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Caloscope

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21

Dienstag, 27. April 2021, 13:40

Ich will versuchen etwas kürzer zu formulieren - was ich eigentlich nicht kann.
Die Anstände zwischen den Drehs waren extrem lang. Hier kam ein scheinbarer Vorteil nachteilig zum Tragen: Am meinem einstigen Arbeitsplatz von wo ich die meitstn Darsteller her hatte, gab es eine 4 Tages Wochje, als Ausgleich, daß man an Wochenenden und Feierteagen arbeiten musste - Ein Dienstrad. Allerdings - das hatte ich nicht bedacht - kamen dadurch zahlreich Konstellationen zustande wo ein Teil des Teams arbeitenete , ein andere indes Freizeit hatte. Mittels Diensttausch ging sich das dann aber doch irgendwie aus.
Der zweite Drehtag war für mich eine Herausforderung, der nur mittels ultralichtstarker Sigma Objektive bewältigt werden konnte. Das "Studio" war mit einer Schwarzen stüroporwand und mehrern Tüchen mit magischen Motiven ausgestattet. Ich hatte aus Berin eine Wahrsagekugel bestellt (In Wien gab es sowas nicht) und die Beleuchtung waren 2 fast auf null abgedunkelet Yongnuo Lampen mit Filter. Der Haupptteil waren indes 5 Kerzen !! Es war eine heisse Junimacht, lüften ging nicht, denn die Fenster waren mit schwarzem Theaterstoff abgedunkelt. Um ja kein Quentchen Licht durchzulassen war der Drehbeginn etwa um 9.30 Uhr. Die Darstellerin der Wahrsagerin war noch keine Dreissig. Ursprünglich hatte ich eine alte dickliche Frau für diese Rolle gesucht - aber nicht gefunden. Die junge Frau (auch aus Ungarn) indes WOLLTE diese Rolle. Und als ich skeptisch war, argumentierte Sie: "Ich rote Haare - HEXE" Sie gabv der Rolle eine eigenwillige Prägung und ich habe meine Entscheidung sie ihr zu geben keine Sekunde lang bereut.
Der Dreh deuert bis 4 Uhr früh - und am nächsten Tag - es war ein Sonntag - mussten die meisten an ihren Arbeitsplatz.
Ein Problem waren die Kerzen. Die würden natürlich binnen der Drehzeit herunterbrennen. Geistesgegenwärtig hatte ich eine Packung mit 108 Stück gekauft. Am Ende des Drehtags dachte ich erstmal daran. Die 5 Kerzen am Set waren ok. "Die sind eigentlich viel besser als im Angebot beschrieben, sie sind gar nicht heruntergebrannt" Darauf der Regieaassistent dieses Abends: "Kein Wunder, ich hab sie alle halben Stunden ausgetauscht"
Fortsetzung folgt - so noch interesse besteht..
LG
aus Wien
caloscope

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7River

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22

Donnerstag, 6. Mai 2021, 22:10

Über 100 Seitenaufrufe in so kurzer Zeit.

Da ist es angebracht, daß ich ein paar der aufgetretenen Problem schildere.
Eines der systembedingten Probleme ist es , die Darsteller zusammenzubringen an einem Tag wo alle Zeit haben. Das ist dann scheierig wenn Darsteller Dienstpläne mit Wochenenddiensten haben und andere normale Dienstzeiten. Das war es, was die Produktionsdauer so lange machte. Prinzipiell, könnte ich einenin anderer Schauplatz solchen Film innerhalb von 20 Drehtagen (je 4-10 Stunden) fertigstellen...
Aber viel schwieriger sind "unerwartete Ereignisse. So war ein geplanter Drehort durch eine Veranstaltung (von der ich nichts wusste) belegt - Das Team übersiedelte an einen Alternativort und wir drehten eine andere Szene.
Dann gab es den Fall, daß - bedingt durch Zeitdruck - an einem anderen Drehort einige Aufnahmen nicht meinen Anspräüchen genügte: Fazit: Nachdreh in 2 Monaten. Dann dort angekommen musste ich feststellen, daß eine Brücke die man öfter sah, renoviert wurde. Bauzeit : ungewiss.
Mir war zum heulen. Aber dann fragte ich mich, wie eine professionelle Produktion in solchen Fällen agieren würde (wo es um Geld ging) Ich
fand nach kurzem trotzigen Nachdenken eine Lösung - und wir machten den Dreh.
Ein anderer Schauplatz, den ich sei t einem Jahr regelmäßig abcheckte, war plötzlich wegen Bauschäden gesperrt. Ich graste ganz Wien ab nach einem Ersatz - und fand Alternativen - aber keine war so schön wie meine Wunschlokation. Eine Woche vor Drehbeginn wurde dann die Sperre aufgehoben - und ich konnte drehen.
Eine Aufnahme, die auf einem Elektroboot spielte machte mir schon a Priori Angst: Es wurde auf Boot 1 gespielt, Boot2 war das Kamerateam:
Ich hatte eine Funkstrecke gekauft ohne zu wissen wie sich sowas auf dem Wasser bewährte. Der Drehtag war ein Fiasko:
Ein Darsteller hatte sich frisch verliebt, keiner konnte seine Texte, Ich selbst war hysterisch bis zum geht nicht mehr, Die Sonner brannte herab, sodaß ich im Sucher fast nichts erkennen konnte, ich musste mich auf den Autofocus verlassen (der übrigens funktionierte, ebenso wie die Funkstrecke) Das schauspielerische Ergebnis war IMO unbrauchbar. OK, wir verlegen das auf einen anderen Schauplatz. NIE WIEDER Aufnahmen aus einem Boot !!! schwor ich mir damals.
Nach einer Woche war der Schock abgeklungen..

ABER - schön wärs eigentlich doch. Nach Rücksprache mit dem Team: Neuer Versuch.
Allerdings mit Korrekturen. die Texte musste sitzen (und das taten sich dann auch) Ich war die eiskalte Ruhe in Person. Ich hielt die Kamera ruhig wie eine eiserne Statue. Als Drehzeit hatte ich diesmal die "Golden Hour" gewählt, um allzu grelles Licht zu vermeiden. Die Gefahr bestand nur darin, daß nun ein gewisser Zeitdruck herrschte, weil die Sonne ja schnell nterging. Wir hatten die Texte drauf - und so lösten wir dieses Problem. Dee gewählte Stunde erwies sich als Glücksgriff und dieser Szenenkomplex zählt IMO zu den optisch gelungensten des Filmes.
Aber das war noch lange nicht alles......

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