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Tofuhuehnchen

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Freitag, 2. Oktober 2020, 21:00

Slider-Test und eine Frage zum Licht

Beispielaufbau für einen Thread im Testlabor (kann beliebig angepasst werden):

Titel: Testaufnahme mit dem Slider


Beschreibung:
Testaufnahmen eines Feuerwehrhelmes mit dem Slider

Infos zur Entstehung:
Kamera: Panasonic GH4 mit VLOG-Upgrade, GripGear Moviemaker 2 Set
Sonstiges Equipment: 14-140mm Kit-Objektiv, Atomos Shogun Flame
Schnittsoftware: Davinci Resolve um die Dateien etwas kleiner rauszurechnen (mehr packt mein PC nicht)

Länge:
ca. 19sek

Stream:
(WARNUNG: Video unbearbeitet und mit Ton - man hört den Slider, daher meine Empfehlung: Ton abdrehen)


Ahoi!

Ich poste mal wieder was :)
Heute hatte ich Gelegenheit und ein paar ruhige Minuten um mich mit meinem Slider zu spielen.
Die Clips sind halbwegs gut geworden, jedoch habe ich trotzdem volle Kanne rauschen drinnen. Daher wollte ich mal fragen ob Ihr mir Tipps geben könnt wie ich das verbessern kann? Auch bei den roten Reflektor-Streifen am Helm rauscht es.
Vllt. kurz zu dein Einstellungen an der Kamera und der Umgebung am Set:

Blende: f3.5
ISO: 400 (die GH4 lässt sich aktuell nicht weiter runter drehen im Videomodus - habe da noch keine Lösung gefunden)
Shutter: 1/60 (deshalb flackert es leider im Video - habe ich erst beim letzten Clip umgestellt auf 1/50)
Whitebalance: Kunstlicht-Voreinstellung der GH4
Lichtbedingungen: 2 Neonröhren und eine Lichtkuppel


Mir ist bewusst, dass es bei einer so hohen ISO rauschen muss - jedoch müsste ich bei weniger ISO (zB 100) mehr Licht haben -> da ist dann die Frage wie ich im speziellen die Reflektorstreifen mit Licht bewerfen kann ohne unerwünschte Reflektionen?
Vllt. übersehe ich ja das naheliegende, aber ich bilde mir ein wenn ich weiches Licht zum aufhellen verwende um die eine Seite vom Helm aufzuhellen, dann hab ich die Reflektoren des Helmes die mir dann das Bild verhunzen.


LG
Euer Tofuhuehnchen
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Telliminator

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Freitag, 2. Oktober 2020, 21:07

Versuchs mal mit Licht von unten und hinten, also nicht auf die Jacken und Reflektoren drauf leuchten, sondern von da weg.

Dein Slider Video ruckelt / zittert. :huh:
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Freitag, 2. Oktober 2020, 21:12


Versuchs mal mit Licht von unten und hinten, also nicht auf die Jacken und Reflektoren drauf leuchten, sondern von da weg.


Servus Telliminator,

also zB. von vorne unten bzw. seitlich (im Video von rechts gesehen) auf den Helm?


Dein Slider Video ruckelt / zittert. :huh:


Ja, das liegt leider am Slider befürchte ich - ich bin da wohl ein paar mal an den Slider gekommen :(
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Telliminator

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Freitag, 2. Oktober 2020, 22:04

Positionierung vom Licht vor die Jacken also hinter dem Helm auf den Boden nach oben, Richtung Helm. So dass das Licht von unten hoch kommt. Es wirkt aktuell halt sehr dunkel.
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Montag, 5. Oktober 2020, 19:14

Servus Telliminatior,

achso, verstehe. Ja das macht Sinn. Ich muss das Ganze sowieso nochmal genauer austesten da ich die Aufnahmen ohne zusätzl. Licht gemacht habe und leider die Lichtkuppel trotz Sonnenschein nicht so viel Licht geworfen hat wie ursprünglich gedacht.
Werde mich da mit der Lichtsetzung spielen und das auch wie von dir vorgeschlagen ausprobieren, danke dir! :)

LG
Tofuhuehnchen
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

Peter_Nob

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Mittwoch, 7. Oktober 2020, 08:21

Ich habe mal ein Foto von meinem Dolly gemacht, er hat ein dimbares Führungslicht neben der Kamera.
»Peter_Nob« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG_3621.JPG

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JoeFX

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Donnerstag, 8. Oktober 2020, 09:25

Bezüglich Reflexionen kommt es immer auf den Winkel der Kamera zum Licht an. Ich kenne das von Interviewsituationen mit Brillenträgern. Da muss das Führungslicht eben etwas höher oder zur Seite, damit die Lichtquelle nicht spiegelt. Spiel dich mit den möglichen Winkel. Außerdem spiegelt eine große, weiche Lichtquelle weniger, bzw. fällt weniger als Lichtquelle auf. Ich denke, dass eine weiche Lichtquelle seitlich hinter dem Helm nicht spiegeln wird.

Und wegen des Rauschens: Du musst heller belichten und im Grading die Belichtung runter drehen, damit du das Rauschen minderst. Je niedriger die Belichtung am Set, desto mehr Rauschen bringst du in die Szene. Vor allem V-Log L ist ein Profil, welches man beim Dreh mindestens eine Blende heller belichten sollte als das Endprodukt.
Versuch deine Szene heller zu belichten, egal ob jetzt hellere Blende oder mit mehr Licht, und mach das Bild im Grading dunkler. Dann wird das Rauschen auf alle Fälle weniger.

Generell kann ich dir an der GH4 eher von V-Log abraten. Es hat kaum Vorteile gegenüber Cinelike-D und einen eher unangenehmen Grünstich. Außerdem hat V-Log sehr hohes Rauschen.

Hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen!

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Tofuhuehnchen

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Sonntag, 11. Oktober 2020, 19:04

Ich habe mal ein Foto von meinem Dolly gemacht, er hat ein dimbares Führungslicht neben der Kamera.

Danke dir für den Input -> das scheint mir sehr sinnvoll. Welches Licht hast du da in Verwendung? :)


Bezüglich Reflexionen kommt es immer auf den Winkel der Kamera zum Licht an. Ich kenne das von Interviewsituationen mit Brillenträgern. Da muss das Führungslicht eben etwas höher oder zur Seite, damit die Lichtquelle nicht spiegelt. Spiel dich mit den möglichen Winkel. Außerdem spiegelt eine große, weiche Lichtquelle weniger, bzw. fällt weniger als Lichtquelle auf. Ich denke, dass eine weiche Lichtquelle seitlich hinter dem Helm nicht spiegeln wird.

Servus Joe!
Danke für deinen Post, blöde Frage (bitte haut mich nicht ;( ) das heißt ich sollte hier gleich eine komplette 3-Punkt Beleuchtung machen? Oder meinst du wirklich nur die Führung direkt auf den Helm?
Das Licht das von hinten käme wie von Telliminator vorgeschlagen wäre dann ja eine Art "Spitze" nehm ich an?

Oder bin ich grad komplett am falschen Dampfer?



Und wegen des Rauschens: Du musst heller belichten und im Grading die Belichtung runter drehen, damit du das Rauschen minderst. Je niedriger die Belichtung am Set, desto mehr Rauschen bringst du in die Szene. Vor allem V-Log L ist ein Profil, welches man beim Dreh mindestens eine Blende heller belichten sollte als das Endprodukt.
Versuch deine Szene heller zu belichten, egal ob jetzt hellere Blende oder mit mehr Licht, und mach das Bild im Grading dunkler. Dann wird das Rauschen auf alle Fälle weniger.
/quote]
Okay, also mehr Licht (das Kit-Objektiv hat leider nur f3.5 :( und interessanterweise kann ich die ISO nicht mehr von 400 auf 100 runterdrehen) oder ein-zwei Blenden heller.


Generell kann ich dir an der GH4 eher von V-Log abraten. Es hat kaum Vorteile gegenüber Cinelike-D und einen eher unangenehmen Grünstich. Außerdem hat V-Log sehr hohes Rauschen.

Hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen!


Echt? Mein Wissensstand war bisher, dass LOG generell besser ist - wenn man entsprechend gut Licht gesetzt hat (man muss da die WErte im Histogram in einem bestimmten Bereich halten soviel ich mich noch erinnern kann) - Cinelike-D wäre also besser bzw. "gleich" gut?

Danke du hilfst mir damit auf jedenfall schonmal weiter. :) Und ich lern gleich a bissl Theorie/Hintergrundwissen dazu -> ist ja auch gut um das eigene Fundament zu stärken. :)


LG
Euer Tofuhuehnchen
Liebe Grüße
Euer Tofuhuehnchen

JoeFX

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Montag, 12. Oktober 2020, 14:40

Hallo Tofuhuehnchen,

keine Angst, ich hau dich nicht. :D

Du kannst schon 3-Punkt-Licht setzen, aber ich dachte, du wolltest hier ein moody Bild mit Low-Key-Licht, praktisch das "dunkle Kämmerlein", erzeugen. 3-Punkt-Licht erzeugt eher die klassische Corporate Stimmung, sauber und hell.
Eine Spitze, wie wir beide eben Vorschlagen, würde die Stimmung aufrecht erhalten und trotzdem etwas mehr Licht in die Sache bringen. Wenn du generell ein helleres Bild willst muss natürlich der gesamte Raum heller werden, wenn die Kamera an ihre Grenzen stößt. Vielleicht kannst du die Wand hinter der Kamera mit einem Strahler anleuchten, damit du indirektes Licht in den Raum bringst. Musst halt auf die Reflexionen achten.
Alternativ kannst du auch mit Practicals arbeiten. Also mit Licht, dass in die Szene hineingehört. Bei den meisten Szenen sind das Deckenleuchten oder Schreibtischlampen. Hier im Feuerwehrhaus könnte das eine Taschenlampe oder das Licht eine Autos sein. Auf diese Art wären Reflexionen kein Problem, da sie zur Szene gehören. Ob das dann aber gut ausschaut, müsstest du einfach versuchen.

Bezüglich Log: Log ist nicht besser oder schlechter. Es ist nur eine andere Art, wie Helligkeits-und Farbwerte in ein Bild übertragen werden. V-Log L wurde dafür entwickelt, damit die Systemkameras gemeinsam mit den großen Varicam-Cine-Kameras von Panasonic abgeglichen werden können. Also wenn ich als Hauptkamera eine Varicam35 nehme, nehme ich eine GH4 als Crashcam oder für Platzierungen, wo meine Monster-Hauptkamera keinen Platz hat. Ich habe mit der GH5 ausgiebige Testreihen gemacht und auch viele andere Tests auf Youtube, ect. zeigen, dass die GH5 (gilt auch für GH4) in V-Log L nicht mehr Dynamikumfang hat als Cinelike D oder Like709 (nur GH5).
Das Problem mit V-Log L in der GH4 ist, dass bei interner Aufzeichnung nur 8Bit zur Verfügung stehen, VLogL aber nur 70% des Spektrums von 0-255 pro Farbkanal nutzt. Das deutet, dass ich in jedem Fall mindestens 30 Prozent der möglichen Farbwerte verliere. Wenn ich dann eine LUT darauf anwende, kann es passieren, dass ich bei feinen Farbübergangen die Abstufungen sehe, da zu wenig Farbinformationen im 8Bit-Bild vorhanden ist. Sieht nicht schön aus.
Bei CinelikeD werden dagegen 100% des Spektrums benutzt, weshalb die Gefahr von sichtbaren Farbabstufungen schon mal viel geringer ist als bei VLogL.
Aber wenn dir der Workflow mit V-Log gefällt dann bleib dabei. Ich nutze V-Log eigentlich nur mehr, wenn ich es wirklich brauche. Also nur, wenn ein Bild sehr hohe Kontraste aufweist. Für alles andere nehme ich Like709, oder eben CinelikeD.
Wenn du weiter V-Log nutzen möchtest solltest du dein Bild viel heller belichten. Am Histogramm sollte das meiste auf der rechten Seite sein (ETTR = Exposure to the right). Der Clip, den du hochgeladen hast, ist zu finster belichtet für V-Log. Darum auch das Rauschen.

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Peter_Nob

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Dienstag, 13. Oktober 2020, 12:34

Verspätet aber dafür mit einem aktuellem Set_Foto. Ich verwendet bei Nahaufnahmen folgendes Licht:
2x W126 LED Video Leuchten mit je 6 1,5 Volt AA Batterien die Leuchten haben 3 verschiedene Filter. Beim Set habe ich den orangen Filter eingesetzt.
1x Walimex pro LED 36 gespeist mit 2 AA Batterien. Auf der Kamera.
Alle Leuchten sind dimbar und damit hat man reflektierende Objekte einigermaßen gut im Griff.
Ich habe immer einen 2. Satz Batterien im Koffer sollte es mal etwas länger dauern, aber ich benötige selten die volle Lichtstärke.
Gruß aus Bremen
»Peter_Nob« hat folgendes Bild angehängt:
  • Set_Foto_Blei_10.JPG

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Donnerstag, 22. Oktober 2020, 19:11

Servus Leute - bitte gleich mal um Verzeihung für meine späte Antwort.

Hallo Tofuhuehnchen,

keine Angst, ich hau dich nicht. :D

Du kannst schon 3-Punkt-Licht setzen, aber ich dachte, du wolltest hier ein moody Bild mit Low-Key-Licht, praktisch das "dunkle Kämmerlein", erzeugen. 3-Punkt-Licht erzeugt eher die klassische Corporate Stimmung, sauber und hell.
Eine Spitze, wie wir beide eben Vorschlagen, würde die Stimmung aufrecht erhalten und trotzdem etwas mehr Licht in die Sache bringen. Wenn du generell ein helleres Bild willst muss natürlich der gesamte Raum heller werden, wenn die Kamera an ihre Grenzen stößt. Vielleicht kannst du die Wand hinter der Kamera mit einem Strahler anleuchten, damit du indirektes Licht in den Raum bringst. Musst halt auf die Reflexionen achten.
Alternativ kannst du auch mit Practicals arbeiten. Also mit Licht, dass in die Szene hineingehört. Bei den meisten Szenen sind das Deckenleuchten oder Schreibtischlampen. Hier im Feuerwehrhaus könnte das eine Taschenlampe oder das Licht eine Autos sein. Auf diese Art wären Reflexionen kein Problem, da sie zur Szene gehören. Ob das dann aber gut ausschaut, müsstest du einfach versuchen.


Servus Joe,

danke für die Tipps, ich hab am Nationalfeiertag etwas Luft und Zeit (nicht nur 20min wie beim ersten Versuch *gg* ) und werde mich da mal ausgiebig mit der Lichtsetzung spielen.
Von der Stimmung her, sollte das Ganze eher .... wie beschreib ich das -> eher so "erhaben", "ausdrucksstark" sein. Also eben nicht dunkel sondern der Helm soll quasi "erstrahlen". Das hätt ich dazuschreiben sollen am Anfang des Threads. :(



Bezüglich Log: Log ist nicht besser oder schlechter. Es ist nur eine andere Art, wie Helligkeits-und Farbwerte in ein Bild übertragen werden. V-Log L wurde dafür entwickelt, damit die Systemkameras gemeinsam mit den großen Varicam-Cine-Kameras von Panasonic abgeglichen werden können. Also wenn ich als Hauptkamera eine Varicam35 nehme, nehme ich eine GH4 als Crashcam oder für Platzierungen, wo meine Monster-Hauptkamera keinen Platz hat. Ich habe mit der GH5 ausgiebige Testreihen gemacht und auch viele andere Tests auf Youtube, ect. zeigen, dass die GH5 (gilt auch für GH4) in V-Log L nicht mehr Dynamikumfang hat als Cinelike D oder Like709 (nur GH5).
Das Problem mit V-Log L in der GH4 ist, dass bei interner Aufzeichnung nur 8Bit zur Verfügung stehen, VLogL aber nur 70% des Spektrums von 0-255 pro Farbkanal nutzt. Das deutet, dass ich in jedem Fall mindestens 30 Prozent der möglichen Farbwerte verliere. Wenn ich dann eine LUT darauf anwende, kann es passieren, dass ich bei feinen Farbübergangen die Abstufungen sehe, da zu wenig Farbinformationen im 8Bit-Bild vorhanden ist. Sieht nicht schön aus.
Bei CinelikeD werden dagegen 100% des Spektrums benutzt, weshalb die Gefahr von sichtbaren Farbabstufungen schon mal viel geringer ist als bei VLogL.
Aber wenn dir der Workflow mit V-Log gefällt dann bleib dabei. Ich nutze V-Log eigentlich nur mehr, wenn ich es wirklich brauche. Also nur, wenn ein Bild sehr hohe Kontraste aufweist. Für alles andere nehme ich Like709, oder eben CinelikeD.
Wenn du weiter V-Log nutzen möchtest solltest du dein Bild viel heller belichten. Am Histogramm sollte das meiste auf der rechten Seite sein (ETTR = Exposure to the right). Der Clip, den du hochgeladen hast, ist zu finster belichtet für V-Log. Darum auch das Rauschen.


Ah, ok. Das wusste ich nicht, man lernt nie aus. :) Eigentlich wurde der Clip ja mit 10 Bit aufgenommen (mit dem Atomos Shogun), das bedeutet aber auch: Licht, Licht, Licht. :)



Verspätet aber dafür mit einem aktuellem Set_Foto. Ich verwendet bei Nahaufnahmen folgendes Licht:
2x W126 LED Video Leuchten mit je 6 1,5 Volt AA Batterien die Leuchten haben 3 verschiedene Filter. Beim Set habe ich den orangen Filter eingesetzt.
1x Walimex pro LED 36 gespeist mit 2 AA Batterien. Auf der Kamera.
Alle Leuchten sind dimbar und damit hat man reflektierende Objekte einigermaßen gut im Griff.
Ich habe immer einen 2. Satz Batterien im Koffer sollte es mal etwas länger dauern, aber ich benötige selten die volle Lichtstärke.
Gruß aus Bremen


Servus Peter_Nob,

danke für das Foto und die Beschreibung. Die Lampen sind ned deppert - werd ich mir gleich auf die Merkliste setzen, so kleine flexible Lichter sind immer praktisch.


Danke euch beiden für eure Posts. :)


LG
Euer Tofuhuehnchen
Liebe Grüße
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Freitag, 23. Oktober 2020, 08:34

Ok, verstehe nun was du vorhast. Ich würde auf jeden Fall ein starkes Spitzlicht versuchen, dann "erstrahlt" dein Helm ebenfalls erhaben, wirkt dann wie ein Heiligenschein. Direkt von vorne drauf mit dem Licht wird nicht den gewünschten Effekt erbringen. Je mehr du den Helm vom Hintergrund abheben kannst, desto besser.

Wegen V-Log L: Auch wenn du in 10Bit aufnimmst, hast du in Cinelike D mehr Farbinfo als in V-Log, wegen des eher geringen Dynamikumfangs des GH4-Sensors. 10Bit ist nie ein Fehler, egal ob V-Log L oder andere Profile. ;)
Achte einfach auf dein Histogramm, ob Cinelike die Gesamtdynamik der Szene darstellen kann oder ob V-Log besser funktioniert.

Wünsch dir viel Erfolg beim zweiten Versuch. Bin schon gespannt!

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