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syene92

unregistriert

1

Montag, 10. Juni 2013, 13:34

Misophonie

Hallo liebe Filmfreunde ;)

ich möchte euch mein Zweitjahresprojekt der Ausbildung zum Mediengestalter vorstellen. Waren insgesamt zwei Drehtage in einem schicken Einfamilienhaus bei Heilbronn. Viel Spaß! ;)


Filmtitel:
Misophonie

Beschreibung:
Die 17-Jährige Klara leidet unter Misophonie.
Ihre Eltern allerdings kennen die Ursachen für ihre Wutausbrüche nicht.
Vor allem ihrer Mutter Hanna macht dies zu schaffen, denn was kann es Schlimmeres geben,
als dass die Mutter an ihre eigene Tochter nicht mehr heran kommt.


Infos zur Entstehung:

Kamera: Canon 5D MK2

Sonstiges Equipment:

Panther Kofferdolly,
TecPro LED Panels,
Sound Devices 552,
Sennheiser MKH 416,

Schnittsoftware: AVID

Sonstige Software: After Effects



Filmlänge:
5:12 Min


Stream:



*Video eingebettet*
»syene92« hat folgendes Bild angehängt:
  • Bildschirmfoto 2013-06-10 um 13.23.21.png

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Marcus Gräfe« (10. Juni 2013, 18:25)


7River

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2

Montag, 10. Juni 2013, 19:31

Mh, technisch gefällt mir der Film wirklich gut. Ist mehr so ein „Erklärungsfilm“. Gibt es da keine Möglichkeiten der Behandlung, oder haben/hat die Eltern/Mutter nur zum Ende hin Verständnis gezeigt?
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

shortcutcliffe

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3

Montag, 10. Juni 2013, 22:09

Der Film ist technisch - d.h. von der Kameraführung, dem Ton, dem Licht etc. - auf vielversprechendem Niveau. Leider wurde dieses Versprechen nicht eingelöst, denn der Plot ist im Grunde vollkommen indiskutabel.

Ich fass' das mal kurz zusammen: Ein sich streitendes Elternpaar weiß nicht, warum ihr Kind in letzter Zeit so aggressiv ist. Dann finden sie heraus, dass ihr Kind die Krankheit Misophonie hat. Ende.

Würde ich das einem Kind als Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, wäre es danach noch wacher sein, als zuvor. Und warum? Weil die Geschichte nicht zu Ende ist. Das Kind würde fragen: Und was passierte dann? Haben sich die Eltern und die Tochter wieder vertragen? Wie nimmt das Mädchen denn überhaupt die Botschaft der Krankheit auf oder hat sie schon davon gewusst? Was hat die Krankheit für Konsequenzen auf den Alltag? Vertragen sich die Mutter und der Vater wieder? Und diese Fragen sind berechtigt, denn wenn ihr schon diese Konflikte einführt, dann müsst ihr sie auch zu Ende führen, sonst ist euer Film unfertig und nicht abgeschlossen.

Es ist so, als würde in "Django Unchained" gezeigt werden, wie Django wütend ist. Alle fragen: Warum ist der so wütend? Dann finden sie heraus, dass er so wütend ist, weil ihm seine Frau genommen wurde und er sie gerne befreien will. Ende. Ziemlich unbefriedigend, oder? Man möchte doch gerne wissen, wie die Geschichte ausgeht. Wird er an den Qualen zerbrechen? Wird er vielleicht ausbrechen und die Frau zu befreien versuchen? Wird es das schaffen?

Leider glauben viele, dass man mangelnde Einfälle für ein gutes Ende mit einem "offenen Ende" kaschieren kann. Der Begriff wird allerdings oft miss-interpretiert. Es heißt nicht, dass man den Teil, indem das Ende sein sollte, einfach weglässt, denn auch ein offenes Ende muss die Geschichte befriedigend abschließen. Beispiel: Das Ende von "The Wrestler". Es geht um einen gealterten, herzkranken Wrestler. Er will seine Karriere an den Nagel hängen, aber am Schluss begreift er, dass er in den Ring gehört. Er hat einen letzten Kampf (der Höhepunkt des Films) und am Schluss des Kampfes quält er sich unter schweren Schmerzen auf die Seile, um den Kampf mit einem Grand Slam zu beenden. Wir sehen, dass er wirklich heftige Probleme mit dem Herzen hat. Er greift sich an die Brust und springt schließlich - die Kamera blendet ab. Das Ende ist offen, da wir nicht erfahren ob er nun bei dem Sprung stirbt oder nicht. Aber alle Kernfragen der Story wurden mit dem Höhepunkt - dem Kampf und seinem Entschluss, als Wrestler zu sterben - beantwortet. Es ist nur das letzte Bisschen des Endes, dass offen gelassen wird. Aber ein Ende gibt es trotzdem.

Und das ist hier das Problem. Der Plot ist nicht befriedigend abgeschlossen. Es bleiben zu viele Fragen und man möchte wissen, wie es weitergeht. Das Problem, die Misophonie, ist gerade integriert worden. Es ist das Problem, von dem der Film handelt, und dann hörst du auf. Um es in der 3-Akt-Theorie auszudrücken: Du hörst am Ende des 2. Akts auf. Der 3. Akt fehlt, der Höhepunkt, das Ende.

1. Akt: Der Zuschauer wird in den Familien-Konflikt eingeführt. Die Mutter äußert nach einem erneuten Anfall, dass die die Tochter nicht mehr verstehe (1. Wendepunkt)
2. Akt: Die Mutter fragt sich, was mit ihrer Tochter los ist, bis sie es schließlich herausfindet (2. Wendepunkt)
3. Akt: ?

Als Hilfe, wie du ein Ende finden kannst: Der 3. Akt bezieht sich immer auf den 1. Akt. Im dritten Akt werden die grundsätzlichen größeren Probleme gelöst. Die Probleme des 1. Akts sind hier: Familienstreit und Funkstille zwischen Mutter und Tochter. Dieser Konflikt wird bei euch aber später nicht aufgelöst und beantwortet. Denkbar wäre z.B. folgendes:

Die Mutter findet heraus, dass ihre Tochter diese Krankheit hat. Sie will in ihr Zimmer gehen, um mit ihr darüber zu sprechen. Doch sie muss feststellen, dass ihr Tochter weg ist. Um sie wiederzufinden, müssen sich Vater und Mutter zusammentun und ihre Streitigkeiten begraben. Schließlich finden sie die Tochter, wie sie an einer Brücke steht und sich umbringen will (Ja, langsam wird ein bisschen abgedroschen, ich weiß.). Die Tochter sagt, wenn sie tot wäre, dann wäre endlich Stille und hier hält sie sowieso nichts mehr. Dann reden die Eltern auf die ein, sie versöhnen sich und die Tochter bricht den Versuch ab, da sie nun weiß, was mit ihr los ist und das es eine Krankheit ist, die man eventuell behandeln kann. Somit sind alle Kernkonflikte des Films gelöst. Ihr könnt abblenden.


Zu den schauspielerischen Leistungen: Die Frauen fand ich recht überzeugend und gut, der Vater war eher weniger glaubhaft. Achtet aber beim nächsten Mal darauf, dass ihr die Dialoge nicht allzu stereotyp aufzieht, die schienen mir sehr aufgesetzt. Die Dialoge nicht von oben herab zu schreiben, sondern "aus dem Schauspieler heraus" trägt entscheidend zur Authentizität bei. Versetze dich beim Schreiben in die Figur hinein.

Fazit: Technisch gut, künstlerisch sehr mau.

Es haben bereits 2 registrierte Benutzer diesen Beitrag als hilfreich eingestuft.

Benutzer, die diesen Beitrag hilfreich fanden:

L Lawliet, Julian-Rolf

syene92

unregistriert

4

Montag, 10. Juni 2013, 22:33

Erstmal danke für die Meinungen!

Und nun gehts los:

Also wir haben uns mit der Krankheit ausreichend beschäftigt und wissen dass die Betroffenen selber nicht mal kapieren was mit ihnen los ist.

Einen Selbstmord wollten wir vermeiden, weil es wie du vielleicht weißt ständig vorkommt.

Die Eltern können nicht auf sie einreden, weil sie ja die Stimme der Mutter nicht ertragen kann. Briefe schreiben würde eher funktionieren.

Offenes Ende weil sie hat ja den Grund herausgefunden, und wie man nun auf solch eine Person zu geht ,sollte sich jeder Zuschauer mal selbst überlegen. Die Krankheit ist nicht behandelbar.

Dazu sei noch gesagt, wir hatten begrenzt Zeit. Vorgabe waren eigentlich vier Min, konnten leider keinen wirklich ausführlichen Film drehen, weil wir eine Zeitvorgabe hatten und nur zwei Drehtage.

Für viele Zuschauer wird aber auch das Problem sein, das sie wenig Zugang zu der Krankheit finden, weil sie noch so unbekannt ist.

shortcutcliffe

unregistriert

5

Montag, 10. Juni 2013, 23:45

Also wir haben uns mit der Krankheit ausreichend beschäftigt und wissen dass die Betroffenen selber nicht mal kapieren was mit ihnen los ist.

Na eben. Das hätte man doch super für die Story verwerten können. Das Mädchen weiß selbst nicht was los (Akt 1) und zieht sich deswegen immer mehr zurück (Akt 2). Im dritten Akt, also dem Schlussteil, den ihr für unwichtig hieltet, erfährt sie in letzter Sekunde, was mit ihr los ist und sie bringt sich nicht um.

Einen Selbstmord wollten wir vermeiden, weil es wie du vielleicht weißt ständig vorkommt.

Sie hätte sich auch einfach mit lauter Musik in ihrem Zimmer verbarrikadieren können. Im Schlussteil muss alles zum Gipfel geführt werden und alles, was vorher aufgebaut wurde, muss in einer ultimativen Konfliktsituation münden. Dafür habe ich nun beispielhaft den Selbstmordversuch genannt. Man kann auch jede andere Situation nehmen, die dir einfällt, sie muss nur eben bedeutungsvoll für die Handlung sein. Dass du dich jetzt so an meiner Selbstmord-Idee aufhängst (ja, das Wort ist hier unpassend...) zeigt mir irgendwie, dass du gar nicht verstanden hast, was ich von dir will. Du sollst nicht meine Ideen verfilmen, sondern du sollst dir ein anständiges Ende ausdenken. Meine Idee sollte nur den theoretischen Teil meines Textes veranschaulichen.

Die Eltern können nicht auf sie einreden, weil sie ja die Stimme der Mutter nicht ertragen kann. Briefe schreiben würde eher funktionieren.

Verstehst du nicht, worauf ich hinaus will? Es ist nur ein Beispiel gewesen! Bei meinen improvisierten Vorschlägen ging es nicht darum, dass du sie verfilmen sollst, sondern darum, dir beispielhaft zu zeigen, wie ein Ende praktisch strukturiert werden kann. Hast du dir überhaupt durchgelesen, was ich sonst noch so geschrieben hab? Diese unnötige Haarspalterei macht mich wirklich aggressiv, vor allem wenn sie sich auf beispielhafte Ideen bezieht und du mit keiner Silbe auf den Rest meines Textes und dessen Kritik eingehst.

Offenes Ende weil sie hat ja den Grund herausgefunden, und wie man nun auf solch eine Person zu geht ,sollte sich jeder Zuschauer mal selbst überlegen. Die Krankheit ist nicht behandelbar.

Offenes Ende weil nein, denn die Geschichte ist nicht zu Ende. Hab ich dir im letzten Post ausführlich beschrieben. Der 3. Akt fehlt.

Offenes Ende ≠ Kein Ende.

Und mit "Kann sich der Zuschauer mal schön selbst überlegen" regst du eher zum Kopfschütteln, als zum Nachdenken an. Ein Regisseur, der mitten im Film aufhört und sagt: "Das kann sich das Publikum ja überlegen, wie der Film ausgeht." würde nie wieder Geld für einen weiteren Film bekommen. Das hat nichts mit Filme machen zu tun, so etwas ist eine primitive, einfallslose und unprofessionelle Haltung.

Rege lieber durch eine bewegende Geschichte und ein Ende mit Aussagekraft zum Nachdenken an, als es auf so eine zickige Tour zu versuchen.

Dazu sei noch gesagt, wir hatten begrenzt Zeit. Vorgabe waren eigentlich vier Min, konnten leider keinen wirklich ausführlichen Film drehen, weil wir eine Zeitvorgabe hatten und nur zwei Drehtage.

Man kann auch in 4 Minuten eine Geschichte abschließen. Mittelteil kürzen, dafür ein Ende filmen - so einfach wär's gewesen. Aber wenn ich mir deine Antworten auf meine Vorschläge so durchlese, glaube ich hast du sowieso nicht verstanden, was ein Ende auszeichnet. Da hätte auch mehr Zeit bei der Produktion nicht geholfen.

Für viele Zuschauer wird aber auch das Problem sein, das sie wenig Zugang zu der Krankheit finden, weil sie noch so unbekannt ist.

Demnach müsste Inception ja weltweit gefloppt sein, denn Traum-Extraktion war bis dato auch noch völlig unbekannt.

Aber ernsthaft: Ich hatte keine Probleme zu verstehen, was die Krankheit bewirkt. Man muss nicht persönlich von einem Thema betroffen sein, um einen Film zu verstehen. Im Gegenteil. Wenn mir ein Film von etwas erzählt, wovon ich noch nie zuvor gehört habe, dann macht mich das doch erst recht neugierig auf den Film. Diese Diagnose ist folglich kompletter Unsinn. Wenn viele Zuschauer wenig Zugang zu dem Film finden, dann allein wegen der Story.


Also ich hab hier wirklich manchmal das Gefühl, ich rede mit der Wand. Ich schreibe hier ganze Romane über Filmtheorie und zurück kommen dann Antworten, die sich nicht mal im Ansatz auf das beziehen, was mir wichtig war.

syene92

unregistriert

6

Dienstag, 11. Juni 2013, 00:51

So lieber shortcutcliffe,

jetzt sollten wir hier mal einen Punkt setzen! Ich habe mir wirklich ganz genau überlegt, ob ich mich noch an diesem Forum hier beteilige, weil mich die Haltung mancher Nutzer wirklich ärgert.

Woher kommt deine Aggression? Es sollte sich hierbei im Forum doch um einen fachlichen Austausch handeln und nicht um einen emotionalen Austausch.
Ich habe mal recherchiert was Du bisher so gemacht hast, weil es mich interessiert was so ein Mann mit Ahnung von Filmtheorie drauf hat. Schade ich hätte mehr erwartet.

Wenn ich mir deinen Post genauer durchlese, merke ich dass du noch relativ jung bist. Richtig ;) Nun denn wir sind auf deine Vorschläge eingegangen, wir haben niemals behauptet deine Ideen verfilmen zu wollen. Und dass du sehr schnell angreifst gefällt mir gar nicht.
Deine Aussagen wirken teils arrogant und das krasseste überhaupt, du versucht gerade Medienschaffenden aus der TV Branche zu erklären, wie ein Plot aufgebaut ist. Das Skript wurde von einer ausgebildeten Dramaturgien abgesegnet und für sehr gut befunden.

Und jetzt kommt das Schlimmste: " Ein offenes Ende ist kein Ende" sagst du. Das ist wirklich Unsinn. Ich kann dir 20 Filme mit offenem Ende aufzählen die nachwirken.
Außerdem hat der Regisseur nichts mit dem Buch zu tun, weshalb er auch nicht entscheidet wann der Film aufhört ;)

Und anscheinend hast du unseren Film nicht wirklich gesehen, denn die Tochter verbarrikadiert sich in ihrem Zimmer und hört laut Musik, weil bewiesen ist, dass die Opfer sich dadurch abregen.

7River

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7

Dienstag, 11. Juni 2013, 15:09

Sicherlich hätte man die Geschichte wesentlich dramatischer gestalten können, ohne Frage. Aber das offene Ende, wo die Mutter sich neben ihrer Tochter auf die Couch setzt und sie jetzt den Grund der Gemütsschwankungen kennt, ist eigentlich ausreichend. Dann kommt ja noch der erklärende Text und fertig. Und die Spannungen zwischen Mutter und Vater rühren sicherlich auch von den Gemütsschwankungen der Tochter her.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

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8

Dienstag, 11. Juni 2013, 18:32

Aufgewachsen in einem wohlbehütetem Heim, flüchtet die Tochter vor sich selbst. Sie hasst sich, weiß nicht warum und gibt den Personen die Schuld, die sie lieben sollte. Auch die Eltern der Geschundenen entzweien sich teilweise. Für die Mutter ist eine schlanke Figur wichtiger als für das gemeinsame Essen zu sorgen. Sie macht ihm Vorwürfe wegen des Essens, wobei er keinen Handlungsbedarf sieht, da er der Verdiener in dieser Geschichte ist. Wie man unschwer am großen Haus erkennen kann. Bisweilen muss er aber doch mal nachrechnen. Das Problem der Tochter führt beide nun zusammen. Des Nächtens googeln sie den Zustand ihrer Tochter, und finden mit großen Augen heraus, was mit ihr los ist. Die Tochter indess flüchtet lieber in Musikalische Hardrocksphären, was nun auch nicht hilfreich ist. Die Vermutung liegt nahe, dass sie ihren jetzigen Zustand gut findet. Der Ursprung ihres Hasses gegen die Stimmen der Eltern ist ihr völlig egal. Sie ist ja geborgen. Niemals würden ihre Eltern sie verstoßen, da sie wohl ein Einzelkind ist. Die Spirale des Hasses zieht ihre Kreise, wird immer wieder mal ausgesetzt, wenn Mutter und Tochter gemeinsam Simpson schauen. Ein kurzer, kleiner Moment der Liebe und Harmonie zwischen beiden, der jedoch in Sekundenbruchteilen zerstört werden kann. Wie lange dieses Leben so funktioniert weiß wohl nur der Teufel, der ab und an in sie fährt. So eine Geschichte muss so ein Ende haben.

7River

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9

Dienstag, 11. Juni 2013, 19:09

Aufgewachsen in einem wohlbehütetem Heim, flüchtet die Tochter vor sich selbst. Sie hasst sich, weiß nicht warum und gibt den Personen die Schuld, die sie lieben sollte.

Das ist ja alles schön und gut, Maximus, aber hier geht es konkret um die Geräuschempfindlichkeit – und nicht das sie sich selber hasst. Wäre sicherlich eine spannende Geschichte ... ;)
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

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10

Dienstag, 11. Juni 2013, 19:19

Dann hasst sie eben die Geräusche der Mutter. Auf jeden Fall ist sie voller Hass. Voll des Hasses. Hasskappe!

7River

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Dienstag, 11. Juni 2013, 20:17

Okay Dokay. Du bist der Experte, Maximus ;-)
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

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12

Dienstag, 11. Juni 2013, 20:53

Komm schon, 7River, Du bist auch nicht ohne. Du schreibst sehr gute KF - Drehbücher. Bist kompetent, was das Bewerten von Kino - Filmen angeht und bist immer freundlich ;)

shortcutcliffe

unregistriert

13

Mittwoch, 12. Juni 2013, 01:22

Lieber syenne92,

ich möchte deinen Text mal auf die Argumentationsstruktur überprüfen, um dir damit zu zeigen, woher meine Aggressionen des letzten Posts rühren.

Ich habe mal recherchiert was Du bisher so gemacht hast, weil es mich interessiert was so ein Mann mit Ahnung von Filmtheorie drauf hat. Schade ich hätte mehr erwartet.

Hier musste ich wirklich lachen. Du scheinst verzweifelt nach Dingen zu suchen, die dir bestätigen, dass man meine Kritik nicht ernst nehmen muss. Nach dem Motto: "Ach komm, mach erst mal einen anständigen Film, dann kannst du den Mund auf machen!" Anstatt also meine Argumente zu widerlegen, konzentrierst du dich darauf, meine Person ins lächerliche zu ziehen. Du scheust die Konfrontation und den fachlichen Diskurs über das eigentliche Thema. Du forderst sachlichen Austausch, lieferst dabei aber selbst nur emotionale Bitch-Moves. In der Philosophie nennt man das einen "performativen Selbstwiderspruch".

Wenn ich mir deinen Post genauer durchlese, merke ich dass du noch relativ jung bist. Richtig ;)

Ob ich jung bin oder schon graue Haare habe hat genau genommen doch sehr wenig Relevanz für den Inhalt meines Posts. Dass sich deine Kommentare alle auf mich, und nicht auf meine Kritik beziehen lässt tief blicken.

Nun denn wir sind auf deine Vorschläge eingegangen, wir haben niemals behauptet deine Ideen verfilmen zu wollen. Und dass du sehr schnell angreifst gefällt mir gar nicht.

Dass ihr meine Ideen nicht verfilmen wolltet ist mir klar. Was ich sagen wollte war, dass es keinen Sinn macht ein Beispiel als unrealistisch zu kritisieren, da es nur zur Veranschaulichung diente.

Deine Aussagen wirken teils arrogant und das krasseste überhaupt, du versucht gerade Medienschaffenden aus der TV Branche zu erklären, wie ein Plot aufgebaut ist. Das Skript wurde von einer ausgebildeten Dramaturgen abgesegnet und für sehr gut befunden.

Noch viel krasser ist es, dass mir die Medienschaffenden aus der TV Branche nicht ein einziges sachliches Argument liefern können, das sich auf meine Kritik bezieht. Wenn ihr so erfahren seid, dann müsste es doch für euch ein leichtes sein, meine These als falsch zu entlarven.

Und zum Thema Arroganz: Eure Ausbildung und die Absegnung durch einen Dramaturgen hier tatsächlich als eigenständiges Argument heranzuziehen, das ist arrogant. Stell dir vor, eine Autofirma produziert ein Auto, bei dem nach 10.000 Km gerne mal der Motor explodiert. Die Kunden beschweren sich, aber der Autokonzern sagt nur: "Die Kritik ist lächerlich, die Autos wurden von ausgebildeten Fachkräften gefertigt! Baut ihr erst mal ein Auto, dann können wir weiter reden." Du merkst, so richtig überzeugend ist diese Argumentationsweise nicht.

Und jetzt kommt das Schlimmste: " Ein offenes Ende ist kein Ende" sagst du. Das ist wirklich Unsinn. Ich kann dir 20 Filme mit offenem Ende aufzählen die nachwirken.

Siehst du, und genau so etwas löst bei mir schlimmste Aggressionen aus. Ich schreibe ganze Absätze darüber, warum auch ein offenes Ende die Geschichte genau wie ein geschlossenes Ende abschließen muss und dass es eine häufige Miss-Interpretation des Wortes ist, ein offenes Ende hieße, man könne den Schlussteil weglassen und die Quintessenz, die du daraus ziehst, ist exakt das Gegenteil von dem, was ich dir mühsam versucht habe zu erklären. Glückwunsch!

Außerdem hat der Regisseur nichts mit dem Buch zu tun, weshalb er auch nicht entscheidet wann der Film aufhört ;)

1. Hatte ich dir doch schon gesagt, was ich von Haarspalterei auf diesem Niveau halte und 2. stimmt das nicht ganz. Ab dem Zeitpunkt an dem der Autor das Drehbuch an ein Studio verkauft hat, hat er praktisch kein Mitsprache recht mehr, was damit passiert. Der Regisseur entscheidet, welche Szenen gedreht werden und welche herausfliegen.

Und anscheinend hast du unseren Film nicht wirklich gesehen, denn die Tochter verbarrikadiert sich in ihrem Zimmer und hört laut Musik, weil bewiesen ist, dass die Opfer sich dadurch abregen.

Deshalb habe ich das Beispiel genommen; um euch zu zeigen, dass man auch aus den Ideen, die ihr hattet, ein gutes Ende hätte drehen können.


Also, was ist das Ergebnis, wenn man deinen Text mal auf Argumente untersucht? Richtig, sie sind schlicht nicht vorhanden. Was ich hier lese, spricht zwischen den Zeilen eine hochnäsige und ignorante Sprache. Du hast es auch im zweiten Post nicht geschafft, auch nur mit einer Silbe auf meinen Hauptkritikpunkt - meine These, dass es kein Ende gibt - einzugehen, geschweige denn, sie zu widerlegen. Zuerst dachte ich, du hättest sie einfach nicht ganz verstanden, aber nun bin ich mir sicher: Du willst gar nicht darauf eingehen.

Ich frage mich: Ist das alles eine Taktik, um davon abzulenken, dass du keine Argumente hast oder hat dich mein Ton im Stolz gekränkt, sodass dir die Lust vergangen ist, mir sachlich zu antworten?

Marcus Gräfe

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14

Mittwoch, 12. Juni 2013, 19:58

Der User hat sich übrigens löschen lassen, also erwartet keine Antworten.

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