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joey23

Co-Administrator

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21

Montag, 4. Juli 2011, 16:44

Zitat

Bei den restlichen 80% ist die Tiefenschärfe sehr groß. Andernfalls würde der Zuschauer auch schnell die Orientierung verlieren.


Das halte ich für ein Irrtum. Mindestens genau so wichtig, meiner Meinung nach deutlich wichtiger ist in diesem Zusammenhang das Licht. Durch eine geschickte Beleuchtung kann man den Blick des Zuschauers nämlich noch viel besser lenken, und das ohne die Szene weniger "Platt" einfach zur Hälfte unscharf zu machen. Durch diese Unschärfe gehen immer auch Details verloren, die man mit Licht eben betonen kann, und so den Betrachter "durch ein Bild führen" kann.
Leider ist eine gute Beleuchtung mit wesentlich mehre Aufwand, höheren Kosten, längerer Drehdauer und viel Übung verbunden, so dass im Moment gerade im Amateurfilm lieber zur Unschärfe gegriffen wird, quasi fast als eine Art Lichtersatz. Ich beobachte in der letzten Zeit im (deutschen) Film eine gegenläufige Bewegung. "Drei" von Tom Tykwa war ein schönes Beispiel um einen halbwegs aktuellen Kinofilm zu nennen. Bei den Tatorten beobachte ich diesen Trend seit dem Ende der HighKey-Phase aber auch viele andere deutsche Produktionen gehen in diese Richtung.

mcandy007

unregistriert

22

Donnerstag, 15. September 2011, 22:21

Nachteile:
- niedrige Auflösung (auch wenn auf dem Papier 1080p steht ist es doch eher die Hälfte)
Sorry wenn ich diesen Beitrag ausgrabe jedoch könnte mir jemand diesen Nachteil erklären?

Wieso wird bei 1080p von der Hälfte gesprochen das ist doch kein 1080i?

Also unter 1080p verstehe ich: 1920x1080 da gibts doch nix zu ruckeln? Fixer Wert! (Außer man stellt die Auflösung um)

MFG

rick1000

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23

Freitag, 16. September 2011, 06:16

In dem Artikel ist die Rede davon, daß die 7d mit nur etwa 600 Linien auflöst, was im Gegensatz zu einer FullHD Videokamera nur etwa die Hälfte ist. Gleichzeitig produziert die Canon Aliasing, was wiederum als extrem Scharf wahrgenommen wird und zum Eindruck führt das Material sei schärfer als bei klassischen Videokameras (optische Täuschung).

Das Problem liegt meiner Ansicht nach an der Art wie das FullHD Bild vom 18 Megapixel Sensor gewonnen wird (PixelBinning). Genaugenommen ist die Auflösung bei einer Canon im 1080p Modus übrigens 1088 (aber das hat technische Gründe die im Codec zu suchen sind und für die Praxis spielt es keine Rolle). Am Ende läuft das Material dann durch den Encoder und wird dort (was viel ärgerlicher ist), zusätzlich in der Auflösung herabgesetzt ich habe das Problem hier etwas ausführlicher behandelt.

Ich interpretiere die Aussage (- niedrige Auflösung - auch wenn auf dem Papier 1080p steht ist es doch eher die Hälfte) so, daß damit gemeint ist eine Videokamera macht das schärfere Bild weil sie höher auflöst, weil sie ihr Bild von einem viel kleineren Sensor mit weniger Pixeln auslesen kann und weniger "rechnerischen" Bildverlust/Aliasing produziert.

Für die Praxis bedeutet es, dort wo dünne Linien verlaufen produziert die DSLR Aliasing und die Videokamera nicht. In allen anderen Situationen wird man den "Auflösungsunterschied" nicht bemerken und in vielen Fällen die DSLR für die schärfere Kamera halten.

Mittlerweile stehen aber Lösungsansätze in Aussicht, zum Einen ein AA Filter (in Planung für die 7D) zum Anderen die Versuche über MagicLantern das Material der 550D/600D direkt über den HDMI Ausgang in FullHD ohne überlagernde Einblendungen auszugeben, von wo aus es mit einem externen HD Rekorder als unkomprimiertes Material auf SSD aufgenommen werden kann.

Für die nächste Generation bei Canon (5D MKIII) wird von einem neuen Codec gemunkelt, sowie der Möglichkeit in 2k evtl. 3k aufzuzeichnen - noch sind es Gerüchte, aber die Vorführgeräte existieren bereits, also kann es sein, daß um Weihnachten rum eine neue Art von VideoDSLR mit neuen Möglichkeiten angeboten wird.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »rick1000« (16. September 2011, 06:33)


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