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The Inventor

unregistriert

1

Sonntag, 6. September 2009, 22:42

[Frage] Zusätzliches Objektiv vor Kamera ?

Hallo Filmkollegen,

ich hab folgende Frage:

Ich habe bereits bei mehreren anderen Camcordern, auch bei nicht allzu teuren, gesehn, dass man dort ein zusätzliches Objektiv vorbauen kann. Habt ihr vielleich Erfahrung mit sowas. Bring das überhaupt etwas ?

Und, um noch einen Schritt weiter zu gehen, brauch man da spezielle Anschlüsse, bzw. Gewinde ?

Zur Info: Ich habe eine JVC Kamera. Full HD. Modell: GZ-HD3E

Über Antworten würde ich mich freuen.

mfg, The Inventor

Thom 98

unregistriert

2

Sonntag, 6. September 2009, 23:18

Informiere dich mal über s.g. 35mm Adapter. Gibts hier im Forum hunderte Threads.

hjkoenig

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3

Montag, 7. September 2009, 00:29

Hallo,
das klingt nach Vorsatzobjektiven für den Weitwinkel- oder den Telebereich. Die gibt es z.T. von den Kameraherstellern. Solche Teile sind meist nicht ganz billig, haben aber Vorteile, weil sie auf bestimmte Kameraobjektive abgestimmt sind. Es gibt aber auch Fremdhersteller, die günstiger anbieten.

Sinnvoll sind fast nur die Weitwinkelvorsätze, weil die Camcorder an diesem Brennweitenende miserabel ausgestattet sind. Grundsätzlich gilt: je mehr der Vorsatz den Weitwinkelbereich vergrößert, desto größer sind auch die sichtbaren Verzerrungen und Bildfehler (z.B Unschärfen im Randbereich).

Ich benutze einen WW-Vorsatz von Hama, der mit dem Faktor 0,5 aus z.B. 50mm Brennweite 25mm macht (umgerechnet auf Kleinbildformat) und immerhin keine störenden Randunschärfen verursacht. Es gibt auch den Faktor 0,7. Von den Fremdherstellern hat Raynox einen guten Ruf. Von den sehr billigen Produkten sollte man allerdings die Finger lassen, egal, wer sie herstellt.
Ansonsten hier im Forum nach "Weitwinkelvorsatz" suchen.
Gruß,
Hajo König

Ach ja: für Weitwinkelvorsätze aus dem Fotobereich sind sogen. Stepup-Ringe erforderlich (z.B von Kameragewinde 34mm auf Vorsatzgewinde 52mm) bei dings-bay zu suchen unter "34/52"
hans joachim könig

The Inventor

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4

Montag, 7. September 2009, 13:46

Ich dachte da eher an sowas in der Art:


Alexxx11

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5

Montag, 7. September 2009, 15:01

Jau,
das ist ein 35mm Adapter. Gibt es zu kaufen ( gibt auch einige DIY-Adapter zu kaufen, bin auch einen zur Zeit am bauen) oder man baut sich halt selber einen.
Hier im Forum wurde schon vieles darüber geschrieben...

The Inventor

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6

Montag, 7. September 2009, 16:04

Was mich dann auch mal interessieren würde ist, was man davon hat ?

Alexxx11

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7

Montag, 7. September 2009, 16:20

Du hast eine geringere Schärfentiefe, sprich einen kleineren Bereich der scharf dargestellt wird, der Rest ist dann unscharf. Habe mal ein Bild angehangen, in dem man das ganz gut sehen kann. Ohne den Adapter wäre der Hintergrund vollkommen scharf, so wie es bei Videokameras üblich ist, mit dem Adapter sind die verschiedenen "Ebenen" ( Darsteller - Hintergrund) viel differenzierter.



Mit dem Adapter hast du einige neue gestalterische Möglichkeiten, doch ist er freilich kein "All-In-One"-Paket. Licht, Ton und Kameraführung sind Aspekte, die man trotz Adapter, nicht vernachlässigen sollte.

hjkoenig

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8

Montag, 7. September 2009, 22:06

Na, da habe ich ja haarscharf danebengelegen. Gibt es vielleicht jemand anderen, der noch nicht alles über Vorsätze weiß ...?
Gruß, Hajo König
hans joachim könig

The Inventor

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9

Dienstag, 8. September 2009, 11:15

Nochmal ne dumme Frage: Passt so ein 35mm Adapter nur auf Linsen, also vor die Kamera, mit 35mm Breite. Oder kann es auch 52mm sein (so ist es nämlich bei mir)

Thom 98

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10

Dienstag, 8. September 2009, 11:23

Passt natürlich mit entsprechenden Steeppingringen (Stepup/Stepdown) auf jedes Objektiv drauf. Die 35mm kommen daher, dass das Bild dann so ähnlich aussieht, wie wenn es auf echtem 35mm Film gefilmt wurde. Stimmt so natürlich nicht ganz, denn nur Adapter vorne drann macht aus ner 100€-Cam keine "echte Filmkamera", aber durch die geringe Schärfentiefe geht es eben in die Richtung...

HTS_HetH

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11

Dienstag, 8. September 2009, 11:35

Um das mal kurz etwas genauer zu erklären. Der Name "35mm Adapter" rührt daher, dass er die geringe Tiefenschärfe simuliert, die man erhält wenn man mit Filmkameras dreht. Diese haben halt durch die belichtete Filmrolle enie Abbildungsfläche von 35mm (ein Filmframe). Die Videokameras im Consumerbereich hingegen haben extrem kleine Chips. Durch diese reicht die Schärfentiefe eben fast bis unendlich, wodurch halt das Bild durchgängig gestochen scharf ist und somit gerade bei Closeups und Halbtotalen absolut nicht wie "Kino" aussieht.

freezer

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12

Dienstag, 8. September 2009, 11:57

Um das noch weiter zu präzisieren:

35mm bezieht sich auf die Gesamtbreite des verwendeten Filmstreifens. Durch die Lochung links und rechts zur Führung und die Lichttonspur kommt schlußendlich aber eine entsprechend kleinere Bildaufnahmefläche zum Einsatz:

bei Standard 35 mm: 21.95 mm × 16.00 mm
bei Super 35 mm: 24.89 mm × 18.66 mm

Die mm Angaben beim Objektiv beziehen sich aber auf die Standard-Brennweite und nicht auf die Aufnahmefläche.
Je kleiner die Brennweite, desto weitwinkeliger die Aufnahme, 12-17mm ist extrem weitwinkelig, 24mm sehr weitwinkelig, 32mm leicht weitwinkelig, bei 50mm erhält man einen, dem menschlichen Sehen ähnlichen Blickwinkel, 85mm ist leichtes Tele, 200mm starkes Tele usw.
Der angegebene Blickwinkel einer Brennweite bezieht sich dabei auf die 36 x 24 mm Aufnahmefläche von Kleinbildfilm (35 mm Filmstreifenbreite).
Ist die Aufnahmefläche kleiner, wird der Blickwinkel entsprechend geringer und man spricht vom sog. Cropfaktor um welchen die Brennweite verlängert wird.
So wird aus einem 17mm Objektiv an einer Canon EOS400/500/etc mit APS-C Sensor ein 27mm Objektiv.
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
8010 Graz - Austria
Blackmagic Cinema Camera Blog

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