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szenario21

unregistriert

1

Freitag, 1. Oktober 2010, 20:50

NeutralPlan - Kurzfilm

Hallo,

hier möchte ich meinen neuen Kurzfilm vorstellen.
Er wurde im Jahr 2008 gedreht, wurde jedoch erst jetzt fertiggestellt.
Ich kann im Vorfeld eigentlich recht wenig über den Inhalt sagen, da es ein
wichtiger Bestandteil des Filmes ist selbst zu interpretieren.
[Edit: Aber da ich hier gerade in den Regeln lese das man mindestens einen Satz zur Handlung sagen muss: Gefangen in einer unwirklichen Welt. Gejagt und benutzt von scheinbar übermächtigen Figuren. Wer kontrolliert hier was und wen und vor allem warum?]
Es wäre interessant eure Ansätze dazu zu lesen.
Der Film ist 12:20 lang.

Screens aus dem Film:








Der Film auf Vimeo:




Und die links:

openfilm: http://www.openfilm.com/videos/neutralplan

Vimeo: http://vimeo.com/15452562

Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=XRbdUxjk__s

Dieser Beitrag wurde bereits 14 mal editiert, zuletzt von »szenario21« (1. Oktober 2010, 21:44)


HareMadeFilms

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2

Freitag, 1. Oktober 2010, 21:47

Hallo und willkommen im Forum.

Ehrlich gesagt werde ich immer schon etwas nervös, wenn jemand schreibt, sein Film sei zu "interpretieren", oder "offen" usw. Häufig ist das ein Hinweis, dass ein Film keine echte Geschichte zu erzählen hat.

So ging´s mir leider auch mit Deinem Film. Ich habe ihn einfach nicht verstanden, und ich finde auch nicht, dass er zum "Interpretieren" einlädt. Natürlich kann man sich irgendetwas überlegen, z. B. dass eine Art Zugunglück stattgefunden hat und der Protagonist dafür vielleicht mitverantwortlich ist und die "Bösewichte" vielleicht auf der Suche nach dem Schuldigen sind und ihn deshalb erschießen (bei näherem Nachdenken funktioniert das allerdings nicht, u. a. weil sie dann nicht beständig so böse grinsen würden).

Eigentlich ist das aber für mich auch egal, weil der Film aus meiner Sicht nicht genug Anhaltspunkte bietet, um es interessant zu machen, darüber nachzudenken, was wohl gemeint oder passiert sein könnte.

Ganz banal könnte man sagen: Da laufen Leute durch die Gegend, einer erinnert sich daran, dass er früher mal U-Bahn gefahren ist, und wird dann unverständlicherweise von anderen Leuten erschossen. Das Ganze ist begleitet von aufregend-unheilvoller Musik, die aber irgendwie unpassend ist, weil nichts Aufregendes passiert. Selbst dass der Protagonist erschossen wird, war mir irgendwie egal, weil ich keine Anhaltspunkte hatte, warum oder weshalb, ob das Rache ist oder Mord aus Spaß, oder wer er überhaupt ist. Ein nichtssagender Typ.

Tja, das klingt vielleicht übermäßig kritisch, und wird vielleicht auch dem erheblichen Aufwand, den Du offensichtlich betrieben hast, nicht gerecht, aber kurz und knapp gesagt fand ich es ziemlich langweilig. Dass im Übrigen filmisch und technisch gute Ansätze da sind, "reißt es" aus meiner Sicht nicht "heraus". Ach ja, ich bin kein Freund von Splatter-Effekten, aber ein tödlicher Schuss in die Körpermitte erzeugt in aller Regel Blut auf der Kleidung, das hier irgendwie störend fehlte.

Sorry, insgesamt konnte ich leider nichts damit anfangen. Aber vielleicht ja andere.

Grüße,

HMF

szenario21

unregistriert

3

Freitag, 1. Oktober 2010, 22:02

Danke für Deine Kritik HareMadeFilms.
Ich kann Deinen Standpunkt das es zu wenige Anhaltspunkte gibt schon verstehen.
Die Geschichte so wie ich sie mir denke ist eher mystischer Natur. So ist es weniger ein vergangenes Ereignis an das er sich errinert wenn die U-Bahn kommt, als vielmehr ein symbolischer Ausweg aus dieser Alptraumlandschaft. Man sieht die U-Bahn mehere male, aber erst gegen Ende kommt sie häufiger und länger vor. Kurz vor Schluss als er schon erschossen ist, folgt dann die Auflösung. Er ist unfähig diesen Ausweg zu nehmen. Er verpasst seine Chance.
Die beiden Figuren die ihn jagen sind auch eher symbolisch zu sehen in der Tradition eines Mephisto vereinen sie die Schlechtigkeit der Welt auf sich und benutzen den Protagonisten als Spielball. Der Jagende ist Regisseur und Teufel zugleich. Er hat die Macht über das Gelände und was darin geschieht. Mit einem einzigen Wort kann er sein Leben beenden und diese Macht erstreckt sich auch über den Film hinaus, als er mit eben jenem Wort auch den Film beendet.

Insgesamt war es die Intention vieles mehr symbolisch zu zeigen.
Ob dies gelungen ist, ist natürlich eine andere Frage.
Für mich ergibt der Film schon einen Sinn, bzw. sehe ich in ihm eine Sozialkritik gerichtet gegen die Medien.
Aber ich kann verstehen wenn sich das für einige zu weit hergeholt anhört.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »szenario21« (1. Oktober 2010, 23:57)


HobbyfilmNF

unregistriert

4

Freitag, 1. Oktober 2010, 22:07

Ich habe den film echt nicht verstanden. Sorry
Fand es etwas merkwürdig das das Format von 16:9 in cinemascope wechselt und umgekehrt.
Die Weißen überblendungen wahren für meinen Geschmack zu lang.
Gefallen haben mir aber viele der Kameraeinstellungen die wirklich gut gewesen sind.
Habe ich schon erwähnt das ich den Film nicht verstanden habe?

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5

Freitag, 1. Oktober 2010, 23:00

Kann es sein, dass er hier Kindheitsänsgte (Träume) verarbeiten muss /kann / soll !? Oder was es die alte Arbeitsstätte, wo sein Chef in geschliffen hat ??

Ich meine mal, es sind alte Erinnerungen, die mit dem Gebäude zu Tage kommen. :whistling:

Ach ja, die Aufnahmen kamen alle sehr schön rüber. Das Wetter hat auch gut mitgespielt.

sollthar

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6

Samstag, 2. Oktober 2010, 12:50

Hm, mir gehts wie HareMade. Wenn ich "selbst interpretieren" lese denke ich als erstes "Oh je, wieder so einer, der keine vernünftige Geschichte hat und alles dem Publikum auferlegt und sich dann bequem dahinter verstecken kann, wein sein Film nix wird". Zig Mal gelesen, jedes Mal versteckte sich hinter der Aussage ein inhaltlich schwacher Film. Leider fand ich, das war auch hier der Fall.

Der Film hatte durchaus seine guten Momente. Ich hatte den Eindruck, dass man gut auf den Ton geachtet hatte, dass die Darsteller sich bemühen. Die Kameraarbeit war okay, die Wahl der Locations passend. Die ständige Veränderung des Bildformats am Anfang empfand ich als sehr irritierend. Entscheidet euch für eins und zieht da dann durch, das wirkte doch sehr amateurhaft.

Naja, drum war es schade, dass man sich da bei dem sicher nicht zu kleinen Aufwand nicht die Mühe machte, ein gutes Drehbuch zu schreiben. "Frei interpretierbar" ist ein EXTREM hoher Anspruch an den Filmemacher. Da muss man dem Publikum nämlich was bieten, was sowohl Lust zum Interpretieren macht und auch genug Stoff zum interpretieren bietet - beides ist euch absolut nicht gelungen.

Dass DIR der Film was sagt ist ja klar, du hast ihn auch gemacht. Die Kunst des Filmemachens besteht nicht darin, selber so ungefähr zu wissen, worums in seinem Film geht, sondern das so zu erzählen, dass es das Publikum auch versteht.


Schade. Ich hoffe, beim nächsten Mal geht mehr Aufwand in euer Skript.

szenario21

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7

Samstag, 2. Oktober 2010, 13:17

Danke erstmal für die neuesten Kritiken.

Ich kann eure Standpunkte schon nachvollziehen.
Ich sehe auch das viele Dinge, die für mich vielleicht klar erscheinen, es nicht unbedingt für den Zuschauer sind.
Ich plane gerade eine Art Directors Cut in dem ich mehr Szenen einbinde um dem Hauptdarsteller mehr Tiefe zu geben. Es gibt nämlich so einiges mehr an Material, nur passt vieles leider nicht.
Das Skript wurde leider von Anfang an ziemlich vernachlässigt, das stimmt.
Es gab eigentlich nicht richtig eines. Vielmehr eine Idee, die sich aber über den langen Zeitraum der Dreharbeiten immer wieder geändert hat.
Von daher bin ich überhaupt froh etwas zustande gebracht zu haben. Denn der Film hat seine Form wirklich erst beim Schnitt bekommen; vorher war das alles noch etwas anders geplant.

Ich melde mich dann wieder wenn ich den Directors Cut oder V2.0 fertig habe. Bis dahin freue ich mich auf weitere Kritiken um es besser zu machen.

Edit: Das wechseln des Formates empfinde ich wiederum weniger störend als vielmehr passend für die Szenen auf die es angewandt wird. Klar ist das nicht gerade angepasst an die Sehgewohnheiten; in welchem Film sieht man das sonst schon? Aber ich empfinde es vielmehr als ein Stilmittel in diesem Falle. Aber zumindest bei dem Wechsel in der Mitte des Filmes werde ich nochmal drauf schauen ob ich das nicht wieder in 16:9 ändere.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »szenario21« (2. Oktober 2010, 13:22)


Birkholz Productions

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8

Samstag, 2. Oktober 2010, 13:18

Auch ich fand den Film nichtssagend und nicht wirklich anregend, um mich weiter damit zu beschäftigen und wild irgendwelche Dinge in die Bilder zu interpretieren.

Auch ich hab den Fehler leider schon gemacht... Vielleicht nicht ganz so extrem wie du, aber schon extrem genug! :D Ich hab irgendwie immer das Gefühl, da will mir jemand pseudokünstlerisch nen Bären aufbinden.

Dennoch... Irgendwie empfand ich den Film fesselnd und hab ihn mir auch komplett angesehen. Mag an der Musik und den Landschaftsaufnahmen gelegen haben. Hatte schon ein leicht surreales Feeling. Die Aufnahmen mit dem Zug und der Gedanke (verpasste Chance... Daran dachte ich auch) haben mir gefallen, jedoch ist es fragwürdig einen ganzen Film auf sowas zu stützen. Und ne sozialkritische Auseinandersetzung mit den Medien wäre das letzte, was mir bei deinem Film einfallen würde!

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