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Boyzie

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1

Mittwoch, 15. Mai 2019, 09:52

Läßt sich vor dem Dreh einer Einstellung eindeutig, huntertprozentig erkennen, ob die Beleuchtung richtig, gut, wie gewünscht ist?

Läßt sich vor dem Dreh einer Einstellung eindeutig, huntertprozentig erkennen, ob die Beleuchtung richtig, gut, wie gewünscht ist? Offenbar nicht, denn sonst gäbe es wohl nicht so viele schlecht beleuchtete Filme / Szenen. Wie könnte man also am besten erreichen, daß die Beleuchtung ist, wie sie sein sollte, gewünscht ist? Vor allem, wie läßt sich eine bestimmte Atmosphäre, die durch die Beleuchtung erzeugt wird, über einen ganzen Film oder eine Sequenz aufrechterhalten, wie kriegt man das am besten hin?

Womit läßt sich die Beleuchtug am besten kontrollieren / überprüfen, über den Sucher der Kamera, einem extra Monitor (bestimmt nicht über so einen kleinen Field Monitor, oder?), über das Display eines Notebooks oder sonst wie?

Telliminator

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2

Mittwoch, 15. Mai 2019, 18:20

Ich hätte jetzt gesagt, dass man mit dem Einsatz von Belichtungsmesser(n) Klarheit über die Ausleuchtung am Set bekommt, aber was bedeutet schon 100%ig ?
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Boyzie

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3

Mittwoch, 15. Mai 2019, 20:21

Zitat

Ich hätte jetzt gesagt, dass man mit dem Einsatz von Belichtungsmesser(n) Klarheit über die Ausleuchtung am Set bekommt

Na ja, aber das funktioniert ja oft offenbar überhaupt nicht. Wie sollte sich an dem etwa die Stimmung beurteilen lassen? Auch saufen Bildteile oft völlig ab, etwa Augenhöhlen.

Zitat

aber was bedeutet schon 100%ig ?

Na ja, in diesem Zusammenhang, das gewünschte Ergebnis, würde ich sagen.

Alexxx11

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Mittwoch, 15. Mai 2019, 21:29

Läßt sich vor dem Dreh einer Einstellung eindeutig, huntertprozentig erkennen, ob die Beleuchtung richtig, gut, wie gewünscht ist? Offenbar nicht, denn sonst gäbe es wohl nicht so viele schlecht beleuchtete Filme / Szenen.
Von welchen Filmen sprichst du da? "Professionellen" Filmen oder Amateurfilmen?

Es gibt viele Arten die Belichtung zu messen, wichtig ist dabei wie man die Informationen interpretiert und wohin man am Ende möchte (auch in der Post-Produktion/Grading). Technisch korrekt belichten ist die eine Sache, es gibt aber eben auch kreative Entscheidungen beim Belichten. Es ist ausserdem von aussen betrachtet nicht vollständig erkennbar ob die Belichtung "falsch" war oder das Grading das Bild so stark beeinflusst hat, dass z.b. die Augenhöhlen absaufen. Sowas ist nicht allein abhängig vom reinen Belichten, sondern Lichtsetzung, Geschmack, Stil, Grading etc. spielen dabei eine große Rolle. Das reine technisch korrekte Belichten ist mit professionellen Kameras nicht das Haupt"problem". Durch Waveform, Histogramm, False Color, Zebra etc. kann man mit heutigem Dynamikumfang bei den besseren Kameras sehr oft das Bild ausreichend balanciert belichten.

In meinen Augen ist ein viel größeres Problem in diesem Zusammenhang die verschieden kalibrierten Abspielmöglichkeiten beim Zuschauer: Handy, Laptop, Fernseher, Kino, überall sieht es anders aus.

Und zum Thema Beleuchtung: Wenn die Beleuchtung wie gewünscht gut ist, wirst du das schon selbst merken. Lichtsetzung erfordert extrem viel Erfahrung, wache Augen im Alltag, technische und kreative Kenntnisse und auch oft technische Mittel wie die verschiedensten Arten von Lampen. Du willst nicht, dass die Augen absaufen? Leg Nesselstoff auf den Boden, halt ein Silberboard unter die Augen, leuchte nicht von oben. Es gibt so viele Arten mit Licht umzugehen, dass man keine allgemein gültige Antwort liefern kann. Licht ist aufwendig und teuer, sehr zeitintensiv und personalbedürftig. Manchmal müssen Kompromisse gemacht werden, manchmal kann man eine Szene genau so leuchten wie es einem gefällt. Ob sie dir bzw. dem Zuschauer dann am Ende auch gefällt ist die andere Frage.

Boyzie

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5

Mittwoch, 15. Mai 2019, 22:02

Zitat

Von welchen Filmen sprichst du da? "Professionellen" Filmen oder Amateurfilmen?

Von beiden, vor allem und lieber aber von letzterem. Welchen Unterschied gäbe es da in dieser Hinsicht?

Zitat

Durch Waveform, Histogramm, False Color, Zebra etc. kann man mit heutigem Dynamikumfang bei den besseren Kameras sehr oft das Bild ausreichend balanciert belichten.

Da fällt mir in diesem Zusammenhang noch eine Frage ein, die nicht unbeindgt zu diesem Thema gehört: es können aber keine Bilder "verünftig" belichtet werden, auch nicht mit besten Kameras, die etwa zur Mittagszeit / frühem Nachmittag im Sommer bei wolkenlosem Himmel, also praller von oben scheinender Sonne, ohne Aufhellung (also Reflektoren, Beleuchtung) gemacht werden, oder?

Zitat

In meinen Augen ist ein viel größeres Problem in diesem Zusammenhang die verschieden kalibrierten Abspielmöglichkeiten beim Zuschauer: Handy, Laptop, Fernseher, Kino, überall sieht es anders aus.

Ja, das hat man ja allein schon unter den Fernsehern sehr deutlich. Die können wohl in der Darstellung auch so unterschiedlich sein, daß auf dem einen Gerät Bildbereiche, etwa Augenhöhlen, absaufen, die auf einem anderen Gerät gut / richtig beleuchtet angezeigt werden, oder? Aber vor allem auch strahlen die Sender offenbar mitunter auch schon desolate Qualitäten aus, bei denen die Filme dieses "videohafte" Aussehen haben, so daß sie nicht ansehbar sind.

Zitat

Und zum Thema Beleuchtung: Wenn die Beleuchtung wie gewünscht gut ist, wirst du das schon selbst merken.

Das glaube ich eben eigentlich nicht, jedenfalls nicht vor Ort, sonst könnte die Beleuchtung in so vielen Filmen nicht so schlecht sein. Die Belichtung zu messen, sie zu interpretieren, danach die Beleuchtung auszurichten, auch die Belichtung, ist ja bestimmt nicht ganz so schwer für Menschen, die das gelernt haben. Aber die Stimmung zu kriegen, die man haben will, sie beizubehalten, eine Szene so zu beleuchten, wie die Stimmung sein soll, und das in den nächsten Szenen, der gesamten Sequenz auch noch zu schaffen, stelle ich mir schwer vor. Da gibt es ja nichts, vermute ich jedenfalls, was man messen könnte, etwa in der Art, wie man mit einem Belichtungsmesser feststellen kann, daß es hier heller sollte, dort dunkler.

Zitat

Du willst nicht, dass die Augen absaufen? Leg Nesselstoff auf den Boden, halt ein Silberboard unter die Augen, leuchte nicht von oben.

Ja, der Möglichkeiten gibt es bestimt viele, sogar einfachste, aber das zu erkennen, wann man wie eingreifen muß, scheint ja gerade das Schwere zu sein.

Zitat

Licht ist aufwendig und teuer, sehr zeitintensiv und personalbedürftig.

Teuer hinsichtlich der Zeit, des Aufwandes, aber nicht der Geräte, des Materials, nehme ich an, man sieht / hört ja sehr oft auch von "professionellen" Beleuchtern, daß mit minimalem und / oder billigsten Mitteln nicht schlechtere Beleuchtung gemacht werden könne, als mit den teuren.

Zitat

Ob sie dir bzw. dem Zuschauer dann am Ende auch gefällt ist die andere Frage.

Ja, aber das ist eine Frage bei vielem, etwa auch bei Drehbuch, Farben, Schauspielerei und so, wichtig ist ja zunächst mal, daß es einem selber gefällt.

EvilMonkey

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6

Donnerstag, 16. Mai 2019, 20:57

Ich verstehe nicht so ganz was du mit der Frage erreichen willst.

Filmlicht ist ein Beruf. Das muss man lernen. Genauso wie Fluglotse, Bankkaufmann oder Metzger. Wenn man das nur hobbymäßig macht und nicht gelernt hat (= Amateur), sieht es halt nicht gut oder zumindest nicht konsistent gut aus.

Zitat

Das glaube ich eben eigentlich nicht, jedenfalls nicht vor Ort, sonst könnte die Beleuchtung in so vielen Filmen nicht so schlecht sein.


Doch, natürlich. Aber auch dafür braucht es Erfahrung und die richtigen Werkzeuge. Heutzutage ist es nur sehr einfach geworden mit seeeeehr wenig wissen, ganz akzeptable Bilder einzufangen weil du direkt siehst was du bekommen wirst und die Kamera viel abfängt. Diese "ganz akzeptablen Bilder", siehst du jetzt.


Möchtest du vielleicht etwas genauer Sagen ob du ein spezifisches Problem hast? Es ist wirklich schwer auf sehr langen Post mit 1/3 Fragen, 1/3 Behauptungen und 1/3 Überlegungen adäquat zu antworten.

vobe49

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7

Gestern, 08:38

Was mich (Amateur) in Bezug auf "Belichtung" des Öfteren mehr nervt ist die Tatsache, dass beim Einsatz mehrerer Kameras (Multicamprojekte) die eine Kamera optimale Aufnahmen liefert und andere weniger optimale, obwohl die Bedingungen von seiten des Lichts ziemlich identisch waren. Zum Beispiel sind die Aufnahmen meiner Sony Alpha 6300 immer dunkler und weisen eine höhere Farbsättigung auf als meine Sony RX10M3 (trotz gleicher Einstellungen) oder die beiden Canon HFG40. Was mir in diesem Zusammenhang immer wieder mal auffällt ist die Tatsache, dass bei den beiden Sony-Kameras oft das jeweils aufgezeichnete Material nicht so aussieht, wie es während der Aufnahme auf dem Bildschirm angezeigt wurde. Ich denke aber, dass das technische Eigenheiten der jeweiligen Kamera sind, auf die man sich eben einstellen und die man in der Post dann ausbügeln muss.

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