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Phinifilms

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Donnerstag, 11. Januar 2018, 23:11

Lysende Tillit - Musikvideo in Norwegen

Filmtitel:
Lysende Tillit - Musikvideo Norwegen

Beschreibung:
Musikvideo zu einem Violinenstück von Mathis Bärmann, aufgenommen in Norwegen.

Infos zur Entstehung:
Kamera: Blackmagic Design Pocket Cinema Camera mit manuellen Pentax-K- und M42-Objektiven
Sonstiges Equipment: diverse Mikrofone, Scheinwerfer, Stativ, Schulterrig und selbstgebautes Easy-Rig (näheres zum Equipment: www.phinifilms.de/equipment/ )
Schnitt-/Gradingsoftware: DaVinci Resolve
Näheres zur Entstehung & Fotos: www.phinifilms.de/filme/lysende-tillit/

Vorschaubild:


weitere Fotos:


Filmlänge: 3:55 min
Stream:

Jazzman

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Freitag, 12. Januar 2018, 09:03

Veldig bra 8-)

Ich finde die Bilder sehr schön norwegisch und auch gut aufgenommen und geschnitten. Allerdings hätten viele Einstellungen ein Stativ vertragen, die Kamera wirkt oft zu unruhig dafür, dass die Ästhetik des Videos ansonsten ja sehr smooth und ruhig ist. Wobei die selbstgebaute Steadycam, die auf dem Foto zu sehen ist, natürlich ein Highlight an sich und nicht so einfach durch Zubehör aus dem Laden ersetzbar ist ;) Dessen Verwendung erschließt sich mir aber aus praktischer Perspektive nicht, denn die Protagonistin steht ja ausschließlich still und es gibt keine bewegten Einstellungen.
Anyway. how's your sex life?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jazzman« (12. Januar 2018, 14:49)


Phinifilms

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Freitag, 12. Januar 2018, 18:44

Takk :)

Ja, an manchen Stellen hätte ich vielleicht lieber das Stativ nehmen sollen; das war mir aber häufig zu schwer zum Mitschleppen.

Das ist keine Steadycam, sondern dem Easyrignachempfunden. Hauptzweck des Dings ist es, mir das ständige Hochalten vom viele kg schweren Rig zu erleichtern, also meine Arme zu schonen und das leichte Zittern zu minimieren. Bewegte Einstellungen mit einer kleinen Steadycam habe ich versucht, sind aber nix geworden :)

Tiger

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Freitag, 12. Januar 2018, 20:11

Ich mag die Musik und die Stimmung des Videos, deshalb habe ich es mir intensiver angeschaut. Leider hast du viel Potential verspielt oder positiv formuliert, die Sache hat prinzipiell ziemlich viel Luft nach oben und es sind viele gute Ansätze drin.

Zur Musik (wir sind hier im Filmforum aber ich möchte das nicht unkommentiert lassen): Ich mag handgemachte Musik, die nicht irgendwelchen Radio-Trends hinterher läuft. Musik und Landschaft passen toll zusammen und die Geigerin legt viele Emotionen in das Stück. Ich hätte für das Video das Stück aber etwas sanfter und epischer arrangiert. die Violine ist sehr "close" und damit trocken und etwas aggressiv und "nöhlig" aufgenommen. Etwas mehr Raum und Wärme würde mir besser gefallen. Die Percussions gehen dagegen ziemlich unter, die dürften etwas mehr Wumms haben. Und schön wäre noch etwas Action im Bass-Bereich, da ist nichts los. Dem Track fehlt damit irgendwie das Fundament.

Zum Video: Da sind viele schöne Stellen dabei, die Landschaft hat absolute Kinoqualität. Man wartet geradezu darauf, daß irgendwelche Elben oder Hobbits aus dem Wald kommen. Die Stimmung geht aber im bereits erwähnten Kamera Gewackel unter, man kommt beim Zuschauen nicht zur Ruhe. Dazu hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht, mehr Totalen von der Landschaft, daß man das Gesamtbild erfassen kann, dann aber auch mal ein Closeup auf die Hand an der Geige oder vom Gesicht der Geigerin. Die Motive waren alle da, ihr hättet sie nur filmen müssen. Dazu wären ein paar dynamische Shots schön, ich könnte mir z.B. eine langsame 360° Runde mit der Steadicam um die Geigerin vorstellen, oder wie sie beim spielen über die Wiese läuft. Auch der Schnitt könnte "sachdienlicher" sein, er folgt nicht wirklich dem Rhytmus der Musik. Und man könnte prima die einzelnen Parts der Musik thematisch in den Bilder wieder aufgreifen, z.B. die sanften Stellen mit Bildern auf der Wiese, wenn die Percussions einsetzen sorgt der Wasserfall für mehr Drama.

Und zum Schluss die Farben: Laut Beschreibung war Davinci Resolve als Grading Software im Einsatz. Leider ist davon wenig zu sehen. Die Wiesen hätte man in sattes gelbgrün tauchen und einen schönen blauen Himmel über das Meer basteln können. Das Kleid schreit auch förmlich nach mehr Zuwendung beim Grading. Und was ist am Anfang und am Schluss mit den Schwarzwerten passiert, ist der ausgewaschene Look absicht?

Noch eine Bemerkung zu den nichts gewordenen Steadicam Aufnahmen: So ein Gerät will erst einmal sauber ausbalanciert sein, sowohl statisch als auch dynamisch. Oft fehlt die dynamische Balance, damit ist die Aktion von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Hierzu gibt es tolle Tutorials im Netz. Und dann ist viel Training nötig, bis anständige Ergebnisse herauskommen. Filmen mit der Steadicam ist eine Kunstform und gleichzeitig eine Sportart, damit muss man sich schon richtig intensiv beschäftigen. Die Mühe ist es aber wert, gerade für Musikvideos und mit einigem Training klappen dann auch die Aufnahmen und entschädigen für die Mühen.

Ich bin auf eine Fortsetzung gespannt, wie eingangs geschrieben steckt da viel Potential drin :)

Phinifilms

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Montag, 22. Januar 2018, 22:47

Danke auch dir für Lob & Kritik :)
Auf einige Dinge möchte ich gern eingehen bzw. antworten.

Zur Musik-/Tonaufnahme: Das von dir als "trocken" bezeichnete empfinde ich genau so. Wir haben beide Stimmen in einer großen Kirche aufgenommen, mit Raummikros und allem, und hinterher noch viel Hall zusätzlich draufgelegt - und trotzdem fehlt irgendwie Wärme. Um das Problem komme ich nach wie vor nicht drumrum, trotz inzwischen doch einiger Erfahrung speziell mit solchen Aufnahmen. Hast du irgendwelche Tipps, womit ich es da noch probieren könnte?

Die erwähnten B-Roll-Aufnahmen habe ich schlichtweg vergessen. Ich war aus vorigen Jahren gewöhnt, im Urlaub nur solche zu drehen, und anscheinend ist mir jetzt untergegangen, dass man ja trotz "Mensch" im Bild auch Landschaften mit reinschneiden könnte. Und für die CUs und ähnliches fehlt einfach der Regisseur in mir... Ich übe!

Die Farben sind bewusst nicht so gesättigt, ich wollte versuchen, die Orte und Landschaften bzw. deren Gefühle einzufangen, und da gehört viel grau dazu. Ich musste mich schon dazu "überreden" lassen, alles ein wenig heller zu machen. Aber die relativ ungesättigten Farben sind schon so gewollt.
Wenn du bei den "Schwarzwerten" von den Felsenaufnahmen am Wasser sprichst - ja, Asche auf mein Haupt, da hab ich die Belichtung ziemlich versaut und trotz hohem Dynamikraum nicht mehr ordentlich hinbekommen - ETTR bei Gegenlich ist keine gute Idee, sollte man eigentlich wissen... Aber gerade hier zeigt sich doch sehr deutlich der Einsatz von Resolve, mit dessen Hilfe diese Aufnahmen doch immerhin noch so zu retten waren, dass ich mich trotzdem getraut habe, sie reinzuschneiden :)

Die Steadycam-Thematik kam wohl etwas missverständlich rüber; ich habe mich zuvor von einem befreundeten Filmer "ordentlich" einweisen lassen und tagelang geübt - trotzdem nichts brauchbares zu Stande gebracht. Neben dem "billigen" Schwebestativ lag das sicherlich auch an der Pocket bzw. daran, dass meine kleinste "effektive" Brennweite mit ca. 45mm für solche Aufnahmen nicht gerade anfängerfreundlich ist. Mein Rig ist mir aber eh lieber :)

Tiger

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Dienstag, 23. Januar 2018, 20:48

In einer Kirche aufnehmen ist schon irgendwie geil aber auch schwer in den Griff zu bekommen. Kirchen-Hall ist oft zu lang in der Hallfahne und hat ein viel zu langes Predelay um ihn nutzbringend einsetzen zu können außer für Kirchenmusik. Ich hätte die Aufnahmen eher in einem normalen Studio gemacht, ein Mikro von oben auf die Geige. Man muss dabei mit Abstand und Position etwas rumprobieren, da eine Geige verschiedene Frequenzbereiche sehr unterschiedlich abstrahlt. Über die Mikro Position kann man schon viel von spitz bis warm variieren. Dazu könnte man noch ein AB Päärchen aufstellen für etwas Stereo-Raumklang zum zumischen. Später kann man dann per EQ die nöhligen Frequenzen etwas runterziehen und die warmen Anteile herausarbeiten. Die gewünschte Räumlichkeit würde ich dann nachträglich mit einem Faltungshall dazu basteln, das ist zwar weniger "echt" dafür präzise kontrollierbar. Die Stimmen würde ich im Stereo-Panorama etwas splitten, eine links, eine rechts und vielleicht noch mit etwas unterschiedlichen EQ Settings. Den Percussions würde mehr Kompression ganz gut auf die Sprünge helfen und eher nicht zu viel Hall, vielleicht sogar ein 80er style gated reverb. Und ich fände wie geschrieben noch eine Bass- oder Cello Spur geil, gehört vielleicht nicht zum Orignal Arrangement, würde aber einen schönen Unterbau für die etwas fragilen Geigenstimmen liefern.

Die Farben sind oft Geschmackssache, da gehen die Meinungen auseinander. Ich mag es eher etwas gesättigter und gerne mal ein wenig "künstlich" für Musik-Videos. Deine Farbwahl würde ich eher für ein Drama verwenden, aber richtig ist in dem Fall was dir selbst gefällt. Das Farbkonzept ist bis auf die Shots am Anfang und am Ende konsistent und wenn ich mir das unter dem Gesichtspunkt anschaue, daß das so gewollt ist, passt es.

Mit Schwarzwert habe ich die Aufnahmen z.B. bei 0:06 gemeint, da spielt sich alles in Grautönen ab. Den Himmel bekommt man nicht mehr wirklich gerettet, der ist schlicht überbelichtet, aber den Vordergrung könnte man schon noch aufpeppen. Wenn mir die Zeit reicht, versuche ich später mal ein Beispiel zu basteln.

Der Steadicam solltest du nochmal eine Chance geben, ein paar Tage reichen hier nicht. Es geht nicht nur darum, das Ding vernünftig zu bewegen sondern auch die damit möglichen Ausdrucksformen zu erforschen. Das geht prinzipiell auch mit einer billigen Variante, das Prinzip ist das gleiche wie bei den großen. Gerade bei langsameren Musikvideos sind Stativaufnahmen oft zu statisch und Schulterrig ist zu zappelig. Dolly und / oder Kran sind nett aber mit viel Aufwand verbunden. Die Steadicam schließt die Lücke dazwischen mit dynamischen, fließenden Kamerabewegungen ohne dabei zu nerven (wenn man es nicht übertreibt).

Tiger

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Dienstag, 23. Januar 2018, 23:38

Hier wie versprochen noch zwei schnelle color-grading Versuche. Mit den orginial Dateien geht das natürlich besser als mit YT Screenshots. Beim 2. Frame ist mir bissl die Fantasie durchgegangen ;)







Phinifilms

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Mittwoch, 24. Januar 2018, 09:26

Danke :)

Verwendete Tags

Musikvideo, Norwegen, Violine

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