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Sonntag, 30. August 2015, 15:13

Kino-Dokumentarfilm "Diegos Weg bergauf"

Diegos Weg bergauf
(Dokumentarfilm Bolivien/Österreich)



Über den Film:


Liebe Community, ich würde euch gerne einen schon etwas älteren, nichtkommerziellen Dokumentarfilm von mir vorstellen:

2012 durfte ich als Regisseur und Kameramann 20 Drehtage in Bolivien verbringen. Ziel war es, Material für einen Dokumentarfilm über die Straßenkinder von La Paz und El Alto zu sammeln. Der fertige Film sollte in Österreich im Kino, bei Festivals und Veranstaltungen sowie auf DVD erscheinen, und es freut uns, dass uns das alles im Laufe des Jahres 2013 auch gelungen ist und wir insgesamt knapp 2.000 Zuseher hatten.

Wir wollten in unserer Doku im Wesentlichen zwei Aspekte behandeln: Einerseits anhand konkreter Geschichten den Alltag der ca. 14.000 Straßenkinder von La Paz beleuchten, andererseits das Wirken der Organisation "Alalay" vorstellen, die versucht, diesen Kids wieder eine Perspektive zu bieten. Bei einem Interview zu Beginn der Dreharbeiten haben wir schließlich unseren Protagonisten Diego kennengelernt, der sich bereit erklärt hat, dass wir seine persönliche Geschichte als roten Faden für den Film nutzen dürfen.

Da wir - besonders bei den Dreharbeiten mit den Straßenkindern - mit einem möglichst kleinen Team drehen wollten, um den Alltag der Kinder nicht zu sehr zu beeinträchtigen, mussten wir auf technische Spielereien verzichten. Regie und Kameraarbeit waren grundsätzlich mein Part, O-Ton wurde von einem Kollegen separat aufgenommen, dann hatten wir meistens noch einen Fahrer, eine Übersetzerin und zwei Streetworker als Begleitung. Unser Hauptaugenmerk lag auf einem respektvollen Umgang mit den Straßenkindern. Wir wollten daher keine Szenen konstruieren oder nachstellen, oder die Kids "überreden" oder gar bezahlen, irgendetwas Gescriptetes vor der Kamera zu tun. Wenn man nur 3 Wochen Zeit hat, um die nötigen Aufnahmen zu bekommen, ist das eine eher riskante Vorgangsweise. Daher haben wir uns auch entschieden, nicht mit einer Spiegelreflex und dem ganzen nötigen Zusatzequipment, sondern mit der eher kompakten Canon XHA1 zu drehen, was den Look des Films natürlich beeinflusst hat. Im Endeffekt hat sich diese Vorgangsweise aber wohl bezahlt gemacht, da die Straßenkinder bereit waren, uns sehr nahe an ihre Realität heran zu lassen.

Alles in allem war es durchaus ein Herausforderung, in 3 Wochen eine Doku mit lauter fremdsprachigen Protagonisten zu drehen - in einer Stadt, die nicht gerade ein Touristenmagnet ist. Als Kameramann war es besonders schwierig mit dem gleißenden Sonnenlicht und der extrem dünnen Luft auf teilweise über 4.000 m Seehöhe umzugehen… da wird jedes kleine Mikro und jeder Akku irgendwann schwer ;)

Wir hatten für die gesamte Produktion nur ein sehr geringes Budget. Das Gelingen des Projektes wurde erst dadurch möglich, dass sehr viele ehrenamtliche Stunden in den Film geflossen sind, und wir z.B. auch vom ORF kostenlos unterstützt wurden. Nachdem die Produktion abgeschlossen war, haben wir uns entschlossen, den Film nicht kommerziell zu nutzen, sondern den Reingewinn dem Projekt Alalay zur Verfügung zu stellen.

Ich freu mich auf euer Feedback, Anregungen, Fragen usw.!

Filmlänge:

52 Minuten


Infos zur Entstehung:
Produktionszeit: 26 Drehtage, ca. 4 Monate Schnitt und Postproduction
Kamera: Canon XHA1
Sonstiges Equipment: Sennheiser K6
Schnittsoftware: Final Cut pro X


Stream:
»RMM« hat folgende Bilder angehängt:
  • Diego.jpg
  • StreetWork__5_.jpg
  • CIMG4261.JPG
  • IMG_1577.JPG

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »RMM« (31. August 2015, 17:19)


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