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7River

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Mittwoch, 17. November 2021, 15:02

[Drehbuch] In tiefer Stille

Hallo, liebe Forenmitglieder,

ich möchte Euch mal ein Drehbuch vorstellen, das ich geschrieben habe.
Feedback ist natürlich erwünscht. Vielleicht findet das Kurzfilmdrehbuch ja gefallen.

Viel Spaß beim Lesen.

Titel: In tiefer Stille

Slogan: Wenn aus Kameraden Feinde werden. Verloren in der Fremde.

Länge: 15 Seiten

Genre: Kriegsdrama

Beschreibung: "Während des Zweiten Weltkriegs irrt ein versprengter Trupp deutscher Soldaten durch einen der endlosen Wälder Osteuropas.
Je weiter sie sich in der Einsamkeit verlieren, desto brüchiger wird der Zusammenhalt. Als schließlich die Autorität schwindet und Chaos die
Oberhand gewinnt, nimmt die Geschichte einen grausamen Verlauf..."

EDIT: Überarbeitete Fassung hochgeladen.
»7River« hat folgende Datei angehängt:
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »7River« (25. November 2021, 09:52)


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Mittwoch, 17. November 2021, 15:40

Cool. Werde ich heute Abend mal lesen. Bin gespannt.

Selon Fischer

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Donnerstag, 18. November 2021, 10:46

Krasses Ding! Da waren ein paar Formulierungen dring (z.B. "ich muss mal eben wohin"), die mir etwas zu modern anmuten. Ich hab auch das Gefühl, dass man das Motiv des Mordes noch weiter intensivieren könne. Am spannensten fänd ich es, wenn ich als Zuschauer ihre Motive ebenso nachvollziehen wie verabscheuen könnte. Ansonsten würde ich ein paar Repliken durch Spiel/Mimik/Blick ersetzen, lass sie aber gerne drin, man kann damit ja als Subtext gut arbeiten. Insgesamt aber echt gelungen!

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JoeQuarantaine

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Donnerstag, 18. November 2021, 11:48

Guck mal da wer sich rasant entwickelt hat. Es liest sich manchmal sogar wie Quentin Tarantino, wenn du die Dialogen so schön suspenseful langziehtst. Auch ist der Höhepunkt am Ende herrlich gewaltätig. Der Handgranat sitzt wie der Faust ins Auge. Nur die Traumsekvensen lassen Fragen offen. Meinst du da Flashbacks oder Träumt ein von ihnen da so realistisch?

7River

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Donnerstag, 18. November 2021, 16:11

@Selon Fischer

Ja, Du als Fachmann wirst sicher recht mit den Dialogen haben. Das zweifle ich nicht an. Mit dem Motiv hast Du gar nicht so unrecht. Guter Einwand. Ich war der Meinung, dass Ihr Widerwille den verletzten Kameraden zu schleppen, einigermaßen deutlich war und als Grund ausreichen würde. Da könnte man noch was machen. Da stimme ich Dir zu. Vielen Dank für Dein Feedback.

@JoeQuarantaine

Der Traum des „Grünschnabels“ entspricht den Tatsachen. (Flashbacks, Rückblenden, Traumsequenzen) Er ist ja eingeschlafen (sieht er vor seinem inneren Auge am Morgen danach). Und aufgewacht, aus dem (Alb-) Traum aufgeschreckt, als die Tat geschieht. Vielen Dank für Dein Feedback.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

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Donnerstag, 18. November 2021, 16:41

Schließe mich den Vorrednern an. Sehr gut geschrieben, habe sofort Bilder im Kopf.

Hier noch etwas Kritik und Ideen:
– Ich stimme @Selon Fischer bei. Finde die Sprache in den Dialogen generell etwas zu modern, obwohl ich jetzt auch nicht weiß, wie man damals gesprochen hat. ;-)

– Mir sind SCHLEY und KUNZ etwas zu "prototypisch" als Bösewichte. Von Anfang an ist klar, dass diese Beiden nichts Gutes im Schilde führen.

– Fände es auch spannend, wenn KÖNIG derjenige ist, der FROMM umbringt und den wachhaltenden MÜLLER dabei eiskalt in die Augen starrt.

– Vielleicht ist es auch MÜLLER, der sie absichtlich im Kreis laufen lässt, weil er nicht ertragen kann, was sie schreckliches getan haben und am Ende sieht man ihn den Kompass wegwerfen und einfach weiterlaufen. Seinem Schicksal entgegen.

Just my two cents ;-) Macht Spaß zu lesen.

7River

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Donnerstag, 18. November 2021, 17:20

Danke für Deinen Kommentar.

Ich weiß aber nicht, ob diese Änderungen jetzt sinnvoll wären. Apropos „im Kreis laufen“: Menschen die sich verlaufen haben, geraten in Panik. Darum geht es. In einer Szene zuvor äußern die beiden Soldaten gegenüber ihrem Offizier, dass sie womöglich im Kreis liefen, was natürlich falsch ist. Sie misstrauen ihrem Offizier einfach, obwohl der genau weiß, wie sie aus dem riesigen Waldgebiet kommen. Richtung Westen. Der einzige Überlebende schafft es ja zum Schluss. In der vorletzten Szene schaut er ja noch einmal auf den Kompass. Er hat den Ratschlag des Offiziers ja befolgt. In der letzten Szene tritt er ja auch dem Wald in eine Graslandschaft.

Eigentlich soll es ein Kurzfilm von 15 Minuten sein. Zumindest nicht mehr als 20 Minuten. Allzu groß dürften gewisse Änderungen meiner Meinung nach nicht sein.

Die Idee da hinter war die, dass alle die ein Kriegsverbrechen begangen haben in der Abgeschiedenheit des Waldes den Tod finden sollten. Quasi ihre Strafe bekommen. Nur einer, ein Grünschnabel, der sich nicht daran beteiligt hat, soll überleben und einen Weg aus dem Wald finden.
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Donnerstag, 18. November 2021, 17:29

Sind ja auch nur Gedankenspiele :-)
Funktioniert wunderbar, wie du es geschrieben hast.

Habe nur die Anmerkung zu MÜLLER gemacht, weil er in meinen Augen jetzt auch nicht wirklich verdient hat zu überleben. Vielleicht tritt er auch aus dem Wald und sieht sich einem Trupp feindlicher Soldaten gegenüber? Wäre ein offenes Ende … wieder so eine Idee -hahaha

7River

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Donnerstag, 18. November 2021, 17:40

Ach so. Sicher könnte man noch was machen... Aber alles gut. :)

EDIT: Ich muss gestehen, dass ich darüber auch schon nachgedacht hatte. Er tritt aus dem Wald und wird von einem feindlichen Soldaten (Scharfschützen) erschossen. Dann wäre vielleicht die Sinnlosigkeit des Krieges noch stärker.
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Donnerstag, 18. November 2021, 20:18

Das wäre natürlich ein krasses Ende und noch eine starke Message zum Abschluss.
Aber wie gesagt, die Story funktioniert auch so schon total gut.

Mal was anderes, wie bist du denn auf die Idee gekommen?

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Freitag, 19. November 2021, 07:46

Es gibt ja bei YouTube zahllose WW2-Kurzfilme. Von einfache bis richtig professionelle. Da habe ich mir mal Gedanken gemacht, was man da machen könnte. So einen gewöhnlichen, vom Alltag an der Front oder irgendwelche Kämpfe, wo womöglich was glorifiziert wird, sollte es nicht werden. Dann gibt es da noch das wirklich schöne Lied von dem Grafen (Unheilig) „Winterland“. Da gibt es die Textzeile „Die Bäume stehen in tiefer Stille.“ Irgendwann kamen mir Russlands/Osteuropas Weiten in den Sinn. Und schon war die kurze Story geboren - der passende Titel zum Kurzfilmdrehbuch gefunden.
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Freitag, 19. November 2021, 15:59

Danke dafür. Ich finde es immer wieder interessant, was der Auslöser für eine Idee sein kann. ;-)

Thoma

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Samstag, 20. November 2021, 00:19

Super geschrieben und tolle Handlung. Den Film sehe ich schon fertig vor mir,
so gut hast du das beschrieben. Ich finde es gefühlt gut und richtig, daß Müller überlebt.
Das wäre sonst schon sehr heftig. Wenn man aber genau das will... Würde aber auch die Grundaussage
des Films tendenziell in eine andere Richtung lenken...
Von dir lese ich gerne wieder was, 7River!
Lieben Gruß
Thomas

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Thoma« (20. November 2021, 10:17)


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Samstag, 20. November 2021, 07:50

@Creauteur

Kein Thema.

@Thoma

Vielen Dank für Deinen Kommentar und das Kompliment.
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ibrahimmajari

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Montag, 22. November 2021, 23:14

Wirklich spannend geschrieben. Die Situation fühlt sich originell an und die Umsetzung ist dir gelungen!

Die Dialoge sind die Spitze des Drehbuchs. Jeder Charakter hat eine eigene Art zu Reden, weswegen es real klingt. Wie meine Vorredner schon anmerkten, sind einige Bemerkungen "modern". Diese könnte man allerdings teilweise komplett streichen, bzw. anders umsetzen (Subtext). Lines wie "ich muss kurz weg" werden mehrmals in kurzer Zeit genannt und rauben ein wenig die Authentizität.

Obwohl die Mordsequenz mit FROMM spannend war, flachte sie ohne richtige Auflösung ab. Da hätte man evtl. mehr rausholen können als die ungelöste Frage, wie er denn gestorben ist, mit einer Verwarnung, die für die Story keine weitere Konsequenzen hat, von MÜLLER zu beenden.

Davon abgesehen, war es spannend und fesselnd zu lesen. Besonders das Ende, wo er auf die leere Wiese blickt, ist symbolisch sehr getroffen und unterstreicht das Thema des Films nochmal.

Vielen Dank fürs Vorstellen!

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Dienstag, 23. November 2021, 09:33

Vielen Dank für Deinen Kommentar. Es ist immer interessant und hilfreich, verschiedene Meinungen zu hören. Danke nochmal an alle. Ich habe daraus schon eine Lehre gezogen und notwendige Änderungen vorgenommen.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

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