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Tofuhuehnchen

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Sonntag, 25. März 2018, 23:27

Nachtaufnahmen - Fragen zur Beleuchtung

Servus Leute,

ich plane gerade ein kleines Projekt das auf einer Straße und einer Gasse in einer dreckigen, dystopischen Stadt spielt.
Es wird ein sehr kurzer Clip (max. 1-3min) in der man eine Frau Drogen kaufen sieht(Story ganz grob zusammengefasst).
Vom optischen Stil her würde es sich zwischen "Ghost in the Shell" und "Bladerunner" bewegen - zumindest wäre das der Plan.
Den Look der beiden genannten Filme werd ich so gesehen eh nicht hinbekommen (ist auch nicht mein vorrangiges Ziel), ich möchte es aber insgesamt sehr kühl(Blaustich bzw. Blautöne, Schwarz als Dominantes Element).

Ich will versuchen mich optisch daran zu halten:
Screenshot 1 Blade Runner
Screenshot 2 Blade Runner
Screenshot 1 Ghost in the Shell
Screenshot 2 Ghost in the Shell

Meine Frage ist nun, wie das am besten beleuchtet wird?
Ich habe mir das Making of von Ghost in the Shell angesehen, dabei ist mir aufgefallen, dass alle Szenen sehr hell aufgenommen wurden.
Wäre es daher besser ich filme alles zwar korrekt beleuchtet aber sehr hell und drehe in der Postproduktion die Helligkeit runter oder sollte ich gleich alles auf einem dunklen Set drehen?

Danke schonmal m Vorraus.

Euer Tofuhuehnchen
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Tiger

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Montag, 26. März 2018, 20:22

Die genannten Referenz-Filme sind beide massiv CGI-lastig, ein großer Teil des Looks ist in der Postproduktion und durch umfassendes Color Grading entstanden. In dem Fall ist es sinnvoll, nicht für den finalen Look sondern für eine möglichst flexible Postproduktion zu filmen. Informationen, die nicht da oder unbrauchbar sind, lassen sich in der Post nicht retten. Ziel ist es daher, möglichst viel Information zu filmen und die Dynamik des Sensors auszunutzen. Verrauschte oder abgesoffene Schatten sind zu vermeiden, ausgebrannte Highlights sind aber ebenfalls tödlich. Ideal ist so viel Licht, daß nichts rauscht, aber nicht mehr Kontrast als der Dynamikumfang der Kamera verarbeiten kann. Ein heller aber nicht sonniger Tag ist ein guter Ansatzpunkt. Arg dunkle Ecken kann man zusätzlich mit Reflektoren oder Scheinwerfern aufhellen. Ein Log-Profil und eine höhere Bit-Tiefe hilft, noch mehr Dynamik einzufangen. Das Bild dunkler ziehen geht später immer, wobei normalerweise nicht alles stur "runtergezogen" wird. Auch bei totalen Nachtaufnahmen sollten die hellsten Pixel immernoch nahe an 100% Helligkeit sein, daß man auf dem Bild noch was erkennt.

Zum Color Grading ist noch zu beachten, daß das Szenebild schon in die Richtung des finalen Looks geht. Alles später in blaue Pampe tunken ist leicht, sieht aber nicht schön aus. Besser ist es, wenn die Farben vorher schon stimmig sind (Klamotten, Props, alles was man beeinflussen kann). Wichtig sind auch Farbtupfer mit Kontrastfarben, bei beiden genannten Filmen sind das hauptsächlich Lichter/Leuchtreklamen etc. in rot und gelbtönen sowie das Spiel mit magenta und türkis (vor allem bei Blade Runner). Solche Elemente sollten schon beim Dreh in den gewünschten Farben vorhanden sein, das macht das Color Grading sehr viel einfacher.

Wenn ihr soweit seit, kann ich gerne beim thema Color Grading unterstützen.

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Tofuhuehnchen

Tofuhuehnchen

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Montag, 26. März 2018, 21:09

Servus Tiger,

erstmal Danke für deine ausführliche Erläuterung. :)

Dass die genannten Filme natürlich massig CGI haben ist mir klar, mein Versuch ist den Look in etwa so hinzukriegen. CGI will ich so gut es geht vermeiden, da mir hier einfach das Knowhow und auch die Ressourcen fehlen.

Ich fasse mal kurz zusammen ob ich dich richtig verstanden habe:
Im Prinzip muss alles was zu sehen sein soll ordentlich aufgezeichnet werden (keine Ausgebrannten hellen Flecken, aber auch keine rauschenden dunklen Stellen).
Die farbigen Kontraste mit Neon-Reklame,etc.. kann ich in "Natura" aufnehmen und dann in der Postproduktion entsprechend aufhübschen, da ich mit V-Log ja volle Kontrolle habe.
Der hellste Punkt muss innerhalb des Dynamikbereiches der Kamera sein, der dunkelste Punkt muss so hell sein, dass es nicht rauscht.
Das Set soll dem geplanten Look bereits soweit es geht entsprechen (3-Farben Regel -> in diesem Fall verschiedene Blautöne, Schwarz und weiß zählen nicht als Farben).


Das heißt aber auch, dass ich nicht zwingend in einem Studio aufnehmen muss, da ich ja ebenso in hellem Tageslicht arbeiten kann?
Ein Studio war nämlich mein erster Ansatz, da ich wohl nicht so ohne weiteres eine Straße inkl. Gasse bekommen werde und das einnebeln des Sets nicht vom Wind abhängig ist.
Ist für eine Farbkarte bei so wenigen Farben sinnvoll um beim Grading was machen zu können?

@Grading-Angebot: Das ist ein nettes Angebot, dass ich gerne annehmen werde. :) Nach Abschluss der Dreharbeiten werd ich nochmal auf dich zu kommen.

lg
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Tiger

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Montag, 26. März 2018, 21:28

Yep, das passt so weit. Wichtig ist tatsächlich ein eher geringer Kontrast am Set und es darf nichts überbelichtet sein. Z.B. ein ausgebrannter weisser Himmel lässt sich im Grading nicht mehr retten, man kann nur noch eine matschgraue Fläche draus machen. Gerade in der Dämmerung oder nachts ist der Himmel aber normalerweise voller Details und eben nicht einheitlich grau. Für die geplante Szene wäre es vielleicht sogar besser, daß erst gar kein Himmel im Bild ist, dann gibt das schon mal keine Probleme beim Bearbeiten. Bei Leuchtreklamen, Autoscheinwerfern o.ä. ist es nicht so schlimm, wenn die hellen stellen etwas "ausbrennen", diese Stellen sind auch im finalen Produkt die hellsten Stellen und auch bei Aufnahmen in echter Dunkelheit potentiell überbelichtet.

Und ja, sowas geht prima im Freien, wie geschrieben am besten bei mäßigem Wetter. Es gibt jede Menge geniale "Nachtaufnahmen" die bei vollem Tageslicht im Freien geschossen wurden. Vorteil ist, man muss sich nicht mit hohen ISOs und Sensorrauschen rumärgern. Wie gesagt, dunkel drehen geht immer.

Farbkarte d.h. color checker schadet nie, dürfte in dem Fall aber auch nicht arg viel bringen. Ziel ist ja nicht die natürliche Wiedergabe der Farben sondern eh ein künstlicher Look.

Und mit V-Log meinst du vermutlich V-Log L d.h. GH4/5? Ich vermute mal nicht, daß ihr eine Varicam habt? Im Fall V-Log L solltet ihr auf jeden Fall mit 10 Bit aufnehmen, sonst gibt es hässliches Banding beim Graden.

Tofuhuehnchen

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Montag, 26. März 2018, 21:43

Hmm...ok. Den ausgebrannten Himmel hatte ich bereits in dem Thread mit meinem Zeitlupen-Test - da war genau das der Fall. Sowas will ich diesmal vermeiden.

Mit V-Log meine ich die GH4, genau - da kommt im April das Log-Upgrade.
Eine Varicam habe ich nicht, um die 10 Bit zu bekommen werde ich das wohl auf einem externen Recorder aufnehmen müssen.
Ich spiele auch mit dem Gedanken mir die 35er, 50er und 85er Primes zu leihen für diesen Zweck.

Perfekt, dann werd ich mal ans Storyboard und das Setdesign machen.

Danke dir nochmals für die Ausführlichen Erklärungen und Tipps. :)

lg
Tofu
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Tiger

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Montag, 26. März 2018, 22:18

Externer Recorder ist bei V-Log L Pflicht. Mit 8 Bit taugt das nichts, dann lieber ohne Log filmen. Nebeneffekt vom Recorder ist, daß du mit anständigen Codecs (Prores, DNxHR) aufnehmen kannst.

Tofuhuehnchen

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Montag, 26. März 2018, 23:52

Alles klar, ich denke damit sind erstmal alle meine Fragen beantwortet.
Danke schön nochmal an dich. :)

lg
Tofu
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

joey23

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Dienstag, 27. März 2018, 11:06

Ich würde das auf keinen Fall tagsüber drehen, da hast du so viel Tageslicht, dass du überhaupt keine Kontrolle hast.

Mach das nachts, besorg dir eine Nebel- oder Dunstmaschine und blaue Farbfilterfolien für den Hintergrund und genügend Scheinwerfer. Ansonsten die Tipps zur Belichtung die schon genannt wurden.

Tiger

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9

Dienstag, 27. März 2018, 20:26

Es ist schon interessant, wie unterschiedlich die Arbeitsweisen sind. Ich finde gleichmäßiges Tageslicht eher besser kontrollierbar als ein komplettes Kunstlicht-Set. Mit ein paar Flags und Reflektoren ist das Licht schnell "sortiert" ohne großen Strombedarf und ohne daß der Kontrast zu brutal wird. Weiteres Re-Lighting erfolgt falls nötig am PC. Die Einstellung könnte aber auch daher kommen, daß mir kein Licht-Equipment in Hollywood Ausmaßen zur Verfügung steht und durchaus ein gewisser Materialaufwand nötig ist, um ein dunkles Set ordentlich hell zu bekommen. Ich habe auch noch nie Farbfilter verwendet (außer CTO/CTB um verschiedene Lichtquellen zu matchen oder für einzelne Akzente). Den finalen Look mache ich lieber in der Postproduktion auf eher neutraler Basis aus der Kamera.

Aber das zieht sich durch bis zu den ganz großen Produktionen, ich sage nur practical/in camera effects vs. VFX. Bei manchen Filmen (z.B. Blade Runner 2049, Star Wars) wird ewig viel gebastelt und viele Lichteffekte bis fast zum finalen Look entstehen komplett in der Kamera. Andere Filme sind zu großen Teilen im grünen oder blauen Studio gedreht worden (Hobbit, Jungle Book) und die visuelle Magie entsteht hauptsächlich in der Postprduktion. Das schöne ist, beide Wege führen zum Ziel und man kann sich je nach den Gegebenheiten (Equipment, Skills, Budget, Location usw.) die passende Variante raussuchen. Ich bin eher der VFX/Post Typ, ich liebe es, die Dinger später noch verändern zu können. Ich kenne aber auch Leute, bei denen mehr oder weniger der fertige Film direkt aus der Kamera kommt, das hat definitiv auch seinen Charme.

Tofuhuehnchen

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Dienstag, 27. März 2018, 21:10

Ich würde das auf keinen Fall tagsüber drehen, da hast du so viel Tageslicht, dass du überhaupt keine Kontrolle hast.


Hätte ich tagsüber nicht den Vorteil, dass ich alles gleichmässig hell habe? Dadurch könnte ich mir theoretisch aufwändiges Licht sparen, da ich im Prinzip nurnoch Akzentuiert ausleuchten müsste, sprich die bunten Kontrastlichter, Personenausleuchtung (Spitzlicht, aufhellen,etc..) und punktuell aufhellen oder betonen von Objekten.
Ich hoffe ich schreibe jetzt nicht kompletten Stumpfsinn.

Mach das nachts, besorg dir eine Nebel- oder Dunstmaschine und blaue Farbfilterfolien für den Hintergrund und genügend Scheinwerfer. Ansonsten die Tipps zur Belichtung die schon genannt wurden.


Dein Tipp mit den Farbfilterfolien verwirrt mich grad etwas... meinst du damit, dass ich den Hintergrund damit ausleuchten soll? Quasi in Dunkelblau zB.



Es ist schon interessant, wie unterschiedlich die Arbeitsweisen sind.


Da stimme ich dir zu, ich schätze man wird für sich selbst die passende Arbeitsweise finden müssen um auch zum jeweiligen Budget und Zeitguthaben passt.


Ich persönlich bin grad etwas unschlüssig wie ich das genau umsetzen werde. Es ist klassisch low-low-Budget, sprich ich kann in Sachen Licht nur auf 3 800W-Redheads und 2 Dedoleuchtsets zurückgreifen. Erschwerend kommt dazu, dass eben auch das Set recht groß ist und ich zwei Schauplätze (die Straße und die Gasse) abbilden muss, was in Sachen Gestaltung für mich ebenfalls komplettes Neuland ist.

So wie ich mich kenne wirds wohleine Mischung aus beiden Arbeitsweisen sein - die Szenen auf der Straße im Freien und die Gasse im finstren Studio nachgebaut.
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

joey23

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Mittwoch, 28. März 2018, 10:24

Day2Night ist eine Notlösung, die man magels lichtempfindlicher Kameras früher gemacht hat, die aber heute eigentlich keinen Sinn mehr macht. Spitzlicht sagt sich leicht: Selbst an einem bedeckten Tag (bei dem alles matschig grau aussieht) hast du draußen locker 10.000 Lux. Um da gegen anzuleuchten brauchst du richtig schwere Geschütze!

Der Plan kann auf keinen Fall lauten, alles gleichmäßig hell zu machen und die ganze Farbe erst im Nachhinein zu machen. Das geht nur mit extrem viel VFX und sieht bei unseren Budgets IMMER scheiße aus.

Natürlich brauchst du blaues Licht im Hintergrund, die grundlegenden Farbtöne müssen in deiner Aufnahme bereits angelegt werden. Du kannst ein Blau im Hintergrund verstärken oder abschwächen, aber wenn hinten einfach weißes Licht ist und vorne auch, wirst du niemals zu dem Look kommen, den du dir vorstellst.

Wie gesagt: Dreh im dunkeln, mach farbiges Licht, ein bisschen Dunst in der Luft wirkt wunder, und achte darauf sauber zu belichten. Das heißt nicht, dass du Taghell drehen sollst, sondern sinnvoll so, dass du kein reines Schwarz und kein reines Weiß hast. Aber die Helligkeitsunterschiede und Kontraste müssen schon bei der Aufnahme stimmen. Wenn du bei der Aufnahme alles gleichmäßig hell hast wirst du da diese Atmospäre nicht reinbringen. Das sieht nachher aus als hättest du in einem Operationssaal gedreht.

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Sonntag, 1. April 2018, 21:39

Servus joey,

bitte entschuldige die späte Rückmeldung.

Gut, das mit dem gänzlich hell und gleichmäßig ausleuchten ist wirklich kontraproduktiv.
Mein Entschluss steht fest - ich werde das Ganze im finsteren machen.

Mein Plan sieht folgendermaßen aus:

- Eine möglichst abgedunkelte Halle mit einigen Metern Flats, welche die Straße und die Gasse darstellen.
- 3x800W Red Heads für die Hintergrund-Beleuchtung
- 2x Dedolight-Kits (je 2 kleine Scheinwerfer & 1x Fläche) für 3-Punkt beim Schauspieler und aufhellen von eventuellen dunklen Spots.
- 3x Folien mit jeweils anderem Blauton für Hintergrund, Aufheller und Führung

Mal schauen - ich denke das sollte für den Anfang reichen. Ich muss mmir das aber vorher auf der Kamera anschauen und entsprechend mit den Einstellungen üben und probieren damit ich beim Dreh nicht unnötig herumspiele.

Danke an euch beide für eure Anregungen und Tips. :)

lg
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

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Donnerstag, 14. Juni 2018, 11:41

Ich habe noch nicht selbst solche Sequenzen gefilmt aber habe mir das Resultat so einer Nachbearbeitung oft kritisch angesehen und das größte Problem sind meist die Schatten. Das Bild dunkler machen und die Farben korrigieren klappt schon irgendwie. Das Problem ist, dass die Lichtquellen stimmen müssen. D. h. kein Licht vom Himmel sondern nur von den künstlichen Lichtquellen. Oder wenn du es komplett dunkel haben möchtest: Gut ausgeleuchtet komplett ohne Schatten.
Anyway. how's your sex life?

Tofuhuehnchen

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Samstag, 16. Juni 2018, 22:54

Servus Jazzman,

habe deinen Beitrag erst jetzt gesehen.
Wir haben beschlossen, das Ganze Nachts zu drehen, daher wird auch der Teil der im Auto vor der Location(eine Halle) stattfindet dunkel sein und wir können entsprechend ausleuchten.
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Tiger

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Sonntag, 17. Juni 2018, 00:28

Auch wenn Tofuhuenchen sich gegen einen Dreh bei Tag entschieden hat, ist es möglicherweise für den einen oder anderen interessant, hier noch ein wenig weiter zu philosophieren...

das größte Problem sind meist die Schatten


Damit liegst du absolut richtig. Daher hatte ich auch eingangs schon empfohlen, das Ding nicht bei praller Sonne sondern bei bewölktem Himmel zu drehen. Vor einigen Jahren lief ein Tatort (Frankfurt Oder/Polen Dings) wo day for night Aufnahmen bei fettem Sonnenwetter gemacht wurden. Das sah total bescheuert aus, alles hat mitten in der Nacht extreme Schatten geworfen. Mit viel Phantasie wäre das vielleicht noch als Vollmond durchgegangen, aber auf Autos etc. hat sich die Sonne gespiegelt und massiv in den Film "eingebrannt", so hell wird der Mond nie und nimmer. Die Lichtstimmung war einfach nur komplett unrealistisch und störend. Sowas sollte man auf jeden Fall vermeiden.

Solche Shots funktionieren nur, wenn man bei neutralen Lichtverhältnissen dreht. Realistisches, nachvollziehbares Licht entsteht später in der Postproduktion in dem man z.B. Lichtkegel von Straßenlampen oder Autos sowie übliche Lichtquellen wie beleuchtete Fenster, Leuchtreklamen, Ampeln usw. nachträglich einbaut. Ohne Fleißarbeit in der Postproduktion wird das nix.

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