Du bist nicht angemeldet.

Taxpayer

unregistriert

1

Donnerstag, 1. März 2012, 16:57

Tonaufnahme am Set über Interface statt Audio Recorder

Hallöchen liebe Forumgemeinde.

Ich hätte eine Frage bezüglich der Tonaufnahme mit einem Interface. Der allgemeine Hype der Amateurtonaufnahme tendiert ja momentan in Richtung seperater Tonaufnahme über einen Audiorecorder. Da ich im Besitz eines Interfaces (Tascam US-122 -MKII) wegen damaligen Musikaufnahmen bin, hatte ich geplant den Ton über ein Notebook mit dem Interface aufzunehmen um ein paar Euros einzusparen anstatt mir einen portablen Audiorecorder zu kaufen.
Es ist sicherlich umständlicher für den Angler was die Bewegungsfreiheit angeht und auch die Stromversorgung ist so ein Thema...

Nun habt ihr vielleicht Erfahrungen mit direkter PC Aufnahme gemacht? Ist es zu empfehlen? Worauf muss man achten? Und vorallem es möglich mit diesem Interface (http://www.thomann.de/de/tascam_us122mk2.htm) ausreichend Pegeln zu können?

Nun, ein Dankeschön im Voraus :)

Bri&DI Studios

unregistriert

2

Donnerstag, 1. März 2012, 17:39

Ich besitze das Vorgängermodell und arbeite damit seit über drei Jahren. Grundsätzlich müsste es damit möglich sein. Das Interface braucht keine seperate Stromversorgung, sondern wird vom Laptop gespeist, den du ja über Akku laufen lassen kannst (mehrere Ersatzakkus könnten dann längere Drehs ermöglichen). Pegeln kannst du ja mit den Reglern oben auf, jeder regelt jeweils einen Mikrofoneingang. Bei mir sind sie ein wenig komisch eingestellt (10% des Reglerbereichs machen 90% der Lautstärke aus, der Rest... halt den Rest ;)), aber das ist im Nachfolgemodell vielleicht gefixt. Hat mir meinen Mikrofonen vom Pegel her immer gepasst, aber am Set ist das vielleicht was anderes, damit habe ich keine Erfahrung.

Wichtig für Stereoaufnahme:
Dieses Interface hat ja keinen Stereoeingang. Wenn du mit einem Stereomikrofon arbeiten möchtest, musst du das Signal bevor du es in das Interface geben kannst durch entsprechende Adapter auf zwei Kabel aufsplitten. Nur dran denken, falls du ein Stereomikrofon verwenden solltest.

Allerdings habe ich es bisher nur bei mir zu Hause wirklich verwendet. Bei Versuchen es ausserhalb der Studioumgebung zu verwenden zickte es zunächst rum. Das unbedingt ausprobieren, Treiber passend installieren, bevor du damit auf einen Dreh gehst.

Es gibt solche Laptoptische (ich weiß nicht so genau, wo man so etwas bekommt, aber ein Freund hat einen bei sich im Aufnahmeraum, muss es irgendwo geben ;)) die man sicherlich für sowas zweckentfremden kann. Gibts sowohl auf Rollen, als auch
mit normalem Ständer. Müsste dann von der Flexibilität des Tonmanns her ausreichen. Ihr braucht dann aber denke ich auf jeden fall eine zusätzliche Person, die den Computer bedient, um blöde Pannen zu vermeiden und schnelleres Arbeiten zu ermöglichen (Angel vorsichtig beiseite legen, Aufnahme starten, Angel wieder nehmen... kostet alles Zeit)

Soviel von meiner Seite, ich hoffe es war irgendwas hilfreiches dabei. :)

Guitar_TT

Registrierter Benutzer

  • »Guitar_TT« ist männlich

Beiträge: 143

Dabei seit: 8. Januar 2009

Hilfreich-Bewertungen: 5

  • Private Nachricht senden

3

Donnerstag, 1. März 2012, 21:54

Also anstatt einem extra Notebookständer kann man auch einfach jedes Notenpult nehmen. Die sind für gewöhnlich doch günstiger.

Telliminator

Tech-Freak

  • »Telliminator« ist männlich

Beiträge: 891

Dabei seit: 10. Mai 2010

Hilfreich-Bewertungen: 135

  • Private Nachricht senden

4

Donnerstag, 1. März 2012, 23:30

Grundsätzlich sage ich ja zum Interface, den Ton kann man ggf. auch via Funkmikros an das Interface zum Notebook bringen. Das spart das aufwändige digitalisieren der Tonbänder.

Dazu möchte ich Dir folgenden Link geben, der könnte für Dich interessant sein:

http://www.movie-college.de/filmschule/ton/tonaufnahme.htm
Ear-Movies - Filme für die Ohren - http://www.blackdays.de - http://timeshift.blackdays.de - TimeShift kostenloses Hörspiel - Finale ist online, Folge 8 "And All My Dreams, Torn Asunder" * TS 7.1 TechDemo *

tomatentheo

unregistriert

5

Montag, 5. März 2012, 18:48

Moin!
Der allgemeine Hype der Amateurtonaufnahme tendiert ja momentan in Richtung seperater Tonaufnahme über einen Audiorecorder.

Das hat nicht mit Hype zu tun, sondern ist nur der Notwendigkeit geschuldet. Der eigentliche Hype sind die DSLRs, die ein besch...ne Tonabteilung bieten.
Nichts spricht gegen die Verwendung eines Interfaces in Verbindung mit einem Lappi. Gerade bei Mehrspuraufnahmen die deutlich bessere Lösung.

Es ist sicherlich umständlicher für den Angler was die Bewegungsfreiheit angeht und auch die Stromversorgung ist so ein Thema...

Warum? XLR gibts in langen Längen. Und mehr als zehn Meter biste eh nie weg. Das Kontrollhören für den Angler wird tricky.

Und keine Notenständer, wenn du den Lappi noch brauchst. lieber ein kleiner Klapptisch vom IKEA. Und ein Stuhl.
Filmen ist langweilig, da sitzt man gerne.

joey23

Co-Administrator

Beiträge: 5 161

Dabei seit: 12. September 2009

Hilfreich-Bewertungen: 1175

  • Private Nachricht senden

6

Montag, 5. März 2012, 19:00

Du nennst die auftretenden Nachteile ja schon selbst. Stromversorgung ist komplizierter, das ganze ist Umständlicher zu handeln, zwei getrennte Geräte und so weiter. Ansonsten spricht eigentlich nichts dagegen.

Ich habe selber bei einem Film mit einem Mehrkanalinterface an einem Laptop aufgezeichnet, direkt in Logic. Die Ergebnisse waren großartig, vor allem natürlich wegen der verwendeten Mikrofone. Da haben sich 2 Personen nur um den Ton gekümmert, und das ist auch das was ich bei einem Laptop auf jeden Fall anraten würde. Mit einem normalen Recorder gehts notfalls auch mal allein. Mehr dazu in meiner Signatur, auch zum Drehablauf.

Ansonsten gilt genauso: Sauber die Klappe beschriften, konsequent nach jedem Take Bild und Ton unterbrechen, dann erspart man sich nachher viel Sucherei. Außerdem den Ton schon bei der Aufnahme kontrollieren mittels geschlossenem Kopfhörer.

Ein Punkt fällt mir gerade noch ein: Der Kopfhöreranschluss des Laptop wird vermutlich eine relativ hohe Latenz haben, was für einen ungeübten ziemlich verwirrend sein kann. Ist aber nur eine Gewöhnungsfrage und kein echtes Problem.

Bri&DI Studios

unregistriert

7

Montag, 5. März 2012, 19:02

Zitat

Das Kontrollhören für den Angler wird tricky.

Zitat

Ein Punkt fällt mir gerade noch ein: Der Kopfhöreranschluss des Laptop
wird vermutlich eine relativ hohe Latenz haben, was für einen ungeübten
ziemlich verwirrend sein kann.

Nicht unbedingt. Das Interface hat einen Kopfhörerausgang. Ein Regler am Interface reguliert ausserdem das Outputsignal und stellt die Balance zwischen dem Output vom Computer und Monitoring des Inputs ein. Man kann über den Kopfhörereingang also direkt das Signal verstärkt wieder rausjagen, das durch die Inputs reinkommt. Das beeinflusst die Aufnahme am Laptop überhaupt nicht. Das ganze läuft latenzfrei ab
Je nach Aufnahmeprogramm kann man auch einfach eine Monitoringfunktion einschalten, die das selbe bewirkt. Da gibt es normalerweise auch keine besonders hohe Latenz, zumindest nicht bei meinem Rechner (wobei ich nicht die Programme verwende, die am Set zur Aufnahme sinnvoll wären, denke ich)

tomatentheo

unregistriert

8

Montag, 5. März 2012, 19:31

Mir gings weniger um die Latenz, denn ich hatte schon den Kopfhörerausgang des Tascam im Kopf, sondern um das lange Kabel, das du wieder anschließen musst.

Guitar_TT

Registrierter Benutzer

  • »Guitar_TT« ist männlich

Beiträge: 143

Dabei seit: 8. Januar 2009

Hilfreich-Bewertungen: 5

  • Private Nachricht senden

9

Dienstag, 6. März 2012, 07:49

Und keine Notenständer, wenn du den Lappi noch brauchst.

Ich hab bisher noch keinen Schaden an meinem tonnenschweren Notebook erlitten ;)

Mir gings weniger um die Latenz, denn ich hatte schon den Kopfhörerausgang des Tascam im Kopf, sondern um das lange Kabel, das du wieder anschließen musst.

Wenn man das mit dem Kabel von der Angel zusammentaped, dann sollte das doch kein Problem darstellen. Auch wenn der Angler dann die Lautstärke nicht mehr selbst bestimmen kann (gibt ja notfalls noch In-Ear-Systeme mit Funk oder auch nur einfache passive Lautstärkeregler).

Sketch

Compositing Artist

  • »Sketch« ist männlich

Beiträge: 692

Dabei seit: 20. April 2006

Wohnort: Düsseldorf

Hilfreich-Bewertungen: 12

  • Private Nachricht senden

10

Dienstag, 6. März 2012, 15:47

Mir gings weniger um die Latenz, denn ich hatte schon den Kopfhörerausgang des Tascam im Kopf, sondern um das lange Kabel, das du wieder anschließen musst.


Wäre aber wohl sinnvoller "echt" Hinterband zu hören, sonst besteht ja immer die Gefahr, dass in der Aufnahme doch noch irgendwas vermurkst ist. ;)
"Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken dies mit leerem Kopf zu tun."

tomatentheo

unregistriert

11

Dienstag, 6. März 2012, 16:45

Ich hab bisher noch keinen Schaden an meinem tonnenschweren Notebook erlitten

Ich hab die Erfahrung gemacht, das gerade solche Sachen auf Stativen am Set gerne umfallen. Deswegen liegt mein Lappi immer auf einem Tisch oder einer Kiste.

@Sketch: Auch ne Idee.

12

Dienstag, 15. Mai 2012, 13:59

ich hab die fast track pro von m-audio, auf die schwöre ich. ich hab es lieber mit dem pc - da hab ich dann sofort alles am start. wenn man aufpasst mit dem equipment, dann geht es auch.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (24. Juni 2012, 14:40)


Verwendete Tags

Aufnahme, Interface, Rode NTG2, ton

Social Bookmarks