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Costa

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1

Donnerstag, 6. März 2008, 23:16

Killerspiele - Die Zukunft unserer Generation

Hallo,
ich wollte euch meinen neuen Dokumentarfilm über Killerspiele vorstellen, den ich mit einem Freund im Rahmen eines Schulprojektes fertiggestellt habe.



Die 10 minütige Dokumentation behandelt das Thema der berüchtigten gewaltverherrlichenden Computerspiele. Als Interviewpartner hatten wir den Kriminologen und ehemaligen Justizminister Prof. Dr. Christian Pfeiffer, der auch in Hannover lebt. Darauf bin ich sehr stolz, da es wirklich schierig ist mit ein Interview zu bekommen. Außerdem hatten wir auch den leidenschaftlichen PC Spieler Henning Neu als Interviewpartner. Wir haben versucht den Film so objektiv wie möglich zu gestalten, damit sich der Zuschauer selber eine Meinung bilden kann.
Ich wünsche euch viel Spaß beim gucken und freue mich auf Kritik.

Download (Rechtsklick / speichern unter ...):
High Quality Download (ca. 160 MB)
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PS: Der Schuss vom Intro ist übrigens nicht von Andrew Kramer abgeguckt. Ich hatte die Szene gerade in After Effects fertiggestellt, als ich dann auf VideoCopilot das Video gesehen habe. Hat mich ein wenig geärgert ;-).
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Konfuzius

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Costa« (25. April 2009, 20:52)


Schattenlord

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2

Freitag, 7. März 2008, 08:59

Von der Aufmachung her nicht schlecht. Gut verfilmt! (Was für Kamera habt ihr benutzt?)
Aaaaaber: Ganz ganz großes Manko: Die Vertonung! Also der Off-Sprecher (nichts für ungut) ist wirklich sehr schlecht! Schon das Mikrofon (Headset?) was genutzt wurde, da rollen sich mir die Fußnägel hoch! Wieso habt ihr nicht das Mikrofon genutzt, das ihr auch für die Interviews verwendet habt? Aber schon der Off-Sprecher allein, war kein bischen überzeugend!
Hättet ihr mehr rausholen können.
Auch die Musik fand ich irgendwie unpassend gewählt, aber das ist subjektive Meinung (hätte auch mehr sein können). Naja, Animationen waren ganz nett, auch das anfängliche Szenario war gut dargestellt. Gefallen hat mir das Interview mit dem ehemaligen Justizminister, war sehr informativ.
(Auch wenn die Kameraperspektive sehr schlecht gewählt war! Bildaufbau beachten!)

Ansonsten spannendes Thema, ganz gut umgesetzt. In Punkten würde ich euch 7/10 geben, als Schulnote eine 3+.
Nicht schlecht.

Schattenlord

/EDIT: Die Spielzeugpistole sah ja auch niedlich aus. ;) Aber da sieht man drüber hinweg. ^^

Costa

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3

Freitag, 7. März 2008, 10:03

Danke für deine Kritik. Das Problem beim Off Sprecher war, dass wir das ganze sehr schnell fertig bekommen mussten, damit wir den Film noch rechtzeitig abgeben konnten und ich deswegen bei der Aufnahme auch nicht dabei war und mein Mitsschüler hat es bei sich zuhause mit seinem eigenen Mikro aufgenommen. Dadurch auch die schlechte Qualität und die teilweise schlechte Betonung. Doch da hast du recht, das sehe ich auch eindeutig als Schwackpunkt des Filmes.
Wir haben übrigens die NV-GS280 als Kamera verwendet.
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Lichtner Filmproduktion

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4

Freitag, 7. März 2008, 11:29

Das schwierige an Dokumentarfilmen ist ja immer Diskret und Neutral zu bleiben. - Das habt ihr meiner Meinung nach eindeutig geschaft. Mir hat eure Doku sehr gefallen! Am Anfang als der Amokläufer die erste Kugel abschießt habe ich - auch durch die Musikuntermalung - wirklich Gänsehaut bekommen. Klar der Ton ist wirklich nicht sehr Gut aber insgesamt ist der Film wirklich sehr sehr gut und er kann sich sehen lassen.

Macht weiter so! :thumbup:

mfg Philipp


/Edit/ Als Schulnote würde ich euch übrigens eine 1 geben ;) Was habt ihr dafür bekommen?

5

Freitag, 7. März 2008, 15:12

Ich schließ mich da mal Schattenlord an, kann da in fast jeden Punkt zustimmen. Die Stimmen waren etwas schwach, da das Mikro ja doch n Stück entfernt war aber das war schon in Ordnung. Objektiv war es auch, das habt ihr schon geschafft. Den Titel... mit dem kann ich mich nicht so anfreunden, bedarf vllt einer Erklärung ;) ?

Mal nach Abiturmaßstab benotet wärs bei mir 10/15 (2-) :P.

6

Freitag, 7. März 2008, 19:20

Auch wenn ich Dr. Pfeiffer nicht mag, der Film war sehr gut, sehr schön.
Alle Kritik wurde schon genannt, ich würde euch eine glatte 2 dafür geben.
Mfg

Kajika

HTS_HetH

unregistriert

7

Freitag, 7. März 2008, 19:26

Sehe das ganze auch etwas differenzierter. Zum einen ist es nicht so gelungen die Doku "Killerspiele" zu nennen, denn das alleine ist bereits eine erste Beeinflussung. Killerspiele wurden diese Spiele ja erst getauft als sie in die Öffentlichkeit dank der Politik und den Anschuldigungen der Politiker gestoßen sind. Als nächstes ist es für eine Doku nicht allzu aussagekräftig nur jeweils einen einzigen Für- und Gegensprecher zu haben. Hier prallen zwei subjektive Meinungen aufeinander. Es spiegelt also nicht wirklich die Meinung einer Bevölkerungsschicht, einer sozialen Gruppierung oder einer Interessengemeinschaft wieder. Da wären sicherlich mehrere Interviewpartner für pro und contra sehr zuträglich gewesen. So bildet sich jetzt ein wenig der übliche Klischeegedanken "alt und grau" gegen "jung und schüsswütig", der sich einem leider allzu oft aufdrängt. Mir ist schon klar das es ein Schulprojekt war und ihr sicherlich nicht soviel Zeit für die Produktion hattet, wie man für sowas braucht (speziell wenn man viele Leute zu Wort kommen lassen will), aber für eine objektive Dokumentation war es noch etwas zu wenig für meinen Geschmack. Hier hätte ich lieber gesehen das das Intro mit der Nachstellung des Amoklaufs wegfällt und dafür der Zeitraum zwischen 2002 und 2007 besser abgedeckt wird, denn seit dem gab´s noch andere Fälle. Auch die theatralische Inszenierung der trauernden Leute an der Schule war nicht unbedingt notwendig, hier kam mir zu sehr der Filmemacher und weniger der Berichterstatter bei euch durch ;)
Filmerisch fand ich die Bildausschnitte für die Interviews nicht ganz so super, seinen Interviewpartner nahezu von oben herab zu filmen und jede Menge leeren Raum zu zeigen, dafür aber noch den halben Arm des Mikrofonhalters im Bild zuhaben fand ich nicht sehr ansprechend. Da war die gewählte Perspektive des Jugendlichen schon etwas angenehmer (wenn auch hier nicht sooo super geglückt). Günstige Ansteck Funk Micros hätten hier sicherlich sehr viel mehr für euch tun können und dann ein angenehmer Bildausschnitt hätte dem ganzen ncoh um einiges mehr an Glaubwürdigkeit und Seriösität verliehen.
Das Voice Over wurde hier ja von jedem angesprochen, da brauch ich nicht mehr viel ergänzen, sowas geht gar nicht. Zumal ihr ja in dne Interviews bewiesen habt, das ihr den Ton auch klarer und besser aufgezeichnet bekommt.

Klingt jetzt alles sehr negativ ich weiß, aber ich denke solltet ihr sowas noch mal machen wollen, dann hilft euch das sicherlich mehr als wenn ich jetzt nichts negatives schreibe ;) Schulprojekte haben es nie leicht, ich weiss dsa ;)

JoeFX

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8

Freitag, 7. März 2008, 22:57

Kann mich Heth nur anschließen.

Die Kameraperspektive beim interviewen ist mir leider sehr aufgefallen. Besser wäre gewesen z.B.: eine Overshoulderaufnahme des Interviewers richtung Interviewten.
Klar jetzt kann man nichts mehr ändern.

Die inszinierung des Amoklaufs ist filmerisch gut umgesetzt mit passender Farbkorrektur, klasse!

Im lauf der Dokumentation kommt man sich vor, als werden langsm die Fronten gewechselt. Zunächst werden Worte wie "angeblich" verwendet, welche sich für Shooter einsetzen, später im Verlauf wird gegen Shooter tendiert, dann wieder für Shooter. Was die Doku jetzt im Endeffekt aussagt, ist mir nicht offenbart worden.

aber ansonsten gut gemacht :thumbup:

mfg

9

Samstag, 8. März 2008, 00:05

Auch ich kann mich nur Heth anschliessen. :)

Ich fand es ging mehr um die "Konzentration eines Schülers vor und nach dem Spielen". Ok die Spielausschnitte gehen schon in die richtige Richtung aber mich hat es nicht wirklich umgehauen. Das "Jung" für und "Alt" gegen da spielen ist, ist für mich klar. Ich habe auf der letzten Northcon (Lanparty) auch mal ein Test gemacht. Erst vor dem spielen und dann sollte ich durchgehend 4 Std. spielen und den Test erneut machen. Siehe da: Ich habe nachdem spielen besser abgeschnitten. Vondaher ist die Aussage von Pfeiffer für mich schwachsinnig.

Ansonsten so schlecht fand ich es nicht. Für ein Schulprojekt finde ich es sogar gut. Jeder weiss wie schwer es ist....... :)

Joshi93

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10

Samstag, 8. März 2008, 12:18

Hi, ich fands eigentlich auch ganz gut... natürlich der off-sprecher, ich glaub da brauch man nichts zu sagen... aber ich fand die musik eigentlihc schon gut gewählt.. naja... der rest wurde eigentlich schon gesagt.. ich würde ne 2- geben....

weiter so.. man in unserer schule kann man keine videos als projekte machen, da gibt es nur so wettbewerbe einmal alle 2 jahre die aber für die ganze stadt sindl...


Joshi

Andreas Scott

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11

Samstag, 8. März 2008, 12:25

emotionalisierte Bilder im Dokfilm

Zuerst einmal zum Inhalt:

Ich hätte es interessant gefunden, woher der Begriff "Killerspiele" eigentlich genau stammt. Wer hat ihn geprägt und was für eine Definition haben "Killerspiele"? Sind es nur First Person Shooter, Adventures oder sogar Simulationen wie Sims wo ich auch die Avatare umbringen kann?

Behandelt der Dokfilm "Killerspiele" oder die Computerspielsucht? Denn als der Herr Pfeifer auf WoW eingegangen ist, habe ich den Bezug nicht genau zu einem Amokläufer herstellen können, nur zu der These, dass WoW Spieler schlechte Schulnoten nach Hause bringen. Wie sieht es mit dem Online Spiel Second Life aus? Da hätte ich mir auch eventuell eine Betrachtung gewünscht, weil SL in allen Altersgruppen gespielt wird und bei vielen Usern einen sehr hohen Suchtfaktor auslösen.

Die Argumente von Herrn Pfeifer finde ich zu platt. Sie sind nicht theoretisch fundiert. Die Studie mit den Computer und Tischtennisspielern (wenn sie denn wirklich diese Ergebnisse unanfechtbar präsentiert) wäre nach der These Pfeifers im Film interessant gewesen. So hätte man direkt im Anschluss an den Interviewpart die Studie noch einmal analysieren können. Ein Diskussionsvergleich zwischen Pfeiffer und einem Online Spieler ist etwas unglücklich. Es ist sehr gut, Betroffene zu befragen, aber Pfeiffer verfügt über eine andere Reputation als der Spieler. Es gibt zahlreiche Medienwissenschaftler und Pädagogen, die Herrn Pfeiffer und seine Argumente sehr kritisch bewerten. Vielleicht seid ihr wegen der mangelnden Zeit nicht darauf gekommen, aber das wäre sehr wünschenswert gewesen.

Im übrigen gab es noch mehr Amokläufe in Deutschland als nur den Anschlag von Robert Steinhäuser. Der Sprung von 2001 nach 2007 war mir zu platt.

Es wäre auch sehr interessant gewesen, das Umfeld der Amokläufer von Emstetten und Erfurt einmal zu durchleuchten. Da gibt es genügen Presseinformationen, die man bei einer Online recherche finden könnte. Gerade E. wäre interessant gewesen, weil sich die Betroffene Person ja in diesem Forum bewegt hat.

Nun zum audiovisuellen Stil des Films

Intro ist wie gesagt mit einer emotionalen Note versehen, was bei einem Dok Film immer ein bisschen problematisch ist (nicht alle Leute schätzen Michael Moores Art ^^ )

Dass die Qualität des Off Sprechers schlecht war wurde schon angesprochen. Aber auch das Redescript fand ich unglücklich, weil ich beim ersten Mal sehen ein oder zwei Zungenbrecher heraushören konnte. Ausserdem war manchmal die Musik zu laut und der Sprecher schwierig zu verstehen.

Die Kameraperspektiven wurden schon angesprochen, dem kann ich mich nur anschließen.


Wenn ihr die Prüfung bei mir gemacht hättet (Weiß ja nicht in welchem Rahmen das stattgefunden hat) dann würde ich zwischen 2- und 3 schwanken mit einer Tendenz zur Drei.

Es ist auf jeden Fall interessant, dass ihr den Film gemacht habt und es ist ebenso eine sehr gute Übung. Gute Dokumentarfilme zu drehen ist genauso schwierig wie gute fiktive Filme zu drehen. Hört sich manchmal nicht so glaubwürdig an, ist aber so. ;)

Also, schön weiter machen

Costa

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12

Samstag, 8. März 2008, 14:29

Danke für alle eure Kommentare und euer Lob. Dann will ich mal zu ein paar Sachen Stellung nehmen.

Den Titel... mit dem kann ich mich nicht so anfreunden, bedarf vllt einer Erklärung ;) ?
Du meinst sicherlich "Die Zukunft unserer Generation". Es bezieht sich natürlich auf die jetzige jüngere Generation und da sehr viel PC heutzutage gespielt wird, ist die Frage wie sich vor allem das Thema in der Zukunft entwickelt. Werden die Spiele ganz verboten, wird das Recht verschärft oder bleibt alles beim alten? Wobei ich zum Titel auch sagen muss, das er mir auch nicht so ganz gefällt, dennoch war er immer noch der beste.

Als Schulnote würde ich euch übrigens eine 1 geben ;) Was habt ihr dafür bekommen?
Wir haben noch keine Note bekommen, da wir ihn am Mittwoch abgegeben haben und er deswegen noch bewertet werden muss. Der Lehrer meinte aber, dass es sicherlich eine sehr gute Note wird. Das lässt sich natürlich überhaupt nicht in Relationen zur Amateurfilm Szene setzen, da wir keine Film AG sind, sondern ein Multimedia Kurs und das erst unser zweiter Film war. Von daher haben die meisten wenig Erfahrung im Bereich Film. (Den ersten könnte ich ja auch mal zeigen. Bei dem sollten wir ein Sprichwort verfilmen, die Aufgabe erinnert ein bisschen an einen Wettbewerb hier im Forum ;) )

Sehe das ganze auch etwas differenzierter. Zum einen ist es nicht so gelungen die Doku "Killerspiele" zu nennen, denn das alleine ist bereits eine erste Beeinflussung. Killerspiele wurden diese Spiele ja erst getauft als sie in die Öffentlichkeit dank der Politik und den Anschuldigungen der Politiker gestoßen sind.
Das stimmt sicherlich, nur, wenn ich eine Dokumentation darüber mache, wie soll ich sie sonst nennen? Unter dem Titel kennt jeder diese Spiele und genau unter dem Begriff wird diese politische Diskussion geführt.

Zitat

Als nächstes ist es für eine Doku nicht allzu aussagekräftig nur jeweils einen einzigen Für- und Gegensprecher zu haben. Hier prallen zwei subjektive Meinungen aufeinander. Es spiegelt also nicht wirklich die Meinung einer Bevölkerungsschicht, einer sozialen Gruppierung oder einer Interessengemeinschaft wieder. Da wären sicherlich mehrere Interviewpartner für pro und contra sehr zuträglich gewesen. So bildet sich jetzt ein wenig der übliche Klischeegedanken "alt und grau" gegen "jung und schüsswütig", der sich einem leider allzu oft aufdrängt.
Es stimmt schon, dass es vielleicht besser gewesen wäre, mehrere Interviewpartner zu haben. Doch einerseits hatten wir eine Zeitvorgabe von 10 Minuten und andererseits war hatten wir auch nicht so viel Zeit die Doku fertigzustellen. OK, es ist immer einfach die Schuld auf Vorgaben zu schieben, aber ich denke, die haben hier eine große Rolle gespielt. Naja, dass wir einen älteren Mann gewählt haben, hängt wohl auch damit zu zusammen, dass wohl einfach mehr Gegensprecher Politiker oder sonstige einflussreiche Leute sind, die meistens älter sind; Dr. Christian Pfeiffer ist schließlich einer der bekanntesten Gegensprecher von PC Spielen.

Ich hätte es interessant gefunden, woher der Begriff "Killerspiele" eigentlich genau stammt. Wer hat ihn geprägt und was für eine Definition haben "Killerspiele"? Sind es nur First Person Shooter, Adventures oder sogar Simulationen wie Sims wo ich auch die Avatare umbringen kann?

Behandelt der Dokfilm "Killerspiele" oder die Computerspielsucht? Denn als der Herr Pfeifer auf WoW eingegangen ist, habe ich den Bezug nicht genau zu einem Amokläufer herstellen können, nur zu der These, dass WoW Spieler schlechte Schulnoten nach Hause bringen. Wie sieht es mit dem Online Spiel Second Life aus? Da hätte ich mir auch eventuell eine Betrachtung gewünscht, weil SL in allen Altersgruppen gespielt wird und bei vielen Usern einen sehr hohen Suchtfaktor auslösen.
Eine Definition von Killerspielen haben wir eingebracht, allerdings nur kurz. Von daher zählen natürlich nicht nur Shooter dazu, wobei diese meistens als Beispiel genannt werden.
Ich finde, dass Computerspielsucht durchaus mit Killerspielen und der daraus resultierenden Gewaltbereitschaft zu tun hat. Sicherlich wird das Thema hier etwas allgemeiner behandelt, doch zum Suchtfaktor musste noch etwas gesagt werden und WoW spiegelt die Schädlichkeit mit einer täglichen durchschnittlichen Spielzeit von fast 5 Stunden sehr gut wieder. Das Interview mit Pfeiffer war auch eigentlich über 10 Minuten lang und von daher war es auch recht schwierig die guten Argumente von den eher schwachen zu trennen. Das war aber meiner Meinung nach ein guter Grund.

Zitat

Im übrigen gab es noch mehr Amokläufe in Deutschland als nur den Anschlag von Robert Steinhäuser. Der Sprung von 2001 nach 2007 war mir zu platt.

Es wäre auch sehr interessant gewesen, das Umfeld der Amokläufer von Emstetten und Erfurt einmal zu durchleuchten. Da gibt es genügen Presseinformationen, die man bei einer Online recherche finden könnte.
Ich weiß nicht, ob das vielleicht ein wenig zu viel gewesen wäre. Bei unserer Dokumentation sollte es vorrangig um die derzeitige Situation und Problematik der Killerspiele gehen. Den Amoklauf von Erfurt haben wir nur als Einstieg gewählt, weil dadurch die Diskussion über gewaltverherrlichende Computerspiele angefangen hat.

Zitat

Intro ist wie gesagt mit einer emotionalen Note versehen, was bei einem Dok Film immer ein bisschen problematisch ist (nicht alle Leute schätzen Michael Moores Art ^^ )
Ja, da hast du recht. Das war auch eines meiner Probleme, da das sich wirklich etwas von einem Dokumentationsstil entfernt. Allerdings habe ich beim ersten Durchschauen der Doku bemerkt, dass sie vielleicht ein wenig dröge und langweilig rüber kommen könnte und ich wollte sie deshalb durch das Intro etwas aufwerten.



Nichtsdestotrotz danke für eure Kritiken. Das hat und wird mich auf jeden Fall weiterbringen. Vielen Dank!
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Andreas Scott

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13

Samstag, 8. März 2008, 15:39

Die Debatte über Gewalthaltige Computerspiele ist durchaus älter in Deutschland als der Amoklauf von Erfurt.

Zitat

Ich finde, dass Computerspielsucht durchaus mit Killerspielen und der daraus resultierenden Gewaltbereitschaft zu tun hat. Sicherlich wird das Thema hier etwas allgemeiner behandelt, doch zum Suchtfaktor musste noch etwas gesagt werden und WoW spiegelt die Schädlichkeit mit einer täglichen durchschnittlichen Spielzeit von fast 5 Stunden sehr gut wieder.
Warum spiegelt WoW mit einer durchschnittlichen Spielzeit von 5 Stunden die "Schädlichkeit" wieder? Was ist Schädlichkeit? Gewaltbereitschaft oder schlechte Schulnoten? Kreativität oder Phantasielosigkeit? Online Kommunikation mit anderen Usern oder Soziale Verarmung, weil nur noch am PC?
Wenn du einen Zusammenhang zwischen "Killerspielen" (Dieser Begriff ist sowas von unprofessionell! Hat jetzt nichts mit dir zu tun, nur mit den Politikern und Herrn Pfeifer) und der "Spielsucht" siehst , dessen Resultat Gewaltbereitschaft (in welcher Form?) ist, dann wäre ein Argument dafür interessant. Ich habe in der Dokumentation da keine fundierte Argumentation für gefunden. Gerade die "allgemeine" Behandlung dieses Themas ist das Problem. Computerspiele, Musikvideos und Filme werden in der aktuellen Diskussion immer wieder als Gründe für Amokläufe oder abweichendes Verhalten angeprangert. Eine Dokumentation hat eigentlich den Anspruch, aufzuklären und nicht das Ziel, auf den allgemeinen Zug aufzuspringen. Viele Dokfilme im TV erfüllen auch nicht die Ansprüche, aber das ist kein Argument, es ebenfalls so zu machen. Entweder du behandelst Spielsucht oder Gewaltbereitschaft durch Computerspiele. Das in 10 Minuten abzuhandeln ist gar unmöglich. Daher wäre es besser gewesen sich auf einen Punkt zu konzentrieren und den anderen gänzlich wegzulassen.

Zitat

Eine Definition von Killerspielen haben wir eingebracht, allerdings nur kurz. Von daher zählen natürlich nicht nur Shooter dazu, wobei diese meistens als Beispiel genannt werden.
Die Definition fand ich unzureichend. Da hätten ein paar Sätze mehr drüber nicht geschadet.


Zitat

Ich weiß nicht, ob das vielleicht ein wenig zu viel gewesen wäre. Bei unserer Dokumentation sollte es vorrangig um die derzeitige Situation und Problematik der Killerspiele gehen
Gerade da ist es doch wichtig und gut auf die Geschehnisse der letzten Jahre einzugehen! Nicht nur der Amoklauf von Erfurt hat die aktuelle Debatte angeheizt. Genauso Emstetten oder die U-Bahnschläger von München. Danach haben die Politiker im Bundestag immer wieder "Killerspiele" als einen der Gründe genannt. Was ist mit der USK und der FSK? Eine kurze Chronik am Anfang wie bei "Loose Change" über die Ereignisse (Amoklauf, politische Statements, nächstes Ereignis) wäre wesentlich informativer gewesen, als das Nachstellen eines Amoklaufs, wenn der Schauspieler ganz anders aussieht als Robert Steinhäuser und vor allem auch noch andere Waffen im Video benutzt als der Off Sprecher es aus dem Polizeibericht oder der Presse zitiert.

Einfach als Tipp für die nächsten Dokumentationen: Wenn es sich um ein sensibles Thema handelt, Recherche Recherche Recherche. Natürlich ist mir klar, dass es sich um ein Schulprojekt handelt, aber du willst ja schliesslich eine Meinung zu deinem Film haben. ;)




Costa

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14

Sonntag, 9. März 2008, 01:40

Ja, du hast wohl recht damit, dass unser Film das Thema eher oberflächlich betrachtet und nicht genauer auf einzelne Aspekte eingeht. Wobei es hierbei auch immer darauf ankommt, was man als Zuschauer lieber sieht und das ist ja doch sehr individuell. So, danke, also noch mal an euch alle (wie im obigen Post schon), unser nächster Film wird auch eine Art Dokumentation sein und da sind eure Ratschäge natürlich sehr wichtig.

Da es viele sicherlich interessant finden, habe ich mal das komplette Interview mit Dr. Pfeiffer hochgeladen. >> Donwload << Fast 15 Minuten ist auf die Dauer vielleicht etwas langweilig, doch das Thema ist schließlich sehr interessant.

Ach und übrigens, dieser Film war unser erster im Multimedia Kurs.
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15

Sonntag, 29. Juni 2008, 00:08

Hallo, ich wollte euch nur mitteilen, dass wir mit dem Film beim Filmwettbewerb Hannover Filmklappe gewonnen haben. 200 € gabs dafür. Der Sprechertext wurde übrigens nochmal neu eingesprochen. Dies hier ist die offizielle Pressemitteilung. Wir werden etwas weiter unten kurz erwähnt:

Zitat

Professionell und fast sendefähig ist diese Dokumentation zum Thema „Killerspiele“. In sehr emotionaler Weise nehmen die Autoren das Schulmassaker von Erfurt zum Anlass, um die Problematik der „Killerspiele“ in Interviews von verschiedenen Seiten zu beleuchten.

Und dies ist nochmal ein Zeitungsartikel über unseren Gewinn:

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Joshi93

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16

Sonntag, 29. Juni 2008, 04:19

HI

hört sich ja gut an ;)

Herzlichen Glückwunsch auf jedenfall.. 200€ ist nicht schlecht, da kann an schon einiges finanzieren...

Viel Erfolg weiterhin noch, vielleicht gewinnt ihr ja noch ein paar sachen mit eurem Film
;)

Joshi

pyrozomb

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17

Samstag, 14. März 2009, 05:49

Eine gut gemachte Doku, an der ich nichts auszusetzen hab.
Die Argumente beider Seiten sind sehr überzeugend.

Hendy0410

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18

Sonntag, 22. März 2009, 17:20

Ein sehr gut gelungener Dokumentationsfilm, in meinen Augen auf alle Fälle. Gut, die Synchronstimme wäre verbesserungswürdig, aber hat mich keineswegs gestört. Letzte Woche hielt ich einen Vortrag über Jugendgewalt in der Schule. Ich finde es ein überaus wichtiges Thema, was man ansprechen sollte. Von daher, schon TOP. In dieser Doku wurde deutlich, dass ihr euch sehr viel Mühe, auch im Bereich Recherche gemacht habt. Super.

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