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Montag, 11. Oktober 2010, 12:25

Maßismus

Maßismus (2010)




Länge: 4:48 min

Idee/Regie/Kamera/Schnitt/Ton/Musik: Anna Lena Kuhn




Dies ist mein erster Kurzfilm. Er basiert auf einem von mir gemachten Foto (siehe http://www.flickr.com/photos/40190217@N06/4936761127/). Inhaltlich beschäftigt der Film sich mit einer Figur, welche von Maßen umgeben ist. Bei dem Titel handelt es sich um eine Wortneuschöpfung, wobei das Suffix (-ismus) eine Abstraktion, ein Glaubenssystem, eine Ideologie beschreibt.
Zur Enstehungsgeschichte sei gesagt, dass die Entwicklung des Filmes vom Foto zum Storyboard in tatsächliche Einstellungen allein auf meinem Mist gewachsen ist (abgesehen von kleineren Unterstützungen bei technischen Fragen und bei der Ausführung der Kamerabewegungen).



Hier noch einmal das Filmplakat in höherer Auslösung:

sollthar

unregistriert

2

Montag, 11. Oktober 2010, 12:32

Hm, was soll man dazu sagen... Ein abstrakter Kunstfilm. Das alleine machts schwierig, ihn für irgendwas zu kritisieren, weils ja kaum was gibt, wofür man kritisieren könnte und jegliche Kritik per Definition abprallt.

Also... Es hatte ganz hübsche Aufnahmen dabei, ab und an schönes Licht mit interessanter Kadrage und klarem Sounddesign und so.

Trotzdem fand ich den Film als ganzes nicht wirklich interessant - was sich schon daran zeigt, dass ich nicht weiss, was ich schreiben soll. Eigentlich ist mir gar nicht klar, was ich eben gesehen habe. Ich bin sicher, ich könnte jetzt irgendwelche pseudointellektuellen Worte aneinanderreihen und da Gesellschaftskritik, die menschliche Natur, Philosophie oder Linguistik oder sonst irgendeine intelligente Aussage hineininterpretieren und mir dabei ganz wichtig vorkommen - aber die Wahrheit ist, dass ichs eigentlich einfach sinnlos und langweilig fand. Sorry. 8|

Birkholz Productions

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3

Montag, 11. Oktober 2010, 12:54

Ich kann Sollthar nur zustimmen. Das Filmplakat fand ich originell und ansprechend, der Film ließ mich jedoch nur mit einem "WTF???" zurück.

Technisch kann ich nur sagen: Verstörende Töne/Musik. Ok. Kameraführung war (auf hier unpassende Weise) zu wackelig.

Frage: Ist das nicht gefährlich sich den Arm auf diese Weise mit Klebeband abzubinden?

Allgemein zu solchen "Kunstfilmen": Ich verstehe einfach nicht, was manche Menschen damit anfangen können? Ich meine... Kunst zu kritisieren ist natürlich schwer oder nicht gerne gesehen, aber für mich liegt das auf einer Ebene mit Bildern, auf die einfach nur sinnlos Farbkleckse gespritzt wurden, was nachher als "Schizophrenie der Gesellschaft" deklariert oder interpretiert wird. Inhaltlich ist meistens NICHTS vorhanden. Man sieht abstrakte Bilder, Formen und Töne und im Nachhinein soll das höchst anspruchsvoll sein!?! Ich finde das noch sinnloser als Sinnlosfilme wie unseren "Infinity"... Macht man oder "konsumiert" man solche Kunst einfach, um sich intellektuell zu fühlen oder wie ist das?

Kurz: Ich finde dein Film hat keine Aussage und ist sinnlos. Du zeigst zwar interessante Bilder, die jedoch keinen Inhalt haben. Im Nachhinein kann man natürlich ne Menge behaupten, aber der Film transportiert einfach keinen Inhalt!

TM-Films

unregistriert

4

Montag, 11. Oktober 2010, 14:22

Ich stimme jetzt Solthar und Birkholz Productions auch zu...
Normalerweise bin ich ja nicht der Typ, der hier anfängt Projekte scharf zu kritisieren (habe ich das hier schon jemals gemacht?).. Aber - man kann natürlich auch mal eine Ausnahme machen! ;)
Was geblieben ist: - ein eklatanter Hörschaden.. ich hatte die boxen nach dem musik hören noch recht laut und gucke filme eigentlich gerne mit lautem Ton - aber hier habe ich den Ton ganz schnell wieder leise gedreht! welche frequenzen wurden denn da abgespielt? alles um mich herum scheint immernoch zu piepsen... :P

Jetzt bleibt doch noch die Frage was mit dem Film gemeint war.. hat der eine botschaft oder eine "hintergrundinformation"? wenn ja, dann kläre uns doch mal auf - ein paar mehr Infos wären vielleicht ganz dienlich, um besser mit diesem projekt umgehen zu können!
Und war das jetzt ein stilistischer Mix aus Emotional Hardcore- und Sadomasochismus/Selbstkasteiung?
Oder war das einfach eine freie Interpretation des Bildes?
Mit soetwas habe ich mich schon immer schwer getan!

Naja - ich kann jetzt auch nicht einfach sagen ob der Clip/Film gut ist oder nicht, denn wie gesagt ist das bei Kunstprojekten immer schwer und jeder betrachter sieht dies anders!
Das für mich positive an dem Clip/Film war das Plakat - das hat wirklich etwas interessantes! Dafür "Thumbs up".

Ich hoffe Du kannst etwas mit dieser "Kritik" anfangen, ist ja auch alles nicht böse gemeint, nur interpretiert jeder Kunst anders,
mfg, Tom!

HobbyfilmNF

unregistriert

5

Montag, 11. Oktober 2010, 15:34

Mir hat der film wirklich gefallen,
wobei ein jeder der den Film sieht ihn andes Interpretieren würde.
Besonders diese Musikalische Untermalung verbreitet eine Agressive aber doch Sichere
und Vertraute Stimmung die Künstlerisch den Film unterstreicht.
Ich möchte ein ganz großes Lob aussprechen für diesen Film und dir danken das du uns an Ihm teilhaben lässt.

joey23

Co-Administrator

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6

Montag, 11. Oktober 2010, 17:10

Der Eindruck den der Film bei mir hinterlässt mag ich.

Kunst muss nicht immer einen Inhalt haben, Kunst kann man sich nur anschauen, und auf sich wirken lassen. Entweder es wirkt, oder es wirkt nicht.
Mich stört nur die manchmal unschön wacjelnde Kamera. Auch bei einem Kunstfilm sollte die technische Seite passen.
Ich mag die farben sehr gerne, ich mag die Kadrage, ich mag die Idee und ich mag auch den Ton.

bluestargfx

unregistriert

7

Montag, 11. Oktober 2010, 17:55

Also ohne die anderen Posts gelesen zu haben:

Ich fand die Bilder verstörend, die Musik nervend, die Camera verwackelt und dezentriert, die Farbkorrektur zu minimalistisch und die Story völlig unverständlich - genauso wie den Zusammenhang mit dem Titel des Films . . .

AAAAABER . . .

Ich war total gefesselt beim gucken. Genau diese angesprochenen Punkte machen aus einem riesen Haufen technischer Fehler ein System von Eindrücken, die alle zusammen genommen wiederum einen echt beeindruckenden Gesamteindruck liefern.

Also ich kann gar nicht mehr sagen, als dass ich den Streifen total crazy und sehr geil fand - selbst wenn ich ihn nicht im geringsten verstanden hab.

Also ich meine das natürlich als Lob - bitte nicht falsch verstehen!

MfG Der Majo

szenario21

unregistriert

8

Montag, 11. Oktober 2010, 19:01

Also nachdem ich hier die ersten Kommentare gelesen habe dachte ich das mich absolut abstrakter und unverständlicher Film erwarten würde.
Dem war aber nicht so. Ich sehe da eher Symbolik.
Hier kann man natürlich wieder viel interpretieren. Für mich stellen die ersten Szenen einen Menschen da der gefangen ist in dem alltäglichen Wahn von Zahlen und vergleichen, alles in irgendeinem Bezug zu bringen. Den Nutzen und Unnuzten von etwas anhand von puren Zahlen abzuwägen.
Dann sprengen diese Fesseln. Es findet scheinbar ein Sinneswandel statt und der Mensch konzentriert sich mehr auf das Wichtige. Auf die natürlichkeit der Dinge und beschränkt sie nicht nur auf einen Faktor, wie z.B. eine Zahl.
Den Schluss hatte ich zuerst negativ interpretiert, aber nun denke ich eher es ist eine neutrale Beobachtung das der Mensch sich dort neu einflechtet. Er kam weg von den Zahlen und lebt nun naturverbunden. Er kann nicht ewig dazwischen hängen er muss sich in eines der beiden Systeme begeben. Da so eine Bindung natürlich auch eine Aufgabe an neuen Sichtweisen ist, ist dies dunkel dargestellt.
Naja, so habe ich den Film zumindest verstanden.
Aber davon abgesehen teile ich die Meinung von joey23 dass Kunst nicht immer einen absolut nachvollziehbaren Inhalt haben muss. Kunst muss vor allem wirken.
Wenn ich etwas negatives anmerken sollte so vielleicht die schon angesprochene wackelige Kamera, die mich aber nur in der dunkeln Wald Szene am Schluss gestört hat. Sonst fand ich das Bild ausreichend ruhig und stimmig.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »szenario21« (11. Oktober 2010, 22:42)


Joshi93

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9

Montag, 11. Oktober 2010, 20:00

Also ich hab ihn mir angeschaut und ncihts verstanden. Schelcht fand ich ihn nicht, ist halt nicht so mein Ding Sachen zu sehen oder zu lesen die einfach so verwirrend sind^^.
Dann hab ichs mal Bekannten gezeigt und eine hat ihre Interpreations dazu geschrieben, die lautet

Spoiler Spoiler

also ich denke, dass die menschen das leben oft nach maßen bestimmen. maße können ja auch dinge sein wie leitsätze, werte oder in dem fall vielleicht auch mehr zwänge und dinge, die wir uns und anderen vorgeben. und dass sich aber öfters le...ute davon befreien möchten und nicht immer nur nach den höchsten maßen streben, um letztendlich zu gewinnen, sondern ins kalte wasser springen möchten, in die welt hinaus und es einfach erleben, wie sich einfach alles anfühlt.
letztenendes wird sie ja auch wieder von der natur gefesselt ... aber ob die natur sie dann einfach wieder IHRE maße aufzwängt oder sie als menschen in der natur nicht duldet oder es vielleicht sogar der mensch selbst ist, der mit der natur als mittel, den menschen wieder fesselt ... wer weiß :D



Die hat mir sogar sehr eingeleuchtet :)

Sag du mal was dazu.

Zum Technsichen: Also einige Aufnahemn haben mir gefallen, andere nicht. Die mit dem Zeh im Wasser ist zwar interessant, aber am Anfang viel zu wackelig und die Einstellung viel zu lang. Musik ist Tinitusfördernd!

bluestargfx

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10

Montag, 11. Oktober 2010, 20:17

btw: Echt interessant, welche Reaktionen der Film hier auslöst, findet ihr nicht?!

11

Montag, 11. Oktober 2010, 21:08

Erst einmal vielen Dank für eure zahlreichen und ausführlichen Kommentare. Zu der Kategorisierung "Kunst" möchte ich sagen, dass für mich jeder Film Kunst ist. Meine Intention war nicht, ein intellektuelles Rätsel aufzubauen, welches man entschlüsseln soll/muss. Ich freue mich aber über Interpretation oder Schilderungen der Wirkungen, genauso wie über Ablehnung.

Ich habe mich bewusst dazu entschlossen den Ton so unangenehm zu gestalten, und würde es begrüßen ihn trotz seines "tinitusfördernden" Klanges in einer hohen Lautstärke abzuspielen. Die Handkamera in den Naturszenen ist bewusst eingesetzt, um einen organischeren Eindruck zu schaffen. Bei der Umsetzung war mir mein Gefühl wichtiger als technische Perfektion.

Was Inhalte angeht bleibe ich lieber in der Zuhörerrolle. Über weitere Kommentare freu ich mich.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Aform« (11. Oktober 2010, 23:15)


Danny Dawn

unregistriert

12

Dienstag, 12. Oktober 2010, 00:09

Ich muss leider sagen, dass mich der Kurzfilm echt im Schatten stehen lässt auf erwartung vom Sinn.
Ein paar Aufnahmen leider sehr wenige, fand ich gelungen, jedoch mit dem wahren Thema was du aussagen wolltest verfehlt. Die letzten Aufnahmen währen eher für die Dunkle Scene von vorteil und den Sound zu stark Übertont und zu aufreibent, da muss ich leider sagen, zum glück dauert dein streifen nicht so lange.

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13

Dienstag, 12. Oktober 2010, 14:55

Also zunächsteinmal kann man Film sehen wie man will. Als eine Kunstform oder etwas zwischen Geschäft/Unterhaltung und Kunst an sich oder auch nur als Geschäft (siehe Assitown auf RTL) Ich selber bevorzuge die Mitte zwischen Geschäft/Unterhaltung und Kunst. Für mich stellt sich seit einiger Zeit immer häufiger die Frage, warum es hier im Forum plötzlich so viele >>Kunstfilme<< gibt. Ich verstehe ehrlich den Gedanken dahinter nicht und ich weiß nicht was man damit anfangen soll. Vielleicht kann man ja eine Art Ausstellung dafür veranstalten? Erfolg kann ich da nicht reindenken.

Film ist für mich Erlebnis, Erkenntnis, Abenteuer, Liebe, Hass, Freude, Spiegel und so weiter. Ich möchte Filme ansehen, die mich packen obwohl ich mich dagegen wehre. Die Mir beweisen, dass sie doch gut sind und ich unrecht hatte mit meinem Vorurteil. Bei Amateurfilmen denke ich immer andersrum. Ich gebe mein bestes den Film zu mögen aber das gelingt mir nicht immer. Film ist ein ganzes mit vielen Teilen und alle Teile passen zusammen. Das hier kann man irgendwie schon als Revue bezeichnen, was im Film unüblich ist. Es gibt keinen Roten Faden sondern nur abstrakte Bilder mit möglichen Aussagen. Ich will mich nicht quälen oder quälen lassen, indem ich versuche zu verstehen, was gemeint war. Es muss ersichtlich sein, auch wenn es überrascht. Es sollte menschlich, lebendig sein.

Epi

sollthar

unregistriert

14

Dienstag, 12. Oktober 2010, 15:22

Zitat

Echt interessant, welche Reaktionen der Film hier auslöst, findet ihr nicht?!


Die Frage ist für mich: Wozu? Ich glaub der Kommentar von Aform zeigt - wie ich nach dem Film ehrlich gesagt erwartet hatte - dass es nicht wirklich eine Rolle spielt, wer hier was schreibt...

Sie tut was sie tut bewusst und freut sich ab allem, was kommt, egal, was es ist - geht aber gleichzeitig auch kein bisschen darauf ein.

Was nützt da der viele Text?

15

Dienstag, 12. Oktober 2010, 16:27

Ganz im Gegenteil, ich kann aus jedem Kommentar etwas rausziehen. Und jeder dieser Kommentare beeinflusst mich und bringt mich zum Nachdenken. Die geäußerten Kritken prallen nicht an mir ab.
Ich hab mich bemüht auf alle angesprochenen Punkte (technische Aspekte, Bild/Ton) einzugehen, falls es noch Fragen gibt, stellt sie ruhig. Es ist nicht meine Absicht mich "erhaben über Alles" zu stellen.

Der Film ist in zwei Teile gegliedert, welche durch verschiedene (Farb-)Töne hervorgehoben werden. Der erste Teil ist eher künstlich und mit statischer Kamera, der zweite Teil natürlicher und mit Handkamera gefilmt.

Habe Danny Dawns Kommentar leider nicht so ganz verstanden. Die Einfälle von szenario21 und joshi93 kann ich gut nachvollziehen. Einige User haben einzelne Einstellungen kritisiert/gelobt, doch zum Teil nicht erwähnt, auf welche sie sich beziehen. Wäre schön, wenn ihr das noch ergänzen könntet, würde mir helfen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Aform« (12. Oktober 2010, 16:36)


sollthar

unregistriert

16

Dienstag, 12. Oktober 2010, 16:47

Das freut mich!

Ich finde deine Bildsprache nämlich stellenweise wirklich sehr spannend und es gibt viel, was in deinem Film auch durchaus interessant und handwerklich versiert ist.
Gleichzeitig empfinde ich sie aber auch inhaltlich als unfokussiert oder unklar - und da bin ich bei abstrakten Filmen etwas allergisch, deswegen meine Kritik und deswegen funktioniert er bei mir und wohl auch bei einigen anderen nicht.

Du schreibst, du wolltest kein intellektuelles Rätsel schaffen - offenbar hast du aber genau das getan. Deswegen würde mich interessieren, worum es dir genau ging.
Schlicht: Mehr information. :)

Auch, wie beurteilst du, was du getan hast nun, wenn du diese unterschiedlichen Reaktionen darauf bekommst? Was genau ziehst du denn daraus?

JoeFX

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17

Dienstag, 12. Oktober 2010, 18:12

was war das?^^
eine vergewaltigung meiner ohren. ich hab ja nix gegen strange sounds und ich seh ja öfter kunstfilme, aber man kanns auch übertreiben ;)... meinem tinnistus hats ja auch nicht geholfen :/ die e-gitarre fand ich angenehmer. bitte dezenter und nicht so omnipotent :P

vom technischen her wars ganz gut gemacht. nur die wackelcam war keine wackelcam sondern eine zittercam. das ist unnatürlich und unterstreicht deine aussage weniger. wenns zittert schreit das förmlich nach "ich hab eine kamera seht mich an!"... farben fand ich aber durchweg angenehm

schauspieler war mMn vieeeeeeeeeeeeeeeel zu theatralisch^^... omg hab noch nie Jemanden gesehen der sich so opernhaft mit Dreck einschmiert oder voll motivation sich klebeband um die hand wickelt. die hektik hätte man vll. mit kurzen zackigen schnitten verdeutlichen können kA^^

die botschaft weiß ich nicht ob ich sie erhalten habe. bin eben ein unterhaltungsmensch und bevorzuge filme mit geschichten^^
mit kunstfilmen kann ich nur beschränkt was anfangen und hab eher gespaltene gefühle was den film angeht.

lg

18

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 12:15

Zu einem gewissen Grad war mir klar, dass der Film nicht allen Leuten gefallen wird, dass war auch nicht mein Motiv. Trotzdem ist es interessant zu hören, was den Zuschauern konkret gefallen oder ebend auch nicht gefallen hat.
Dadurch das der Film ein abgeschlossenes Projekt ist, höre ich mir die Kritiken gerne an, kann sie aber natürlich erst in meine Überlegungen für ein nächstes Projekt miteinfließen lassen. Beispielsweise die oft kritisierte Wackelkamera gilt es zu überdenken. Das wird sicherlich noch durch den hohen Shutter verstärkt (Pfützeneinstellung).

In dieser Hinsicht möchte ich dich (Sollthar), was weitere inhaltliche Informationen angeht "im Dunkeln stehen lassen", denn ich denke du bist sehr wohl in der Lage diese Dunkelheit einfach nur durch Wirkung mit Licht zu füllen, ohne das ich selber viel dazu sage. Schließlich hat jeder Film die Fähigkeit selbst für sich zu sprechen, oder jeder Zuschauer kann dem Film somit zur Sprache verhelfen. Und ob dies nun durch Empfindungen, Gefühle, Interpretation oder was auch immer geschieht, spielt keine Rolle.

Aber trotzdem ein paar Hinweise oder "Denkanstöße".
Zunächst präsentiert der Film eine sehr fixierte Figur, konzentriert auf die umgebenen Maße. Doch dann eine Wendung, die Figur wird befreit/löst sich von den Maßen/wird von den Maßen gelöst. Dann die Natur, mit ihren freieren Formen. Zunächst eine Art Zufluchtsort, ein Kontrast zu dem vorherigen Sichtweisen. Zum Ende hin, die Efeuranken, die Figur wird von ihnen umschlungen.
Diese Kontraste habe ich versucht durch verschiedene Stilmittel zu verdeutlichen: Farbunterschiede (bläulich, grünlich), Lichtstimmung (dunkler/heller), Ton (klar/verzerrt), Kamera (statisch/mit Bewegung), Blende (Tiefenschärfe/Unschärfe), Schauspiel (starr/freier).
Doch dann ist noch eine Art dritter Teil zu erkennen, wo sich die genannten Stilmittel mischen.

Zu JoeFX, in dieser Szene sollte eigentlich gar keine Hektik enstehen.

sollthar

unregistriert

19

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 12:58

Zitat

n dieser Hinsicht möchte ich dich (Sollthar), was weitere inhaltliche Informationen angeht "im Dunkeln stehen lassen"


Genau das meinte ich mit meinem oberen post, dass du auf nicht wirklich auf die Kommentare eingehst und sie damit Ad Absurdum führst.

Das hier ist keine KunstAusstellung, kein Platz, in dem man einfach mal was zeigt und wir sind kein Publikum, dass deine Werke ansieht, was schreibt und dann wieder geht. Wir sind auch kein Rätselrate-Verein.

Das hier ist ein Forum spezifisch zum Austausch unter Gleichgesinnten mit dem Ziel sich gegenseitig zu helfen sich und die angewandte Filmsprache zu entwickeln oder sich zumindest beidseitig damit auseinanderzusetzen. Die Geheimniskrämerei sabotiert die Essenz eines solchen Austauschs und degradiert uns zum einfachen Publikum. Damit stellst du dich eben doch auf eine andere Stufe als uns, da der Austausch nur in eine Richtung statt findet. Wir sind nicht Youtube. Wir geben dir was, gib uns was zurück! ;)

Wenn du keine konkrete Stellung nehmen willst und dich lediglich hinter hübsch metaphorischen Gymnasiums-Floskeln "versteckst" (Zumindest erinnert mich deine Sprache an das, was wir hier in der Schweiz im Gymnasium zu produzieren lernen, insbesondere im Kunstunterricht. Ich unterrichte im übrigen unter anderem auch Kunst, daher bin ich etwas übersättigt mit Phrasen in dem Stil), dann entsteht halt keine Synthese. Es geht also gar nicht darum, ob ich in der Lage bin, diese "Dunkelheit" mit "Licht" zu füllen oder nicht (das kann ich schon und was du da so "ungefähr" beschreibst ist mir schon klar, ich bin ja nicht doof :) ) - sondern darum, dass es darum geht, deine genaue Intention klar zu machen und das gewählte Mittel gemeinsam zu hinterfragen.

Wenn du das aber nicht willst oder nicht kannst, dann lediglich mein Hinweis, dass du hier vermutlich am falschen Ort bist - oder mit Sicherheit bei mir an der falschen Person - und viel Glück, Erfolg und Spass mit deinen weiteren Arbeiten!

bluestargfx

unregistriert

20

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 13:40

Also für mich klingt das so, als wenn AFORM uns hier schon einige Informationen gibt. Nur bringen die niemanden weiter, weil keiner so richtig weiß, was diese ganze Geschichte soll.

Deswegen geb ich Sollthar recht: Es wäre schön mal zu hören/lesen, zu welchen Erkenntnissen die Reaktionen auf den Film dich (AFORM) so bringen? Ist dein Ziel (von dem wir immernoch alle nicht wissen, welches das sein soll) erreicht? Mußt du an dir arbeiten um bestimmte Fehler auszumerzen? Was machst du nächstes mal vielleicht anders?

Ich find's irgendwie auch nicht gut, dass der Macher eines Film seinen Film zur "Begutachtung" frei gibt, dann aber aus der folgenden Diskussion ein einseitiges Spielchen macht. Mmmhhh

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