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Der Unaussprechliche

unregistriert

1

Sonntag, 10. April 2011, 23:49

REINKARNATION - Durch die Nacht

Hi,
hier nun unser neuer Kurzfilm!




Links:
Vimeo
Download: (Rechtsklick -> Ziel Speichern unter)
(353 MB) Quicktime H.264

Inhalt:
Dies ist der erste Teil unsere Kurzfilmreihe "REINKARNATION" die die Geschichte des Auftragskillers Daniel erzählt.



Buch und Regie:
Xaver Loeffelholz

Regieassistenz:
Klaus-Dietrich Schulze

Musik:
Rico Pelzl
Michael Stölzl

( 089connectz.de )

Cast:
Daniel Nentwich
Baffour Nkrumah
Bita Makki
Daniel Linke



Bald wird auch unsere neue Homepage zu unsererem neu gegründeten Filmteam Elenesfilms online gehen! (Sozusagen die Nachfolge zu PsychoProductions Munich) :)

Würde mich über seeeehr viele Kommentare freuen!!!

Space_Marine

unregistriert

2

Montag, 11. April 2011, 01:21

Mir hat der Film insgesamt gefallen, besonders die Einführung, baut schönen Spannungsbogen auf;

Jedoch hätte ich paar Sachen zu bemängeln:

erstmal ne Frage: folgen Fortsetzungen von "Reinkarnation"?

Der Film soll über den Profikiller erzählen, und das absolut spannendste dabei wäre für mich die Psyche der Hauptperson, was durch mehr emotionales Darstellen bzw Monologe zum Tragen kommen kann. Im Film ist Daniel eher schweigsam und emotionslos, dadurch geht finde ich ein wichtiges Segment des Inhalts verloren, nämlich das Innere von Daniel. Er hat ans Aufhören gedacht, weiter zu töten, jedoch kam die Entscheidung viel zu sehr aus dem Nichts, er hat praktisch von einem Job zum andern das Handwerk abgelegt, ohne mit der Zeit immer mehr ins psychisch instabile zu geraten bzw. durch die ganzen Morde innerlich mehr und mehr zerrissener zu sein. Die Szene am Bett, wo er mental fertig zu sein schien und zur Schlaftablette greift, reicht nicht aus, um all dies darzustellen, denn sowas passiert auch einem normalen Menschen mit Schlafstörung. Die Turbulenzen, die sich in einem mental scheinbar labilen Auftragskillers abspielen sollten, fehlen mir.

Eine unlogische Szene: in dem langen Tunnel, wo sich Daniel in der Mitte befand und sich umdrehte, war weit und breit kein Mensch zu sehen, wie ist dann der Typ mit der Knarre auf einmal hinter ihn getreten? Der Tunnel war hell beleuchtet und der unbekannte hat ihn nicht hineingefolgt (sonst wäre er gesehen worden), war jedoch plötzlich hinter Daniel?

Der Ton hat auf jeden Fall auch Verbesserungspotential, war teilweise sehr unverständlich (zB die Dialoge mit dem unbekannten, der das Codewort wusste).

Die Musik war jedoch sehr gut, unterstützt die Spannung und war sehr synchron mit den Handlungen, ebenso die Pizza-Szene hat mir sehr gefallen, wo beim Weggehen das Zimmer explodiert ist (cg schätze ich).

Soweit was mir nach einmaligem Sehen aufgefallen ist, sollte ich was übersehen haben, bitte drauf hinweisen :)

Gruß!

Der Unaussprechliche

unregistriert

3

Montag, 11. April 2011, 12:30

Hey vielen Dank für die ausführliche Kritik! Ja, es werden Fortsetzungen folgen, vermutlich eine pro Jahr.

Monologe kommen mir nie und nimmer in einen Film, des können ruhig alle weiter in Amateurfilmen machen, ich finds schrecklich. :) Und da er eben ein ziemlicher Einzelgänger ist gibts auch kaum Dialoge. Wegen der Entwicklung: Da der Film für sich gesehen ja ein Kurzfilm ist, macht der Charakter nicht die große Veränderung durch, dass ihn das Töten fertig macht wird relativ schnell klar, trotzdem bleibt er irgendwie dabei. Ich hoffe dass sich die Leute dazu bischen fragen stellen, wieso macht er das, was zwingt ihn dazu. Dann kommt aber eben ein Schlüsselmoment, der den Wunsch, zurück in sein altes Leben zu kommen um ein vielfaches stärker werden lässt. Was dieser Schlüsselmoment ist, ist denke ich relativ offensichtlich, dass will ich jetzt nicht genauer erklären. Ich fände es eher unlogischer wenn er von Mord zu Mord immer zerrissener wird, da stumpft man denke ich immer ab, es braucht so einen Moment der einen wachrüttelt.

Also soweit meine Gedanken, aber ich verstehe auch deinen Ansatz wie du es dir wünschen würdest.

Space_Marine

unregistriert

4

Mittwoch, 13. April 2011, 01:06

jop, meine Vorstellungen sind meist etwas adrenalinlastig, daher kann ich nur aus meiner Sicht aus urteilen, wie es mir persönlich besser gefallen hätte.

Darf man mal fragen wie lange das Projekt von Pre bis Post gedauert hat?

Grüße!

5

Mittwoch, 13. April 2011, 10:11

Klasse umgesetzt,
wo beleuchtet wurde, war es sehr stimmig.
Die HipHop-Musik wirkt lächerlich, da hab ich vorgespult!
An der Stelle hätte man durchaus besseres bieten können.
Ansonsten wirklich durchaus vorzeigbar.
Schwarz war schwarz, kein Bildrauschen, bis auf die Briefkasten-Szenen, da war Rauschen.
Schreit förmlich nach Fortsetzung, fragt sich nur, wie Du die Story dann interessant vorwärts treibst.
Und welche Verwandlung/Entwicklung der Held dann durchmacht.
Vom Titel her dachte ich übrigens, eines seiner Opfer steht wieder vor ihm... (Sehr schön auf´s Glatteis geführt..!)
CGI waren sehr stimmig, bei der Explosion hättest Du noch Kanten und Flächen der Häuser
während des Feuerballs mit aufleuchten und die Laterne früher ausgehen lassen können.
(Einfach Masken an markanten Dach-/Balkon-/Hauskanten, etc. zeichnen und kurz orange flackernde Fläche darüberlegen.)
Ich freu mich auf den zweiten Teil. ;)

sollthar

unregistriert

6

Mittwoch, 13. April 2011, 13:28

Extrem stimmiger Einstieg und cineastische Bilder. Grossartige Arbeit da! Die Kameraarbeit ist toll, das Sounddesign auch und es wird offensichtlich, dass da jemand am Werk ist, der sich Mühe gibt und was kann! Auch dein Kommentar zu Voiceovern oben stimmt mich zuversichtlich. ;)

Da find ich es schade, dass dieses Inszenatorische Potential in ein völlig klischiertes und überzogenes Drehbuch investiert wurde. Vielleicht braucht jeder mal seinen Profi-Killer Film (Ich hab in deinem Alter auch einen gemacht) weil man das Gefühl hat, das sei eine super Idee und wohl wirklich nicht realisiert, wie abgedroschen das ganze Genre schon ist.

Wie dem auch sei. Ich finde leider das Drehbuch die schwächste Instanz des Films. Nicht nur, weil du das Genre um keine einzige neue oder wenigstens aussergwöhnliche Idee bereicherst ("Profikiller tötet, kriegt Gewissensbisse und hört auf"), sondern vorallem, weil du mir als Zuschauer keinen Konflikt bietest. Da fehlt es einfach an Fleisch am Knochen. Es braucht mehr, um mich für eine Figur zu interessieren als schwerfällige CloseUps. Ich weiss auch am Ende nichts über die Hauptfigur, die praktisch einzige Figur des Films. Ich weiss: Er ist Profikiller, kotzt nach einem Auftrag und hört schliesslich auf. Aha... Aber ich mache null emotionale Entwicklung mit, weil die Figur nichts bietet. Ich weiss weder wie er überhaupt zum Killer geworden ist, warum er das überhaupt macht, wenns ihm doch so übel wird. Er ist charakterlos und Gesichtslos (als Beispiel: Leon - der Profi. Der wird erst durch die Figur und Interaktion mit Natalie Portman zur interessanten Figur) und damit interessiert er nicht. Nach 16 Minuten muss ich leider getrost sagen, ich will nicht mehr von ihm sehen - weil da keine Geschichte (oder, um die Fachbegriffe mal wieder zu strapazieren, kein 1. Akt etabliert wurde) und die Hauptfigur fade ist. Und letztlich ist ihre Motivation für mich weder nachvollziehbar noch spürbar...
Wieso hört er ausgerechnet nach dem Typen auf? Wieso nicht nach der Frau? Das wäre emotional viel stärker! Er muss eine Frau umbringen, die nett ist zu ihm, ihm vielleicht sogar gefällt - Das wäre ein Gewissensbiss! Aber nein, irgendein dahergelaufener Typ, der sichs anders überlegt hat ist es, der das Fass zum überlaufen bringt. Völlig verschwendetes erzählerisches Potential

Das ist ungeheuer schade, denn dieser Kurzfilm schreit geradezu nach "Talent" und technisch ist er soooo stimmig und die Inszenierung ist toll (Von O-Ton Problemen abgesehen).

Daher ist mein Fazit leider: Leider hast du nicht wirklich was zu erzählen. Das tust du aber aussergewöhnlich gut! So gut sogar, dass ich mir wünsche, du gehst über dein nächstes Drehbuch mehrfach drüber und investierst mehr Zeit da rein. Das andere, das kannst du.


Bin gespannt auf deinen nächsten!

Der Unaussprechliche

unregistriert

7

Mittwoch, 13. April 2011, 16:57

@Purzel: Vielen Dank! Ja ich dachte mir schon, dass der ein oder andere sich mit dem Rappart nicht wirklich anfreunden können wird. :) Überraschenderweise habe ich aber jetzt von sehr vielen extrem postive Resonanz speziell zu der Szene bekommen, du bist da der erste dems gar nicht gefällt. Aber klar, kann ich verstehen, wenn man die Musik wirklich hasst, ist es schwer sich drauf einzulassen.

@Sollthar: Vielen Dank für die ausführliche Kritik! Muss zugeben, dass ich den Film hauptsächlich hier reingestellt habe um paar Worte von dir zu hören. :) Kann deine Kritik am Drehbuch absolut verstehen, dazu will ich dir mal schnell die Hintergründe erläutern wie es überhaupt zu dem Projekt kam:
Ich hab letztes Jahr immer wieder an einem Kurzfilm so im Bereich Thriller/Action geschrieben, den ich auch nach wie vor plane zu verfilmen. Im Sommer/Herbst wars dann aber so, dass ich gemerkt habe, dass es mit dem Film sowohl zeitlich als auch aufgrund von Mangel von Leute usw noch nicht klappen würde, und hatte mich eigentlich auch schon drauf eingestellt dieses Jahr keinen Film zu machen. Dann kam aber mein Kumpel und Hauptdarsteller aus "Durch die Nacht" immer wieder mit dem Wunsch auf mich zu doch diesen Herbst noch was zu drehen. Und da ich ja auch große Lust hatte noch was zu machen, habe ich relativ schnell (glaube so in ca 2 Wochen) das Drehbuch zu dem Film geschrieben, aber weniger unter den Zielpunkten eine wirklich geniale neue Geschichte zu schreiben, sondern eher abhängig von den Fragen, was lässt sich mit möglichst wenig Leuten (1 Hauptdarsteller), wenig Zeit und ohne Geld noch auf die Beine Stellen. Und natürlich worauf haben wir Bock, und nachdem wir die letzten Male immer so in Richtung Drama (Das letzte Bild, Ein wenig Wärme für die Nacht) unterwegs waren, wollte ich mehr in die Richtung Thriller gehen. Während des Schreibens kam ich dann auch auf die Idee eben so eine kleine Reihe aus dem Ganzen zu machen, um dem Charakter nach und nach mehr Tiefe zu verleihen und vielleicht am Ende aus den Teilen einen Langfilm zu schneiden. Also insgesamt kann man sagen, der Film entstand hauptsächlich aus dem Grund, dass wir Lust hatten einen Film zu drehen, und dass so schnell wie möglich. :) Haben es beim Dreh dann übrigens recht ähnlich gehalten, ich hatte das Gefühl dass unsere letzten Filme zu "durchgeplant" aussahen, drum hab ich diesmal komplett darauf verzichtet mir Storyboards zu zeichnen oder auch nur Kameraeinstellungen zu überlegen. Das entstand, genauso wie die Beleuchtung alles komplett spontan am Set. Und es freut mich auch sehr, dass du da meinst ich hätte Talent. :) Sehe mich jetzt auch nicht als großen Schreiber, die Arbeit am Set macht mir persönlich viel mehr Spass, wird denke ich Zeit, dass wir uns mal an einem fremden Drehbuch versuchen, bisher gabs da aber nie die Möglichkeit.

Ach und jetzt wo ich gerade mal wieder mein Drehbuch von letztem Sommer durchgehe, hättest du mal Lust dass anschauen und mir paar Verbesserungsvorschläge zu geben? Hat auch keine Eile, und nur wenn du Zeit hast.

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