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joey23

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1

Freitag, 8. August 2014, 15:40

[durchgedreht24] Die Spielgefährten

Ich möchte euch hier gerne einen Film vorstellen, der beim diesjahrigen Durchgedreht 24 Selbstfilmfest in Braunschweig entstanden ist. Dabei handelt es sich um einen Filmwettbewerb, bei dem man innerhalb von 24 Stunden einen Film drehen muss. Das Problem: Jegliche externe Nachbearbeitung ist untersagt! Der Speicherkartenslot der Kamera wird versiegelt. Alle Szenen muss man in der richtigen Reihenfolge, in der richtigen Länge hintereinander weg aufnehmen - ein externer Schnitt ist nicht möglich. Einzig eine Tondatei mit dem Soundtrack darf man zusätzlich abgeben, die die gleiche Länge wie die Clips auf der Kamera haben muss. Um "Fälschungen" zu verhindern, müssen diverse Begriffe, die erst zu Beginn der 24 Stunden bekannt gegeben werden, in den Film eingebaut werden. Vorbereiten darf man aber natürlich so viel man möchte...

Filmtitel: Die Spielgefährten

Beschreibung: "Die Spielgefährten" ein Film vom Team "siebenundfünfzig" anlässlich des Selbstfilmfestes "durchgedreht24" aus dem Jahr 2014.
"Die Spielgefährten" wurde mit dem "Silbernen Fleischwolf" (2. Platz) und dem "Publikums-Preis" des Festivals ausgezeichnet.

4 Freunde machen sich auf den Weg, um die gestohlene Barbie wieder zurück ins Schloss zu bringen.

Infos zur Entstehung:
Kamera: 5DIII
Sonstiges Equipment: Funkmikro, Stativ, ein paar Objektive..
Schnittsoftware: Keine!
Sonstige Software: Keine!

Filmlänge:
4'50" Minuten

Ich freue mich auf Meinungen, Kommentare und Kritik :)

Stream:
»joey23« hat folgende Bilder angehängt:
  • Bildschirmfoto 2014-08-08 um 15.36.25.png
  • Bildschirmfoto 2014-08-08 um 15.37.12.png

2

Freitag, 8. August 2014, 18:32

Feines kleines Filmchen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr keine Schnittsoftware verwendet habt.

L Lawliet

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3

Samstag, 9. August 2014, 01:44

Krasse Bedingungen. So was schult bestimmt ungemein. Kennen ja wahrscheinlich einige noch von früher, als man nen Camcorder hatte und da auch immer die einzelnen Szenen so hintereinander gedreht hat, weil man nicht schneiden konnte.

Es wäre noch interessant zu wissen, welche Begriffe denn nun vorgegeben waren.
Ich hab an dem Film nichts auszusetzen, für 24 Stunden und die Bedingungen ist der echt stark.

Zitat

aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr keine Schnittsoftware verwendet habt.

Da ich es natürlich vorher wusste, habe ich schon stark gemerkt, dass da nicht geschnitten wurde. Und überhaupt: Wie soll das bei versiegeltem Slot auch gehen?
Gebt mir bitte in folgendem Thread Bescheid, wenn ihr eine wie dort beschriebene Kritik von mir zu eurem Film haben wollt:
L Lawliet verreißt eure Filme

Drehbuchkritik nach Absprache per PN und nur wenn eine Verfilmung wahrscheinlich ist.

kein Moviemaker, doch wie Blender ein Tool
#HSis

4

Samstag, 9. August 2014, 08:21

Ich hätte mir mal den Text dazu durchlesen müssen und nicht nur die Infos zur Entstehung.
Gleich von Anfang an alles in der richtigen Länge und Reihenfolge zu drehen ist echt nicht leicht. Das macht den Film gleich noch sehenswerter.

Wir sind von der heutigen Technik und den Möglichkeiten der Nachbearbeitung so abhängig geworden. Wenn ich überlege zu Anfangszeiten auch alles hintereinander gedreht zu haben, wieder zurück gespult und nochmal neu aufgenommen. Wahnsinn wie "einfach" es doch heute ist. Kamera laufen lassen und die Feinabstimmung wird am Rechner gemacht.

CaaOss.TV

unregistriert

5

Samstag, 9. August 2014, 18:37

(...) Und überhaupt: Wie soll das bei versiegeltem Slot auch gehen?


Direkt in der Kamera...

pascal

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6

Samstag, 9. August 2014, 21:41

Hat mich nicht vom Hocker gehauen.

L Lawliet

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7

Sonntag, 10. August 2014, 02:01

(...) Und überhaupt: Wie soll das bei versiegeltem Slot auch gehen?


Direkt in der Kamera...

Die Kamera hat Schnittsoftware? Cool. Vielleicht bringst du mal konstruktive Beiträge statt aussage-/gehaltloser oneliner.
Gebt mir bitte in folgendem Thread Bescheid, wenn ihr eine wie dort beschriebene Kritik von mir zu eurem Film haben wollt:
L Lawliet verreißt eure Filme

Drehbuchkritik nach Absprache per PN und nur wenn eine Verfilmung wahrscheinlich ist.

kein Moviemaker, doch wie Blender ein Tool
#HSis

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Benutzer, die diesen Beitrag hilfreich fanden:

joey23

mamoksche

unregistriert

8

Sonntag, 10. August 2014, 03:04

,,Die Kamera hat Schnittsoftware? Cool. Vielleicht bringst du mal
konstruktive
Beiträge statt aussage-/gehaltloser oneliner.'' [ L. Lawiet ] gehe
doch auf den thread ein und spar dir deinen senf.

Eher die
konstruktive Schneidungshardware die mittlerweile in jeder neueren dslr
drinnen ist womit einige cuts zackiger und manche einstellung nicht so
lang gewesen wären, wobei das wohl anscheinend beabsichtigt war - falls du dass gemeint hast freeze, szenen wie das intro sind halt davor entstanden denke ich, joey wie ist dass denn konkret mit der versiegelung, du konntest die cam an den pc anschließen aber der zugriff wird verweigert oder wie kann man sich das vorstellen?

Ja der film an sich ist jetzt nicht meins, aber der zweite platz wird dir da schon recht geben dass du die anforderungen dementsprechend behandelt hast, man hätte noch an paar szenen was drehen können aber ich glaub bei 24h hätte ich den kopf für die perfektion auch nicht ( zumindest ohne vorbereitung )

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mamoksche« (10. August 2014, 03:11)


pascal

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9

Sonntag, 10. August 2014, 03:10

wenn die 5d mark 3 schnitt software drin hat, dann hab ich die noch nicht gefunden.

mamoksche

unregistriert

10

Sonntag, 10. August 2014, 03:15

wir sind immer noch beim cutten und nicht bei irgendwelchen überblendungen, sogar mit meiner alten canon eos600d kann ich die aufnahmen direkt nach der aufnahme zuschneiden.

joey23

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11

Sonntag, 10. August 2014, 08:10

Auch die 5D3 kann in der Kamera Clips kürzen. Praktikabel ist das aber nicht, da man A) nicht mehrere Clips hintereinander weg unterbrechungsfrei anschauen kann und B) nur in relativ groben, festgelegten Schritten schneiden kann, statt überall wie im NLE. Außerdem kann man keine Clips verschieben, maximal neu speichern, wodurch sie ganz hinten landen. Damit haben sich in der Vergangenheit schon so manche Teams den Film versaut, weil man schlicht den Überblick verliert.

Weiteres Problem bei der DSLR ist, dass man keine Gesamtzeitanzeige hat, und die einzelnen Clips nur auf eine Sekunde genau angezeigt werden, nicht aber aufs Bild genau. Man darf aber auf keinen Fall über 5 Minuten kommen.

Auch der USB-Anschluss wird natürlich versiegelt. Die machen das mit Aufklebern, die beim abziehen kaputt gehen. Kommt man dann mit defektem Siegel bei der Abgabe an, wird man eben disqualifiziert.

Das A und O bei solch einem Projekt ist keine gute Planung. Darum haben wir den ganzen Film vorab schon mal als "Zeichentrickfilm" visualisiert:




Natürlich hat sich dazu aber noch die eine oder andere Änderung ergeben.

Auch ich würde, wenn ich den Film jetzt anschaue, das eine oder andere vielleicht anders machen. Aber die 24 Stunden sind rum. Was solls, ich bin zufrieden, mit dem Ergebnis.

Zitat

szenen wie das intro sind halt davor entstanden denke ich
Die Speicherkarte wird beim Versiegeln formatiert. Alles was im Film ist, muss in den 24h auf der Karte landen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »joey23« (10. August 2014, 08:21)


CaaOss.TV

unregistriert

12

Sonntag, 10. August 2014, 11:42

@L Lawliet

Warum so unfreundlich, die genannte Kamera ist schließlich nicht das einzig zugelassene Modell und mein Einwand schon deshalb, aber auch auf dieses Modell bezogen völlig berechtigt und trotz seiner Kürze einen wichtigen Kernaspekt des Wettbewerbs betreffend.


@all

Die Regeln

http://durchgedreht24.de/informationen/regeln/

auf der verlinkten Festivalhomepage sind leider nicht besonders exakt, allerdings findet man hier

http://durchgedreht24.de/informationen/kameravorgaben/ detailliertere Bedingungen, leider ist diese Seite aber nicht innerhalb der HP verlinkt und nicht mal Google kennt sie (bisher).

Insgesamt ist der Wettbewerb also wohl so ausgelegt, dass man nur das machen können soll, was man z.B. mit einem einzigen einfachen digitalen DV-Camcorder (also im Prinzip auch mit einer VHS-Videokamera) ohne Nachbearbeitung am PC oder sonstigen externen Schnittgeräten auch hätte machen können, das ganze dann auch für moderne digitale Kameras mit Speicherkarte soweit technisch möglich adaptiert.

Mit einer Bandkamera kann man ja auch in der Kamera in engen Grenzen schneiden, nämlich einen Aufnahmesequenz (Clip) löschen, am Ende eines aufgenommenen "Clips" diesen mit einem neuen überschreiben oder sogar innerhalb eines "Clips" überschreibend etwas neues drüberfilmen und dann ist es mit vielen solchen Kameras auch möglich, den fertigen kompletten Filmstream nachzuvertonen, das scheinen also im groben die angedachten Vorgaben und die Idee dahinunter zu sein.

Klar ausgeschlossen sind dementsprechend Kameras die eine kompletten Schnitt wie mit einem externen Schnittprogramm ermöglichen, dazu aus dem Regelwerk:"Kameras, die das Verwenden von Schnittprogrammen innerhalb der Kamera erlauben, z. B. iPhone, sind nicht gestattet."

Grundsätzliche finde ich solche Ansätze, welche die technischen Möglichkeiten stark begrenzen auch für Wettbewerbe durchaus reizvoll, weil sie eben genau durch diese Begrenzung die Kreativität eher fördern statt zu beschneiden und eine gewisse Art von Chancengleichheit schaffen.

Wichtig bei solchen Ansätzen ist allerdings, die Regeln so unmissverständlich und unumgehbar wie nur möglich zu formulieren, denn sonst findet doch wer einen Weg diese geschickt zu umgehen und spreng den ganzen Wettbewerb und seine Intention.



Zum Film:

Er lebt hauptsächlich von den Kostümen der Protagonisten, insb. jenem des Legomännchens. Die Story, sofern man sie überhaupt so nennen kann, bleibt aber leider auf der Strecke, zumal das ganze auch noch an den Plot von Toy Story (I) erinnert, was dann die Kluft zwischen Erwartungshaltung und Ergebnis noch weiter aufreißen lässt.

Insgesamt hinterlässt der Film bei mir das Gefühl, als habe man mit diesen (vorhandenen) Kostümen den Wettbewerb mal eben so mitnehmen wollen und diese aus anderen Projekten ohne sich gründlichere Gedanken und über die Story und weitere Umsetzung zu machen, einfließen lassen und etwas effekthascherisch lediglich auf deren Wirkung vertraut.

Dennoch hat der Film einen gewissen Unterhaltungswert, wenn auch mit den Wehrmustropfen der eben leider zu dünnen Story und des abrupten in seiner Machart eher unbefriedigenden Schlusses.

Selon Fischer

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13

Sonntag, 10. August 2014, 11:50

Ich bin etwas verwundet, dass der Film mit so negativen Kritiken bedacht wird. So ein Nachbearbeitungs-Dogma plus die 24h-Frist sind schon krasse Beschränkungen. Da einen ansehnlichen Film draus zu basteln, noch dazu mit vergleichsweise aufwändigen Kostümen und kommerziellen Drehorten, verlangt schon nach einem grundsätzlichem Lob! Schade fand ich, dass man die zeitliche Restriktion vor allem in der Schauspielführung gemerkt hat. Die war leider seehr platt und im Falle der Barbie sogar nervig. Die Heldenreise hätte für mich besser funktioniert, wenn die Barbie selber die Motivation gehabt hätte, wieder in ihr Schloss zurückzufinden. Leider verkommt sie zu einem passivem Blondchen, dass den anderen Spielsachen hinterherläuft. Dass die Story eigentlich nur eine Aneinanderreihung an Gags ist, kann ich leicht verkraften. Gezündet haben sie bei mir nicht, dafür war es mir nie ernsthaft genug gespielt.

Wie habt ihr eigentlich den Blitz realisiert?

joey23

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14

Sonntag, 10. August 2014, 12:28

Den Blitz haben wir mit einer über Kopf aufgebauten Testlaspule, die in ein Modellhaus einschlägt, erzeugt.

Zitat

Wichtig bei solchen Ansätzen ist allerdings, die Regeln so unmissverständlich und unumgehbar wie nur möglich zu formulieren, denn sonst findet doch wer einen Weg diese geschickt zu umgehen und spreng den ganzen Wettbewerb und seine Intention.
Es wurden schon Teams zur Jury gebeten, um zu erklären, wie das eine oder andere gelöst haben. Aber wer bescheißen will, wird immer einen Weg finden. Aber dann suche ich mir lieber einen anderen Wettbewerb, bei dem ich ohne die Regeln zu brechen, eine Chance habe. Letztlich sind doch genau die eingeschränkten Regeln der Reiz an Durchgedreht 24, und dass dadurch eben auch Teams eine Chance haben, die keinerlei Schnitterfahrung etc haben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »joey23« (10. August 2014, 12:38)


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