Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Amateurfilm-Forum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

dr-media

unregistriert

21

Freitag, 28. September 2012, 19:31

Gebe dir im Prinzip recht, ich benutze ebenfalls (leider) o.g. Wörter.

Allerdings noch eine Anmerkung:

Ein Fehler der mich immer wieder aufregt (so wie dich die Anglizismen) ist: Steadicam schreibt man egal ob Deutsch oder Englisch immer mit "i" da es sich dabei um einen Eigennamen handelt!

Zum eigentlichen Thema:

Leider wird die Deutsche Sprache immer mehr verändert, so auch zum Beispiel das Wort "Handy". Dieses Wort gibt es nicht einmal in Amerika/England, denn sogar die sagen "Mobile Phone" -> Mobiltelefon.

Aber keine Sorge, das Problem dürfe sich von selber beheben, wenn nicht mehr Amerika die Weltmacht ist, sondern China & alle chinesisch sprechen :D :D

L Lawliet

Registrierter Benutzer

  • »L Lawliet« ist männlich

Beiträge: 541

Dabei seit: 8. Januar 2011

Hilfreich-Bewertungen: 205

  • Private Nachricht senden

22

Freitag, 28. September 2012, 19:40

Diese Diskussion ist sehr sinnvoll und nicht bis zum Erbrechen geführt worden.
Nur als Gedankenanstoß: Sich über Anglizismen aufzuregen, befreit nicht davon, konsequent weiterzudenken. Ich gehe stark davon aus, dass sich die meisten Diskussionsteilnehmer nicht an einem "das macht Sinn" stören, was aber ebenfalls ein Anglizismus ist. Dieselben Leute, die "mimimi sprecht mal deutsch und kein englisch" sagen, sind die ersten, die bei "Sinn machen" sagen "ja, aber das ist was anderes, da ist es okay!"
Selbiges gilt für die ganzen getrennten Hauptwörter oder den so genannten Deppenapostroph.

Man "holt" sich übrigens keine Krankheiten, da "etwas holen" ein aktiver Vorgang ist. Man holt sich hingegen sehr wohl einen neuen Monitor, sofern man in ein Geschäft geht, dort einen Monitor kauft und ihn nach Hause transportiert. "Einen Monitor kaufen" bezieht sich einzig und allein auf den Vorgang an der Kasse oder auf eine Onlinebestellungen, bei der "holen" natürlich nicht zutrifft.
Gebt mir bitte in folgendem Thread Bescheid, wenn ihr eine wie dort beschriebene Kritik von mir zu eurem Film haben wollt:
L Lawliet verreißt eure Filme

Drehbuchkritik nach Absprache per PN.

23

Freitag, 28. September 2012, 19:41

@ Daniel: (oder soll ich lieber an statt @ schreiben?) ;)
Die Franzosen weigern sich aus (falschem) Nationalstolz Englisch zu reden,
Deswegen gab es auch schon Fluglotsenstreiks und Zusammenstöße auf dem Rollfeld.

@ Lawdingensbummens:
Holen klingt für mich nach Raub, Ladendiebstahl und vom Laster gefallen.
Ich habe auch den Anstand meine Sachen zu bezahlen.
Denn ursprünglich hatte "holen" die Bedeutung von "wegschaffen".
Nur neuerdings hat es sich umgangsprachlich leider auch in der Bedeutung zu "erwerben" gewandelt.

Und holen ist keineswegs nur aktiv, da es auch zuziehen bedeuten kann.
Und da wird es umgangssprachlich für hauptsächlich für Krankheiten oder unangenehme Dinge benutzt.
Aber wenn es Dich stört: Holen tut man z.B. Schiffstaue.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Purzel« (28. September 2012, 19:49)


L Lawliet

Registrierter Benutzer

  • »L Lawliet« ist männlich

Beiträge: 541

Dabei seit: 8. Januar 2011

Hilfreich-Bewertungen: 205

  • Private Nachricht senden

24

Freitag, 28. September 2012, 20:06

@ Lawdingensbummens:

@ Furzel:

Zitat

Holen klingt für mich nach Raub, Ladendiebstahl und vom Laster gefallen.

I rest my case.

Zitat

Denn ursprünglich hatte "holen" die Bedeutung von "wegschaffen".

Belege.
Und da wird es umgangssprachlich für hauptsächlich für Krankheiten oder unangenehme Dinge benutzt.

Du verteidigst eine umgangssprachliche Benutzung in Bezug auf Krankheiten, verurteilst jedoch eine umgangssprachliche Benutzung in Bezug auf Computerzubehör? Dann ist ja alles gesagt.

Zitat

Aber wenn es Dich stört: Holen tut man z.B. Schiffstaue.

Nein. Man holt Schiffstaue ein. Das dazugehörige Verb heißt einholen.
Gebt mir bitte in folgendem Thread Bescheid, wenn ihr eine wie dort beschriebene Kritik von mir zu eurem Film haben wollt:
L Lawliet verreißt eure Filme

Drehbuchkritik nach Absprache per PN.

Ezio

Witcher

  • »Ezio« ist männlich

Beiträge: 1 574

Dabei seit: 11. August 2009

Wohnort: Mordor

Hilfreich-Bewertungen: 68

  • Private Nachricht senden

25

Freitag, 28. September 2012, 20:16

Also ich persönlich finde diese englischen Wörter in der deutschen Sprache gar nicht störend. Schon vor ein paar hundert Jahren entstanden deutsche Wörter aus englischen Begriffen, warum sollte das dann jetzt nicht mehr so sein? Ich stimme da Purzel zu, eine Sprache muss sich ja nun mal irgendwie entwickeln.

Und ich meine, wenn man über Filmproduktion spricht und dann Trailer, Sound, Dolly, Slider, Thread, Software, Credits, ... durch Vorschau, Lied, Kamerawagen, ... ersetzt, dann hört sich das für mich total komisch an. Und gerade beim Film finde ich kann man solche Wörter gut verwenden, da sich mMn die englische Sprache eh 100mal cooler anhört als die deutsche und das ganze dann professioneller wirkt. :D (solange alle Begriffe englisch sind und nicht plötzlich zwischen "Special Effects" sowas wie "Lied" auftaucht. :cursing: )

Was auch angesprochen wurde sind solche Sachen wie: "Bouldern", "Powdern" oder "Biken", ... das finde ich z.B. auch nicht nötig.

By the way, "holen" im sinne von "kaufen" kann man vielleicht schon als "klauen" verstehen, aber "holen" kann man auch ganz normal benutzen im Sinne von: "Wir haben den Slider vergessen!" - "Ich hol ihn kurz."

................(Filmkanal).................................(Zeichnungen)................

freezer

Filmemacher / Postpro / FH Vortragender

  • »freezer« ist männlich

Beiträge: 1 636

Dabei seit: 21. Juli 2005

Wohnort: Graz, Österreich

Hilfreich-Bewertungen: 201

  • Private Nachricht senden

26

Freitag, 28. September 2012, 20:22

Aus dem Duden Bedeutungswörterbuch:

holen:
1. a) an einen Ort gehen und von dort herbringen (ein Buch aus der Bibliothek holen)
sinnv.: beschaffen
b) [schnell] herbeirufen, an einen bestimmten Ort bitten (die Feuerwehr holen)
sinnv.: herbeordern, herbestellen, kommen lassen, rufen, nach jmdm. schicken
2. <sich h.> sich etwas geben lassen, verschaffen; sich (um etwas) bemühen und es bekommen (ich wollte mir bei ihm Rat, Trost holen)
3. <sich h.> (ugs.) sich (etwas Unangenehmes, bes. eine Krankheit) zuziehen (ich habe mir eine Erkältung geholt)
sinnv.: erkranken
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
8010 Graz - Austria
Blackmagic Cinema Camera Blog

PlunChilla Prod.

unregistriert

27

Freitag, 28. September 2012, 20:22

Ich denke, dass das mit den Anglzismen von mehreren Perspektiven aus ansehen muss.

Im üblichen Sprachgebrauch finde ich es teils in Ordnung, wie im Fall Backup, Barkeeper, joggen. Diese sind teilweise einfacher und kürzer, als Deutsche Äqivalente, aber haben sich auch einfach eingebürgert.

Nervig dagegen finde ich Audrücke, wie "for Free"(Immer wieder in Radioshows) oder "Coffee to go". Das sind einfach nur modisch klingende Ausdrücke, für die es genauso kurze und klare Ausdrücke gibt.


Was die Filmwelt angeht, muss ebenfalls unterschieden werden:

Ich arbeite in einer Werbeagentur und da ist es unerlässlich, englische Begriffe, wie Slow Motion, Action, lighting,etc. zu benutzen, da öfters ausländische Regisseure und Filmteams mit im Boot sind.
Da braucht man eine Universalsprache und das ist, wie immer einfach Englisch.

Wenn jetzt aber ein Hochzeitsfilmer aus der tiefsten Provinz sich als Director of Photography bezeichnet und das Setting der Shots bemängelt, dann ist das einfach nur aufgeblasen und unnötig.

docjameson

unregistriert

28

Samstag, 29. September 2012, 12:49

Ich sehe diesen Prozess ebenso seit vielen Jahren recht kritisch. Vor allem dann, wenn er völlig unnötig eingesetzt wird. Dass sich einige Begrifflichkeiten, nicht nur im Medium Film, in den alltäglichen Sprachgebrauch integriert haben, sehe ich nicht unbedingt als Übel an. Vor allen Dingen, wenn man weiß, worum es sich handelt. Bestimmte Begriffe würde der Otto-Normalverbraucher selbst ja nicht mal mehr als Anglizismen ansehen, wie z.B. Couch, Toaster, Clown oder Computer. Viel mehr sehe ich solche Entgleisungen in der Arbeits- oder Einkaufswelt, wenn ich z.B. in den Geschäften "Sale" lesen muss und dann von einem Sales-Assistent bedient werde. Anrufen kann ich bei einem Call-Center Agent, der Hausmeister ist auf einmal der Facility Manager oder gelesen habe ich auch schon eine Jobausschreibung eines Vision Clearance Engineer, also eines Fensterputzers. Hier hören für mich eindeutig die Verständlichkeiten auf.

Danielleinad

Panasonic Lumix GH4 www.ds-film.de

  • »Danielleinad« ist männlich
  • »Danielleinad« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 827

Dabei seit: 13. September 2011

Wohnort: Leipzig

Hilfreich-Bewertungen: 92

  • Private Nachricht senden

29

Sonntag, 30. September 2012, 00:40

Ich dachte Steadicam meint nur das gleichnamige Unternehmen, während Steadycam der Begriff für alle Schwebestative wäre?

Notwendigen Anglizismen sollte man sich nicht verweigern, genauso wie man erst recht nicht bemängeln sollte, wenn man statt des englischen, den deutschen Begriff wählt. Meiner Meinung nach haben Zeitlupe, Spezialeffekte, Schwebestativ, Monitor, Ton, Filmpreis, Videobearbeitungsprogramm, Kassette, Kassette und Datei durchaus seine Daseinsberechtigung, selbst beim Film. Das sind alles geläufige Begriffe, bei denen jeder versteht was gemeint ist, ganz im Gegensatz zum Wort "Weltnetz", was so viel wie Internet bedeutet, obwohl ich selbst das Wort tolerieren würde. @ Marcus Und nein, wir wären auch sicher nicht mehr bei "uga", "uga" und selbst wenn, könnten wir unsere Sprache vielleicht stolz "Uganda" nennen :D

Unsere Sprache hat sich auch durch die Einflüsse fremder Sprachen entwickelt, aber selbt beim Verzicht mancher Begriffe hätte es unserer Sprache auch nicht geschadet. Sich jetzt um einzelne Begriffe zu streiten, wäre eine Nonsens-Diskussion, die jetzt den Rahmen sprengen würde, jedoch sollte man sich ein sprachliches Bewusstsein schaffen, in der man Anglizismen so verwendet wie das Salz für eine Suppe.

@Ezio Ja klar hört es sich vorerst komisch an, das liegt eben an der schleichenden Amerikanisierung der deutschen Kultur. Wir sind leider schon so weit, dass es mittlerweile "cool" ist, möglichst viel Englisch in die deutsche Sprache zu integrieren. Als ich mal die Bravo gelesen habe und die nur von "Germany" statt "Deutschland" schreiben, habe ich endlich erkannt, wie tief wir gerutscht sind.

@Plunchilla Das mit der Universalsprache sei mal ein Argument. Wenn man die Fachbegriffe beider Sprachen kennt, ist das durchaus ein Vorteil. Notwendig ist dieser jedoch erst, wenn man wirklich international zusammenarbeitet. Das heißt also Profis müssen beides kennen und tun dies auch selbstverständlich. Solange aber die Amateurfilme auf nationaler Ebene schweben und wir hier im Forum auf deutsch diskutieren, ist es aber nicht nötig. Otherwise I will change my language completely by posting threads because it sounds better than the boring german. Why not also un poco español? It would make happier beacuse this language reminds me on sun, beach and ocean.

@Purzel "@" ist schon okay, weil es sich gut vom Text abhebt und eine signalisierende Wirkung hat :) Aber richtig, die französische Verweigerung ist schon wieder zu viel des Guten.

Wer unbedacht ein Fremdwort wählt
und deutsches Wort für ihn nicht zählt,
wer Primetime sagt statt Hauptprogramm,
scheint auf dem Weg zum Ami-Wahn,
wer happy sagt und glücklich meint
und sunshine, wenn die Sonne scheint,
wer hot gebraucht anstelle heiß,
Know-how benutzt, wenn er was weiß,
wer sich mit sorry kühl verneigt
und Shows abzieht, wenn er was zeigt,
wer Shopping macht statt zu einkaufen
und Jogging sagt zum Dauerlaufen,
wer Kids gar unsere Kinder nennt,
Madonna besser als Herrn Goethe kennt,
der ist zwar „in“, doch merkt zu spät,
dass er kein Wort mehr Deutsch versteht!

Dabei sind meine Wunschvorstellungen zum Erhalt der deutschen Sprache noch recht milde. Wenn ihr nur mal ein paar Seiten Metapedia lest, dann werdet ihr lachend auf dem Boden stürzen müssen, so extrem, wie sie Anglizismen meiden, dass sie selbst sogar von VS-Amerikaner sprechen. Obwohl selbst hier einiges seine Berechtigung hat.
http://de.metapedia.org/wiki/Anglizismen

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Danielleinad« (28. Januar 2013, 02:30)


Marcus Gräfe

Administrator

  • »Marcus Gräfe« ist männlich

Beiträge: 5 131

Dabei seit: 14. August 2002

Wohnort: Düsseldorf

Hilfreich-Bewertungen: 347

  • Private Nachricht senden

30

Sonntag, 30. September 2012, 00:42

Ich dachte Steadicam meint nur das gleichnamige Unternehmen, während Steadycam der Begriff für alle Schwebestative wäre?

Sehe ich genau so.

Mac Mave

Filmzombie

  • »Mac Mave« ist männlich

Beiträge: 1 398

Dabei seit: 20. Juli 2005

Hilfreich-Bewertungen: 130

  • Private Nachricht senden

31

Sonntag, 30. September 2012, 10:37

Solche Debatten werden ja eigentlich gern von RTL aufgegriffen und als Unfrage unter Passanten getarnt als Lückenfüller gebracht 8-)
Ich persönlich finde es vollkommen egal ob sich Anglizismen "einschleichen" oder eben nicht - ich habe absolut nix dagegen. Da die Jugend selbst sogar vergessen hat wie man einen deutschen Satz ausformuliert, ist das Kind eigentlich schon in den Brunnen gefallen - ich bin nur stolz auf meinen Dialekt.

Es hat bereits 1 registrierter Benutzer diesen Beitrag als hilfreich eingestuft.

Benutzer, die diesen Beitrag hilfreich fanden:

mp-cw

NO!R

Theater!

Beiträge: 302

Dabei seit: 24. Juni 2007

Wohnort: München

Hilfreich-Bewertungen: 28

  • Private Nachricht senden

32

Sonntag, 30. September 2012, 13:30

Wenn ihr nur mal ein paar Seiten Metapedia lest

Ernsthaft? Du zitierst ne Nazi-Seite? Du Held, verschon uns mit infamen Seiten wie Metapedia.

Anglizismen schaden der deutschen Sprache nicht. Genausowenig wie es der frz. Spracheinfluss getan hat. Und vielleicht werden irgendwann türkische wörter im deutschen benutzt, was auch nicht schlimm wär. Ganz im Gegenteil. Eine Kultur braucht Einflüsse, sie muss "leben". Nur dann hat sie Bestand. Jeder der Multi-Kulti verurteilt und für gescheitert erklärt, erklärt unsere Kultur für gescheitert. Kulturelle Blütezeiten gibts nur wenns Einflüsse von außen gibt. Super Beispiel: die letzte deutsche kulturhochzeit: 20er Jahre dank der jüdischen Kunst!

Es haben bereits 4 registrierte Benutzer und 1 Gast diesen Beitrag als hilfreich eingestuft.

Benutzer, die diesen Beitrag hilfreich fanden:

Ezio, dödeli117, Movie Visions, wabu

Movie Visions

Sandwichmaker

  • »Movie Visions« ist männlich

Beiträge: 1 117

Dabei seit: 12. Juli 2006

Wohnort: Ludwigsburg

Frühere Benutzernamen: MovieVision

Hilfreich-Bewertungen: 56

  • Private Nachricht senden

33

Montag, 1. Oktober 2012, 12:59

Für "Deadline" gibt es je nach dem, wie man es braucht, passende deutsche Begriffe, wie auch bei "Sound" eben Ton oder Klang, obwohl beides ja doch recht synonym ist.
Zu weit geritten, Cowboy! Ton und Klang sind zwei grundverschiedene Dinge. Äpfel und Birnen.

joey23

Co-Administrator

Beiträge: 5 143

Dabei seit: 12. September 2009

Hilfreich-Bewertungen: 1172

  • Private Nachricht senden

34

Montag, 1. Oktober 2012, 14:12

Puh.

Da es sich bei vielen der genannten Kritikpunkte um Fachbegriffe handelt, die eben in einem "Business" wie dem Filmgeschäft international gebraucht werden, ist das in meinen Augen kein Anglizismus, sondern eben einfach der Fachausdruck. Ein Bluescreen ist eben ein Bluescreen, die Story die Story und Chromakey ist eben Chromakey. In der Medizin würde auch niemand auf die Idee kommen, plötzlich sämtliche Muskeln, die auch ein deutscher Medizinstudent mit den korrekten, am lateinischen angelehnten Bezeichnungen, lernt, mit passenden deutschen Begriffen zu versehen. In meinen Augen ist das eine unnötige Diskussion. Jeder weiß, was gemeint ist, jeder nutzt die Begriffe, das ganze ist international gültig. Passt soweit für mich. Dazu kommt noch, dass ich zu locker 70% in englischsprachigen Fachforen unterwegs bin, und ich keinen Grund sehe hier plötzlich andere Begriffe als die international gebräuchlichen, auch in den deutschen Lokalisierungen der Programme vorkommenden Begriffe zu nutzen.

Für mich gibt es wesentlich schlimmere Veränderungen in der deutschen Sprache als das übernehmen von Fachausdrücken aus anderen Sprachen. Als/wie, Dativ/Genetiv, Deppenleerzeichen...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »joey23« (1. Oktober 2012, 17:20) aus folgendem Grund: Typo


Es haben bereits 2 registrierte Benutzer und 1 Gast diesen Beitrag als hilfreich eingestuft.

Benutzer, die diesen Beitrag hilfreich fanden:

Ezio, dödeli117

Movie Visions

Sandwichmaker

  • »Movie Visions« ist männlich

Beiträge: 1 117

Dabei seit: 12. Juli 2006

Wohnort: Ludwigsburg

Frühere Benutzernamen: MovieVision

Hilfreich-Bewertungen: 56

  • Private Nachricht senden

freezer

Filmemacher / Postpro / FH Vortragender

  • »freezer« ist männlich

Beiträge: 1 636

Dabei seit: 21. Juli 2005

Wohnort: Graz, Österreich

Hilfreich-Bewertungen: 201

  • Private Nachricht senden

36

Donnerstag, 4. Oktober 2012, 12:23

Hmm.
Bluescreen - blaue Wand / blauer Hintergrund / Blauwand
Chromakey - Farbstanze
Story - Geschichte
Tutorial - Übung / Anleitung / Tutorium
to rotoscope - rotoskopieren / nachzeichnen / abzeichnen / durchpausen

Ist ja nicht so, als hätte der deutschsprachige Raum keine medientechnische Vorgeschichte mit eigenem Wortschatz für die Fachbegriffe. Vieles ist einfach verdrängt geworden.
Robert Niessner - Planung / Kamera / Licht / Postproduktion
8010 Graz - Austria
Blackmagic Cinema Camera Blog

Nukaclear

unregistriert

37

Donnerstag, 3. Januar 2013, 14:06

Wenn die sprachlichen Einflüsse nicht wären, wären wir Germanen also noch bei "Uga uga". ;)

Sorry, aber das ist ja völliger Blödsinn. Ich weiss, dass Englisch in manchen Kreisen "in" ist. Interessanterweise meistens solchen Kreise, die die eigene Sprache nicht sonderlich beherrschen, zumindest nicht so, um sie qualifiziert beurteilen zu können.

Zitat

"Nur provinzielle, ungebildete Deutsche verwenden häufig Fremdwörter,
weil sie die internationale Bedeutung ihrer eigenen Sprache nicht kennen
und einen kleinen deutschen Wortschatz haben"
Charles Antoine Djokouéhi, Präsident des Deutschlehrerverbandes der Elfenbeinküste

Generell muss ich sagen, diese Diskussionen, welche Sprache besser und höher entwicklelt ist, sprich, warum die dessen, der sie spricht, intelligenter ist, nerven ungemein.

Zu deiner Behauptung:

Du weisst schon, dass das moderne Englisch eine Mischung verschiedener Sprachen ist, oder? Unter anderem ist Deutsch sowie Latein eingeflossen. Das Deusche vor allem durch die angelsächsischen Eroberer.

Desweiteren beeinflusst das Englische das Deutsche, in dem gleichen Maße in etwas, wie das Deutsche das Englische beeinflusst. Auch wenn in Deutschland eher anglizismen wahrgenommen werden, heisst es nicht, dass es nicht umgekehrt genauso ist.

Tipp:

Bevor man über Dinge urteilt, sollte man sich erst über alle infomieren!!

Selon Fischer

Super-Moderator

  • »Selon Fischer« ist männlich

Beiträge: 1 868

Dabei seit: 22. September 2008

Wohnort: Essen

Hilfreich-Bewertungen: 288

  • Private Nachricht senden

38

Donnerstag, 3. Januar 2013, 14:23

Du weisst schon, dass das moderne Englisch eine Mischung verschiedener Sprachen ist, oder? Unter anderem ist Deutsch sowie Latein eingeflossen. Das Deusche vor allem durch die angelsächsischen Eroberer.

Wenn du den Post von Marcus tatsächlich gelesen hättest, dann hättest du genau diese Tatsache auch bestätigt gelesen ;)

Nukaclear

unregistriert

39

Donnerstag, 3. Januar 2013, 19:20

Du weisst schon, dass das moderne Englisch eine Mischung verschiedener Sprachen ist, oder? Unter anderem ist Deutsch sowie Latein eingeflossen. Das Deusche vor allem durch die angelsächsischen Eroberer.

Wenn du den Post von Marcus tatsächlich gelesen hättest, dann hättest du genau diese Tatsache auch bestätigt gelesen ;)

Du wirst lachen, aber genau das ist mir auch aufgefallen. Blöderweise danach. :D 8| Naja. Nehmt es als bekräftigt. :D

Verwendete Tags

Anglizismen

Social Bookmarks