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HeinzGerd86

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Montag, 13. Juli 2020, 10:58

GH5s noise in Shadows und weitere Auffälligkeiten

Hallöchen zusammen,

Mir ist aufgefallen, dass vor allem die dunklen Bereiche bei Aufnahmen meiner GH5s starkes noise aufweisen.
Ich nehme in 4k25fps mit 10bits 422 bei 400mbps All-I intern auf. Getestet mit CineD und VlogL (beides mit den Leeming Lut Pro Luts in Premiere Pro korrigiert). Highlights/Shadows, sowie master pedestal sind bei mir auf Default/0.

Nach kurzer Recherche habe ich immer wieder gelesen, dass man (vor allem bei VlogL) unbedingt 1stop überbelichten soll.
Gesagt getan. Nach einem Test ist das Resultat wirklich DEUTLICH besser! Genau genommen halte ich mich aktuell an die Zebra Vorgaben von Leeming Lut für je CineD und VlogL und belichte einfach so stark über, wie es die Zebras zulassen :) aber ich bin einfach zu perfektionistisch ^^

Kann ein externer Rekorder (z.B. Atomos Ninja V oder Shogun Inferno) mit ProRes oder gar RAW dieses Problem komplett aus der Welt schaffen?
Auf YouTube sehe ich oft cinematics (habe ich nicht vor!!!), die ein so unglaublich sauberes GH5/GH5s Bild aufweisen...das könnte ich mir aktuell mit meinen Ergebnissen gar nicht vorstellen.
Klar, die Leute werden ganz anders mit der Belichtung der jeweiligen Szene arbeiten aber...limitieren die internen Codecs der GH5s wirklich so sehr?

Kurz zu meinen Einstellungen: CineD (0 -5 -5 -5 0) und Zebra 100% / VlogL (NA -5 -5 NA NA) und Zebra 75% Anmerkung: Leeming Lut räumt bei den Zebras wohl einen 5%igen Puffer ein.
ISO war bei beiden Bildprofilen auf 5000 (habe bei CineD leider vergessen gehabt auf 2500 runter zu gehen) und Shutter 180d.


Falls ich noch zwei weitere Punkte einräumen dürfte, die mir aufgefallen sind:

1) bei den o.g. Einstellungen war das VlogL Ergebnis leider nicht mehr zu gebrauchen. Ich hatte eine Person vor der Kamera, die im Take gesprochen hat. Nach dem Color graden (*hust* also LUT drauf und ein bisschen an Sättigung, Highlights und Shadows rumgespielt :D ) kam es immer mal wieder vor, dass die Farben der Lippen bis auf die Zähne rüber ragten. Ist so etwas im VlogL bekannt? Woran kann das gelegen haben?

2) Alte Aufnahmen in der Natur (mit NICHT den oben genannten Einstellungen) waren bei Kamerabewegungen beinahe unerträglich. Ich habe einen Schwenk an einem Feld gemacht und die Vegetation hat während des Schwenks "geflackert". Ich meine, dass die Schärfe auf 0 stand, habe aber oft gelesen, dass Panasonic Kameras sehr scharf bis überschärft ans Werk gehen sollen. Kann diese Auffälligkeit an der Schärfe gelegen haben oder ist einem anderen GH5/GH5s User etwas ähnliches mal aufgefallen?



NACHTRAG:

Ich habe hierzu mal ein Beispiel gemacht:

Leider hat das Oberteil der Testperson in meinem Test mehr Struktur, da fällt das Noise nicht ganz so extrem auf, wie bei dem glatten schwarzen Oberteil zuvor (vielleicht reiche ich hier nochmal Material nach).

Rohmaterial in Premiere Pro reingeladen, zusammengeschnitten und zur Hälfte jeder Aufnahme gegradet, anschließend mit Voukoder lossless gerendert. Das File hat nun eine Bitrate von 505Mb/s und ist 4,97GB groß.

Würdet ihr das so als "normal" empfinden?
Die Kamera hat neu 2.500€ gekostet und das Objektiv auch 700-800€. Wir reden hier also von 3000€+ Gear.

Würde ein besserer(?) Codec eines externen Rekorders bessere Arbeit leisten?
Nach ein bisschen googlen bin ich parallel noch auf Neat Video gestoßen...hat das mal einer ausprobiert?
Durch Neat Video verliert man aber auch wieder an Schärfe, richtig?

EDIT: Hier mal ein Video zu Neat Video:

Muss man echt auf sowas zurückgreifen? Nutzt das wer von euch?

Ich frage mich nur, wie man so ein schön sauberes Bild hinbekommt ^^
Gerne können wir auch den Fehler bei mir und meinen Settings suchen :D Man lernt ja nie aus ;)

Mal doof gefragt, würde eine Vollformat Kamera, wie die Sony A7SIII oder eine Blackmagic Cinema Pocket 4/6k hier weniger Noise aufnehmen? (Je mit und ohne externem Rekorder)


PS: Ich setze mich mit dem Thema Color grading (Color correction???) erst seit letzter Woche auseinander :D Das ist nichts perfektes in meinem Beispiel, ich weiß :)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »HeinzGerd86« (13. Juli 2020, 11:21)


JoeFX

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Montag, 13. Juli 2020, 12:08

Rauschen zu vermeiden ist immer schwierig.

Wenn du RAW oder Log aufnimmst (egal ob S-Log, oder V-Log, ect. pp.) wird in der Regel KEINE Rauschreduktion angewandt, damit man den maximalen Dynamikumfang des Sensors aufnimmt. Entrauscht wird meist (vor allem im professionellen Workflow) in der Post. Also kurze Antwort: Ja, du musst, wenn du in Log filmen willst und absolut rauschfreies Material ausspielen willst, immer NeatVideo oder ähnliche Tools auf deinem Footage anwenden. In der RED-Szene gehört NeatVideo ebenfalls zum Guten Ton.

Klar rauscht eine GH5 schneller als eine Vollformatkamera mit größeren Sensel, wenn du die ISO zu hoch drehst oder unterbelichtest. Aber auch die Vollformatkamera rauscht. Auch die Pocket rauscht recht schön.

Du spielst dein Material auch in Produktionsformaten und nicht Delivery-Formaten aus. Das Endprodukt sollte die beste Qualität in der effizientesten Komprimierung aufweisen. Der Effekt einer komprimierten Ausgabe: Rauschen wird durch die Kompression "glatt gebügelt". Wenn du also erwartest, dass du durch bessere Codecs weniger Rauschen bekommst, liegst du leider falsch. Im Gegenteil, eine Ausgabe in h.264 wird in weniger rauschendem Material resultieren, da flächige Bereiche niedergebügelt werden. Da gehen zwar Details verloren, aber du bekommst ein rauschärmeres Bild. Das ist auch der Grund, warum auf Youtube alles so toll ausschaut. Es werden alle Details verschluckt.

Kurz: Zerbrich dir wegen etwas Rauschen nicht zu sehr den Kopf. Auf Youtube wird das Rauschen stark reduziert, auch Grading hilft rauschen zu unterdrücken. Wenn es dich dann immer noch stört, einfach NeatVideo drauf und gut ist.
Bessere Codecs und Vollformatkameras werden zwar andere Ergebnisse liefern, aber nicht zwingend bessere und das Grundproblem wird das gleiche sein.

Bezüglich deinem Punkt 2: Schärfe auf jeden Fall zurückdrehen, ja. Kann es sein, dass du die Naturaufnahmen mit Autofokus gefilmt hast? Der DFD der GH5 pumpt beim Fokussuchen öfter, dadurch kann ein "zitternder" Bildeindruck entstehen.

Hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen.

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HeinzGerd86

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Montag, 13. Juli 2020, 13:17

Wow, SEHR gut erklärt, vielen Dank! :)

Ok, dann werde ich mir definitiv Neat Video kaufen. Aktuell habe ich die Trial-Version mal ausprobiert und war tatsächlich überrascht, wie gut das funktioniert und wenn das auch der gängige Workflow ist, dann schließe ich mich dem sehr gerne an :)

Ist es wichtig, an welcher Stelle Neat Video in der Post eingebunden wird? Also z.B. erst Color Correction, ggf. Color Grading und DANN erst Neat Video drauf?

Bezüglich der Naturaufnahmen: Ich nutze meine GH5s ausschließlich im manuellen Modus. Den Autofokus habe ich ehrlich gesagt noch nie verwendet, vor allem auch, weil man den GH-Modellen nicht gerade den besten AF nachsagt ^^

JoeFX

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Montag, 13. Juli 2020, 13:39

Freut mich, dass ich helfen konnte! :)

Ich würde Neat Video ganz zum Schluss einsetzen, da es 1. EXTREM rechenintensiv ist und 2. nach dem Grading das geringste Rauschen vorherrscht (wodurch die Reduktion weniger arbeiten muss und ein saubereres Ergebnis liefert). Das ist nur mein Workflow, gibt sicher auch welche, die es anders machen.

Zu Naturaufnahmen: Ok, dann kann ich es nur schwer sagen ohne Footage zu sehen. Könnte noch ein zu hoher Shutter bei zu schnellem Schwenk sein. Alles kleiner als 1/(2*framerate) tendiert bei hohen Kontrasten zu "stottern" was evtl. im "flackern" resultieren könnte. Gernell würde ich abraten bei detailreichen Aufnahmen zu schwenken (oder zu viel zu schwenken), da dadurch visuell viel Details verloren gehen.

HeinzGerd86

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Montag, 13. Juli 2020, 14:03

Ja, rein aus der Theorie heraus hätte ich Neat Video jetzt auch am Ende platziert :)

Die Naturaufnahme war noch mit meiner normalen GH5...ich nehme aber generell alles mit einem 180 Degree Shutter auf.
Ich habe die Aufnahme gerade gefunden und tatsächlich flackert auf der Aufnahme (VlogL) nichts!!! Vermutlich habe ich hier damals mit falschen LUTs oder anschließend falschem Grading etwas verhauen?
Damals wollte ich das in der Software TMPGenc video mastering works 6 bearbeiten und ich weiß noch, dass die Farbänderungsmöglichkeiten in diesem Programm mehr als mau waren.
Kann durch "falsches" Grading denn so ein flackern der Farben in Bewegung entstehen?

Um noch auf meinen ersten Punkt im Nachtrag zu kommen: Arbeitet VlogL denn zu 100% zuverlässig? Die Person, die ich gefilmt habe, möchte nicht gezeigt werden, deswegen kann ich das Footage nicht hochladen aber ich war verwundert, dass nach dem LUT + Grading die Farbe der Lippen immer mal wieder auf die Zähne ragte.

JoeFX

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Montag, 13. Juli 2020, 18:28

Versuch deine Problem-Aufnahmen mit der Panasonic V-Log to 709 Lut zu graden und schau nach, ob die Probleme dann immer noch auftreten. Hier gehts zur offiziellen Panasonic-LUT: https://na.panasonic.com/us/panasonic-ci…cam-lut-library

Wie gesagt, Ferndiagnosen ohne Footage zu sehen ist halt schwierig. Müsstest was auf Drive oder Vimeo hochladen, dann kann ich dir vielleicht weiterhelfen.

Wenn V-Log richtig belichtet ist, dann schaut das top aus. Schau mal auf meine Homepage in der Signatur. Alle meiner aktuellen Arbeiten habe ich mit der GH5 mit V-Log erstellt. Aktuell arbeite ich mit der S1. Und ich kann von keinen negativen Erfahrungen berichten. Ich nutze Premiere und Filmconvert für Editing und Grading.
Grading ist ein Handwerk und eine Kunst, die gelernt werden muss. Mit mehr Übung wird das Ergebnis sicher besser. ;)

HeinzGerd86

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Montag, 13. Juli 2020, 19:52

Die Idee, das Panasonic eigene LUT mal zu verwenden, war eine gute Idee! :)

Ich habe jedoch dieses hier gefunden: https://av.jpn.support.panasonic.com/sup…/lut/index.html
Sollte das gleiche sein(???)

Ich habe das mal direkt über die Vlog Aufnahme gebügelt, bei der die Zähne mit verfärbt wurden.
Das Problem besteht leider weiterhin ABER ich finde die Farben leicht natürlicher als mit dem Leeming Lut.

Ich hole jetzt einfach mal etwas weiter aus:


Ich werde später mit mehreren Kameras arbeiten wollen (Spaßprojekt). Aktuell besitze ich eine GH4, GH5 und eine GH5s, taste mich aber erst jetzt an das Thema "Color Grading" ran :D

Für andere Perspektiven wollte ich mir noch zwei FZ2000 kaufen, da die auch unbegrenzt lang aufnehmen können und VlogL Unterstützung haben. Um ein Broadcast ähnlicheres Hauptbild zu haben, überlege ich noch, einen HC-X2000 Camcorder dazu zu gesellen. Der Camcorder hat jedoch nur CineD :/ Somit wäre dann wohl CineD der kleinste gemeinsame Nenner. Die FZ2000 hat leider auch kein HLG an Board (glaube ich). Somit hätte ich dann 5 mal CineD und 4 mal VlogL. Das graden möchte ich nur dazu verwenden, um die Cams gleich aussehen zu lassen! Ich möchte also nicht bis ins unermessliche graden um cineastische Videos zu erzeugen. Es soll definitiv in die Broadcast-Richtung gehen :)

Panasonic ist technisch halt seit der GH4 (da habe ich angefangen) immer mit Abstand vorn gewesen. Damit meine ich jetzt technische Features wie 180-240 fps (GH5/s), die extrem gute Bildstabilisierung (GH5), Auflösung und Bilder pro Sekunde (GH4 4K, GH5 4k60 & 6k anamorph). Dazu kamen noch die für mich wichtigsten Punkte "unbegrenzte Aufnahmezeit" und der "starke" 400mbps Codec.

Ich schiele jedoch auch immer mehr in Richtung Sony :) 4 Camcorder und eine A7SII wären auch schon echt klasse! Die Aufnahmezeit müsste ich dann mit Atomos Ninja V umgehen und darüber aufnehmen.

Ich drehe mich im Kopf also echt im Kreis bezüglich meines Equipments!




Rauschen hat ja JEDE Kamera, somit ist das kein K.O.-Kriterium für meine Panasonic Ausrüstung. Die beiden FZ2000 werden ja garantiert keine 400mbps schreiben können...da könnten also zwei externe Rekorder Sinn machen. Wie ist es bei meiner GH5 und GH5s? Profitieren die von einer externen Aufnahme? Die GH4 hat einen festen Platz und wird für anderes verwendet.

Sollte ich mit externen Rekordern Vorteile haben, würde auch der erwähnten Sony Ausrüstung nichts im Wege stehen. Ich habe jedoch seit Jahren Panasonic Kameras und fühle mich in den Menüs zuhause. Zumal ein Wechsel natürlich teuer wird. Würde denn CineD reichen, nur um die Cams optisch aneinander anzupassen? :)


PS: bei deinen Videos sieht man, dass du das nicht erst seit gestern machst! Hut ab!!!

JoeFX

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Dienstag, 14. Juli 2020, 08:22

Ja, ist diesselbe LUT, genau. :)

Das Verfärbungsproblem könnte auch beim Drehen durch ungünstiges Licht oder falschen Weißabgleich entstanden sein? Mach einfach mal ein paar Testaufnahmen, dann siehst du besser was funktioniert und was nicht. Einfach dran bleiben. ;)

Also ich bin ebenfalls ein Panasonic-User seit der GH4, hatte auch die GH5s und die FZ2000. Hab aber auch schon mit Sony gearbeitet, mit der FS700 und RX10.
Vorweg: Die FZ2000 & die Sony Kameras (A7III und die APS-C Kameras) können alle nur 8Bit. Auch extern nehmen sie nur 8Bit auf. Ein externer Recorder verbessert die Qualität bei denen nur so gering, dass es im Grading keinen Unterschied machen wird.
Die FZ2000 kann man zwar auf V-Log updaten, kostet aber 80€ und ist mies implementiert, da der Sensor mit 1 Zoll deutlich kleiner ist, und Farben "zerissen" werden. Habe viele grausliche Banding-Artefakte mit der Kamera bekommen.
Die Sonys haben ebenfalls diese Banding-Probleme in S-Log, darum sollte man diese in den Cine-Profilen besser nutzen. Auch unterscheiden sich die Sonys jeweils sehr stark in der Colour Science, bedeutet, dass du trotz der gleichen LUT noch viel dran schrauben musst, um die Cams anzugleichen. Die Panasonics haben zwar auch, je nach Cam, etwas andere Colour Science, sind aber sehr einfach anzupassen in V-Log.
Auch das Cine-D der X2000 ist nicht dasselbe der Fotocams, da der Sensor nochmal ein Stück kleiner ist.

Die GH5/s haben beide grandiose interne Modi. Wenn du nicht 4K/50p in 10Bit brauchst, brauchst du auch keinen externen Recorder. Und das hat nur Vorteile: Kleineres Setup, Mobil, weniger Akkus, Kabel ist kein Störfaktor, ect.. Wenn du es aber zum Monitoring und 4K/50p 10Bit brauchst kann ich die neueren Atomos Recorder empfehlen. Ninja Inferno und Ninja V sind beide super scharf, hell und haben ein super Interface.
Erwarte aber nicht zu viel. Ich nutze so gut wie nie externe Recorder, da die internen Modi genial sind. Und im Endprodukt sieht man das sowieso so gut wie nie. Vor allem, wenn das Endprodukt Youtube oder Facebook ist.

Wenn du 10Bit aus einer Sony willst, kannst du auf die neue A7S warten, die sollte dieses Jahr noch kommen. Alternativ die FS5, FS7, FS700 und Z-Camcorder können entweder intern oder extern 10Bit. Alle aktuellen Sony Fotocams können es weder intern noch extern. Also mach dir keine großen Hoffnungen mit den externen Recordern. :/

Danke für die Blumen, hört man gerne! :D

HeinzGerd86

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9

Dienstag, 14. Juli 2020, 09:02

Guten Morgen :)

Hach und wieder so viele Infos ^^ Du bist mir echt eine große Hilfe!

Eine Alternative wären halt noch drei weitere GH5 aber dann muss ich auch wieder Objektive kaufen und Akku-Attrappen für Dauerstrom. Camcorder wären da sicherlich einfacher. Ich sehe viel Sony bei YouTubern und Teams. Da wäre ein Setup aus drei FDR-AX700, einem HXR-NX200 oder PXW-Z150 Camcorder und einer A7III oder A7SII denkbar. Wenn das angleichen bei Sony jedoch so problematisch sein soll, sollte ich mir vielleicht die Option mit den weiteren GH5 Kameras überlegen. Hast du Erfahrung mit Canon Camcorder? Die machen scheinbar ein softeres Bild als Panasonic und Sony, was viele jedoch eher als positiv erachten. Mein Ziel ist ein Broadcast/TV ähnliches Bild.

JoeFX

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Dienstag, 14. Juli 2020, 10:31

Helfe gerne! :)

Egal ob du auf Sony, Panasonic oder Canon gehst würde ich vermeiden zu viele verschiedene Modelle zu kaufen. Die Farben sind Sensor- und Generationenbedingt immer unterschiedlich und das ist die Hölle beim Grading. Glaub mir, ich hab schon viele Stunden fluchend beim Grading verbracht, weil ich den Fehler gemacht habe Sony und Panasonic zu mischen.

Youtuber nutzen gerne Sony, ja, aber das ist meiner Meinung nach nicht immer ein Qualitätsindikator. ;)
Sony produziert Klasse Geräte und wenn 8Bit reichen, dann produzieren sie super Bilder. Du hast, wie bei Canon, erst ab der preislichen Oberklasse denselben Spielraum wie bei Panasonic. Ist einfach eine Budgetfrage.
Wenn du auf Panasonic bleiben willst, kauf dir einfach mehrere GH5en im Set mit der 14-140er oder 12-60er Optik, da kommst du sehr viel billiger weg und musst nicht komplett umsatteln. Wenn du auf Sony gehen möchtest, spar die die Oberklassemodelle und kauf dir entweder eine handvoll AX700 oder NX200 und für cinematische Aufnahmen eine A7III. Dann hast du nur zwei unterschiedliche Geräte und musst nicht bei jeder Kamera wieder Schalter und Einstellungen neu denken. Du sparst dann einfach mehr Zeit beim Drehen und beim Grading in der Post, wenn du das Setup nicht verkomplizierst. ;)

Canon hab ich leider nur wenig Erfahrung. Abgesehen von der Oberklasse, also C200 und höher, hat zwar einen super Autofokus, aber Funktional eher mau (abgesehen von den neu angekündigten R5 und R6) und mit eher geringem Dynamikumfang. Bei den Fotokameras hat Canon überall die 30min Grenze (Sony übrigens auch). Bei den Camcordern hatte ich vor Jahren mal die G30, die war wirklich nicht scharf. Die neuen X400 und GX10 sollen aber sehr ordentlich sein. Kann dir da aber leider auch nicht mehr Infos geben.

Was meinst du genau mit TV-ähnlichem Bild? Ich verbinde damit ja knallige, weitwinkelige Bilder mit niedrigem Dynamikumfang. Hast du da Beispiele, welchen Look zu erzielen willst?

HeinzGerd86

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11

Dienstag, 14. Juli 2020, 10:46

Spannende Frage, ob ich 10 bit überhaupt brauche. Aktuell nehme ich ja mit 10 bit auf (wegen dem Grading)...ob ich es aber auch wirklich brauche...keine Ahnung :)

Ich nehme einfach mal ein Beispiel von den Rocket Beans ^^



Hier noch ein weiteres Beispiel:



So ein ähnliches Bild stelle ich mir vor.
Wichtigster Punkt, die Tiefenschärfe. Da würden Camcorder durch ihren kleinen Sensor bestimmt besser für geeignet sein. Ziehen hier Kameras mit Fokus auf unendlich eigentlich mit???
Also, haben Kameras mit größerem Sensor bezüglich der Tiefenschärfe einen generellen Nachteil oder können die das genau so gut, mit dem Vorteil, durch eine geringer einstellbare Tiefenschärfe zusätzlich auch noch ein Objekt freistellen zu können?
Die poppigen Farben sind schön, für mich aber tatsächlich kein muss. Interessanter finde ich, dass auch im Schwarz immer noch so viele Details zu erkennen sind.

JoeFX

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12

Dienstag, 14. Juli 2020, 12:12

Ok, seh schon.

Bei deiner Anforderung, dass du möglichst viel Tiefenschärfe möchtest, bist du mit einer Vollformatkamera falsch beraten. Denn, ja es stimmt, die hat sehr geringe Tiefenschärfe und die Faustregel, kleinerer Sensor bedeutet mehr Tiefenschärfe, stimmt im Groben schon.

Wenn du das meiste Indoor, quasi in Studio-Situation, wie in den Beispielen, haben willst, brauchst du keine 10Bit. Du arbeitest bei kontrolliertem Licht mit viel weniger Dynamik, daher braucht es auch deine Kamera nicht zu liefern. Wenn du aber draußen mit Aviable Light drehen willst, brauchst du auch eine Kamera, die viel Dynamikumfang bietet.
Auch hier, größerer Sensor bedeutet größerer Dynamikumfang, da die Sensel in der Regel größer sind. Stimmt aber auch nicht immer, denn die GH5s und die A7R haben etwa gleich große Sensel und damit einen vergleichbaren Dynamikumfang.

Willst du primär im Studio drehen rate ich dir die Sony AX700, die hat super Autofokus und kann große Tiefenschärfe bieten. Und für draußen sollte sie die meisten Situationen auch abdecken können. Ansonsten für Draußen eben die A7III, die hat auch einen tollen Dynamikumfang wenn nötig.

HeinzGerd86

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13

Dienstag, 14. Juli 2020, 12:49

Danke, zu genau dieser Kombi tendiere ich aktuell auch :)

Du nennst oft den Begriff "Sensel". Ist damit der Sensor gemeint, also Sensorgröße oder ist damit tatsächlich noch etwas anderes gemeint?

Reichen bei den AX700 die internen Codecs? Camcorder nehmen ja meist mit "nur" 72mbps/100mbps auf. Ansonsten ja, ich würde tatsächlich fast ausschließlich in einer studioähnlichen Umgebung indoor aufnehmen.

Kriege ich die A7III gut mit den AX700 verheiratet? :)


NACHTRAG:

Spannend, bis Ende des Monats hat Sony eine Cashback Aktion.

https://www.foto-erhardt.de/video/camcor…-camcorder.html


https://www.foto-erhardt.de/video/camcor…ml?keywords=pxw


https://www.foto-erhardt.de/video/camcor…l?keywords=nx80


https://www.foto-erhardt.de/video/camcor…words=pxw%20150


https://www.foto-erhardt.de/kameras/syst…4BoCHLIQAvD_BwE


https://www.foto-erhardt.de/kameras/syst…di-iii-rxd.html

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Dienstag, 14. Juli 2020, 14:10

Sensel sind die einzelnen "Sensorpunkte" auf dem Sensor. Blöd gesagt (und technisch auch nicht ganz korrekt) ist ein Sensel ein Pixel auf dem Sensor. Das Sensel liest einen Helligkeitspunkt aus. Zusammen mit den anderen Sensel wird das Signal gewandelt und durch den Bayer-Prozess ensteht ein farbiges Pixel.
Je größer ein Sensel, desto lichtstärker ist die Kamera. Darum haben Vollformatkameras wie die A7SII eine so gute Low-Light-Qualität, da sie auf der Sensorgröße von Vollformat (36x24mm) nur 12 Megapixel haben. Dadurch sind die einzelnen Sensel enorm groß, lassen also ordentlich Licht rein. Der Sensor hat dadurch auch mehr Dynamikumfang. Darum haben die GH5s und BMPCC4K im Vergleich zur GH5 eine halbe bis ganze Blende mehr Dynamik, da sie einen leicht größeren Sensor mit nur halb so viel Pixel haben.

Ich weiß leider nicht ob die so top zusammenpassen, da ich mit keiner der Kameras gearbeitet habe. Ich glaube aber, und bitte recherchiere das noch genauer, dass sie diesselben Bildprofile haben. Sollten also gut zu matchen sein.

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