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szenario21

unregistriert

1

Sonntag, 10. Oktober 2010, 00:44

Erwachen - The Awakening

Hallo,

hier möchte ich euch einen Kurzfilm vorstellen den ich im Rahmen eines Kunstkurses als Semesterarbeit ferstiggestellt habe.
Wie die meisten meiner Filme arbeitet auch dieser mit Symbolik.
Der Film ist 5:10 min lang.
Oft stimmt die Helligkeit nicht, bzw. ist es in manchen Szenen am Anfang arg überbelichtet. Ich hoffe das stört nicht zu sehr.

Kurzbeschreibung:
Sommer in Berlin. Auf einem Balkon vergnügt sich ein Voyeur an seinem Opfer. Eine Frau ein Stockjwerk tiefer die die warme Sommerluft hinter einem Sonnenschirm geniesst. Doch gerade als der Voyeur gerade so richtig in Fahrt kommt geschieht etwas unerwartetes. Etwas, dass ihn verändern wird...

Wer unvoreingenommen herangehen möchte sollte das Folgende nicht vor dem Film lesen. (Ich schreibs mal vorsichtshalber unter dem embedded Video)

Bilder:








Der Film:



Direktlink zu Vimeo:
http://www.vimeo.com/15696109


Edit: Nun auch auf openfilm: http://www.openfilm.com/videos/the-awakening







Akt I: Der Voyeur erspäht sein Opfer und vergnügt sich an ihr. Dies fällt ihm besonders leicht da sie, ausser ihre Beine, fast ganz verdeckt ist.

Akt II: Eine Mücke zwingt das Opfer sich zu zeigen und zwingt den Voyeur sie als Ganzes zu sehen. Er wird nachdenklich.
Wir folgen der Frau durch ihren Alltag. Durch Höhen und Tiefen.

Akt III: Eine symbolische Visualisierung der Frauenbewegungen und die Konfrontation die in einem offenem stillen Dialog mündet.

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »szenario21« (11. Oktober 2010, 19:31)


HobbyfilmNF

unregistriert

2

Sonntag, 10. Oktober 2010, 01:17

Hallo erstmal,
ich muss zugeben das ich den Film nicht verstanden habe.
der Anfang mit dem Spanner war in meinen augen ein anderer Film als was danach kahm.
Passte irgendwie für mich nicht zusammen.
Ok ich gucke auch kein arte oder 3sat sonst könnte ich es sicher verstehen.
Schade eigentlich denn aus der Spanner geschichte hätte man wirklich mehr machen können.


Die schrägen Kamera einstellungen jedoch haben mir gefallen genau wie Schnitt und die Musik.


Aber den Film verstehe ich wirklich nicht.
Ich schiebe das mal in die Schublade Kunst genau wie NeutralPlan.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »HobbyfilmNF« (10. Oktober 2010, 01:23)


bluestargfx

unregistriert

3

Sonntag, 10. Oktober 2010, 06:00

Also ich hab den Film leider auch erst verstanden, als ich den Post nach dem Gucken zu Ende gelesen habe.

Und selbst, wenn es Symbolik sein soll, liegt mir in den Bildern irgendwie zu wenig Bedeutung. Die Frau erlebt ja zehn verschiedene Lebenssituationen auf einmal und keine so richtig lange oder ausdrücklich. So sucht man die ganze Laufzeit über nach einer Story.

Der erste Akt ist ebenfalls wirklich schwer nachvollziebar, weil man sich fragt: Watt'n jetzt? Sie haut sich auf die Beine und der Spanner erschreckt sich? Wieso dieses?

Und die Emanzipation anhand altrömischen Toga-Styles und nem Schwert darzustellen ist, finde ich, auch etwas irre-führend. Ich hatte eher gedacht, dass die Lady gerade durchdreht, weil ihr Leben in immer wechselnden Stimmungen auf und ab geht und sie es nicht mehr aushält. Also zieht sie sich was lustiges aus und geht mit dem Schwert los Leute mördern. Diese Story hätte für mich eher Sinn ergeben.

Kurz um:
Ich hätte vielleicht versucht, der Spannerszene mehr Eindeutigkeit zu verpassen. Zum Beispiel hätte sich der Spanner, als er das Opfer zum ersten mal ganz sieht, mehr erschrecken und vielleicht schnell zurück in die Wohnung springen können. Von dort hätte er dann vorsichtig um die Ecke gesehen oder so.

Und das Leben der Frau hätte ich lieber an ein paar wenigen dafür aber ausgefeilteren und längeren Szenen gezeigt.

Naja und die aufstrebende Frauenbewegung wäre halt an einem moderneren Beispiel nachvollziehbarer gewesen. Sowas wie eine Rede an einem Pult (politisches Engengement der Frauen) oder ähnliches.


Technisches:
Die Cam war mir etwas zu verwackelt. Da die meisten Szenen eher ruhig rüber kommen, wären ein paar mehr Stativaufnahmen vielleicht cool gewesen. Aber meine Meinung. Die Musik war RELATIV passend, aber hätte vielleicht mit den verschiedenen Situationen der Frau etwas auf und abflammen können. Hattet ihr die Musik selbst komponiert und umgesetzt? Dann wäre das ja möglich gewesen um die Szenen noch mehr zu unterstützen.
Ach und die Ränder beim Blick durch das Fernglas hätten ruhig etwas mehr verschwommen sein können. Das sah noch zu künstlich aus. Diese ganze Fernglasmaske war auch nicht richtig Schwarz oder? Schien etwas hell zu sein. Mmh, keine Ahnung.

So, zum Schluß nur Positives:
Richtig gut fand ich eine kleine Einstellung, in der die Frau auf einem Bett liegt und verzweifelt weinend schreit. Dazu hätte ich gern den Originalton gehört, glaub ich. Und die Spannerszene am Anfang hatte fast was lustiges - vor allem der Blick durch das rythmisch wackelnde Fernglas. hihi
Alles in allem ging die Zeit rum und es war ein Lacher. Wenn auch unverständlich - immernoch eine gute Idee, finde ich. Und ne Aussage hattet ihr auch im Kopf. Ich würd also gern mehr von euch sehen!

MfG Majo

szenario21

unregistriert

4

Montag, 11. Oktober 2010, 19:16

Danke erstmal für die Kritiken.
Ich weiss das der Film inhaltlich als auch technisch einige Schwächen hat.
Wir hatten nur zwei Drehtage und das Script war sicher nicht unbedingt 100% ausgearbeitet.
An Stativ war damals nicht zu denken, bzw. hätte es nicht ins Konzept gepasst. Eher Steadicam, aber da hatte ich zu wenig Geld bzw. Know-how.
Ok am Anfang mit dem Spanner wäre das Stativ sinnvoll gewesen, da gebe ich Dir recht nur hatte ich einfach keines.
Ich finde es aber noch erträglich.
Viel störender finde ich das die stellenweise Überbelichtung in der Spannerszene, aber gut.
Das der Anfang des Films nicht zum rest passt kann man natürlich so sehen, aber gerade das sehe ich wie einen stilistischer Twist. Nachdem man von der wiztigen oder peinlichen, wie man will, Spannerszene kommt und sich fragt was da wohl noch alles kommt... wird es etwa schlimmer? - kommt dann ein Einschlag in eine ganz andere Richtung. Natürlich ist das erstmal verwirrend und vielleicht sind auch die Schnitte im zeiten Akt zu schnell, wie kritisiert.
Ich nehme nicht direkt an das den Film jemand auf Anhieb und ohne Erklärung versteht. Das ist auch gar nicht mein primäres Ziel. Ich will vielmehr das die Zuschauer die Bilder und die Musik auf sich wirken lassen. Wenn dabei eine Interpretation herumkommt dann ist das schön, aber kein Muss.
Ich selbst sehe den Film auch eher als Kunstfilm denn als storytelling.

Edit: Nun auch auf openfilm: http://www.openfilm.com/videos/the-awakening

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »szenario21« (11. Oktober 2010, 19:31)


bluestargfx

unregistriert

5

Montag, 11. Oktober 2010, 20:13

Das find ich jetzt aber schade, muss ich zugeben.

Denn wenn du einen Film über einen Spanner und die gesellschaftliche Positionierung der Frauen und ihrer Entwicklung drehst, dann klingt das für mich schon nach dem Primärziel Story- oder zumindest Sensetelling. Und dieses Ziel find ich ehrlich gesagt besser, als "die Bilder und die Musik wirken zu lassen".

Selbst wenn die Story dieses mal nicht rüber kam, dann hast du dennoch ne coole Idee gehabt und, wie ich finde, gute Ansätze zum Filmen. Also mach doch einfach weiter und bleib bei diesem Anspruch!

Ich würd das machen. Beim nächsten mal versteht man es besser, und dann noch besser und dann noch besser . . .

szenario21

unregistriert

6

Montag, 11. Oktober 2010, 20:32

Ja, natürlich wäre es mir auch lieber wenn die Idee verständlich wäre.
Aber ich sehe es selbst ein, dass es hier wohl ziemlich schwierig ist. Von allen den ich den Film gezeigt habe hat es nur einer verstanden und selbst das hat mich überrascht.
Wobei es meist ein Aha Erlebnis für die Zuschauer ist wenn ich es dann auflöse. Vielleicht ist das einfach das Schicksal dieses Filmes. Er ist ein Ratefilm. Ich habe viele unterschiedliche Interpretationen zu diesem Film gehört und auch diese haben ihre Berechtigung, auch wenn ich das so vielleicht gar nicht meinte. Der Film funktioniert vermutlich nur so das das Publikum ihn sich anschaut... ihn nicht versteht... dann die Auflösung liest und es klick macht.
Ist vielleicht nicht die übliche herangehensweise, aber bei einem Kunstfilm vielleicht durchaus legitim.

Achso, weil Du wegen der Musik fragtest. Die ist leider nicht selbst komponiert. Das liegt dann doch weit ausserhalb meiner Fähigkeiten. Ich habe mich dieser mal ganz frech vom Blood Diamond Soundtrack bedient. Steht auch am Schluss in den Credits welches Lied das ist.

Mr Dude

unregistriert

7

Sonntag, 7. November 2010, 13:20

Nachdem ich das Sozialkonstrukt2k gesehen hatte, mussten wir uns natürlich auch das reinziehen. Erwachen ergab für mich westenlich mehr Sinn, weil er ganz einfach besser verständlich war. Die Bildsprache was klarer und die Symbolik deutlicher. Das erste Mal, dass ich dachte WHAT THE FUCK?? war als sie plötzlich mit dem Schwert herumstand. Irgendwie haben wir darauf gewartet, dass jetzt der Wikinger mit der Kettensäge ankommt und die Frau um die Dom jagt.

Meine Interpretation entsprach beinahe deiner eigenen, nur das mit der Frauenbewegung war mir nicht ganz klar geworden. Als er das Gesicht sieht scheint es für mich, als wenn er plötzlich gezwungen ist, die Frau als ganzes zu betrachten und er sieht, dass sie eine glückliche Person voller Freude ist und er mit seiner Spannerei sie und sich selbst erniedrigt und er sich sich dann mit ihr Konfrontiert. Sie richtet sozusagen über ihn. In dem weißen Kleid sah sie für mich eher wie eine Justicia aus, deshalb auch das Richten. Ich war also nah dran ;)

Die Musik war gut gewählt. James Newton-Howard ist einfach Klasse. Als Blood Diamond Freak war es für mich zwar erstmal etwas fremd, aber es passte ohne Zweifel.

PS: Dein drittes Werk haben wir auch geschaut, aber das war uns dann viel zu Strange. Die Aufnahme mit der U-Bahn war aber irgendwie total cool.

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