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niGGo

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1

Donnerstag, 16. Juli 2015, 19:58

Hilfe von oben // Abschlussfilm 2015

HILFE VON OBEN
Abschlussfilm 2015 - Mediengestalter Bild & Ton



Inhalt:
Das Leben der Abiturientin Julia ist im Wandel: Sie steht kurz vor ihrem Schulabschluss und befindet sich somit unmittelbar vor einem neuen und furchteinflößenden Lebensabschnitt. Doch in dieser besonderen Zeit fehlt ihr der Halt und die Geborgenheit ihres Vaters Thomas. Dieser versucht Julia aus mehreren hundert Kilometern Entfernung zur Seite zu stehen.

Filmlänge:
5'30" Minuten

Anmerkungen zum Film:
Bei "Hilfe von oben" handelt es sich um meinen Abschlussfilm für die Ausbildung zum Mediengestalter Bild & Ton. Produziert wurde innerhalb von 5 Tagen im Mai diesen Jahres, Vorproduktion mal ausgenommen. Es gab drei Themen zur Auswahl, von welchen ich mich für "Moderne Kommunkation" entschieden habe. Der Schnitt wurde nach der Abgabe minimal überarbeitet und es gab noch 'ne neue Farbkorrektur oben drauf. Zuletzt ist es wichtig anzumerken, dass die Geschichte auf dem Kurzfilm "Russian Roulette" von Ben Aston und Oli Fenton basiert ─ es handelt sich also um eine Neuinterpretation eines bereits bestehenden Kurzfilms. Das soll der Sache allerdings keinen Abbruch tun, ich denke (und hoffe), dass der Film ganz gut für sich selbst steht. Ich freue mich auf eure Kritik und Kommentare! :)



Weitere Informationen zum Film:

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Cast / Crew:

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Cast
  • Julia: Celia Hoffmann
  • Thomas: Mark Derichs

Crew
  • Kameraassistenz: Hauke Puetz
  • Ton: Steven Nowak
  • Tonassistenz: Fabian Junge
  • Maske und Verpflegung: Anika Schmidt
  • Setassistenz: Robin Wieschendorf, Niklas Barning und Julian Küsel
  • Farbgestaltung: Thies Lapp
  • Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Farbkorrektur und Nachbearbeitung: Nico Sanft

Besonderer Dank an:

Alle Kollegen aus den Winkler Studios
Kerstin Kuhnt-Chung, Florian Goetz
M.Medienproduktionen
Serina Sanft

Musik:

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Podington Bear (CC BY-NC 3.0):
  • Brightening
  • Sad Cyclops
  • Geneology
  • Reflector

Singleton (CC BY-NC-SA 3.0):
  • Breathe In Breathe Out

Technik:

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Kamera:
  • Canon C300

Objektive:
  • Tokina 11-16mm F/2.8 (Nikon G-Mount)
  • Walimex Pro VDSLR 24mm T/1.5 (Nikon F-Mount)
  • Walimex Pro VDSLR 35mm T/1.5 (Nikon F-Mount)
  • Walimex Pro VDSLR 85mm T/1.5 (Nikon F-Mount)

Software:
  • Adobe Premiere CC 2014
  • Adobe After Effects CC 2014




Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »niGGo« (23. Januar 2016, 16:25)


tevauloser

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2

Donnerstag, 16. Juli 2015, 21:32

Oh, gefällt mir jetzt sehr gut. Tolles Mädel mit guter Schauspieler Leistung. Das Grading gefällt auch. Die Geschichte find ich exotisch, aber denkbar in der Zukunft.
Nur: Korrekterweise beobachtet man den Sternenhimmel im völligen Dunkel, weil man sonst fast nichts erkennt. Ja, man gewöhnt seine Augen fast stundenlang vor der eigentlichen Beobachtung im Dunkeln an. Was Jule da zu sehen kriegt wäre höchstens der helle Mond, aber niemals die winzigen Sterne. Die in Siedlungen herrschende "Lichtverschmutzung" durch Strassenlaternen und Leuchtreklamen lassen wir mal aussen vor.

Aber ich habe mich prima unterhalten und denke, dass du schon gewisse Fähigkeiten hast ;-)

the machine one

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3

Donnerstag, 16. Juli 2015, 23:06

Richtig süss!

Habt ihr Filmkorn über der Aufnahme?
Erzähl mal ein bischen was zur Technik, gerade Das Mikro würde mich interessieren!

Lierov

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4

Freitag, 17. Juli 2015, 09:19

schickes Filmchen... eigentlich hab ich nicht wirklich das Bedürfnis hier Kritik zu äußern, mach es aber trotzdem mal! Das ganze ist allerdings jammern auf hohem Niveau und meine rein persönliche Meinung...


Die Kamerafahrten bei 0:22-0:30 und 4:09-4:15 stören mich ein wenig, weil sie sich nicht harmonisch in den Rest der Einstellungen einfügen, sondern eher wirken wie: "ich hab einen Slider/Dolly, also muss ich ihn auch irgendwie einsetzen, außerdem wirkt das professioneller"


Der Satz "... wenn sich dein ALTER HERR mit irgendwas auskennt..." wirkt in meinen Augen etwas skurill. Auf der einen Seite sieht er noch recht jung aus und benutzt auch eine entsprechende Sprache "Mathe ist cool!". Da passt dann der eben zitierten Satz nicht so wirklich.


Das Wort Danke auf eine Pappe zu schreiben und ans Fenster zu halten ist albern. Zum einen ist das wegen dem Gegenlicht wahrscheinlich nicht mal möglich zu lesen, wenn jemand direkt wenige Meter vor dem Fenster steht, geschweige denn aus dem Weltraum, zumal man bei der Aufnahme des Hauses aus dem Weltraum mit Mühe gerade mal die Fenster erkennen kann.


Die Emotionalität des ganzen Films ist letztlich auch nicht wirklich nachvollziehbar...
Den Gesprächen nach zu urteilen haben die beiden sich schon längere Zeit nicht mehr gesehen/gesprochen.
Wieso ist der Vater die einzige Bezugsperson? Wo ist die Mutter? Wieso wohnt sie alleine, wenn der Vater eine soooo lange Zeit nicht vor Ort ist?

Vor allem der Satz" Du wirst deinen Weg schon finden. Eines Tages..." stört gewaltig. Was soll damit ausgedrückt werden? Der Vater ist doch in 100 Minuten wieder da. Der Satz klingt von seiner Dramatik allerdings eher so, als wenn Bruce Willis das zu seiner Tochter sagt, kurz bevor er stirbt, weil er per Hand eine Atombombe zündet, um den Kometen zu zerstören, der die Erde bedroht. Ich finde da wird etwas zu fett aufgetragen. Gerade dieser Satz hat unnötigerweise dazu beigetragen, dass ich die Geschichte des Films letztlich nochmal hinterfragen musste. Denn als das schwarzweiß Foto des Vaters als finales Bild eingeblendet wurde dachte ich kurzzeitig, dass ich die Geschichte falsch verstanden hätte und das der Film eher dem Supernatural-Genre zu zuordnen ist und der Vater tot wäre oder in sich einer anderen Dimension befindet wie beispielsweise "Source Code" (2011) oder "Interstellar" (2014). Leider war dem natürlich nicht so.
Da das aber Dein Abschlussfilm für die die Ausbildung Mediengestalter B&T war lag dein Hauptaugenmerkt nachvollziehbarer Weise auch entsprechend eher auf Kamera und Ton ausgerichtet. Und da gibts wenig dran auszusetzen.
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7River

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5

Freitag, 17. Juli 2015, 10:06

Finde auch, dass das ein schickes Filmchen ist. Der Vater erinnert mich irgendwie etwas an den Schauspieler Michael Fassbender. Das mit der Pappe: Das verhält sich so wie in diversen Fernsehserien, in denen Überwachungsvideos so scharf sind, dass man problemlos das noch so kleinste Detail heranzoomen kann.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

niGGo

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6

Freitag, 17. Juli 2015, 19:37

@tevauloser:
Recht hast du, ganz korrekt ist der Umstand lichttechnisch natürlich nicht ─ aber trotzdem schön, dass dir der Film gefallen hat! :)

@the machine one:
Zu deinen beiden Fragen: Filmkorn, ja! Mikro war ein Neumann KM 184, ging über 'nen Mischer in die C300.

@Lierov:
Danke für deine ausführliche Kritik! :) Ich gehe mal ganz allgemein drauf ein:

Dass nicht alles 100% sinnvoll ist (Pappe am Fenster) steht natürlich außer Frage. Dass die Dramaturgie ebenfalls an manchen Stellen etwas lose ist, lässt sich vermutlich auch nicht abstreiten. Dennoch hast du einen Punkt gar nicht so falsch erfasst: Es ist tatsächlich so, dass ich mit dem Ende (Schwarz/Weiß-Foto) die Option offen lassen wollte, dass der Vater tot sein könnte und dieses Gespräch womöglich nur in Julias Kopf stattfindet. Dies würde auch so manche Ungereimtheiten erklären, welche die Logik des Films betreffen ;) Mir persönlich war es allerdings wichtig, dass der Film auch für sich funktioniert und nicht auf solch einen Twist aufbauen muss, um zu unterhalten ─ deshalb wird auf diese Auflösung auch kein besonderes Augenmerk gelegt. Ich wollte mit dem schwarzen Bilderrahmen nur die Möglichkeit andeuten, die du daraus auch in Betracht gezogen hast. Dass du diese Möglichkeit allerdings als "nicht gewollt" und somit falsch verstanden hast, ist vermutlich dann wiederum doch dem Film zuzuschreiben. Vielleicht hätte es dann doch etwas direkter erzählt werden müssen. Nunja, nochmal danke für deinen Beitrag :)

@7River:
Dankeschön! :D

Ritter Wulf

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7

Freitag, 17. Juli 2015, 20:56

Mal quer gefragt

Hi,

das ist jetzt kein persönlicher Angriff, aber das ist doch etwas, das mich verwundert.

Das ist dein Abschlußfilm als Mediengestalter. Du hast den Film mit acht anderen Personen hinter der Kamera und Leuten aus einem Studio gemacht. Du hattest eine Canon c300 und anderes Zubehör zur Verfügung.
Ich denke das ist hier das AMATEURFILM-Forum. Bist du dann mit deinem Hintergrund und mit der Ausstattung hier nicht an der falschen Stelle? Ich arbeite seit langer Zeit mit Premiere elements 11 und einer einfach Rollei Movieline und erstelle meine Filme allein. Eine C300 kenne ich nur vom googeln.
Das ist hier so ungefähr als ob du zu einem Kettcartreffen der Grundschule mit deinem Porsche Cayenne fährst und fragst: Na Kids, was haltet ihr von meinen Gefährt?
Gibt es im Netz keine Profi Foren, wo ein Film deiner Produktionskategorie hinpaßt?

Nur mal so gefragt.

niGGo

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8

Samstag, 18. Juli 2015, 13:01

Hmm, wie antworte ich darauf am besten?

Also, zuallererst sei gesagt, dass hier weitaus mehr hochwertigere Produktionen im Forum gepostet wurden (und werden), als du vielleicht bisher mitbekommen hast. Du musst dich da nur einfach mal umschauen, da steht mein Kurzfilm mit seinen knapp über 5 Tagen Produktionszeit nicht besonders weit oben. Hier im Forum findet sich immer wieder richtig gutes Zeug an, und ich habe bei weitem nicht das Gefühl, dass ich mit diesem Filmchen besonders hervorsteche.

Das Problem beim Amateurfilm ist eben eine relativ weitläufige Bandbreite an unterschiedlichen Erfahrungswerten, unterschiedlich großen Teams, unterschiedlich gutem Equipment usw. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es sich eben nach wie vor um einen Amateurfilm handelt ─ denn dieser wird nicht durch einfachstes Equipment oder ein 1-Mann-Team definiert. Es gibt Produktionen hier im Forum, die können in Bezug auf die Größe des Teams 1a mit vergleichbaren Hollywoodproduktionen verglichen werden. Und trotzdem sind es noch Amateurfilme, meistens privat entstanden, als Hobby eben.

So sieht's bei mir auch aus. Wie man unter meinem Bildlichen links sehen kann, bin ich hier seit nunmehr fast 10 Jahren angemeldet (anders formuliert: seit meinem 13. Lebensjahr), also hat es für mich auch eine gewisse Tradition meine Filme hier zu posten. Geld verdient habe ich mit meinen Kurzfilmen noch nie, und mich nach meiner Ausbildung als Mediengestalter (die sich nur entfernt mit szenischen Produktionen auseinandersetzt) als Profi zu bezeichnen, davon würde ich auch mehr als nur absehen. Es ist nach wie vor mein Hobby (auch wenn ich es zugegebener Maßen gern zum Beruf machen würde), genauso wie es das Hobby meiner Freunde ist, aus denen sich das Team fast ausschließlich zusammensetzt. Von denen hat auch keiner eine Ausbildung oder ein Studium im Medienbereich genossen, wir machen das eben alle aus Spaß an der Freude ─ und ich denke das macht einen Amateurfilm zum Amateurfilm.

Zum Abschluss nochmal die Beschreibung des Unterforums "Kleines Kino", in welchem mein Kurzfilm hier gepostet wurde: "Du hast mit viel Aufwand einen hochwertigen Kurzfilm, Werbespot, Imagefilm, ein Musikvideo, eine Dokumentation oder ähnliches produziert? Dann ist das kleine Kino der richtige Bereich, um deine Produktion vorzustellen."

Abschließende Zusammenfassung: Ich bin hier seit 10 Jahren dabei, ich poste mein Zeug gerne hier, die Produktion mag professioneller aussehen als manch andere, doch handelt es sich in meinen Augen nicht weniger um einen Amateurfilm ─ ergo fühle ich mich hier auch nicht fehl am Platz (siehe Beschreibung dieses Unterforums). Und nein, ein vergleichbares Forum kenne ich nicht. :)

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ToXic pictures

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Sonntag, 19. Juli 2015, 11:49

Hab mir das Filmchen auch mal angesehen. Von der Gestaltung ist es jetzt nichts ausgefallenes, aber solide gemacht, inhaltlich fand ich das Ganze aber sehr berührend und ich bin der Meinung, dass der Inhalt (fast) immer ganz klar an erster Stelle steht. Insofern, schöner Film!
Beim Licht hätte man da sicher noch einiges herausholen können, bisschen mehr Kontrast, die Kamera war - denke ich - auch nicht bis ins Letzte durchdacht, aber so richtig gestört hat mich beides nicht.
Zum Thema, es war nicht alles zu 100% logisch... hmm... also wenn Filme immer zu 100% logisch wären, dann aber gute Nacht. Ich schreibe das in letzter Zeit öfters - das entscheidende ist nicht die Logik, sondern die Glaubwürdigkeit. Und für mich ist in diesem Film alles Glaubwürdig beim anschauen. Ob das alles logisch ist, oder ob das alles der Realität entspricht, dass ist mir vollkommen egal, wenn ich das anschaue, solange ich es in dem Moment der Geschichte und der Figur abkaufe.
Das ist dein Abschlußfilm als Mediengestalter. Du hast den Film mit acht anderen Personen hinter der Kamera und Leuten aus einem Studio gemacht. Du hattest eine Canon c300 und anderes Zubehör zur Verfügung.
Ich denke das ist hier das AMATEURFILM-Forum. Bist du dann mit deinem Hintergrund und mit der Ausstattung hier nicht an der falschen Stelle? Ich arbeite seit langer Zeit mit Premiere elements 11 und einer einfach Rollei Movieline und erstelle meine Filme allein. Eine C300 kenne ich nur vom googeln.
Darauf würde ich auch gern noch mal antworten...
Ich kenne hier ein paar Leute, mich muss ich da auch dazuzählen, die drehen mit Teams von 20 bis 30 Leuten, drehen auf ALEXA, RED oder 16mm / 35mm, fahren mit 3 LKW ans Set, wo dann ein Haufen Lampen, ein Magnum-Dolly oder Kräne oder all der ganze Kram drin ist. Die studieren dann Film, oder Regie, oder Kamera und sind bereits auf einschlägigen Festivals gelaufen, also man könnte sagen, die sind schon irgendwie in der Branche.
Erstens haben wir alle klein angefangen und ich erinnere mich an meine erste Zeit hier im Forum, wo ich noch sehr weit von Alexa und Cinefilm entfernt war, wie ich mit allergrößter Neugier die Projekte der "kleinen Profis" hier angeschaut habe und mich brennend dafür interessiert habe, wie das entstanden ist.
Zweitens bin ich der Meinung, dass man tatsächlich Amateur und Profi nicht mehr anhand des technischen oder personellen Aufwandes trennen kann. Profi ist, wer damit sein Geld verdient.
Drittens sehe ich keinerlei Problem darin, wenn Leute mit mehr Erfahrung und mit größeren Teams und teurerer Technik hier Zeugs präsentieren, weil mal davon abgesehen, dass es keinem weh tut und jeder selbst entscheiden kann welchen Post er liest und welchen nicht, kann man unheimlich viel voneinander lernen. Und das geht in beide Richtungen! Denn auch und gerade bei den Profis heißt es permanent sich einzuschränken.

Dies ist ein Plädoyer meinerseits dafür, dass man nicht naserümpfend durch das Forum läuft und Leute in Schubkästen steckt, sondern dass man die Synergien nutzt, die hier vorhanden sind.
Und das Letzte, was ich gern noch sagen will... Es kommt nicht darauf an, mit welchem Aufwand man einen Film mach. Es kommt darauf an, was man zu erzählen hat und wie man es erzählt. Schaut Filme zB. von Andreas Dresen... "Halbe Treppe" zum Beispiel... Das ist technischer Null-Aufwand aber es ist ein toller Film, weil er etwas zu sagen hat!

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tevauloser

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Sonntag, 19. Juli 2015, 20:59

Hoppla, 3LKW's, 30 Leute und das kostet was? Vielleicht könnte man auch sagen, es sind noch Amateure, die keine Möglichkeit für so einen Aufmarsch besitzen. Aber bei dem geschilderten Equipment hier geht es eindeutig steil in den Profibereich, und da gibt es andere Mglichkeiten, sich mit gleichgerüsteten Produzenten zu messen.
Sonst kommt es mir fast schon so vor, als wolltet ihr die "Ahs und Ohs" von uns Habenichtsen geniessen und uns väterlich auf die Schultern klopfen, nach dem Motto: Streng dich einfach etwas an, dann kannst du dies in wenigen Jahren auch erreichen.
Da scheint mir ein gewisser Frust vorprogrammiert. Denke nur an die zahlreichen Mitleser, die aus diesem Grunde schon gar nicht wagen, hier etwas zu zeigen.

Ein gewisses "Schubladendenken" scheint mir sinnvoll. Im Ford Fiesta Klub gibt es schliesslich auch keine Jaguarfahrer, dafür aber einfache Fiestas und total gepimpte Fiesta's- und alle sind es Fiestas...verstehst du, was ich meine?

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Marc Herrmann

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Sonntag, 19. Juli 2015, 21:26

Es gibt ja noch das Slashcam-Forum, aber ehrlich gesagt finde ich das Amateurfilm-Forum sehr viel angenehmer. Erstens finde ich den Austausch von Amateuren und (Semi-)Pro's total spannend und für die technische und künstlerische Entwicklung förderlich, zweitens ist der Umgangston bei Slashcam nicht selten unter aller Sau, auch Anfängern gegenüber. Was das Equipment angeht, viele leiden ja unter dem Gear Acquisition Syndrome (einschließlich mir), aber 3 LKWs und ein Team mit 30 Leuten machen einen Film nicht automatisch besser. Es ist ja auch nicht so, als würden hier alle bei den großen Sendeanstalten Auftragsarbeiten machen oder nur Blockbuster produzieren.

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Gelöschter Benutzer

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12

Sonntag, 19. Juli 2015, 21:48

Ich sehe das Problem der Debatte nicht: Beschwert man sich hier tatsächlich, dass man in diesem Forum als Amateur von (Semi-)Profis lernen darf? Liegt darin nicht der ganze Sinn des Forums? Wenns einem NUR um "Wie mache ich professionelle Kamerafahrten?" geht, dann sollte man sich wohl eher an YouTube wenden, und wer ein positives: "Wow, absoluter Hammer!" als Kritik fürs neuste Projekt haben will, der zeigt den Streifen am besten einfach der Mutti.

Geht es hier im Forum nicht irgendwie drum, sich den sprichwörtlichen 'Tritt in den Hintern' zu besorgen? Kritik zu bekommen, die ehrlicher ausfällt als man gehofft hätte, seine Projekte mit Anderen vergleicht, nur um zu merken, wie wenig man eigentlich weiß, Wissen austauscht und Kontakte zu knüpfen?

Wie gesagt: Ich verstehe das Problem nicht? Liegt es wirklich nur am Namen des Forums?

ToXic pictures

TeeTrinker

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Montag, 20. Juli 2015, 05:59

Hoppla, 3LKW's, 30 Leute und das kostet was? Vielleicht könnte man auch sagen, es sind noch Amateure, die keine Möglichkeit für so einen Aufmarsch besitzen. Aber bei dem geschilderten Equipment hier geht es eindeutig steil in den Profibereich, und da gibt es andere Mglichkeiten, sich mit gleichgerüsteten Produzenten zu messen.
Sonst kommt es mir fast schon so vor, als wolltet ihr die "Ahs und Ohs" von uns Habenichtsen geniessen und uns väterlich auf die Schultern klopfen, nach dem Motto: Streng dich einfach etwas an, dann kannst du dies in wenigen Jahren auch erreichen.
Da scheint mir ein gewisser Frust vorprogrammiert. Denke nur an die zahlreichen Mitleser, die aus diesem Grunde schon gar nicht wagen, hier etwas zu zeigen.

Ein gewisses "Schubladendenken" scheint mir sinnvoll. Im Ford Fiesta Klub gibt es schliesslich auch keine Jaguarfahrer, dafür aber einfache Fiestas und total gepimpte Fiesta's- und alle sind es Fiestas...verstehst du, was ich meine?
Mich macht diese ganze Debatte ehrlich gesagt einfach nur traurig & das Einzige, wie ich mir das erklären kann ist Neid und Eifersucht, weil einen anderen Grund kann es nicht geben. Oder hat man Angst, dass die eigenen Werke, die mit weniger Technik und Leuten entstanden sind nicht zur Geltung kommen? Ich verstehe es nicht und wie bereits gestern gesagt, der Vergleich zum Autoclub ist haltlos, weil es nicht mehr so ist, dass der Amateur sich so großartig vom Profi unterscheidet, diese Zeiten sind vorbei, die Grenzen sind fließend.

Ich freue mich über alle, die den Vorteil in einem spannenden miteinander sehen, denn wie gesagt, der Austausch muss nicht immer nur in eine Richtung stattfinden und selbst wenn er das Schwerpunktmäßig tut, was ist schlimm daran? Alle, die sich da in ihrem Amateurfilmdasein gestört fühlen müssen ja die Beiträge nicht lesen.

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Lierov

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Montag, 20. Juli 2015, 10:11

bisher war es mir eigentlich immer egal, wenn hier relativ professionell aussehende Filme vorgestellt wurden. Aber es scheint ja tatsächlich für den ein oder anderen hier im Forum ein Problem zu sein. Ich glaube das Problem ist die unterschiedliche Definition des Begriffs "Amateurfilm". Für den einen ist ein "Amateurfilmer" bereits jemand der eine Videokamera besitzt und seine Urlaubsvideos mit Überblendungen und Schriften verziert und anschließend auf DVD brennt.

Für den anderen ist der Begriff eben ein bisschen weiter gefasst. Sicher... ein szenischer über Crowdfounding finanzierter Film mit gecasteten und bezahlten Darstellern, einer mehrköpfigen Crew, professionellem Licht- und Tonequipment, einer Kamera im Wert eines Kleinwagens, welcher anschließend im Kino gezeigt werden und danach auf DVD vertrieben werden soll, hat auf den ersten Blick wenig mit dem Begriff "Amateurfilm" zu tun...

Zwischen diesen beiden Beispielen liegen Welten. Ich denke es ist hilfreich wenn man den Begriff "Amateur" im Bezug zum Fußball betrachtet. Hier werden die ersten drei Ligen als Profiligen bezeichnet. Die darunter als Amateure. Und dazu gehören dann eben auch Vereine wie TSV Pupshausen.

Und obwohl bspw. Spieler in der Regionalliga als "Amateure" bezeichnet werden, bekommen sie teilweise soviel Geld, dass sie davon gut leben können.

Ist ein Spieler eines Dorfclubs wirklich neidisch auf die Spieler eines Vereins, der Regionalliga, die kurz davor sind in die 3. Liga aufzusteigen? Wenn sein IQ nicht durch exzessiven Alkoholmissbrauch oder inzestuöse Degenerierung weit unterhalb von 100 liegt, dann wird das eher nicht der Fall sein. Aus dem einfachen Grund, weil er weiß wo er steht und was er kann und vor allem, weil er weiß, dass für ihn Fußball nur ein Hobby ist - ein Ausgleich zu seinem Job. Und niemand käme auf den Gedanken ihn dafür abzuwerten. Er hat Spaß an seinem Hobby - das ist das einzige was zählt. Aber natürlich war der Traum von einer Karriere als Profifußballer bei fast jedem Hobbyspieler - in unterschiedlicher Ausprägung - irgendwann einmal vorhanden.


Es wäre schön, wenn die "Amateure der Kreisliga" hier im Forum unsere "Amateure der Regionalliga" akzeptieren und anerkennen, dass da eine gewisse Leistung hinter steht. Es ist ja nicht so, dass man sich eine wie oben beschriebene Filmproduktion einfach so aus dem Ärmel schütteln kann.


Da gehört einiges mehr dazu, als nur den Startknopf der Videokamera zu drücken. Mir persönlich wäre die Vorbereitung, Logistik, Postproduktion und Vertrieb eines solchen Projektes too much. Und auch die Kosten für das Leihen oder den Erwerb des Equipments wären mir zu hoch. Und letztlich ist es auch eine Frage der Zeit, denn wenn man mit beiden Beinen im Berufsleben steht, dann wird man für solche Projekte kaum Zeit finden.

Viele Filme von dem Niveau von "Hilfe von oben" werden von jungen Nachwuchsfilmern produziert, die irgendwann mal vorhaben, ihr Hobby zum Beruf zu machen oder zumindest nebenher noch ein bisschen Geld zu verdienen. Wäre ich noch jung ohne berufliche und familiäre Verpflichtungen, ich würde es wahrscheinlich auch in Betracht ziehen. Die technischen Entwicklungen machen es einen heutzutage relativ leicht, optisch hochwertige Filme zu produzieren - also was spricht dagegen, wenn jemand die Chance ergreift einen Beruf auszuüben, der ihn erfüllt?



Ich persönlich wäre stolz auf jemanden der hier im Forum als 16jähriger seine ersten Filme präsentiert und dann die Möglichkeit bekommt Regie oder Kamera bei einem richtigen Kino- oder TV-Films zu machen.
Wenn es aber für den ein oder anderen "Amateurfilmer" hier ein Problem sein sollte, dann besteht ja durchaus die Möglichkeit ein neues Forum zu erstellen. Hab gerade mal bei "denic.de" geschaut: die Domain www.hobbyfilm-forum.de ist noch zu haben...


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tevauloser

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15

Montag, 27. Juli 2015, 16:03

OK, gebe mich geschlagen und füge mich der offenbar hier vorherrschenden Meinung, wonach es Kleinamateure und Grossmateure gibt ;-)
Und mein nächstes Projekt sieht sogar den Einsatz von 5 LKW's vor...allerdings beladen mit Aepfeln und nicht mit Filmsetmaterial.

Ne, im Ernst: Finde es eigentlich auch recht fruchtbar, gestandene Filmer mit grösserem Hintergrund anzapfen zu können, um seine eigenen Werke zu beleben.
Letztlich stach mich wohl doch das Wort *Amateur* zu sehr. Bis ich zwischenzeitlich gewahrte, was unter diesem Titel anderswo zur Spitze getrieben wird. Nachdenken, einlenken halte ich für eine weiterbringende positive menschliche Fähigkeit.
Dennoch war es m.E. nicht vergebens, über diesen Punkt auch mal ein paar Worte zu verlieren.
So ist das nun halt für mich einfach das Filmforum ;-)

MediaFilmer

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16

Freitag, 31. Juli 2015, 11:31

Es ist völlig egal mit was für einem Budget ein Film produziert wird, es kommt immer darauf an wie es der Produzent umsetzt.
Man kann auch mit kleinem Equipment große erfolge haben.
Dieser Film ist wirklich sehr gut Umgesetzt und selbst manch große Produktionsfirmen könnten sich davon eine Scheibe abschneiden.

Heme1983

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17

Sonntag, 2. August 2015, 20:18

Ich finde es gut Umgesetzt, es hat mich unterhalten, hast du noch andere kleine Filmchen, dein erster schein es ja nicht zu sein*lob*

niGGo

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18

Montag, 26. Oktober 2015, 11:57

Als neuer Vimeo-Plus-Nutzer, freue ich mich, euch meinen Film nun auch auf Vimeo präsentieren zu können!



Danke nochmals für eure zahlreichen Antworten. :)

niGGo

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19

Donnerstag, 29. Oktober 2015, 18:32

Ich erlaube mir einfach mal den Doppelpost:

Wir sind mit "Hilfe von oben" für den diesjährigen Camgaroo Award nominiert worden! Yay! :thumbsup:

Selon Fischer

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Donnerstag, 29. Oktober 2015, 19:04

Sehr cool! Herzlichen Glückwunsch dazu! :)