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Fuerst_Metternich

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Sonntag, 6. Dezember 2020, 14:19

DSLM (Sony a6000) vs. Smartphone beim Drehen ohne Kameramann/-frau

Hallo zusammen,
ich bin neu im Forum und möchte mich vorab schonmal für die vielen Informationen bedanken, die ihr alle ihr zusammengetragen habt.
Ich habe schon fleißig gelesen (z. B. die Tutorials zu Licht und Ton von Joey), habe aber auf meine spezielle Fragen keine Antwort gefunden. Ich hoffe, ihre könnt mir mit ein paar Tipps helfen:

Meine Filme
Ich drehe sporadisch mit meinem Sohn fiktive Reise- und Abenteuerdokumentationen. Ich nehme die Rolle eines Moderators ein, mein Sohn ist der engagierte "Reiseexperte", den ich auf seinen Abenteuern begleite. In der Regel gibt es zwei verschiedene Arten von Szenen:
  1. "Interviewszenen"
    - ich interviewe meinen Sohn. Dabei "antwortet" er (er ist 2!) natürlich mehr oder weniger koordiniert und zufällig. Es ist viel Improvisation dabei. Er zieht auch mal kurz los, um etwas zu holen, also verschwindet aus dem Bild und kommt dann später wieder.
  2. "Actionszenen"
    - Ich folge meinem Sohn mit der Kamera, während er (im besten Fall) das tut, was wir vorher geübt haben. Zum Beispiel zu Punkt A laufen, dort etwas abholen, es dann zu Punkt B bringen und sich dort hinlegen.
Mein Filmteam
... besteht nur aus mir und meinem (2-jährigen) Sohn.

Die ersten beiden Staffeln habe ich so gedreht:

Für die Interviewszenen:
Ich habe das für Bild und Ton genutzte Smartphone auf einem "Stativ" ausgerichtet und die Aufnahme gestartet. Dann habe ich die Szene mit meinem Sohn gedreht ("Schauspieler" sind wir beide) und danach die Aufnahme wieder beendet.


Für die Actionszenen: Ich bin Kameramann und folge meinem Sohn mit der Kamera

Post: Hinterher habe ich den "Film" geschnitten und ggf. noch mit selbst eingesprochenen oder aus dem Netz geladenen Audiosequenzen
hinterlegt. Gelegentlich habe ich, falls es die Story erfordert, noch einen Gastschauspieler eingeladen. Um die Technik muss ich mich aber
weiterhin allein kümmern.

Was die Bildaufnahme anbetrifftBisher habe ich einfach über das Smartphone aufgenommen (in der ersten Staffel - Achtung Anfängerfehler - sogar Hochkant!). Das Bild ist ok, aber wenn ich etwas verbessern kann, tue ich das gern. Ich habe noch außerdem eine APS-C-DSLM Sony alpha 6000 mit 3 Festbrennweiten (20 f2.8, 30. f1.4 und 50 f.18 - alles Autofokus-Objektive).

Bisher habe ich mich bewusst für das Telefon entschieden - insbesondere weil:
- ich meist selbst vor der Kamera stehe und damit keiner mehr hinter der Kamera
- ich wenig Erfahrung mit der AF-Qualität meiner Kamera im Video-Modus habe
- ich mit meinem 2-jährigen Sohn jede Szene höchstens 2-3 Mal drehen kann. Da ohnehin immer etwas schief geht und nicht alles wegimprovisiert werden kann, möchte ich nicht noch Fehlfokus als zusätzliche Unsicherheitsquelle mit dabei haben, zumal ich am "Set" keine Zeit habe, die Aufnahmen zu prüfen.

Trotzdem fänd ich es schon attraktiv...
- die manuellen Einstellungen, die bessere Low-light-Bildqualität und das Freistellungspotential meiner Objektive nutzen zu können für etwas mehr Kinogefühl.
Wie würdet ihr an meiner Stelle entscheiden?


Liebe Grüße und besten Dank vorab für eure Tipps, Tobias

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fuerst_Metternich« (6. Dezember 2020, 14:36)


joey23

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Montag, 7. Dezember 2020, 15:32

Ich kann deinen Wunsch gut verstehen. Aber ich würde für diese Projekte genau so weiter machen, wie du es jetzt machst. Tauche nicht hinter die Technik ab, sonst wird deinem Sohn bestimmt die Lust daran vergehen. Er macht das ja, weil es Spaß macht, das mit dir zu machen.

Such dir doch für deine Experimente mit der "richtigen" Kamera irgendein anderes Filmprojekt, Geschichten zum Erzählen gibts an jeder Ecke. Was, bei dem dein Sohn nicht dabei ist und du in aller Ruhe mit der Technik rumnerden kannst, ohne, dass dein zweijähriger Sohn dabei auf dich warten muss oder Szenen öfter wiederholen muss, als er Lust hat.

Im übrigen finde ich Hochformat da jetzt gar nicht so unpassend. Ich drehe auch immer mehr ganz bewusst im Hochformat, nämlich immer dann, wenn ich davon ausgehen muss, dass der Betrachter am Smartphone schaut und es zum Motiv gerade passt.

Fuerst_Metternich

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Dienstag, 15. Dezember 2020, 00:34

Hallo Joey,
vielen Dank für deine Anregung.
Du hast natürlich völlig recht - der Spaß beim Filmdreh steht bei diesem Projekt in der Priorität weit über der letztlich erforderlichen Ergebnisqualität und sollte nicht unter zu viel Technikfummelei leiden.
Ich habe für mich jetzt folgenden Kompromiss gefunden: Ich lasse einfach zusätzlich zum Smartphone die DSLM mal nebenher mitlaufen (vielleicht sogar aus einer anderen Perspektive?) und schaue mir nach dem Filmdreh das Material an - wenn etwas brauchbares dabei ist, verwende ich es - wenn nicht, dann eben nicht.
Viele Grüße, Tobias

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