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OliWe

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Samstag, 13. Januar 2018, 17:25

4K drehen - FullHD framen

Hallo zusammen,

ich habe eine eigentlich Recht simple Frage. Es gibt ja schon häufiger in Hollywood die Herangehensweise, in 6K aufzunehmen, allerdings für 4K zu framen. Genau das möchte ich auch machen. In 4K aufnehmen und FullHD zu framen.
Ich benutze die Panasonic GH5 und habe einen Blackmagic Videoassist 5". Den Videoassist nutze ich allerdings nur als Monitor, ich nehme intern in der GH5 auf.
Wie kann ich also Guidelines o.ä. auf den Videoassist anzeigen lassen, dass ich mein FullHD ausschnitt sehen kann.
Habt ihr Ideen oder Herangehensweisen wie ich das bewerkstelligen könnte?


Viele Grüße,
Oliver

"Eine Differenzierung zwischen Sound Effekten, Musik und Dialog ist Falsch. Es gibt nur eine Tonspur! Das zählt"

ToXic pictures

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Samstag, 20. Januar 2018, 11:51

Es gibt ja schon häufiger in Hollywood die Herangehensweise, in 6K aufzunehmen, allerdings für 4K zu framen. Genau das möchte ich auch machen. In 4K aufnehmen und FullHD zu framen.
Es stellt sich zu allererst die Frage "Warum"... Die Kollegen in Hollywood haben - wenn die das tun, was gar nicht so oft vorkommt - 2 Gründe dafür, die mit unterschiedlichen Arbeitsweisen gekoppelt sind. Aufzeichnung in 6K ist ebenfalls eine absolute Ausnahme und 4K ist idR. nicht das Ausgabeformat, was im Kino zu sehen ist - das aber nur am Rande...

Variante 1 - was häufiger vorkommt - ist eine Aufzeichnung mit einer hohen Auflösung (zB. 4K), bei Szenen oder Filmen, mit sehr viel Postproduktion im CGI Bereich, zB. wenn viel Greenscreen im Bild ist. Man nutzt die hohe Auflösung um viel Spielraum für diese aufwändigen Postpro-Schritte zu haben. Da geht es zB. um die Trennung von sehr feinen Strukturen vom Grün. Wenn die Postproduktion, die diese hohe Auflösung benötigt abgeschlossen ist, dann reduziert man die Auflösung - fürs Kino dann auf 2K - das ändert aber nichts am Framing. Das Framing bleibt bei diesem Schritt gleich.

Variante 2 - man zeichnet mit einer etwas höheren Auflösung auf um im Nachhinein ein Reframing durchzuführen. Das machst man zB für Bildstabilisation oder bei - aus welchen Gründen auch immer - problematischen Shots, um entweder im Nachhinein erst das Framing festzulegen oder aber um zB. aus ein und derselben Kamera, 2 verschiedene Einstellungsgrößen zu haben. Das heißt aber, dass man sich diese Einstellungen konkret anschaut und dann einen Bildausschnitt festlegt.

Was ebenfalls natürlich zu erwähnen ist, das hat aber nur indirekt mit deiner Frage zu tun, ist das Festlegen des Bildseitenverhältnis. Wenn du einen 16/9 Chip in der Kamera hast, aber am Ende ein Cinemascope ausgeben willst, dann ist natürlich klar, dass du auf der Höhe Auflösung verlierst.

Das sind die üblichen Gründe, warum man ein solches Verfahren anwendet. Keiner der Profis dreht in 6K um dann und croppt dann pauschal ins Bild um ein 2K oder 4K daraus zu machen - nicht zuletzt, weil eine Produktion in 6K massiv viel an Daten produziert und damit hohe Kosten generiert.

OliWe

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3

Mittwoch, 24. Januar 2018, 11:27

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Das war wirklich sehr aufschlussreich. Dennoch die Frage, wenn man so etwas machen möchte; sei es aus dem Anlass einer VFX lastigen Nachbearbeitung. Wie kann ich mir möglichst einfach die gegebenen Guidelines anzeigen lassen und exakt framen?
Weißt du evtl. wie es die Profis machen? Haben die Profis Monitore, bei denen man einfach seine eigenen Guidelines "einfügen"/einstellen kann?


Viele Grüße,
Oliver

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bmxstyle

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Mittwoch, 24. Januar 2018, 11:47

Wenn du für VFX Aufnahmen in zB. 4K drehst und nach der Bearbeitung in 2K ausgibst, dann ändert sich nichts am Framing. Daher brauchst du keine Guidelines einblenden, es ändert sich nichts am Bildeindruck.

Wenn du in 16:9 aufnimmst und später in 2,35:1 ausgeben willst, dann kann man am Monitor/Kamera sich extra Guidelines einblenden. Oder wenn der Monitor es nicht kann, könnte man zB. selber mit Klebeband den Bereich abkleben.

vobe49

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5

Mittwoch, 24. Januar 2018, 16:56

In 4k filmen und in FHD ausgeben bietet auch die Möglichkeit, in gewissen Umfange mit Bildausschnitten zu arbeiten, ohne dass die (FHD-)Bildqualität allzu großen Schaden nimmt.

joey23

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6

Mittwoch, 24. Januar 2018, 17:55

Klebeband oder wasserlöslicher Folienstift sind tatsächlich auch im professionellen Bereich immer wieder mal zu sehen, wenn Monitore zum Einsatz kommen, die das nicht nativ können.

Verwendete Tags

4k, framen, fullhd, GH5, guidelines

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