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achim01

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Montag, 30. September 2013, 10:29

Wie kann man das machen - Objekte zerlegen?

Ich versuche meine Software, die ursprünglich aus dem Echtzeitprogrammieren stammt, zu erweitern für die Viedeobearbeitung.

Da ich mich mit professioneller Software nicht gut auskenne, würde mich folgendes Problem interessieren:
Eine Skulptur, die auf einem Sockel steht, fällt in sich zusammen durch die Druckwelle einer Explosion. Das kann auch ein Haus sein oder....

Ich bin so vogegangen:

1. Ich habe die Skulptur aus dem Video enfernt, indem ich den Platz mit der Umgebung aufgefüllt habe -automatisch. Das Programm extrapoliert die Umgebung in das angegebene Gebiet.
2. Ich habe die Skulptur freigeschnitten und als Objekt in drei Teile zerlegt (drei Objekte)
3. Dann habe ich die drei Teile der Skulptur einzeln vom Sockel fallen lassen.

Das ganze ist relativ aufwändig.
Mir kam es hierbei aber nur auf die Technologie an, wie man so etwas machen kann. Natürlich müsste mann die Skulptur besser zerlegen, drei Teile sind da zu wenig. Mir kam es aber auch nur auf die Methode an.
Ich habe die Absicht, das Zerlegen von Objekten in Videos zu automatisieren. Natürlich geht das mit Blender aber das ist nicht mein Thema, da ich vorhandene, freigeschnittene Objekte zerlegen will.

Bin ich hier auf dem Holzweg, gibt es andere Methoden?

Hier ist das Video (ab 00:37):



.

Dr_Allcome

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2

Montag, 30. September 2013, 19:57


Bin ich hier auf dem Holzweg, gibt es andere Methoden?


Das kommt darauf an was du erreichen willst. Generell hast du ja bei reinen 2D Objekten (die du ausgeschnitten und zerlegt hast) das Problem, dass sowas nie wirklich glaubhaft aussehen wird. Wenn es aber nur um eine möglichst einfache und unproblematische Bedienung geht, dann kann das durchaus ein guter Weg sein. Das Zerlegen eines 2D Objekts in Einzelteile wird aber aller Voraussicht nach nicht dein wirkliches Problem werden. Viel wichtiger für ein einigermaßen gutes Ergebnis ist eigentlich die Physik. Wenn die einzelnen Bruchstücke völlig unglaubwürdig fallen, dann wird das Ergebnis immer extrem billig ausschauen. Zudem musst du ja in vielen Fällen auch Kollisionsobjekte berücksichtigen.

achim01

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3

Montag, 30. September 2013, 20:39


Bin ich hier auf dem Holzweg, gibt es andere Methoden?


Das kommt darauf an was du erreichen willst. Generell hast du ja bei reinen 2D Objekten (die du ausgeschnitten und zerlegt hast) das Problem, dass sowas nie wirklich glaubhaft aussehen wird. Wenn es aber nur um eine möglichst einfache und unproblematische Bedienung geht, dann kann das durchaus ein guter Weg sein. Das Zerlegen eines 2D Objekts in Einzelteile wird aber aller Voraussicht nach nicht dein wirkliches Problem werden. Viel wichtiger für ein einigermaßen gutes Ergebnis ist eigentlich die Physik. Wenn die einzelnen Bruchstücke völlig unglaubwürdig fallen, dann wird das Ergebnis immer extrem billig ausschauen. Zudem musst du ja in vielen Fällen auch Kollisionsobjekte berücksichtigen.


Die Physik ist nicht so sehr das Problem, da die einzelnen Objekte entsprechend den Fallgesetzen bewegt werden können. Kollisionen sind da schon ein komplizierteres Unterfangen, da solche Zusammenstöße bei mir einzeln programmiert werden müssen.
Ein Beispiel dafür ist hier (ab 00:30):



Mit Blender scheint das alles zu gehen, Fallgesetze, Rotationen und Kollisionen ... mit einem enormen Aufwand.

Was mir natürlich vorschwebt, ist ein 2D Objekt, welches bei der Zerlegung in Einzelteile auch eine pseudo-3D-Form automatisch erhält und dann die Einzelteile um mindestens 2 oder auch 3 Achsen gedreht werden können.

Dabei muss es sich um ein Objekt handeln, das schon auf dem Video ist, kein Blenderobjekt. Die Einzelteile müssen ja nicht wirklich wieder zusammengesetzt werden, es muss ja nur so aussehen, als kämen sie von einem 3D-Objekt.

Gibt es so etwas in professsionellen Programmen?

Dr_Allcome

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4

Montag, 30. September 2013, 23:46


Die Physik ist nicht so sehr das Problem, da die einzelnen Objekte entsprechend den Fallgesetzen bewegt werden können. Kollisionen sind da schon ein komplizierteres Unterfangen, da solche Zusammenstöße bei mir einzeln programmiert werden müssen.


Das wird auch in Blender quasi "einzeln programmiert". Auch hier musst du jedes Kollisionsobjekt einzeln definieren.


Mit Blender scheint das alles zu gehen, Fallgesetze, Rotationen und Kollisionen ... mit einem enormen Aufwand.


Enormer Aufwand ist relativ. Blender verwendet auch "einfach nur" die Bullet Physics Engine. Blender hat es da halt leichter weil eh schon alles in 3D vorliegt.


Was mir natürlich vorschwebt, ist ein 2D Objekt, welches bei der Zerlegung in Einzelteile auch eine pseudo-3D-Form automatisch erhält und dann die Einzelteile um mindestens 2 oder auch 3 Achsen gedreht werden können.

Dabei muss es sich um ein Objekt handeln, das schon auf dem Video ist, kein Blenderobjekt. Die Einzelteile müssen ja nicht wirklich wieder zusammengesetzt werden, es muss ja nur so aussehen, als kämen sie von einem 3D-Objekt.

Gibt es so etwas in professsionellen Programmen?


Nicht das ich wüsste. Aber ich bin mit den teuren, kommerziellen Programmen auch nicht so bewandert. Alles was ich mir nicht leisten kann/will, verwende ich auch nicht.

Unterm Strich könntest du aber ebenfalls die gleiche Physics Engine verwenden (ist OSS), wenn du deine 2D Bruchstücke intern in 3D Bruchstücke umwandelst. Du müsstest den Fragmenten also einfach nur künstlich eine Tiefe zuweisen und könntest sie dann als 3D Objekte an die Bullet Physics Engine übergeben. Einstellungen wie z.B. die Masse des Objekts musst du dann halt entweder vordefinieren oder konfigurierbar machen.

Ein Problem ist dann halt noch die Textur der generierten Fragmente. Eine Seite hast du ja schon durch das 2D Fragment vorgegeben, aber die Geometrie, die du generiert hast, braucht ja auch irgendeine Textur. Da musst du halt Vorhandenes auf die neue Fläche interpolieren, was allerdings eigenartig wirken kann wenn dein 2D Objekt aus vielen unterschiedlichen Texturen besteht.

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