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Tofuhuehnchen

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1

Mittwoch, 25. April 2018, 21:21

Tipps für große Sets

Servus Leute,

ich arbeite grade an der Vorproduktion zu einem 1-Minüter. Da ich dazu ein Stück Straße inkl. Seitengasse brauche und dafür nichts absperren lassen kann und will muss ich das ganze in einem Studio / einer Halle nachbauen.
Der Plan des Sets ist bereits von mir in Sketchup gezeichnet worden - es wird eine Dimension von ca 5x10m haben bestehend aus einzelnen Segmenten die man wegnehmen kann.
Abgesehen von einer entsprechend großen Halle und dem notwendigen Material für den Bau des Sets wollte ich mal fragen ob jemand bereits Erfahrung mit nachbau-Sets hat und was dabei zu beachten ist?

lg
Euer Tofuhuehnchen
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Lierov

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2

Donnerstag, 26. April 2018, 09:44

Als Außenstehender kann man natürlich nur schwer nachvollziehen, wieso, weshalb, warum sich jemand für oder gegen etwas entscheidet. Daher die Frage, wieso du dich für die, in meinen Augen, aufwändigere Variante entschieden hast, anstatt draußen auf einer echten Straße zu filmen. Absperrungen sind doof, okay! Aber manchmal gibt es nicht nur eine Lösung für ein Problem
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Tofuhuehnchen

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3

Donnerstag, 26. April 2018, 10:47

Servus Lierov,

deine Frage ist berechtigt.
Ich wills deshalb im "Studio" machen weil es sich für 3 seiten Drehbuch und ca 1min Film nicht auszahlt eine Straße zu sperren.
Da mach ich mich ja lächerlich.

Der andere Grund ist, dass ich im Freien keine Kontrolle übers Licht habe, im Studio wird alles stockduster gemacht und ich kann das Licht inkl. Kulisse gleich entsprechend dem geplanten Look anpaßen.
Der letzte Grund ist, dass ich noch keine Locations gefunden habe die zur Geschichte passen weil es schlicht keine Straßenzüge gibt in AUT welche man in einen Großstadtmoloch verwandeln kann bzw so aussehen.

-Von meinem Nokia 210 gesendet-
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tofuhuehnchen« (26. April 2018, 20:35) aus folgendem Grund: Rechtschreibung korrigiert und den Text strukturiert


Selon Fischer

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4

Donnerstag, 26. April 2018, 10:54

Wenig hilfreiche Antwort von mir: coole Sache! Wenn du die Ressourcen dafür hast, mach bitte eine ausführliche Dokumentation dazu. Ich find das echt spannend! :)

Lierov

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5

Donnerstag, 26. April 2018, 15:31

weil es schlicht keine Straßenzüge gibt in AUT welche man in einen Großstadtmoloch verwandeln kann bzw so aussehen.

hilf mir mal auf die Sprünge: AUT = Österreich?

Wie dem auch sei... wenn deine Vorstellungen sich nur im Studio so realisieren lassen, wie du dir das vorstellst, dann ist das natürlich die richtige Entscheidung. Einen "Großstadtmoloch" glaubhaft umzusetzen, ist sicherlich im Studio einfacher. Wobei ich nicht glaube, dass es "einfach" wird. Und ich schließe mich Selon an:

Wenn du die Ressourcen dafür hast, mach bitte eine ausführliche Dokumentation dazu.
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Tofuhuehnchen

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6

Donnerstag, 26. April 2018, 20:42


hilf mir mal auf die Sprünge: AUT = Österreich?


Ja, bitte entschuldige - ich hab am Handy getippt und war zu faul Österreich auszuschreiben. :D


Wie dem auch sei... wenn deine Vorstellungen sich nur im Studio so realisieren lassen, wie du dir das vorstellst, dann ist das natürlich die richtige Entscheidung. Einen "Großstadtmoloch" glaubhaft umzusetzen, ist sicherlich im Studio einfacher. Wobei ich nicht glaube, dass es "einfach" wird. Und ich schließe mich Selon an:

Wenn du die Ressourcen dafür hast, mach bitte eine ausführliche Dokumentation dazu.



Dokumentation mache ich gerne so gut es geht.

Es ist halt ziemlich blöd von der Situation her....bei mir in der Gegend sind auch verlassene Industriegebäude / -Anlagen sehr sehr selten und meist schon so baufällig, sodass ein Dreh dort nicht in Frage kommt.
Aktuell rechne ich alles durch(miete für die Zeiss Primes, Licht,etc..) und zeichne das Storyboard. Daneben ist das Set aktuell mein Hauptbrocken an dem ich kaue.


Danke auf jedenfall schonmal an euch für die moralische Unterstützung. :thumbsup:
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Tiger

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7

Donnerstag, 26. April 2018, 21:13

Ich will mal noch eine ganz andere Variante in die Runde werfen, natürlich gewisse Skills, Software und das nötige Zeitbudget vorausgesetzt: Du könntest die Szene vor einem Greenscreen drehen und die dreckige Gasse als Hintergrund schlicht abfotografieren (oder sogar ein Stock Foto nehmen). Wenn sich die Kamera nicht bewegt und die Schauspieler keine markanten Schatten werfen, kommst du mit einem simplen Foto als Hintergrund einigermaßen aus der Nummer raus. Bei bewegter Kamera musst du diese tracken und brauchst entweder mehrere Ebenen (2,5D) im Compositing für etwas Parrallax-Effekt oder im Idealfall ein grob gezimmertes 3D Modell bzw. eine Depth-Map der Gasse, um das Foto dreidimensional beackern zu können. Die größte Herausforderung ist bei solchen Shots immer das Licht um glaubhaft Hintergrund und Vordergrund zu matchen. Hier hilft die Methode mit 3D Modell/Depth-Map, da du später relativ umfassendes Re-Lighting machen kannst. Die technischen und handwerklichen möglichkeiten vorausgesetzt dürfte der Aufwand aber letztendlich geringer sein als eine komplette Gasse im Studio nachzubauen. Und falls du zufällig nen Lidar Scanner rumliegen hast, nimm den mit, wenn du die Gasse fotografierst :D

Mir fällt dazu der olle Test-Shot hier von mir ein, das war ein Foto + rudimentäres 3D Modell + Greenscreen:


Tofuhuehnchen

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8

Donnerstag, 26. April 2018, 21:39

Servus Tiger,

danke für deinen ausführlichen Beitrag. :)
Ja an Grennscreen dachte ich auch schon - nur ist da der Knackpunkt das Licht. Es muss dann genau zusammenpassen wie du schon angemerkt hast.
Weiters wird sich leider die Kamera sehr, sehr oft bewegen - auch weil ich die GH4 komplett ausreize und teils mit 96fps drehe (WOW - da steppt der Zeitlupen-Bär).
Grün will ich mangels Software und Kenntnissen eher vermeiden, da traue ich mich aktuell nur über unbewegtes Grün hinweg.

Im Gespräch mit meinem Setdesigner(Bruder der TIschler ist *gg*) haben wir heute schonmal versch. Möglichkeiten durchgespielt.
Die Straße wird der Knackpunkt - die Gasse lässt sich einfacher nachbauen weil einfache Backsteinwände, ein Maschendrahtzaun und Müll in der Gasse vorkommen. Am Eingang der Gasse kommt Grün hin und fertig, dann den Boden nass machen und voila - eine Gasse mit einem Sandler der im Müll sitzt.

Bei der Straße hätte ich mir gedacht ich arbeite an dem Ende der Straße dass im Film sichtbar ist mit einem Beamer der auf eine schwarze Moltonwand projeziert und so die Straße verlängert und Tiefe schafft. In Kombi mit einem unscharfen Hintergrund sollte das halbwegs gut ausschauen. Der Eingang von der Straße in die Gasse wäre wieder Grün und im Film wird das mit einer Aufnahme von der Gasse kombiniert (wobei ich grad draufkomme, dass ich dafür getracktes Grün brauche, weil die Kamera der Protagonistin folgt).

Problematisch wäre nach aktuellem Stand die Straße mit den Hausfassaden und den Neonreklamen(von Stimmung und Design ca. so: Referenz) weil man zwar 7m Straße mit Gehsteig bauen kann, aber die Fassaden müssen gestaltet werden. Und da wirds schon haglich. :D
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Tiger

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9

Donnerstag, 26. April 2018, 22:03

Das mit dem Beamer wird sehr schwierig, da er selbst eine krasse Lichtquelle ist. Auch das Problem mit der bewegten Kamera bleibt, das Beamer-Bild ist auch nur 2D. Dann würde ich lieber zumindest an der Stelle zum Greenscreen greifen und eine klassische Set Extension basteln, da hast du viel mehr kontrolle drüber. So ähnlich könnte das aussehen:



Die Neon Reklamen sind je nach Höhe in einem Bereich wo nicht zwingend ein Schauspieler davor rumläuft. Die kannst du sogar ohne Greenscreen reincompen, entweder mit CGI Objekten oder du bastelst die Reklamen in klein, fotografierst/filmst sie ab und nagelst sie per Corner Pin in den Film.

..ich seh schon wieder, ich habe halt irgendwie eine sehr post-production lastige Denkweise ;)

Tofuhuehnchen

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10

Freitag, 27. April 2018, 17:55

Servus,

naja, das Beamerbild sehe ich ja nur in einer Einstellung und da beweg sich die Kamera nicht - das müsste gehen. Bliebe noch die Lichtproblematik.
Hmm....ich denke soweit sollte es klappen mit meinen Mitteln - die Straße bleibt der Knackpunkt, da muss mir bis August noch was gutes einfallen.
Oder ich mache die Straßenszenen gleich vor grün. :whistling:
Ich denke am besten ist mal das was ich schon lösen konnte zu planen und umzusetzen und mit der Straßenproblematik warte ich bis ich weiß wie lange ich die Location haben kann.

Danke an alle für eure Beiträge. :)
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Tiger

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11

Freitag, 27. April 2018, 19:36

...machs doch umgekehrt und teste erstmal die Greenscreen Variante, damit kannst du mehr oder weniger sofort loslegen. Grünen Bühnenmolton bekommst du im Internet fast nachgeworfen, Kamera hast du eh und als Software reicht die freie Version von Fusion. Das Hintergrundmotiv kann fürs erste ein Stock Foto aus dem Internet sein. Muss ja nicht gleich der finale Shot sein, ein Proof of Concept tuts erst einmal. Wenn du in Schwierigkeiten reinläufst gibt es hier im Forum garantiert die nötige Unterstützung. Wenn es am Schluss funktioniert, hast du Planungssicherheit, wenn nicht hast du noch genug Zeit, die anderen Ansätze zu testen.

Tofuhuehnchen

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12

Freitag, 27. April 2018, 21:07

Das klingt nach einer guten Idee, danke für den Tipp. :)
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Tofuhuehnchen

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13

Dienstag, 1. Mai 2018, 12:36

Servus Leute,

so...ich habe mich nochmal mit meinem Set-Tischler unterhalten.
Die Seitengasse als Nachbau-Set mit einem Maß von 3x4m hat sich als Trugschluss rausgestellt - es lässt sich weder finanziell noch vom zeitlichen Aufwand her rechtfertigen und von mir stemmen - zumindest nicht bis zum geplanten Dreh-Wochenende.

Ich bin unter anderem dadurch zu dem Entschluss gekommen, dass ich mein Projekt entsprechend reduzieren werde und mich wieder auf dessen ursprünglichen Zweck fokusiere muss: das darstellen eines bestimmten Looks.
Da es mir nur ums Licht und die Zeitlupenaufnahme geht werde ich das Set komplett weglassen und die Geschichte so abschneiden, dass ich weder Straße noch Gasse brauche. Die Kulisse wird nur auf einem Auto, einem Greenscreen für das Hintergrundbild und 2 Personen bestehen.

Vorteil davon ist, ich kann mich komplett auf den Look konzentrieren und brauch nicht soviel Licht leihen um alles auszuprobieren. Weiters brauche ich die 3-Farbenregel nur für die Darsteller und nicht das komplette Set beachten.

Im Gespräch mit meinem Kollegen ist mir dann eingeschossen, dass ich das Ganze viel zu komplex und kompliziert gesehen habe und mich mal wieder in Details und Dingen verrannt habe die für jemanden mit meinen "Kenntnissen" weder praktikabel noch umsetzbar sind. :S

Wir haben uns aber entschlossen 2 Wände der Seitengasse als Testobjekt zu bauen weil er ausprobieren will ob die Ziegelwände realistisch realisierbar sind wenn man Styropor verwendet - wird aber nur als Baubericht für hier verwendet und nicht in dem Filmprojekt.

Daher erstmal ein Dickes Danke an euch für die Beiträge.
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

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14

Dienstag, 1. Mai 2018, 14:40

Danke für das Update! Ich bin gespannt, wie es weitergeht^^

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