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Micki86

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1

Dienstag, 18. September 2018, 09:48

Hardwareanforderungen für performantes Arbeiten im Schittprogramm Corel VideoStudio Pro 2018

Ich würde gerene wissen, an welchen Hardwarekomponenten ich für den Multicammode drehen muss um den performanter zu bekommen. Also mehr Ram, leistungsfähigere Grafikkarte oder performatere Festplatten. Leider stehen auf der Hompage des Herstellers nur Mindestanforderungen.

*Topic verschoben*

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Telliminator

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2

Dienstag, 18. September 2018, 11:36

Hi Micki86,

was für Hardware hast Du denn zur Verfügung? So kann man Dir ja nicht wirklich sagen was Du verändern musst, damit es besser wird.

Gib mal ein paar technische Daten:

Mainboard:
CPU:
Grafikkarte:
Festplatte(n):
Arbeitsspeicher:
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Micki86

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3

Dienstag, 18. September 2018, 16:26

Technische Daten

Momentan verwende ich einen HP-Laptop:


Gerätenummer
2QG76EA
Produktname
HP Notebook - 15-bs172ng
Mikroprozessor
Intel® Core™ i5-8250U (1,6 GHz Basisfrequenz, bis zu 3,4 GHz mit Intel® Turbo Boost-Technologie, 6 MB Cache, 4 Kerne)
Arbeitsspeicher, standard
DDR4-2400 SDRAM, 8 GB (1 x 8 GB)
Grafikkarte
Intel® UHD Graphics 620
Festplatte
1 TB 5400 U/min SATA
Optisches Laufwerk
DVD-Writer
Bildschirm
Entspiegeltes HD-SVA-Display, 39,6 cm (15,6 Zoll) Diagonale, WLED-Hintergrundbeleuchtung (1.366 x 768)
Tastatur
Tastatur in voller Größe im Island-Style-Design mit Ziffernblock
Zeigereinheit
Touchpad mit Multi-Touch-Gestenunterstützung
Drahtlos-Technologie
802.11b/g/n (1x1) Wi-Fi® und Bluetooth® 4.0 kombiniert
Netzwerkkarte
Integriertes 10/100/1000 GbE-LAN
Erweiterungsplätze
1 SD-Kartenleser für Medien verschiedener Formate
Externe Anschlüsse
2 USB 3.1 Gen 1 (nur Datenübertragung); 1 USB 2.0; 1 HDMI; 1 RJ-45; 1 Kopfhörer/Mikrofon kombiniert
Mindestabmessungen (B x T x H)
38 x 25,38 x 2,38 cm
Audio-Merkmale
Zwei Lautsprecher

Ich will mir aber was kräftigeres zusammenbauen Die Frage ist halt an welchen Komponenten wie drehen.

joey23

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4

Dienstag, 18. September 2018, 16:52

Als erstes solltest du mal das Betriebssystem nicht von einer HDD sondern von einer SSD laufen lassen. Das hilft nicht nur beim Videoschnitt sondern überall.

Tiger

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5

Dienstag, 18. September 2018, 18:53

- Dicke i5, besser i7 CPU oder entsprechender AMD Ryzen bzw. Threadripper
- min. 16, besser 32 GB RAM
- gescheite Grafikkarte (bei Nvidia mindestens 1060, wenns ins Budget passt 1080ti), Intel HD Grafik ist kompletter Müll
- M.2 SSD für OS und Caching
- schnelle Platten (SATA im RAID1 oder SAS 10K/15K) oder SSD für die Rohdaten, je nach Intermediate Codec müssen bei Multicam viele Daten bewegt werden
- OS und Applikationen alles durchgehend 64 Bit, sollte aber eh selbstverständlich sein

Preisregion für einen schnellen Schnitt-PC 2000€ - 3000€

Addon: Anständiger, kalibrierter Monitor, sonst bringt der beste PC nix

Telliminator

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Dienstag, 18. September 2018, 21:21

Hi Micki86,

Du mit dem HP Laptop kannst Du aufrüstungstechnisch nicht wirklich viel tun. Die Grafikkarte ist eine Unit Deiner CPU, kannst Du leider nicht austauschen, das wird das größte Manko sein. Was möglich ist, Du kannst die HDD in eine SSD austauschen und mit Sicherheit auch noch den Arbeitsspeicher auf 16 GByte erhöhen können. Mehr wird an dem Laptop hardwaremäßig nicht machbar sein.

Die Vorschläge von Tiger sind soweit vernünftig. Wenn Du eine genaue Zusammenstellung für einen Schnitt-PC benötigst, schau Dir mal die Vorschläge von Pixelcomputer an.

Grüße
Telli
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Micki86

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Dienstag, 18. September 2018, 21:46

Das man den Laptop nicht aufrüsten kann war mir bewußt.
Wie man einen PC hochrüstet weiß ich auch.

Was ich aber nicht weiß, ist wie so Schnittprogramme "ticken". Beispiel: Bitcoin-Schürfen benötigt performanteste Grafikkarten, Suchmaschinen wie Yasi benötigen vorallem Ram.

So hoffte ich das wer weiß, auf was man speziell bei Schnittprogrammen wert legen muß.

Tiger

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8

Dienstag, 18. September 2018, 23:32

So hoffte ich das wer weiß, auf was man speziell bei Schnittprogrammen wert legen muß.

....steht doch in meinem Beitrag, was willst du noch wissen?

joey23

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Mittwoch, 19. September 2018, 10:21

Quasi "auf alles". Videoschnitt ist eine der Anwendungen, die den ganzen Rechner fordert bis in die Peripherie hinein.

Micki86

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10

Mittwoch, 19. September 2018, 11:03

Quasi "auf alles". Videoschnitt ist eine der Anwendungen, die den ganzen Rechner fordert bis in die Peripherie hinein.
Danke
joey23, dass ist genau das was ich wissen wollte!

Telliminator

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11

Mittwoch, 19. September 2018, 23:13

So hoffte ich das wer weiß, auf was man speziell bei Schnittprogrammen wert legen muß.


In der Regel benötigen Schnittprogramme - allgemein betrachtet - Grafikkarten von hoher Leistungsfähigkeit. Einige Schnitt-Programme können auf spezielle Recheneinheiten der Grafikkarte zugreifen, Du hast vielleicht mal etwas von CUDA-Unterstützung gelesen oder gehört. Hochleistungsschnitt-PCs verfügen über spezielle Grafikkarten die ganz besonders viele CUDA-Recheneinheiten (oder auch Streamprozessoren) besitzen und damit den Renderprozess erheblich beschleunigen können. Das sind dann in der Regel keine normale Grafikkarten, sondern sogenannte Workstation-Grafikkarten. (Werden zum Teil auch gerne eingesetzt für Bitcoin-Mining). Diese Karten sind natürlich ein bisschen teurer als gewöhnliche. Die nächste Generation von GeForce sind die RTX Karten, sie toppen die im Gamingbereich gerne verwendeten GTX Karten durch verbesserte Architektur. Die ersten Modelle sind aber noch sehr teuer, aber im Vergleich zu Workstation-Karten günstiger. Es muss jedoch noch getestet werden, ob sie im Workflow besser abschneiden werden. Du kannst Dir ja mal welche Kaufen und es austesten.
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Tiger

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Freitag, 21. September 2018, 00:30

Das sind dann in der Regel keine normale Grafikkarten, sondern sogenannte Workstation-Grafikkarten.

Du meinst hier vermutlich die Quadro Serie von Nvidia? Für Videoschnitt sind diese Karten NICHT nötig, es reicht die Geforce Serie. Hauptunterschied bei den Quadro Karten ist mehr Video-RAM, die Unterstützung von 64 Bit Float und zertifizierte Treiber, die für manche CAD Anwendungen nötig sind. Für Videoschnitt sind diese Features nicht relevant, das Geld kann man sich sparen. Daher meine Empfehlung für die 1080ti, die hat genug Video-RAM und Cuda Leistung auch für anspruchsvolle Schnittprogramme wie Davinci Resolve.

RTX bedeutet spezielle Hardware für Raytracing, dies läuft auf Tensor/RT Cores, nicht auf Cuda Kernen. Aktuell bietet RTX nur für bestimmte Spiele einen Vorteil, für Videoschnitt ist die Technologie nicht relevant bzw. bringt keinen Vorteil, auch hier kann man sich für einen Schnittrechner die Kohle sparen und wir wären wieder bei der guten alten 1080ti.

Prinzipiell muss geprüft werden, ob die angepeilte Schnittsoftware überhaupt Cuda unterstützt. Cuda ist eine proprietäre Lösung von Nvidia, viele Programme nutzen daher stattdessen OpenCL. Letzteres wird auch von AMD Karten unterstützt, was die Auswahl deutlich erweitert.

Unabhängig von der Grafikkarte sollte man beachten, daß viele Berechnungen (z.B. die komplette Audio Engine aber auch diverse Codecs und Effekte) nicht auf der Grafikkarte berechnet werden sondern auf der CPU. Daher muss auch hier die nötige Leistung vorhanden sein, siehe meine Empfehlung richtung i7 bzw. Ryzen 7 oder mehr. Und natürlich müssen die Rohdaten schnell genug gelesen werden können, daher der Hinweis auf I/O optimierte Festplatten/SSDs. Wenn man von NAS/SAN schneidet, kommt noch eine schnelle Netzwerkkarte + Netz-Infrastruktur dazu. Auch wenn es manche Leute nicht wahr haben wollen, ich habe mir bei der empfhohlenen Zusammenstellung was gedacht ;)

Micki86

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Freitag, 21. September 2018, 08:44

Also ich habe jetzt einen Celcius den ich für was Anderes gedacht hatte aktiviert.
Win 10 64 Bit
16 GB RAM
Intel Xeon W3565 3.20 GHz
NVIDEA Quadro 4000
SSD Crucial CT105MX
Nicht SD WD3000HLHX

Da läuft das Ganze dann doch etwas performanter!

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14

Freitag, 21. September 2018, 15:40

RTX bedeutet spezielle Hardware für Raytracing, dies läuft auf Tensor/RT Cores, nicht auf Cuda Kernen. Aktuell bietet RTX nur für bestimmte Spiele einen Vorteil, für Videoschnitt ist die Technologie nicht relevant bzw. bringt keinen Vorteil, auch hier kann man sich für einen Schnittrechner die Kohle sparen und wir wären wieder bei der guten alten 1080ti.


Fast 25% mehr Leistung der RTX Karten gegenüber der 1080 ist also kein Vorteil. Gut zu wissen. Es werden wahrscheinlich daher auch Workstations mit diesen neuen RTX Karten gebaut, (es gibt übrigens auch neue Quadro Karten aus der RTX Serie), weil sie keinerlei Vorteile gegenüber den GTX Grafik-Systemen haben. Ob man das bezahlen will und sich die Mehrkosten lohnen muss jeder für sich selbst ausrechnen.

By the way, ich hab versucht es so allgemein wie möglich zu kommunizieren und die gestellte Frage zu beantworten.

@Micki86, da hast Du doch ein potentes System für den Schnitt Deiner Videos. (ist zwar etwas betagte Hardware, aber geht doch)
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Freitag, 21. September 2018, 19:11

Fast 25% mehr Leistung der RTX Karten gegenüber der 1080 ist also kein Vorteil. Gut zu wissen.

Welche Schnittsoftware wird durch RTX Technologie 25% schneller? Bitte Quellenangabe!

Fakt ist, daß RTX als Technologie (RT Cores für Raytracing, Tensor für KI) aktuell von keiner Schnittsoftware unterstützt wird und vermutlich auch zukünftig hier keine Vorteile bringt, da Schnittprogramme nicht raytracen. Ob irgendwann KI Funktionen im Videobereich auf Tensor Cores entwickelt werden, wäre denkbar, heute gibt es da nix. Aktuell ist noch nicht einmal die nötige DirectX Schnittstelle verfügbar, die kommt irgendwann im Oktober, mehr als ein paar Techdemos im Game Berich gibt es daher momentan nicht.

Zum Thema 2080 vs 1080ti ohne Berücksichtigung von RT/Tensor gibt es hier ganz aktuell einen recht aufschlussreichen Test:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/…er-4168248.html


@Micki86: Das genannte System klingt mal garnicht so schlecht. Die CPU ist zwar von 2009 aber damals war das eine potente Workstation, die sollte heute auch noch bissl was können. Das Ding dürfte neu aber sauteuer gewesen sein, den Aufpreis für Xeon un Quadro kann man sich heute sparen und mit den Consumer Komponenten glücklich werden :)

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Samstag, 22. September 2018, 14:05

@Tiger, die Quelle hast du doch bereits selbst verlinkt. Die Rechenleistung der RTX ist doch mit 14,2 TFlops höher und auch die Datenrate kann wesentlich mehr durchsetzen. Schau in die Tabelle.
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17

Samstag, 22. September 2018, 14:38

HD

Wie ich von einem Mitarbeiter eines Schnittsoftwarehersteller erfahren habe, ist für den Schnitt selber die Leistung der HD's das limitierende. Wobei SSD auch nicht sinnvoll, wegen der hohen Zugriffszahlen, alo eher ein Raid 0 oder 2-5 mit entsprechend leistungsfähigen konventionellen HD's.

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18

Samstag, 22. September 2018, 14:48

Natürlich ist eine Karte mit mehr Takt, Shadern, Cores, whatever immer schneller und dafür auch teurer als ein "kleineres" Modell, das ist hier sicher jedem klar und keine neue Erkenntnis. So ist auch die 1080 logischerweise schneller als die 1060, das war schon immer so. Bei der 2080ti im Vergleich zur 1080ti ist aber der Aufpreis deutlich höher als der Geschwindigkeitsgewinn, was an der neuen Technologie Tensor/RT Cores liegt, die man mit bezahlt und genau dafür steht RTX. Die 2080 ohne ti vs. 1080 mit ti ist in manchen Belangen sogar langsamer und trotzdem teurer. Wie bereits mehrfach geschrieben, die TECHNOLOGIE RTX ist aktuell für Videoschnitt komplett unbedeutend weil nicht unterstützt. Wer will, darf das natürlich bezahlen, es bringt aber nix. Das ist so sinnvoll wie ein Auto mit Allrad und Geländeuntersetzung, mit dem man immer nur zum Brötchen holen fährt. Trotzdem ist ein Allradler mit 150PS vermutlich etwas schneller beim Bäcker als der Fronttriebler mit 130PS, das liegt aber nicht am Allrad ;)

Versteh mich nicht falsch, ich will nicht RTX als Technologie anzweifeln, ich freue mich selbst drauf, wenn Blender/Eevee das vielleicht irgendwann unterstützt. Es geht hier aber darum, die Kollegen im Forum verantwortungsvoll zu beraten und nicht sinnlos Kohle zu verpulvern (ist nicht bei jedem unbegerenzt verfügbar). Fakt ist, auch mit einer 1060 mit 6GB Video Ram für aktuell ca. 250€ kann man sinnvoll Videoschnitt betreiben.

Marcus Gräfe

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19

Samstag, 22. September 2018, 17:19

Wobei SSD auch nicht sinnvoll, wegen der hohen Zugriffszahlen

"Schädlich" für SSDs sind aber ausschließlich Schreibzugriffe. Nur um das klarzustellen. ;)

In der Firma haben wir für System & Programme eine SSD, für die Projekte eine normale HDD und für die Mediendaten ein RAID0 mit zwei normalen HDDs. In meinen Augen eine gute Konfiguration.

Tiger

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20

Samstag, 22. September 2018, 17:35

...ist für den Schnitt selber die Leistung der HD's das limitierende

Kommt immer drauf an, wo die Definition von "Schnitt" anfängt und aufhört. Allgemein formuliert muss der Datenspeicher (lokale Platte oder NAS/SAN) die Bitrate des verwendeten Codecs schaffen, das kann bei ProRes oder RAW schon mal ein Haufen Daten sein. Bei Multicam, wie du eingangs gefragt hast, multipliziert sich das dann mit der Zahl der Streams. Wenn die Daten aus der Kamera nicht in Echtzeit gelesen werden können, muss man mit Proxies mit niedrigerer Auflösung und/oder Qualität arbeiten.

Ob man jetzt HDDs oder SSDs verwendet ist im Prinzip egal, wenn sie schnell genug sind. Wenn es um richtig große Datenmengen im schnellen Zugriff geht, geht der Trend mittlerweile zu All-Flash NAS-Maschinen, die SSDs mit RAID kombinieren (z.B. EMC Unity). HDDs werden in den nächsten Jahren außer vielleicht für Archive nach und nach aussterben, zumal die SSD Preise im Sinkflug sind.

Jetzt ist es aber nicht nur so, daß der Rechner die Daten lesen muss, sondern auch verarbeiten. Die Streams müssen mit dem Durchsatz, mit dem sie gelesen werden auch decodiert und be RAW ge-"debayert" werden. Dies sind Prozesse, die oft auf der CPU laufen. Wenn nicht nur harte Schnitte, sondern auch transitions vorhanden sind, müssen diese ebenfalls berechnet werden, das macht üblicherweise die GPU. Dazu kommen noch Effekte, Belichtungs/Farbkorrektur usw., das muss auch irgendwo berechnet werden und sollte alles in Echtzeit laufen. Schnitt ist heute viel mehr als nur das Aneinanderreihen von Filmschnipseln, daher lässt sich das Thema Performance nicht auf den Datenspeicher reduzieren, auch wenn der eine sehr wichtige Komponente ist.

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