht ganz einfach zu verstehen und zu beantworten. Ich hoffe dennoch, dass sich jemand (oder mehrere) die Mühe machen meine Fragen zu lesen, versuchen zu verstehen und zu beantworten. Ich interessiere mich sehr für dieses Gebiet und habe mir auch alle Mühe bei der Stellung der Fragen gemacht.



Danke im Voraus!

Marcus Gräfe

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Mittwoch, 16. Dezember 2009, 18:25

MiniDV - Kommt für mich nicht in Frage, da ich mir einen HD Camcorder zulegen will (es gibt wohl HD Cams mit MiniDV, soll aber keinen Sinn machen)

Ich habe eine Canon XH-A1, die kostet mehr als 3.000 EUR und macht sehr gute Bilder. Die nimmt auch auf MiniDV auf (HD 1080i/p25 in MPEG-2), daher verstehe ich jetzt nicht, woher du diese Infos hast.

zu 1): Hilft dir das hier? http://www.jowe-digizubehoer.de/digi_ein…_objektive.html

zu 3) Das Aufnahmemedium hat mit dem Codec nichts zu tun. Höchstens bei der DVD ist es vermutlich immer MPEG-2 (Video-DVD eben), aber ansonsten kann man doch alles auf allem speichern. Und komprimiert und datenreduziert wird selbst bei 50.000 EUR Kameras (darunter gibt es höchstens die RED-Kamera, die Rohdaten ausspuckt).

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (16. Dezember 2009, 18:56)


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3

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 18:49

Das HD und MiniDV zusammen keinen Sinn ergeben ist völliger quatsch,

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Mittwoch, 16. Dezember 2009, 18:56

Worin besteht dann der Unterschied zwischen MiniDV und HDV?

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Mittwoch, 16. Dezember 2009, 18:58

MiniDV ist eine kasette und HDV ein Aufnahmeformat.... :D :rolleyes:

Tracker90

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6

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 19:10

Ich meine (glaube ich), worin der Unterschied zwischen MiniDV Kassetten und HDV Kassetten besteht?

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Mittwoch, 16. Dezember 2009, 19:18

"HDV Kassetten" sind auch MiniDV Kassetten, es gibt nur einen Preisunterschied zwischen billigen Tapes und qualitativ besseren Tapes. das müsste aber auch Google wissen....
--
Teurere tapes produzieren keine (kaum) Bildfehler und schädigen die Kamera nicht. Teilweise gib es auch einen Bildunterschied,

8

Mittwoch, 16. Dezember 2009, 22:26

Blubb

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MichaMedia

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9

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 00:58

Ergänzung: Das Kleinbildformat ist das 35mm Format.

joey23

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10

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 10:38

1. Deine Daten sind ein bissel komisch. So würden die an keiner Kamera stehen ;) Generell hast du 2 Angaben. Einmal für die Brennweite, und einmal für die Blende. Die Brennweite wird zB mit 18-200mm angegeben. Das bezieht sich dann NICHT ZWINGEND auf Kleinbild. Das ist davon abhängig vor welche Kamera du das Objektiv schraubst, und welche Sensorgröße sie hat. Das ist jetzt ein Foto-Beispiel, das gilt so aber auch für Video. Die Sensorgröße bestimmt dann den Crop-Faktor. Bei der Blende ist ein möglichst kleiner Wert gut. Je kleiner der Wert, desdo mehr Licht kommt auf dem Sensor an. Oft haben Zoomobjektive unterschiedliche Anfangsblenden.

2. Da würfelst du ziemlich durcheinander.
MiniDV ist eine Kassettengröße. Auf MiniDV kannst sowohl DV als auch HDV aufzeichnen. Beides wird durchaus auch im (Semi-)Professionellen bereich verwendet. Vor allem HDV auf MiniDV kommt bei Tagesaktueller Berichterstattung viel zum Einsatz, und auch dieser AZ-Media-Doku-Kram wird darauf gedreht.

Alles andere, DVD, Festplatte, Speicherkarte; ist im Moment im Grunde nur Consumer-Kram. Ab 6000€ geht es mit professionelleren Kameras los, die auf Speichekarten aufzeichnen. Eine Karte kostet dann so viel wie deine Kamera kosten soll ;)

3. Ich würde immer versuchen so unkomprimiert wie möglich aufzuzeichnen. DVD und MPEG2 fällt da weg. Meines achtens hat HDV da, auch was die Nachbearbeitung angeht, die Nase deutlich vorn. AVCHD muss erst umständlkich konvertiert werden, bzw braucht sehr viel Rechenleistung.

Mit MiniDV (sprich HDV) hast du ausserdem gleich noch ein günstiges Backup. Ich nehme günstige 2€-Bänder auch für HDV und bin damit absolut zufrieden. Da scheiden sich aber doie Geister, ob sich teurere Bänder lohnen. Für mich tun sie es nicht.

Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen ;)
Joey

Tracker90

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11

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 11:15

Ich danke schonmal für die Antworten, allerdings muss ich dich Joey23 verbessern: Die Angaben, wie ich sie oben angegeben habe (f=1.9~57.0mm 1:1,8) stehen haargenauso auf meinem Camcorder!

joey23

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12

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 15:05

Was ist denn das für eine?

Dann ist wohl gemeint "bei Brennweite 57,0 hast du Blende 1,9, maximalblende 1,8"

mueslimann

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13

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 16:15

Wohl eher 1,9 - 57,0 mm Brennweite bei 1:1,8 Blendenöffnung.

joey23

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14

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 16:23

1,9mm? Was ist denn das für ein Objektiv?! Hm, aber hast Recht, irgendwie logischer. Vrmutlich Miniaturchip, ergibt 55mm Kleinbild oder so.

Marcus Gräfe

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Donnerstag, 17. Dezember 2009, 17:54

Ich würde immer versuchen so unkomprimiert wie möglich aufzuzeichnen. DVD und MPEG2 fällt da weg. Meines achtens hat HDV da, auch was die Nachbearbeitung angeht, die Nase deutlich vorn.


Wieso fällt MPEG-2 da weg? Meine HDV-Kamera nimmt auch in MPEG-2 auf, mit 25 MBit/s (was extrem stark komprimiert ist, wenn man das mit dem unkomprimierten vergleicht). Natürlich ist weniger Kompression besser, aber ich will damit sagen, dass bei HDV generell stark komprimiert wird. Also macht deine Aussage nicht ganz Sinn.

NHP

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16

Donnerstag, 17. Dezember 2009, 18:48

Zitat

1,9mm? Was ist denn das für ein Objektiv?! Hm, aber hast Recht, irgendwie logischer. Vrmutlich Miniaturchip, ergibt 55mm Kleinbild oder so.
Würde mich jetzt aber auch mal interessieren, um welche Cam gehts denn? Google mal und sag usn wie groß der chip is.

Tracker90

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Freitag, 18. Dezember 2009, 01:02

Panasonic NV-GS24... Deshalb will ich ja auch ne neue Cam ;)

joey23

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18

Freitag, 18. Dezember 2009, 10:39

Ich würde immer versuchen so unkomprimiert wie möglich aufzuzeichnen. DVD und MPEG2 fällt da weg. Meines achtens hat HDV da, auch was die Nachbearbeitung angeht, die Nase deutlich vorn.


Wieso fällt MPEG-2 da weg? Meine HDV-Kamera nimmt auch in MPEG-2 auf, mit 25 MBit/s (was extrem stark komprimiert ist, wenn man das mit dem unkomprimierten vergleicht). Natürlich ist weniger Kompression besser, aber ich will damit sagen, dass bei HDV generell stark komprimiert wird. Also macht deine Aussage nicht ganz Sinn.


Ich bezog mich damit auf diese DVD-Camcorder, die direkt eine VideoDVD rausgeben. War etwas unglücklich ausgedrückt :)

freezer

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Freitag, 18. Dezember 2009, 11:09

1. Eine Sache habe ich grundlegend noch nicht ganz verstanden: Die Bezeichnungen (beispielsweise) f=1,9~57 mm - 1:1,8 - 30,5 mm gibt doch eigentlich folgendes an:
Das Objektiv kann Brennweiten zwischen 1,9 mm (Weitwinkel ?) und 57 mm (Teleansicht) darstellen. Das ergibt einen optischen Zoom von bis zu 30x (?). Das Verhätlnis von 1:1,8 gibt die Lichtstärke (?) meines Objektivs an. Und der Wert 30,5 mm bezieht sich auf einen Mittelwert meiner möglichen Brennweiten und gehört daher zu den Normalobjektiven. ABER (falls soweit richtig): Wieso kann man dann mit diesem Mittelwert von 30,5 mm angeben, dass das Objektiv einen guten Weitwinkel besitzt oder nicht? Der Mittelwert kann sich ja auch aus f=3,8~114 mm zusammen rechnen, dann wäre der Mittelwert ebenfalls 30,5 mm (?), wobei die Ansicht bei keinem Zoom (sprich einer aktuellen Brennweite von 3,8 mm) viel "Teleobjektivartiger" wäre?


Ich habe jetzt mal zu Deiner Panasonic NVGS-24 recherchiert - die ist baugleich (Sondermodell) mit der NVGS-27.
Technische Eckdaten:
Brennweite: 1,9 - 57mm (= 35,7 - 1072mm Kleinbildequivalent)
Blende: F1,8 (Weitwinkel) - F3,9 (Tele)
CCD: 1/6"

Diese Angaben geben nun mehr Sinn, als Deine oben genannten.
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
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Blackmagic Cinema Camera Blog

Tracker90

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20

Freitag, 18. Dezember 2009, 11:29

Wie genau rechnest du von "meiner" angegebenen Brennweite den sog. "Kleinbildequivalent" aus?
Und bedeutet das jetzt, das meine Cam einen Weitwinkel von 35,7 mm besitzt?