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TruePicVision

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1

Donnerstag, 27. September 2012, 13:02

"Lüge" | Kurzfilm#2 (Psycho-Drama) mit Monolog endlich online!

Filmtitel:
Lüge
In zwei Versionen online - Original + Bonus mit Monolog

Beschreibung:
Die junge Ehefrau vertraut ihrem Mann nicht mehr und hinterlässt ihm einen Abschiedsbrief...

Infos zur Entstehung:
Drehbuch, Kamera, Regie & Schnitt:..................Nico Gühlstorf
Darsteller:....................................................Diana Hohm, Michael Gebauer
Monolog-Buch:..............................................Michael Gebauer
unter Mitwirkung von:.....................................Nico Gühlstorf
Aufnahmeleitung Tonstudio:.............................Oliver Karaschewski
Sounddesign:................................................Nico Gühlstorf
Musik:.........................................................Daniel Pontow
Tonmeister & Lichtassistent:...........................Stefan Scheele

| TruePicVision Produktion |


Der Film ist außerdem in zwei verschieden Varianten veröffentlicht. Einmal ohne einen narrativen Monolog und einmal mit. Mich würde dann der Vergleich beider interessieren.
Die Ideen eine Erzählerstimme aufzunehmen kam erst viel später und war laut dem Drehbuch auch gar nicht vorgesehen. Es passt aber eben sehr gut zum Film, der jedoch auch ohne den Monolog seine eigene spezielle (oder eher individuellere und subjektivere) Wirkung erzielt. Wir haben uns jedoch dazu entschlossen, um den Sinn etwas zu vertiefen und um den Interpretationsraum etwas zu verengen. Ich denke es wird
neben literarischen Einfluss schon sehr poetisch und psychisch angehaucht sein…da man das zwischen den Zeilen geschriebene nicht vergessen darf. Also, ich bin auf Meinung und ein Vergleich gespannt.
Welche Version gefällt euch persönlich besser?

Screenshot(s):


Filmlänge:
ca. 8'45" Minuten

Teaser:


Kurzfilm #2 (Bonus mit Monolog):


Kurzfilm #1: (Original)

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7River

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2

Freitag, 28. September 2012, 12:45

Ich find‘ den Film echt gut gemacht. :D Die Frau scheint krankhaft eifersüchtig zu sein. Der Schuss hört sich etwas unnatürlich an. Hab‘ ich das jetzt richtig verstanden, dass der Ehemann seinen Ring zum Juwelier gebracht hat, zum Polieren oder ausbessern, oder was weiß ich?
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

Danielleinad

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Freitag, 28. September 2012, 16:18

Ja, die Auflösung am Ende ist recht gut gelungen. Obwohl der Mord mir wieder zu amerikanisch war, denn in Deutschland ist es äußerst unüblich, dass man Schusswaffen bei sich zu Hause hat.

Die Kamera war zum Teil ein bisschen zu wackelig. Mit etwas mehr Stativarbeit oder Bildstabilisierung in der Bearbeitung gäbe es etwas besseres Bild. Dafür waren die Perspektiven und Unschärfen oft recht gelungen. Auch die Schwebestativszene, in der er in die Wohnung reinkommt hat mir gut gefallen. Nur bei der Farbkorrektur hätte man noch so einiges herausholen können. Die Musik war mir leicht spartanisch, aber das ist Geschmackssache.

Was habt ihr für Objektive so benutzt?

Ich bin mal gespannt auf Version 2.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Danielleinad« (28. September 2012, 18:37)


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TruePicVision

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4

Sonntag, 30. September 2012, 22:32

Der Schuss hört sich etwas unnatürlich an. Hab‘ ich das jetzt richtig verstanden, dass der Ehemann seinen Ring zum Juwelier gebracht hat, zum Polieren oder ausbessern, oder was weiß ich?
Freut mich das der Film dir gefällt, weil ich war nach dem Dreh sehr enttäuscht von dem Material und mir. Habe schlecht geplant und einiges hat nicht so funktioniert wie ich es vor meinem geistigem Auge gesehen habe...nachdem ich dann das Material 2 Wochen nicht angeschaut habe, gefiel es mir dann im Schnitt immer besser ;)

Mit dem Schuss hast du recht...weiß auch nicht warum ich daran nicht noch gearbeitet habe. Den Tipp habe ich schon bekommen und für die 2. Fassung des Films mit narrativem Monolog werde ich den Schuss überarbeiten ;)

Deine Interpretation ist definitiv nicht falsch. Das ja Sinn der Sache, das der Blick mit so wenig Worten wie möglich geführt werden soll und dem Zuschauer viel Spielraum für seine Deutung bleiben soll. Es war zwar eine längere Streitszene geplant, aber aufgrund von Zeitproblem und sprengen des zeitlichen Rahmens, habe ich nur diesen kurzen Dialog gedreht. Letztendlich wirft sie ihm vor, dass er sie betrügt, was natürlich nicht beantwortet wird. Ob er seinen Ehering nun bei einer Affäre oder wirklich wo anders verloren hat, bleibt somit auch dem Interpretationsraum des Zuschauers überlassen. Andererseits hat er scheinbar einen neuen Ring gekauft um die Ehe evtl. wieder zu reparieren.



Obwohl der Mord mir wieder zu amerikanisch war, denn in Deutschland ist es äußerst unüblich, dass man Schusswaffen bei sich zu Hause hat.
Auch zu dir Daniel aller erst mal...schön das dir der Film gefällt. Meine lieblings Szenen sind auch die Szene als er in die Wohnung kommt und als sie aus der Küche in den Flur mit der Schnapsfalsche geht ;)
Zu deiner Kritik: Ich will ja auch keine üblichen deutschen Filme machen. Außerdem ist doch völlig unklar woher oder warum sie eine Waffe zu Hause haben. Vielleicht erfordert der Beruf einer der Beiden den Besitz einer Pistole. ;)
Die Kamera war zum Teil ein bisschen zu wackelig. Mit etwas mehr Stativarbeit oder Bildstabilisierung in der Bearbeitung gäbe es etwas besseres Bild.
Im ganzen Film gab es keine locked cam...sondern nur aus der Hand oder eben mit Steady cam. Das die Aufnahmen so wackelig sind, sollte eben auch so sein und wurde teils gezielt und auch etwas experimentell eingesetzt. Es soll die Unsicherheit bzw langsame Festigung der Gedanken der Charaktere innerhalb einer Szene darstellen. Gerade bei der Frau. Aber diese Art von Kameraarbeit ist natürlich Geschmacksache und auch eben ein für deutsche Filme unüblicher Stil. Würde auch sagen für europäische Filme, aber das weiß ich nicht mit Sicherheit.
Außerdem sollte es natürlich nicht so sein das man eine Szene dreht und das zu wackelig macht und später digital behebt. Man sollte schon um das zu vermeiden gleich mit Stativ drehen oder es eben gewollt einsetzen.

Farbkorrektur hätte man noch so einiges herausholen können. Die Musik war mir leicht spartanisch, aber das ist Geschmackssache.
Habe da aber schon viel gemacht und ich denke auch das ist Geschmackssache und ich übertreibe es so ungern, kommt ja auch etwas drauf an wie man Licht in den Szenen setzt bzw welche Einstellungen man für den Bildstil an der Kamera wählt. Ich stehe dann doch eher auf etwas natürlichere Farben und Aufnahmen. Wobei das Bild deutlich höhere Kontraste usw. bekommen hat. Außerdem ein leichten Blaustich ;) Aber ich habe eh immer Probleme mich bei sowas zu entscheiden wie intensiv ich das anlegen soll, deswegen lieber etwas weniger, was manchmal eben mehr sein kann. Hatte von Anfang an geplant, dass die Szenen natürlich aber evtl etwas kühl wirken sollen...aber es geht definitiv noch besser.
Was habt ihr für Objektive so benutzt?
Sigma 17-70mm/f2.8 (fast nur bzw. hauptsächlich auf der Steady)
Sigma 28mm/f1.8 (teilweise auch Steady und Hand)
Canon 50mm/f1.8 (nur Hand)
Sigma 12-24mm (nur kurzer Einsatz in einer Einstellung als der Mann im Bad steht und die Kamera von oben)

Danke für die tolle Kritik ;) Bin auch gespannt wie die 2. Version gefällt, da sie immerhin schon irgendwie anders ist bzw. eben den individuellen Interpretationsraum etwas verengt. Mal sehen was eben besser ist. Die Idee entstand ja auch aus dem Grund heraus, weil ich unzufrieden war und dachte, dass ich zu viel Raum für Deutungen lasse...

Bavarijan

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5

Montag, 1. Oktober 2012, 12:24

Spannend

Servus,

dem vor mir gesagtem bleibt kaum etwas hinzuzufügen, außer das er spannend war und mich unterhalten hat - was will man mehr ...?
Sehr gelungen waren die Übergänge!!!

Gruß Bavarijan
Life won't wait for you!

7River

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6

Montag, 1. Oktober 2012, 15:15

Er hat sich einen neuen Ehering gekauft! Oh, Mann, das ist mir ja schon fast peinlich. Manchmal sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht.
„Wissen Sie, Ryback, aussehen tut's köstlich. Aber riechen tut's wie Schweinefraß. Ich hab' Ihren Scheiß lang genug geduldet. Nur weil der Captain die Art liebt, wie Sie kochen. Aber dieses eine Mal ist er nicht hier und wird Ihnen nicht helfen können.“

raoulmike

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7

Freitag, 5. Oktober 2012, 03:24

Ich fand den Film ehrlich gesagt am Anfang etwas 08/15. Diese Abschiedsbrief schreiben, sich betrinken, und in der Badewanne umbringen finde ich halt irgendwie abgegriffen und so Clicheehaft.
Abeeeeer..wie Robert Towne schon sagte, verzeihen die Zuschauer einem sogut wie alles am Anfang des Filmes, dafür jedoch nichts am Ende des Filmes. Und das Ende ist euch wirklich gut gelungen!
Die Plots waren erfrischend und haben überrascht, genau so wie es sein soll! :) Ich gebe Daniel zwar recht was die Pistole angeht, aber das tut dem Ende für mich persönlich keinen großen Abbruch.

Sehr gut gefallen haben mir übrigens auch die Transitions! Die beiden durch die Wand durch, ebenso wie die Überblendung von den Kacheln im Bad zu denen auf der Straße.

Was mich an vielen Stellen etwas gestört hat war die Beleuchtung. Wie habt ihr zum Beispiel die Szene in der Badewanne ausgeleuchtet? Es schien mir fast so als hättet ihr leider kaum zusätzliches Licht verwendet...

lg

mike

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TruePicVision

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8

Samstag, 6. Oktober 2012, 12:43

Erstmal danke für deine Kritik ;)
Ich fand den Film ehrlich gesagt am Anfang etwas 08/15. Diese Abschiedsbrief schreiben, sich betrinken, und in der Badewanne umbringen finde ich halt irgendwie abgegriffen und so Clicheehaft.
Ich würde sagen 08/15 ist nicht das selbe wie Klischeehaft. Weil der Anfang ist so gar nicht 08/15, wenn man den Schnitt und die Erzählweise betrachtet. Ein Mann läuft. Warum? Dann die Rückblende über den Brief. Aber klar der Hergang des Suizids durch Tabletten, Alkohol und das in der Badewanne, aufgrund von scheinbar gewaltigem Treuebruch, ist sicher nix neues, aber das sie Oxychodon Tabletten schluckt und dann im Wasser abtaucht, habe ich nirgends gezielt geklaut und auch noch nicht gesehen. Die Kombination ist sicher tödlicher als einfach nur Tabletten oder gar der Versuch sich zu ertränken...


Ich verstehe das mit der Pistole immer noch nicht! Warum spielt es so eine große Rolle, das sie eine Waffe zu Hause besitzen...wie gesagt vllt erfordert es der Beruf von einem der Beiden.
Hätte das vllt erzählt werden müssen bzw. so das man nicht weiß was sie besorgt und erst am Ende klar wird, dass sie sich eine Waffe gekauft hat oder sowas?
Was mich an vielen Stellen etwas gestört hat war die Beleuchtung. Wie habt ihr zum Beispiel die Szene in der Badewanne ausgeleuchtet? Es schien mir fast so als hättet ihr leider kaum zusätzliches Licht verwendet...
Ja ja das Licht. Wie ich vllt schon erwähnt habe, ist so gut wie alles von mir gemacht worden und der Film mit großem Stress und Zeitmangel in 2 Tagen gedreht worden. Ich hatte nur einen Tonmann da, der sich auch ab und zu mit um das Licht gekümmert hat. Aber das reicht natürlich nicht. Außerdem fehlt das Equipment und es war einfach nicht genug Zeit, weil wir dann definitiv doppelt so lange gebraucht hätten.

Jedenfalls hatten wir ein kleines mobiles Light Panel, zwei multicolor LED Spots und ein Reflektor.
Also im Grunde nichts besonderes und wenn wir gerade im Bad (ohne Fenster) diese Beleuchtung nicht gehabt hätten wäre es extrem dunkel gewesen...hinzu kommen die ganzen Spiegelungen und Schatten überall und das eben auf sehr engen Raum mit 3 Leuten. Das war nicht einfach. Trotzdem sind die Ergebnisse ganz ok geworden, aber eben nur ganz ok...Ich hätte mir da an vielen Stellen mehr gewünscht, aber in Anbetracht der geringen Zeit und das ich fast alles alleine gemacht habe, weiß ich für die Zukunft, das ich mehr Leute brauch...nur das geht leider auch nicht immer. Aber für einen Film mit 2 Schauspielern, einem Tonmann der auch etwas Licht übernimmt und einem der den Rest macht, ist der Film ganz passabel geworden, aber definitiv noch ausbaufähig in der Inszenierung und man hätte vieles besser machen können...wenn mehr Zeit gewesen wäre und ich besser geplant hätte.

LG

raoulmike

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9

Sonntag, 7. Oktober 2012, 04:09

Alloha!

Ich habe meine Aussage mit dem 08/15 keineswegs auf Schnitt oder Erzählweise bezogen. Bezog sich wirklich nur auf dieses Schemata des Suizids, welches einen Abschiedsbrief, Alkohol, Tabletten und Tränen beinhaltet.
Stell dir vor du guckst einen Horrorfilm, der mit ein paar Jugendlichen anfängt die irgendwo in ner abgelegenen Location en Platten haben. Des wird vermutlich jeden zunächst mal Langweilen weils nix neues ist. Das wiederum heißt aber nicht das der weitere Verlauf des Filmes nicht trotzdem gut oder neu ist.
Aber wie bereits erwähnt spielt das auch keine große Rolle, da viel wichtiger ist wie du den Film weiter führst und schließlich auflöst. Und das ist dir gut gelungen.

Fakt ist nunmal das eine Pistole in Deutschland net so gängig ist wie in den USA , damit ist sie wohl immer etwas eher Amerikanisches. Ist für mich persönlich aber egal, weil wie du schon sagtest kann einer der Protagonisten Polizist sein, oder sich aus Opas Waffenschrank bedient haben. Spielt keine Rolle wo sie her kommt und muss auch nicht erklärt werden ;)

Hier einfach mal ein gutes Video zum Thema Licht: http://www.youtube.com/watch?v=FvcjNr74zWg&feature=relmfu
Zeigt wunderbar wie man aus wenig viel rausholt! Wenn du nächstes mal die Möglichkeit hast mehr Zeit ins Licht zu investieren kannst es ja mal bisle ausprobieren.
Wenn du natürlich so eine Location hast die so extrem klein ist, dann ists natürlich sehr schwer.

LG

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AlexT.

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10

Sonntag, 7. Oktober 2012, 14:39

Hallo zusammen,

als ich den Film gesehen habe, war meine erste Reaktion: "Wow" ... Und dennoch merkte ich in mir eine Irritation - ich überlegte, was mich an der Handlung letztendlich wirklich gestört hat:

Soweit ich die Filmhandlung verstanden habe, ist die Frau im Film die Protagonistin. Warum ist sie das? Weil ihr die meiste "Kameraaufmerksamkeit" gewidmet ist, die Einstellungen und der Schnitt führen dazu, dass ich als Zuschauer mit der Frau mitgelitten habe ... Ich habe sie zunächst als "bedauernswerte" Frau" empfunden, die - warum auch immer - sich von ihrem Mann betrogen fühlt - im Gegensatz dazu wird der ("böse") Ehemann als Antagonist eingeführt ... So weit so gut ... Aber am Ende des Films erlebt der Zuschauer, dass der "gute" Ehemann von der "bösen" Ehefrau erschossen wird - und dennoch bleibt sie kameramäßig weiterhin als Protagonistin im Bild, obwohl sie nach meinem Empfinden die "Seite gewechselt" hat. Aber ich habe nicht mehr mit der Frau mitgelitten, sondern zuletzt mit dem erschossenen Ehemann - diesen Effekt habe ich als innere Störung erlebt.

Wäre es z.B. eine Alternative, den Film aus der Sicht des Mannes zu zeigen, wie er letztendlich wohl um seine Frau bemüht ist und tragischerweise genau deshalb von ihr getötet wird? In diesem Falle wäre der Ehemann der Protagonist, seine Ehefrau der Antagonist, die Sympathie und das Mitleiden bleiben durchgehend beim Ehemann ... für mich gäbe es dann keine emotionale Störung, denn ich will nicht mit dieser Mörderin in diesem Film mitleiden ... doch das Drehbuch und der Regisseur wollen mich auf diese Schiene locken ... Die bewusst herbeigeführte überraschende Auflösung des Filmes wirkt so auf mich emotional irritierend; ich will mich mit dem Helden identifizieren können, mit ihm mitleiden, aber nicht an dieser Stelle mich über den Film "ärgern".

Unabhängig davon bin ich beeindruckt, mit "wie wenig" Dialog der Film auskommen kann, weil die Bilder erzählen (können) und ich dabei mein "eigenes Kopfkino" entwickeln kann :thumbsup:

Bin mal gespannt, was andere jetzt dazu sagen ...

Lieben Gruß

Alexander
Alles hat seine Zeit. ;)

www.alext-videowerkstatt.de

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »AlexT.« (7. Oktober 2012, 18:23)


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TruePicVision

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11

Montag, 8. Oktober 2012, 16:16

Danke für deine tolle Kritik und ich würde sagen bei dir hat die Idee des Films bzw. des Schnitts genau so funktioniert und das ausgelöst was es soll.
Bessere Kritik hätte ich mir nicht wünschen können ;) Immerhin geht es darum mit Parallelmontage eine räumlich getrennte aber zeitlich zusammenhängende Handlung vorzutäuschen...was natürlich auf dem Konzept "Rettung in letzter Sekunde" von Griffith basiert. Um eben genau diese Sehgewohnheit bzw. diese Konvention des bekannten Schnittmusters auszunutzen und den Zuschauer zu täuschen...also seinen Blick und seine Gedanken gezielt zu führen. (Der Film wurde anlässlich meiner Bachelorarbeit von mir realisiert, bei der es um Blickführung durch Änderung von Schnitttechniken ging)
Wäre es z.B. eine Alternative, den Film aus der Sicht des Mannes zu zeigen
Wie schon erwähnt, wird der Film in einer alternativen Version mit narrativem Monolog des Mannes erscheinen (in paar Wochen in diesem Film-Thread), womit seine Rolle als Protagonist durch aufzeigen seiner Gedanken wieder in den Mittelpunkt rückt ;) Ich hoffe du kommst dann auf deine kosten und ärgerst dich nicht mehr sondern kannst mehr mit dem Protagonisten mitfühlen, der durch seine Stimme überwiegt und die Frau als Antagonist durch die Bilder.


Jedoch wird dann dein Kompliment, dass der Film mit so wenigen Worten auskommt widerlegt :/ Aber die Wirkung ist dann noch mal anders. Und ich bin gespannt, ob es dann besser gefällt oder eben nicht!?

TruePicVision

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12

Donnerstag, 1. November 2012, 17:57

Hallo zusammen,

es ist zwar leider noch nicht wie versprochen die 2. Variante des Films mit dem Monolog des Mannes erschienen, aber es zieht sich aufgrund von Zeitmangel die Postproduktion etwas. Daher hoffe ich es wir mir nicht zu sehr verübelt!? Aber bis es soweit ist, würde ich mich noch sehr über Meinungen, Kommentare und Kritiken zu dem Film freuen! Um so mehr um so besser für mich später dann den Vergleich zwischen den beiden Versionen zu ziehen ;)

Beste Grüße
Nico

Jamal J. Morney

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Montag, 10. Dezember 2012, 00:03

Ich fand den Film ganz gut! Ich für meinen Teil war am Ende überrascht. Es war nicht so vorhersehbar. Auch wenn dem Zuschauer natürlich nicht klar wird, warum sie ihn erschießt. Nur weil er seinen Ring verloren hat? Ansonsten fand ich die Sterbeszene von ihr sehr gelungen. Und ich finde ihr habt ein ansprechendes Titeldesign und ein cooles Logo!

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14

Dienstag, 11. Dezember 2012, 02:16

Ansonsten fand ich die Sterbeszene von ihr sehr gelungen. Und ich finde ihr habt ein ansprechendes Titeldesign und ein cooles Logo!
Danke für dein Feedback! Die Aussage, das der Mann seinen Ehering auf Arbeit vergessen hat, klingt ja etwas wage. Ein Abschiedsbrief, Tränen, Alkohol, Tabletten und Selbstmord sagen theoretisch doch schon alles!? Sie können nur durch krankhafte Eifersucht, Misstrauen, Betrug oder Lügen entstehen!

Was genau meinst du mit Titeldesign? Weil Vorspann und Abspann sind ja nicht so spektakulär und nicht wirklich viel vorhanden.
Freut mich das dir das Logo gefällt ;)

TruePicVision

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15

Mittwoch, 19. Dezember 2012, 03:04

Hey Leute

Nun ist endlich die 2. Version des Kurzfilms nach langer Zeit online!
Sie enthält einen zusätzlichen Monolog der männlichen Rolle. Außerdem wurden minimale Veränderung am CG und einiger SoundFX vorgenommen. Aber sicher kaum merkbare.
Mich würde interessieren, wie euch die 2. Version im Vergleich zur Version ohne Monolog gefällt!?

Grüße
Nico

Jamal J. Morney

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Sonntag, 23. Dezember 2012, 19:47

Ich meine, dass der Abspann chic aussieht. Schlicht aber sieht gut aus. :)

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17

Samstag, 12. Januar 2013, 15:10

Hey Filmliebhaber und Macher,

Da nun schon seit einer Weile 2 Versionen des Kurzfilm online sind, würde mich ja eure Meinung interessieren, welcher euch besser gefällt bzw. was nicht.
Ich hoffe auf noch etwas Feedback und Kritik! ;)

LG
Nico