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Zitrusfrucht

unregistriert

1

Dienstag, 15. Dezember 2015, 16:50

7 1/2 Kurzfilm

Filmtitel:
7 1/2

Beschreibung:
Ende 2010 hatte ich das erste Drehbuch zu "Siebeneinhalb" geschrieben. Nachdem ich einigen Freunden das Projekt vorgestellt hatte, waren sie davon begeistert. In wenigen Monaten haben wir die Produktion geplant und uns einen Budget von 1.000 € gesetzt. Am Ende wurden es knapp 1.500 €. Der Film wurde in 5 Tagen im Jahr 2011 abgedreht. Für die Postproduktion und Finalisierung habe ich knapp 3 Jahre gebraucht, da ich einfach zu wenig Zeit hatte. Die allererste Farbkorrektur habe ich sogar verworfen und den Film neu gegradet. Es ist schon interessant zu sehen, dass zu der Zeit die 550D und 7D das a und o für mich war. Nach der Finalisierung des Projektes 2014 hatte ich das Gefühl, dass mein genutztes Equipment ganz schön veraltet ist. Das nächste größere Projekt wird aufjedenfall in RAW gedreht :) (aber frühestens in 5 Jahren :)).

Infos zur Entstehung:
Kamera: Canon 7D, Canon 550D, Canon XHA-1
Sonstiges Equipment: selbstgebauter Kran, selbstgebautes Schienensystem
Schnittsoftware: Adobe Premiere
Sonstige Software: After Effects, Photoshop, Cubase

Filmlänge:
17'46" Minuten

Stream:



Making Of:

»Zitrusfrucht« hat folgende Bilder angehängt:
  • Film.Standbild006.jpg
  • Film.Standbild009.jpg
  • Film.Standbild013.jpg
  • 02.jpg
  • 04.jpg
  • Cover_00.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Zitrusfrucht« (17. Dezember 2015, 00:36)


Selon Fischer

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2

Dienstag, 15. Dezember 2015, 21:18

Fünf Jahre vom ersten Entwurf bis zum fertigen Film - wow, das ist echt eine lange Zeit :D

Ich muss zugeben, dass ich den Film schon aus dem Grund interessant fand, weil mein Team und ich ähnlich "große" Budgets, ähnliche Anzahl Drehtage bei ähnlicher Gesamtminutenlänge haben :)
Im Großen und Ganzen hat mir der Film gefallen, hab ihn von Anfang bis Ende geschaut. Grund dafür war weniger die Geschichte an sich (Gangsterzeugs fand ich irgendwie noch nie so recht spannend) als mehr die Art ihrer Erzählung. Schnell, witzig und kreativ - und dabei auch noch visuell ansprechend. Toll fand ich die Choreographien, seitdem ich das mal selber gemacht habe, kann ich viel mehr einschätzen, wie viel Arbeit da drin steckt. Dafür echt Hut ab!

Spannend fand ich auch den Einstieg, allerdings hab ich mich gefragt, was denn die Einstellung, bei der man nur ihre beiden Münder sieht, dramaturgisch soll, nachdem beide Gesichter voll zu sehen waren. Da schneidest du ein paar mal auf die zurück, was für mich nicht nachvollziehbar war. Irgendwie seltsam fand ich auch die Sprache. Ich bin mir nicht sicher, ob es für mich nachsynchronisiert klingt (habt ihr?) oder ob es "nur" am konstanten overacten der Darsteller liegt - irgendwie war das für mich konstant zu "drüber". Ebenfalls eigenartig fand ich den Vorspann. Nicht visuell! Rein technisch ist er echt chic geworden (wie die meisten VFX. Nur das Blut fand ich bei der ersten Konfrontation zu sehr stock footage). Ich meine eher im Sinne der Dramaturgie - bei 17 Min Film ein Vorspann? Ist das denn notwendig?

Nichtsdestotrotz: Schöner Film und Glückwunsch zur Fertigstellung! :D

Lierov

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3

Dienstag, 15. Dezember 2015, 23:11

schönes Filmchen... Tarantino lässt Grüßen! :-) Hab erst nach gucken des Filmes gesehen, dass er mit der 7D gefilmt wurde und mich dann etwas gewundert, weil ich beim gucken die ganze Zeit überlegt hatte, mit welcher Cam du wohl gefilmt hast. Womit hast du denn gegraded? Und mit welchen Einstellungen hast du gefilmt? Picturestyle? Hat mir gut gefallen. Bin ja selbst quasi von Day1 an 7D Nutzer und bin diesbezüglich für Tipps immer dankbar, weil CC nicht gerade zu meinen Talenten zählt :D
Kritik ist die höchste Form der Zuneigung

tevauloser

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4

Dienstag, 15. Dezember 2015, 23:54

Also technisch war das wohl i.O. Grading top. Aber die Handlung passt genau in mein *Verachtungs- Schema*: Erst leicht romantisches Wohlfühlgedudel, dass nach spätestens einer halben Minute in wildes zerstörerisches Allerweltsgeballere ausartet.
Ich muss mir wohl ein eigenes Filmerforum erstellen, welches auf mehr Geist, Witz und hinterhältigen Humor setzt...oder ist dies hier vorhanden, und ich hab dies übersehen?

L Lawliet

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5

Mittwoch, 16. Dezember 2015, 02:55

Erst mal Gratulation zur Fertigstellung.

Mir hat der Film nicht gefallen. Technisch ist er in Ordnung, abgesehn vom Ton und den bereits angesprochenen Einstellungen auf die Münder. Die Kampfchoreos sind ziemlich gut. Das Schauspiel wirkt, wohl auch durch die Nachsynchronisation, recht peinlich.
Die Handlung ist ein auf 17 Minuten gestreckter, abgedroschener Witz. In 5 Minuten wäre der Film vielleicht besser rübergekommen. Das Konzept "Leute planen etwas in verschiedenen Versionen und am Ende kommt es doch anders" ist halt irgendwie hart durchschaubar. Nach spätestens der Hälfte dachte ich "okay, es endet entweder damit dass er vor dem Bösen steht und sofort nach dem ersten Wort einen Kopfschuss bekommt oder aber dass er vorm Bösewicht zum wimp wird." Joa. Die Kopfschussvariante fände ich vielleicht noch besser, aber das würde halt auch nichts retten.

Immerhin scheints euch Spaß gemacht zu haben und das ist wirklich was wert.
Gebt mir bitte in folgendem Thread Bescheid, wenn ihr eine wie dort beschriebene Kritik von mir zu eurem Film haben wollt:
L Lawliet verreißt eure Filme

Drehbuchkritik nach Absprache per PN.

comic74

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6

Mittwoch, 16. Dezember 2015, 20:09

Ich fand ihn technisch wirklich sehr gelungen, auch das Intro war super und passend und ebenso, dass man am Anfang nur den Mund gesehen hat war aus gestalterischer Sicht Top. Man muss sich nicht immer an die 08/15 Sachen halten. Was ein bisschen Schade war, dass die Schauspieler die Handlung nicht tragen, es kam bei mir einfach keine Sympathie rüber, wurde eh schon erwähnt - vielleicht lag es auch daran dass die Nachsync irgendwie komisch klingt und die Texte an sich sehr Abgedroschen wirken. Aber im Grossen und Ganzen ein "Daumen hoch" für die Gesamtleistung und vor allem dein Durchhaltevermögen, ich hätte da schon lange den Hut drauf geworfen!!

Zitrusfrucht

unregistriert

7

Donnerstag, 17. Dezember 2015, 00:31

Vielen dank für die zahlreichen Kommentare.

Ich denke, dass ich technisch noch mehr rausreißen könnte. Vor 4 Jahren war ich aber noch nicht so weit, wie ich es jetzt bin. Die Erfahrung und der Spaß waren es aufjedenfall Wert, den Film zu realisieren.
Beim Drehbuch schreiben hatten wir sehr viel Spaß und eigentlich war der Film viel provokativer und beinhaltete eine deutlich härtere Sprache, die ich aber bei der langjährigen Postproduktion immer weiter abgeschwächt habe. Ich muss schon sagen, dass diese Richtung zu meinem Lieblingsgenre gehört.

Wir hatten am Anfang die Idee gehabt keine Barszene für die Planung zu nehmen sondern die beiden Charaktere in der Planung nur im Off sprechen zu lassen. Im Nachhinein hat es nicht so funktioniert wie ich es mir vorgestellt habe und diese Barsequenz eingefügt. Meine Intention nur den Mund und nicht das ganze Gesicht zu zeigen beruht nicht auf Dramaturgie, sondern nur darauf die Anfangszene etwas anders zu zeigen und eine kleine Neugier oder wie es bei dir ist Fragen (Selon Fischer) aufzuwerfen. Ob es sinnvoll war und den Film in die richtige Richtung bringt, ist eine andere Frage :)

Der gesamte Film wurde nachsynchronisiert und nachvertont und hatte bis auf die Kampfszenen kein Originalton.
Ein Vorspann wäre wahrscheinlich/ist nicht nötig gewesen. Aber die Idee einen Übergang von der Barszene zur ersten Lagerhausszene fand ich sehr interessant.

@tevauloser: Der Film soll der reinen Unterhaltung dienen. Tiefgründig ist er aufjedenfall nicht (s.o. Lieblingsgenre) :)

@ Lierov: Überwiegend habe ich mit der 7D gedreht. Für fronalte Kamerafahrten kam die XHA-1 zum einsatzen. Bei einigen Actionsequenzen, haben wir mit 2 Kameras gleichzeitig gedreht (7D und 550D). Die 550 diente als reine Zweitkamera. Zu dem Zeitpunkt hatte ich nur Zugriff auf 2 Objektive (Tamron 17-50mm 2.8 und Canon 50mm 1.8). Für das Color Grading habe ich sehr lange gebraucht, da die Aufnahmen beim Dreh nicht immer gut waren. Gegradet habe ich mit After Effects. Als Grundlage habe ich das Plugin Mojo von Magic Bullet verwendet. In den dunkleren Lagerhausszenen habe ich dezent Lensflares von Videocopilot genutzt um die Schwarzwerte anzuheben. Überwiegend kamen auch Masken zum Einsatz um die hellen Stellen abzudunkeln bzw. die dunklen Stellen aufzuhellen.

Viele Grüße und vielen Dank für die Glückwünsche :)

Hier noch ein kleines Making Of:

Ivan Dubrovin

Ivan Dubrovin

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8

Donnerstag, 17. Dezember 2015, 15:42

Schließe mich den vorherigen Kommentaren an.

Was noch nicht erwähnt wurde: Die Musik ist genial! Die entspricht perfekt dem Genre und macht gut die Spannung. Woher ist die?

Die Geschichte ist leider schon bekannt und etwas alt mit den Genre, wurde jedoch gut umgesetzt.


2 Vorschläge hab ich:
1. Es wird der Ton sehr stark vernachlässigt, versucht mal alles was man noch hören könnte noch rein zu bringen: Schläge auf Metall, Restaurantambiente, Hall, Mundgeräusche bei Treffern (Ächzer) usw.
2. Versucht mal den Film nochmal zu schneiden, indem ihr aus dem was da ist alles herausschneidet was nicht unmittelbar die Story weiterbringt. Ich habs auch letztens gemacht. Das bringt wahre Wunder :D



Die Umsetzung sonst ist Sehr gut!
ja, großes S



Ivan Dubrovin

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