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Samstag, 12. Juli 2014, 20:24

Rode NTG-2 als Interviewmikrofon?

Servus,

das Rode NTG-2 wird ja nicht nur hier im Forum ordentlich gelobt, ich würde es mir nun auch gerne holen, da mein Rode Videomic für meine Ansprüche nicht mehr ausreicht.

Doch in erster Linie will ich damit Interviews machen und frage mich nun, wie sich das Gerät in der Hand verhält, ob es da ebenso einen unbrauchbaren Handgeräusche-Salat wie das Videomic verursacht?

Oder gibt es im Bereich bis/um die 200€ brauchbare Alternativen, die ich ebenfalls ohne Probleme mittels einfachem XLR-Klinke Adapter an mein Zoom H1 anschließen kann?

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Sonntag, 13. Juli 2014, 01:55

AKG C 1000S, kostet neu ca. 160 €. Die restliche Kohle kannst du in ein gutes Kabel und in einen Mikroständer investieren.
Für Indoor-Interviews würde ich ein Nierenmikrofon einem Richtmikrofon immer vorziehen! Meine Erfahrung bei Richtmikrofonen ist, dass Sprache dort immer etwas gedrückt klingt. Das Genannte ist auch ein beliebtes Handmikro.

Alternativen in der Preisklasse wären das Rode NT5 oder das Oktava Mk012. Die werden eher als Overhead am Drumset verwendet, klingen aber auch bei Sprache ganz gut.

Edit: Ich sehe, du nutzt das Zoom H1, das keinen XLR-Eingang hat. Hier wäre ein Zoom H4n oder ein anderes Gerät sein Geld wert. Klinkeadapter schaffen nämlich den Vorteil von XLR (Rausrechnung der Störgeräusche) ab, und sie bieten nicht die Möglichkeit, das Mikro mit Phantomspeisung zu versorgen, was eigentlich bei allen Kondensatormikros nötig ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »jk86« (13. Juli 2014, 02:07)


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CanonCamer (MB-Film)

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Sonntag, 13. Juli 2014, 12:36

Ich war bei Interviews immer zufrieden mit meinem Rode NTG-2. Griffgeräusche haben mich nie direkt gestört, weil es mich auch interessierte habe ich mal eine Testaufnahme zum Vergleich mit XLR (+Phantomspeisung) und Klinke (+Batterie) gemacht, siehe Anhang. Wenn dich die Griffgeräusche stören, kannst du dir ja einen Pistolengriff (etwa Rode PG2) kaufen, dafür sind die da.

Zum genannten AKG muss man wissen, dass es deutlich schwerer ist als solche Richtrohre wie das NTG-2 (was nicht unbedingt ein Nachteil ist). Die gen. NT5 und Oktava klingen sicher nicht schlecht, sind aber von der Form her für Interviews, wie ich finde, eher ungeeignet (zu kurz).

P.S.: Die Testaufnahmen habe ich mit Audition normalisiert, ansonsten nichts verändert.
»CanonCamer (MB-Film)« hat folgende Dateien angehängt:
  • Test XLR.wav (4,9 MB - 72 mal heruntergeladen - zuletzt: 27. Oktober 2018, 01:23)
  • Test Klinke.wav (3,08 MB - 59 mal heruntergeladen - zuletzt: 27. Oktober 2018, 01:23)

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Thoody

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Sonntag, 13. Juli 2014, 12:54

Für mich klingt die Aufnahme des NTG-2 völlig okey!

5

Montag, 14. Juli 2014, 17:50

@CanonCamer:
Vielen Dank für das Hochladen der Audio-Dateien.
Warum klingt das NTG-2 an Klinke so extrem blechern? Das verstehe ich nicht. Bist du sicher, dass du nicht aus Versehen das interne Mikro für die Aufnahme benutzt hast?
Außerdem ist die Aufnahme in Stereo, das Mikro ist doch aber in Mono, oder täusche ich mich?

Der Pistolengriff ist ne gute Idee, hier frage ich mich aber, wie man dann am besten als Interviewer das Ding halten soll? Als Richtmikrofon gehe ich halt davon aus, dass man es mit der Spitze zum jeweiligen Mund richten sollte, was mit dem Griff mir ziemlich umständlich vorkommt.

@jk86:
Das AKG C 1000S scheint ebenfalls sehr passabel zu sein, läßt sich auch mit 2 Batterien statt der Phantomspeisung betreiben und würde so auch an meinem H1 noch laufen. Falls Tests wirklich massive Störgeräusche ergeben, müsste ich eben doch zum H4(N) wechseln.

CanonCamer (MB-Film)

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Dienstag, 15. Juli 2014, 14:23

Warum klingt das NTG-2 an Klinke so extrem blechern? Das verstehe ich nicht. Bist du sicher, dass du nicht aus Versehen das interne Mikro für die Aufnahme benutzt hast?
Außerdem ist die Aufnahme in Stereo, das Mikro ist doch aber in Mono, oder täusche ich mich?

Hallo, ja, das ist definitiv das NTG-2, wunderte mich auch, dass es so anders klingt. Ich könnte mir vorstellen, dass die Kamera automatisch einen Hochpassfilter oder Ähnliches zuschaltet (in den Einstellungen ist dazu aber nichts, aber so Con(bis Pro-)sumer-Produkte machen ja gerne Krams um die Aufnahme vermeintlich zu verbessern). Leider habe ich keinen Klinke-Rekorder zur Hand, wo ich es nochmal ausprobieren könnte.
Die Kamera nimmt grundsätzlich in Stereo auf, so hat sie eben das Signal auf beide Kanäle gepackt. Ich hätte es am PC natürlich in Mono konvertieren können, aber ich wollte nichts verfälschen/verändern.
Gruß MB

7

Dienstag, 15. Juli 2014, 19:29

Ah, du hast also die Klinke-Aufnahme direkt an/in der Kamera und die XLR-Aufnahme an einem externen Audio-Recorder gemacht?

Dann bleibt leider die Frage offen: verfälscht hier der (schlechte?) Audio-Teil der Kamera oder die Umsetzung von XLR auf Klinke das Signal so stark?

CanonCamer (MB-Film)

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8

Dienstag, 15. Juli 2014, 20:11

XLR-Test:
NTG-2 -> XLR-Kabel -> Tascam DR-100

Klinke Test:
NTG-2 (mit Batterie) -> XLR auf 6,2 mm Klinke Adapter -> 6,2 auf 3,5 mm Klinke Adapter -> Canon Legria HF S100

Der Tascam-Recorder hat keinen Klinke Mikrofon (nur Klinke Line)-Eingang, deshalb über die Kamera gemacht. Falls es interessiert, sind die Kabel (und an der einen Stelle leider notwendigen Adapter), alle hochwertig (ordentliche Kabel mit NEUTRIK-Steckern).

MP-Digital

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9

Dienstag, 15. Juli 2014, 22:16

Wir verwenden das Rode NTG2 als Interviewmikrofon zusammen mit einer Sennheiserfunkstrecke und sind damit sehr, sehr zufrieden. Hat den Vorteil, dass wenig Umgebungsgeräusche mit drauf kommen.

Shure

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10

Donnerstag, 17. Juli 2014, 14:33

Warum klingt das NTG-2 an Klinke so extrem blechern?
das klingt ganz danach, als ob ein Phasendreher drin ist. Da dürfte beim Dapateriern von XLR auf Klinke eine falsche Verdrahtung vorliegen. Mal einen Kanal (R oder L) invertieren, dann müsste es wieder normal klingen.

Grüße
Jürgen Schwörer
Applications Engineer
Shure Distribution GmbH

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CanonCamer (MB-Film)

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Sonntag, 20. Juli 2014, 18:17


das klingt ganz danach, als ob ein Phasendreher drin ist. Da dürfte beim Dapateriern von XLR auf Klinke eine falsche Verdrahtung vorliegen. Mal einen Kanal (R oder L) invertieren, dann müsste es wieder normal klingen.

Grüße

Vielen Dank, das hat funktioniert, klingt sofort völlig anders. Davon hatte ich noch nie gehört; jetzt gibt's wieder was nachzulesen, was Phasenwinkel in diesem Zusammenhang sind:)

Beste Grüße
Matthias

Camutante

unregistriert

12

Samstag, 6. September 2014, 23:30

Eine blöde Frage: bei einer Lösung NTG2 + Field Recorder würde ich das Audiosignal der Kamera löschen und nur das posteditierte Material des Field Recorders verwenden. Den Field Recorder würde ich so einstellen, dass nur das Eingangssignal des NTG2 aufgenommen wird - habe ich dann trotzdem noch leicht gedämpfte Umgebungsgeräusche? Weil klare Sprache ohne Umgebungsscheisse ist wichtig, aber wenn nur die Sprache aufgenommen werden würde, würde das klinisch klingen. Auf der anderen Seite, jetzt wo ich das so schreibe: solange ich nicht in einem Vakuum aufnehme, sind die Umgebungsgeräusche ja zwangsläufig immer drin. Kapier ich das soweit richtig?

13

Sonntag, 7. September 2014, 02:12

Eine blöde Frage: bei einer Lösung NTG2 + Field Recorder würde ich das Audiosignal der Kamera löschen und nur das posteditierte Material des Field Recorders verwenden.

Für die Synchronisation macht es Sinn, die internen Mikros der Kamera eingeschaltet zu lassen.

Zitat

Den Field Recorder würde ich so einstellen, dass nur das Eingangssignal des NTG2 aufgenommen wird - habe ich dann trotzdem noch leicht gedämpfte Umgebungsgeräusche? Weil klare Sprache ohne Umgebungsscheisse ist wichtig, aber wenn nur die Sprache aufgenommen werden würde, würde das klinisch klingen. Auf der anderen Seite, jetzt wo ich das so schreibe: solange ich nicht in einem Vakuum aufnehme, sind die Umgebungsgeräusche ja zwangsläufig immer drin. Kapier ich das soweit richtig?

Ja, das ist richtig. Abgesehen davon kann man mit Mikrofonen den Schall eines Sprechers nicht vom Umgebungsschall trennen. Und: im Vakuum gibt es keinen Schall, denn er braucht ein Medium, um übertragen zu werden ;)
Über den klinischen Klang kann man sich streiten - in Sprachsynchronisationen sind die Sprecher lauter und verständlicher als im Original, und alte Filme sind manchmal komplett stumm bis zur (eventuell nachsynchronisierten) Sprache. Das kann fremd wirken, macht den Film aber nicht zwangsweise schlechter.

Camutante

unregistriert

14

Sonntag, 7. September 2014, 13:55

jaja, den sound der kamera lösche ich ja erst in der post :D :D haste aber sehr nett forumliert: "macht es sinn" kiihihi :D

joey23

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15

Montag, 8. September 2014, 08:47

Wo ist das Problem? "Sinn machen" steht im Duden. Damit ist es zumindest mir gut genug.

Camutante

unregistriert

16

Montag, 8. September 2014, 23:41

Ich fands nett dass er mich nicht direkt angegangen ihat, obwohl die Antwort offensichtlich war. Keine Ahnung was du da jetzt verstanden hast.

joey23

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17

Dienstag, 9. September 2014, 09:20

Ok, ich dachte dir gehts um "Sinn machen" als Formulierung vs. "Sinn ergeben".

Camutante

unregistriert

18

Dienstag, 9. September 2014, 17:44

Nee nee so pedantisch bin ich nicht :D

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