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dödeli117

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1

Dienstag, 24. Dezember 2013, 12:19

Annie Farrow (2013) - Kurzfilm ist online!

Unser Kurzfilm "Annie Farrow" ist nach der Premiere letzte Woche im Kino seit heute online verfügbar, als kleines Weihnachtspräsent. Ich freue mich, endlich mal wieder einen ganzen Film und nicht nur Trailer präsentieren zu könne, wünsche viel Spass und bin auf Kritik gespannt.

Frohe Festtage!

Filmtitel:

Annie Farrow

Beschreibung:

Annie Farrow, eine junge Amerikanerin vom Lande, kommt in eine
europäische Grossstadt, wo sie als Dienstmädchen für eine wohlhabende
Familie arbeitet. Als sie schon nach ein paar Tagen ihren Job verliert,
ist sie in der fremden Stadt auf sich allein gestellt.

Infos zur Entstehung:
Kamera: Canon 60D und Canon 6D
Sonstiges Equipment: Zoom H4N mit Rode NTG2
Schnittsoftware: Adobe Premiere
Sonstige Software: Adobe After Effects


Filmlänge:
17' 13" Minuten


Stream:
»dödeli117« hat folgendes Bild angehängt:
  • AnnieV03Promo.jpg

7River

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2

Dienstag, 24. Dezember 2013, 13:18

Hat mir gut gefallen, auch der Schluss. Die Schauspieler haben gut gespielt. Sehr schöne Musik. :) Bloß dieses mit dem Dienstmädchen und dem Brief schreiben find' ich etwas überholt. Sicherlich mag so etwas auch heute noch geben, aber in der heutigen modernen Zeit mit Handys, SMS, Internet usw. Der Anfang vom Film war sehr atmosphärisch und man fühlte sich (von der Geschichte und der Szenen) fast Jahrzehnte zurückversetzt.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

Jackyjake

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3

Dienstag, 24. Dezember 2013, 13:27

Wow.
Teilweise geniale Einstellungen, Technisch alles richtig gemacht, super Schauspieler, tolle Dialoge, packendes Ende.
Ob man das so noch zu einem Amateurfilm erklären kann?

Ich möchte jetzt nicht aufzählen, was ich alles super fand. Die Liste wäre viel zu Lang :D
Daher die Aspekte, die ihr meiner Meinung nach noch verbessern könnt. Auch wenn ich jetzt auf sehr hohem Niveau meckere.

Der Film ist mir größtenteils viiieeell zu langatmig. Zwischendurch dachte ich, ich schlafe gleich ein. Die ruhige Atmosphäre hat nicht annähernd einen Bezug auf den Inhalt ist, der ja alles andere als ruhig ist. Gewollt oder nicht?

Die Stelle, an der sie rausgeschmissen wird, erschließt sich mir nicht so ganz. Nur weil sie einmal den Kaffee verschüttet hat?
Das hätte man meiner Meinung nach ausbauen können.

Tut mir Leid, ich kann jetzt nicht so viel schreiben, eigentlich befinde ich mich mitten inden Vorbereitungen für heute Abend, musste aber einfach antworten ;)

Jackyjake

@7River: Ja, das kann ich so unterschreiben.

cj-networx

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4

Dienstag, 24. Dezember 2013, 14:06

Gut... Geschmäcker sind unterschiedlich.
Ich fand nichts negatives im Film.
Und super Anspielungen an "das Böse" in Menschen.
Schließe mich ansonsten meinen Vorrednern an, technisch alles bestens und schauspielerisch sowieso. :)

Tanko

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5

Mittwoch, 25. Dezember 2013, 12:44

Das Intro finde ich zu lang. Der Ton, als Annie im Hotel ankommt, ist zu rauschig. Als sie in ihr Zimmer geht, ist die Kamera nicht geschmeidig genug. Und vor allem and ich das Ende viel zu offensichtlich, zumal es auch so erzählerisch plötzlich kam. Die Geschichte wurde in einem sehr echtzeitlichen Tempo erzählt, was mir sehr gefallen hat. Doch das Ende hat nicht da finde ich nicht reingepasst. Zu viel Potential wurde verschwendet, denn die Geschichte hätte in so viele andere innovative Richtungen gehen können (die natürlich noch ein deutliches Mehr an Zeit gefordert hätten). Die Schauspielerleistung fand ich aber auch ansprechend, genauso wie den Schnitt.

MSMedia

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6

Mittwoch, 25. Dezember 2013, 15:28

Hab mir den Film auch angeschaut und muss mich meinen Vorrednern anschließen. Toller Film :D
Was mir ein ein wenig negativ aufgefallen ist, das English vom "Fremden" war einfach zu gut für einen normalen Deutschen. Kann natürlich auch sein, dass der Sprachstil so gewollt war. Dann hätte ich mich aber als Annie gewundert und hinterfragt, wieso er so gut English sprechen kann.
Zudem finde ich den Anfang ein wenig in die Länge gezogen und der Hauptteil, um welchen es in dem Film eigentlich geht, hört schon auf, nachdem er begonnen hat.

Das sind aber alles Kleinigkeiten, die man hätte anders machen können, aber im allgemeinen nicht in Gewichtung fallen :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MSMedia« (25. Dezember 2013, 21:38)


dödeli117

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7

Mittwoch, 25. Dezember 2013, 18:06

Ok, erst einmal herzlichen Dank für die vielen netten Worte und die positive Kritik, das freut mich zu hören. Gerade auch, weil es unser (zweit-)letztes Projekt vor unserem Langfilm ist. Auch wenn wir uns für diesen natürlich nochmals steigern müssen.

Zu den Kritikpunkten:

Der Film ist mir größtenteils viiieeell zu langatmig. Zwischendurch dachte ich, ich schlafe gleich ein. Die ruhige Atmosphäre hat nicht annähernd einen Bezug auf den Inhalt ist, der ja alles andere als ruhig ist. Gewollt oder nicht?
Zudem finde ich den Anfang ein wenig in die Länge gezogen und der Hauptteil, um welchen es in dem Film eigentlich geht hört schon auf, nachdem er begonnen hat.

Des sehr gemächlichen Tempos bin ich mir bewusst und das ist auch gewollt so. Das der Film dadurch manchmal langatmig wirkt, mag sein. Ich bin nur bedingt ein Freund von sehr schnell geschnittenen Filmen (natürlich kann man das nicht so pauschal sagen, ist ja in erster Linie Genre- und Stilbedingt). Zu dieser Art Film passt das langsame Tempo jedenfalls meiner Meinung nach.

Das Intro finde ich zu lang. Der Ton, als Annie im Hotel ankommt, ist zu rauschig. Als sie in ihr Zimmer geht, ist die Kamera nicht geschmeidig genug.
Ok, der Reihe nach: das Intro ist wohl zu lang, da gebe ich dir Recht (sofern du die Zugeinfahrt meinst, falls du die Kamerafahrt im Hotel ansprichst, siehe meine Antwort zum obigen Punkt). Der Ton bei der Hotelankunft ist echt nicht das Gelbe vom Ei, das ist so. Er ist auch an anderen Stellen nicht perfekt, aber mein Sound Mixer (und Komponist) hat hier echt nochmals ganze Arbeit geleistet um das in Etwa hinzubekommen.

Zum letzten Punkt: ich glaube ich weiss, was du meinst, bräuchte aber zur Sicherheit die Minuten-Angabe.


Die Stelle, an der sie rausgeschmissen wird, erschließt sich mir nicht so ganz. Nur weil sie einmal den Kaffee verschüttet hat?
Nein, das steht symbolisch für wohl mehrere kleine Fehler, Unsicherheiten usw. Wenn man es 1:1 liest wäre es schon gar unlogisch. Umgekehrt hat der Film ohnehin einen etwas märchenhaften bzw. anti-märchenhaften Charakter.
Bloß dieses mit dem Dienstmädchen und dem Brief schreiben find' ich etwas überholt.
Auch hier gilt, der Film ist in allerlei Belangen ein bisschen "Old-School", vom Brief-Schreiben über Annies Kleidung bis zum (je nach Sichtweise) traditionell-moralischen Ende.

Doch das Ende hat nicht da finde ich nicht reingepasst. Zu viel Potential wurde verschwendet, denn die Geschichte hätte in so viele andere innovative Richtungen gehen können (die natürlich noch ein deutliches Mehr an Zeit gefordert hätten).
Ich habe schon so viele Alternativenden vorgeschlagen bekommen, und es gibt wohl niemals das perfekte Ende. Dass aber so viele im Kino überrascht und geschockt waren hätte ich nicht erwartet und hat mich positiv überrascht.


Ich freue mich auf weitere Kritiken und wünsche nochmals allen frohes Fest!

Jackyjake

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8

Mittwoch, 25. Dezember 2013, 20:51

Dass das symbolisch für andere unabsichtliche Missetaten steht, geht daraus meiner Meinung nicht hervor - Tut mir leid.
Und auch wenn ein Film abstrakter ist (was du glaube ich mit dem Märchen sagen willst) sollte die Handlung verständlich sein.

LG
Jackyjake

Tanko

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9

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 01:40

Die Stelle so um 11:33 meine ich.

Übrigens muss ich als großer Stalker des Forums (lese seit fast 2 Jahren hier jeden Beitrag) zugeben, dass ich meist ein Zustimmer deiner Meinung bin und von deiner Filmart her wir eigentlich einen ähnlichen Geschmack zu haben scheinen. Das mit dem Ende ist natürlich im Kino ganz anders, denn da weiß man nicht, wann der Film aufhört.

Spoiler Spoiler

Bei YouTube konnte ich es natürlich sehen und so erahnen, wobei der Tod als reiner Schock keine Berechtigung in diesem Erzählstil hat. Es ist einfach nicht passend. Die Wirkung aufs Publikum ist da durch diesen willkürlichen Mord ein wenig fraglich, denn wir nehmen als Botschaft mit, dass wir keinem netten Menschen vertrauen sollen. Der "Fremde" hat kein Motiv. Keinen Hintergrund.
Ich bin aber schon sehr auf dein längeres Projekt gespannt, denn mit deinem Tempo hättest du auch dieses Projekt zu einem ansehlichem Spielfilm schreiben können.

Und das der Fremde gut Englisch konnte, fand ich gut. Denn dadurch hat sich gleich eine Sympathie zwischen den beiden aufgebaut. Und in dem Alter sprechen eigentlich schon einige Deutsche gutes Englisches.

dödeli117

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10

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 13:48

Ja, da hat es einen kleinen Wackler drin, das stimmt.
Übrigens muss ich als großer Stalker des Forums (lese seit fast 2 Jahren hier jeden Beitrag) zugeben, dass ich meist ein Zustimmer deiner Meinung bin und von deiner Filmart her wir eigentlich einen ähnlichen Geschmack zu haben scheinen
Freut mich zu hören. Also nicht nur, dass jemand meine Beiträge liest sondern ihnen auch oft (still) zustimmt.
Und das der Fremde gut Englisch konnte, fand ich gut. Denn dadurch hat sich gleich eine Sympathie zwischen den beiden aufgebaut. Und in dem Alter sprechen eigentlich schon einige Deutsche gutes Englisches.
Ok, da muss ich einfach mal anmerken: das Englisch des Fremden ist ok, hat aber doch einen starken Schweizer Akzent, denn ich persönlich klar höre. Er ist definitiv kein Muttersprachler, sondern einfach ein Schweizer, der halt Englisch spricht. Ich kenne jedenfalls sehr viele Leute, die besser Englisch sprechen.

Ich freue mich jedenfalls auf weitere Kritik! :)

Mutzmann

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11

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 13:57

Nachdem ich den entsprechenden Projekt-Thread gelesen hatte, war ich schon sehr interessiert an dem Projekt und freue mich, den Film jetzt auch endlich schauen zu können. Irgendwie hatte die bloße Inhaltsangabe der Story schon etwas, was mich direkt angesprochen hat. Zumindest blieb mir "Annie Farrow" seitdem stets im Gedächtnis, was ja auch schon einmal sehr positiv ist.

Aber nun zum Film: Ich wurde nicht enttäuscht.
Der Film punktet zwar nicht unbedingt mit der Story (da habe ich evtl. sogar etwas mehr erwartet), dafür aber vor allem mit der schauspielerischen Leistung, den Dialogen und der Art und Weise, wie die Story erzählt wurde.

Nachdem ich den Trailer zu Outshoot the Devil gesehen hatte (bitte jetzt nicht falsch verstehen), war ich ein wenig besorgt, dass das Englisch "Annie Farrow" schwächen könnte. Denn in dem Trailer hat man einfach zu stark gehört, dass Englisch nicht die Muttersprache ist. Und ich bin kein Fan von schlechter englischer Aussprache im Film (NOCHMALS: BITTE NICHT FALSCH VERSTEHEN).
Großes Lob an euer Casting und an die Schauspielerin: Meine Sorgen waren unbegründet. Das Englisch beider Akteure war sehr gut. Ich habe nicht einen Fehler ausmachen können.

Die Dialoge waren hervorragend. Das lass ich einfach mal so stehen! ;)

Und das Storytelling war auch sehr gut. Du hast den Charakteren meiner Meinung nach ausreichend Zeit für die Entwicklung ihrer Beziehung gegeben und das Ende, ob nun überraschend oder nicht, stand in einem guten und für den Film wie ich finde angemessenen bzw. sogar notwendigen Kontrast was die verwendete Erzähldauer angeht.

Technisch ebenfalls sehr gut. Die angesprochenen Probleme im Ton sind mir auch aufgefallen. Nicht so gut fand ich einige Bilder im Hotel. Die Farben waren einfach zu warm. Und auch wenn die warmen Farben im Konzept des Films so vorgesehen waren, waren es teilweise diese "unschönen" und "amateurhaften" warmen Farben, die so typisch sind für Produktionen im No- und Low-Budget-Bereich. Aber das ist auch alles, was ich zu bemängeln habe.
Die Stelle, an der sie rausgeschmissen wird, erschließt sich mir nicht so ganz. Nur weil sie einmal den Kaffee verschüttet hat?
Das hätte man meiner Meinung nach ausbauen können.
Diesen Kritikpunkt kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

Spoiler Spoiler

Annie kommt an und bekommt ihr Zimmer gezeigt. Dabei spricht der Mann kein Wort, versprüht keinerlei freundliche Mimik und schließt sofort, nachdem Annie im Zimmer ist, wieder die Tür. Wie in einem Gefängnis. Die älteren Herrschaften reden ebenfalls kein Wort mit Annie. Gleiche abweisende Mimik, gleiche Abneigung ihr gegenüber. Du siehst das typische bzw. auch klischeehafte Verhalten gegenüber einer Dienstperson. Du siehst das Bild eines Dienstmädchens als Art Ware. Und die Ware ist kaputt, weil sie keinen Tee oder Kaffee eingießen kann. Was macht man mit kaputter Ware? Man wirft sie weg.
Warum also sollte man das ausbauen? Es ist nicht derartig relevant für die Story und benötigt Zeit, die man in einem Kurzfilm bekanntermaßen nicht hat.


Ich wünsche Euch auch viel Glück und Erfolg bei eurem Langfilm-Projekt.

Jackyjake

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12

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 14:12

Diesen Kritikpunkt kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Spoiler
Annie kommt an und bekommt ihr Zimmer gezeigt. Dabei spricht der Mann kein Wort, versprüht keinerlei freundliche Mimik und schließt sofort, nachdem Annie im Zimmer ist, wieder die Tür. Wie in einem Gefängnis. Die älteren Herrschaften reden ebenfalls kein Wort mit Annie. Gleiche abweisende Mimik, gleiche Abneigung ihr gegenüber. Du siehst das typische bzw. auch klischeehafte Verhalten gegenüber einer Dienstperson. Du siehst das Bild eines Dienstmädchens als Art Ware. Und die Ware ist kaputt, weil sie keinen Tee oder Kaffee eingießen kann. Was macht man mit kaputter Ware? Man wirft sie weg.
Warum also sollte man das ausbauen? Es ist nicht derartig relevant für die Story und benötigt Zeit, die man in einem Kurzfilm bekanntermaßen nicht hat.


Trotz der Punkte die du aufwirfst, ist die Reaktion des Ehepaares übertrieben und unrealistisch.
Wenn es an der Zeit liegt, hätte man ein besseres Beispiel finden können. Vor allem wenn es symbolisch für noch andere Fehler steht, wie dödeli bereits zuvor gesagt hat.

LG
Jackyjake

dödeli117

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Freitag, 27. Dezember 2013, 13:38

Nachdem ich den Trailer zu Outshoot the Devil gesehen hatte (bitte jetzt nicht falsch verstehen), war ich ein wenig besorgt, dass das Englisch "Annie Farrow" schwächen könnte. Denn in dem Trailer hat man einfach zu stark gehört, dass Englisch nicht die Muttersprache ist.
Ich glaube du meinst nicht "Outshoot the Devil" sondern "Ringo". Sind zwar beides Western von mir, aber "Outshoot" ist der neuere und beinhaltet gar keinen Dialog. Grund hierfür ist weil ich eben genau aus "Ringo" gelernt habe, dass wenn man mit Amateurschauspielern Western dreht, das Englisch nicht unbedingt akzentfrei ist. Bei "Ringo" reichte das Englisch von "ok" bis "grauenhaft", allerdings passt das bei einem trashigen Spaghetti-Western vielleicht auch noch. Das Englisch in den italienischen Filmen ist ja auch meist nicht über alle Zweifel erhaben.
Bei "Annie" wäre aber schlechtes Englisch der Hauptdarstellerin fatal gewesen, freut mich umso mehr, dass es gefällt.

Nicht so gut fand ich einige Bilder im Hotel. Die Farben waren einfach zu warm. Und auch wenn die warmen Farben im Konzept des Films so vorgesehen waren, waren es teilweise diese "unschönen" und "amateurhaften" warmen Farben, die so typisch sind für Produktionen im No- und Low-Budget-Bereich.
Ok, hier muss ich dir einerseits Recht geben, andererseits auch widersprechen. Das Farbkonzept im Hotel ist generell anders, da halt das Hotel, in dem wir gedreht haben auch sehr bunt ist. Wir hatten wohl auch zu wenig Zeit bzw. uns zu wenig Zeit genommen, ein genaueres Farbkonzept zu erarbeiten, somit wirkt es denke ich auch zu wenig durchdacht.

Nicht einverstanden bin ich damit von "unschönen" und "amateurhaften" warmen Farben zu sprechen, die für Low- bzw. No-Budget-Produktionen typisch sind. Im Gegenteil, die meisten Amateurproduktionen besitzen einen so kalten Look, mit entsättigten Farben und so weiter um sich möglichst professionellen (amerikanischen) Filmen anzugleichen. Bunte Filme sind heute leider tatsächlich selten. Gerade deshalb freue ich mich auf den neuen Wes Anderson-Film :)



Wenn es an der Zeit liegt, hätte man ein besseres Beispiel finden können. Vor allem wenn es symbolisch für noch andere Fehler steht, wie dödeli bereits zuvor gesagt hat.
Sorry, symbolisch wurde hier von mir falsch bzw. ungenau verwendet. Was ich damit meinte, ist genau wie Mutzmann sagt, dass es sich um einen Vorfall handelt, der zusammen mit dem Blickaustausch, der Einsamkeit von Annie im Zimmer und so weiter ein Gesamtes ergibt, das die Verachtung des Ehepaars gegenüber ihrem Dienstpersonal zeigen soll. Formell wird somit eine in Kurzfilmen übliche Bildsprache befolgt, das zumindest meine Meinung. Ich muss allerdings zugeben, dass es wohl bessere Beispiele gegeben hätte, als Tee auszuschütten, allerdings wären diese wohl aufwändiger gewesen (z. Bsp. Geschirr zerschlagen o. ä.).


Ich wünsche Euch auch viel Glück und Erfolg bei eurem Langfilm-Projekt.
Dankeschön :)

Mutzmann

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14

Sonntag, 5. Januar 2014, 22:52

Ich glaube du meinst nicht "Outshoot the Devil" sondern "Ringo"

Ach, richtig :D Sorry
Im Gegenteil, die meisten Amateurproduktionen besitzen einen so kalten Look, mit entsättigten Farben und so weiter um sich möglichst professionellen (amerikanischen) Filmen anzugleichen. Bunte Filme sind heute leider tatsächlich selten.

Dass es eine Menge dieser kalten Filme im Amateurbereich gibt, stimmt. Wenn man jetzt aber einen 0815-Kamera nimmt und filmt, ohne einen Weißabgleich zu machen (Achtung: Ich möchte Dir an dieser Stelle nicht vorwerfen, keinen Weißabgleich gemacht zu haben. Ich bin mir sicher, dass du das gemacht hast ;) ) und ohne gezielt zu beleuchten, dann hat man meistens die von mir als amateurhaft warm bezeichneten Farben. Und die Szenen hatten teilweise so einen Gelbstich, wie ich ihn meine. Mit einem stärker ausgearbeiteten Farbkonzept mit entsprechender Beleuchtung, hättet ihr da noch mehr raus holen können.
Ich hoffe, du verstehst so ein bisschen, was ich meine :D

Trotz der Punkte die du aufwirfst, ist die Reaktion des Ehepaares übertrieben und unrealistisch.

Okay, wenn dir das für die Art Reaktion nicht ausreicht, dann ist das natürlich dein persönliches Empfinden.
Was ich meine, ist, dass sich aber durchaus für den Zuschauer erschließt, was da passiert und genug Anhaltspunkte gegeben sind, die einen verstehen lassen, dass die jetzt rausgeflogen ist, weil sie nicht dem Idealbild eines Hausmädchens entspricht. Ich finde, dass man da an der falschen Stelle auf den Realismus im Film pocht.
Aber das ist natürlich meine Meinung ;)

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