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ActionHunter

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Dienstag, 25. August 2015, 10:15

Angriff der Scorpio

Auf Youtube hatte mich mal einer angeschrieben das ich auch an Hintergrund Geräusche denken soll, z.b. ein Flugzeug oder vorbei fahrendes Auto.
Das ganze wollte ich eig mal Testen, so wie ein wenig an der Kameraführung Arbeiten.
Naja raus kam dann dabei doch ein ganzes Video, mit ein Paar Hintergrund Geräuschen von ein Flugzeug, oder Vögel, Affen usw.






Filmtitel:
Angriff der Scorpio

Beschreibung:
Eigentlich wollte John nur den Laptop mit sämtlichen Regierungsdate, doch als es zum Deal kommt, mischt sich die gefährlichste Underground Armee der Welt mit ein, die auch als Killer Organisation begannt ist. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

Infos zur Entstehung:
Kamera: Nikon Coolpix L830 Digitalkamer​
Schnittsoftware: Adobe After Effects CS 6 / Sony Vegas
Sonstige Software: Adobe Photoshop CS 6

Filmlänge:
5'48" Minuten

Angriff der Scorpio


Lierov

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Dienstag, 25. August 2015, 14:27

produzierst du die Filme im Akkord? Alter Schwede... wenn die nicht bereits fertig geschnitten auf deinem Rechner liegen und du die nach und nach hochlädst, dann bist du ziemlich fix.

Trotzdem: nicht viel neues, dafür aber mehrere Dinge die stören: Beim Soundschnitt vor allem von 0:45 bis 0:58 ist das unterschiedliche Rauschen bei den verschiedenen Einstellungen nervig. Klamottentechnisch wird es langsam echt öde: Immer die gleichen Klamotten, Sonnenbrillen und vor allem Kopftücher. Wieso tragt ihr die denn in quasi jedem Film? Stellt euch vor, Brad Pitt würde in jedem Film immer ein schwarzes T-Shirt mit Sonnenbrille und Kopftuch tragen. Sowas ist nervig. Denh Hinweis. dass ihr mal drauf achten sollt, unterschiedliche Klamotten zu tragen ignoriert ihr irgendwie auch konsequent. Logischerweise hat ganze nichts mit Schauspielerei zu tun. Denn dazu wäre eine erkennbare Mimik nicht ganz unwichtig, was mit dieser Maskerade natürlich nicht möglich ist. Dass eurer Schwerpunkt nicht auf Schauspielerei liegt, sondern auf Actionsequenzen ist uns allen längst klar. Da nutzen auch keine Hintergrundgeräusche von irgendwelche Vögeln, Affen oder Flugzeugen. Letzteres fand ich ehrlich gesagt auch ziemlich albern. Ein Flugzeuggeräusch was keinerlei Relevanz hat, denn es spielt für den Clip keine Rolle und schafft auch keine wahnsinnig tolle Atmosphäre. Am allerlustigsten fand ich allerdings, dass der Todesschütze am Ende das gleiche Tattoo hat wie der, der den Laptop in den Wald trägt. In einem ernst zunehmenden Film wäre das natürlich ein Hinweis, dass unter der Verkleidung sich der Laptop-Träger verbirgt und er mit der Scorpio-Truppe unter einer Decke steckt. Allerdings hätte man das auch nicht so offensiv getan wie bei euch, insofern war das eine echte Nullnummer.
Euer Problem ist, dass ihr zu zweit seid. Ich habs schon sooft geschrieben, aber auch das juckt euch nicht. Wollt ihr jetzt ernsthaft die nächsten 100 Filme immer und immer wieder den gleichen Nonsens hier vorstellen? Du und der mit dem Lippenpiercing. Er und du. Du und er. Mit immer den gleichen Klamotten. Schießen aufeinander, verschanzen sich und flüchten. Die angebliche Handlung ist nicht mehr als ein Alibi. Und vor allem die angebliche Handlung nimmt euch niemand ab, auch das wurde beim letzten Film schon kritisiert.
Es ist tatsächlich nicht mehr als ein Sketch... was okay wäre. Aber auch da braucht es einen Inhalt. Bei euch stehen die Ballersequenzen im Mittelpunkt und drumrum konstruiert ihr eine rudimentäre Geschichte ohne Identifikationsfiguren.
Da ihr ja viel Zeit habt, Filme zu produzieren, es aber euch offenbar daran mangelt echte Geschichten zu erfinden hier ein Vorschlag:
Es wird sich bestimmt irgendjemand hier im Forum finden lassen, der euch ein kleines Drehbuch zur Verfügung stellt. Die Geschichte muss natürlich auf euch zugeschnitten sein - sprich zwei männliche Darsteller. Das ganze dann ohne Waffen und rumgeballere. Ich bin gespannt...



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7River

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Dienstag, 25. August 2015, 16:59

Man merkt, dass Du Spaß am Filmen hast. Und Du hast ja hier schon einige Deiner Werke gepostet. Auf Deinem YouTube-Kanal gibt es ja noch mehr zu sehen. (...)

Die Effekte in Deinen Videos sind wirklich nicht schlecht, finde ich, soweit ich das beurteilen kann. Aber um das Publikum auch in Zukunft bei der Stange zu halten, wirst Du nicht drumherumkommen, etwas mehr Zeit in die Storys zu investieren. Versteh' mich jetzt nicht falsch, es ist toll, dass Du Filme drehst. Bloß sind diese kleinen trashigen Streifen, wenn ich sie mal so nennen darf, auf Dauer ermüdend. Ein Film ist fast wie der andere, da fehlt die so genannte Steigerung. Man kann es zum Teil auch den Kommentaren (in vorherigen Threads) der User hier entnehmen, dass die diesem Klamauk schon etwas überdrüssig sind.

Technisch ist das schon echt gut, was ich da gesehen habe, die Kopftreffer, Explosionen und Einschläge usw. Hat mir gut gefallen. Aber: Solche Effekte müssen auch richtig zur Geltung kommen, so verpuffen sie quasi. In Deinen Produktionen scheint es auch an Darstellern zu mangeln, da man Dich gleich in mehreren Rollen sieht. So etwas erschwert das Ganze natürlich, schon klar.

Du scheinst ein Händchen für VFX / Postpro zu haben und als Darsteller bist Du ja auch tätig. Es könnte ja auch nicht schaden, Kontakte zu anderen Filmern zu knöpfen. Hm?

PS: Das mit den Geräuschen funktionierte schon. Bloß macht das in den Szenen nicht viel Sinn, wie Lierov schon erwähnte.
Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

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ActionHunter

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Mittwoch, 26. August 2015, 07:32

Das mit der Kleidung hab ich ganz anders aufgenommen, so das ich was Neutrales tragen soll wo nicht drauf ist, aber jetzt verstehe ichs, das kann ich hin bekommen.

Nein die Videos sind nicht fertig geschnitten auf mein PC.^^
Das Video war ja so an sich nicht geplant, ich wollte nur ein wenig mit der Kameraführung rum Spielen und mit Hintergrund Sound und hab dafür ein unfertiges Drehbuch genommen, und raus kam halt dabei ein doch ganzes Video, das zwar nicht meinen Vorstellungen entspricht, aber die Arbeit sollte auch nicht für nichts gewesen sein.

Kontakt zu anderen ist zwar möglich, nur wohnen alle zu weit weg, also versuch ich so das beste zu machen, wir haben damals sogar mit meiner PSP und die PSP Kamera ein Martial Arts Film gemacht, vllt bekommen wir ja so was mal wieder hin, wenn ich mein damaligen Kameramann ran bekomme, der wohnt mittlerweile auch nicht mehr hier.

Und ohne Waffen, ich mag es eig mit Waffen, ich habe gestern schon den ganzen Tag mal darüber nach gedacht was ich da machen könnte, raus kommen könnte was in Richtung Harry Potter, ich hab sogar noch ein Faschingskostüm da ^^, da hab ich mir bis jetzt mehr Gedanken um die Story als um die Action Szenen gemacht, und das es da Tag und Nach Szenen geben wird.

Ich könnte ja auch vorher Drehbücher mal vorstellen (weiß nur nicht ob es dafür hier jetzt ein bereich gibt), nur da ich nicht weiß wie so ein Drehbuch richtig aussieht schreibe ich die nach mein Stile, und ob man da dann durchblickt, der schaut in etwa so aus

//Szene 1
John läuft die Straße entlang bei Nacht, auf seine weg trifft er 2 Wachmänner

//Szene 2
Die Wachmänner bleiben stehen, und schauen zu John, einer der Männer ruft
"Ey du was machst du hier draußen"

//Szene 3
John sagt
"oh scheiße"
und fängt an weg zu laufen


da ich orte und so in Kopf habe, und manchmal auch draußen rumlaufe um Ideen zu bekommen, schreib ich die orte wo es stattfindet nicht mit rein.

Barbara

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5

Mittwoch, 26. August 2015, 09:41

Zitat

Und ohne Waffen, ich mag es eig mit Waffen,
Ich habe mittlerweile den Eindruck gewonnen, dass diese "Ballerfilme" mit Minimalsthandlung im Alleingang/mit Freund genau dein Ding sind und du gar nichts anderes machen willst.

Das ist auch völlig legitim, aber warum sagst du es dann nicht einfach klar und deutlich?

Dann könnten sich diejenigen, die sich bislang so viel Zeit genommen haben für dich und dir viele Tipps gegeben haben, wie du dich weiterentwickeln könntest, einen Haufen Zeit und Arbeit sparen.

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G&M Media-Design

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Mittwoch, 26. August 2015, 09:53

Drehbuch:
Da wir uns ja Gott sei Dank im 21 Jahrhundert befinden und Informationsbeschaffung dank des Internets kein Poblem mehr sein sollte, würde ich dir definitiv raten, das Schreiben von Drehbüchern zu "studieren". Kostenlose Blogs gibts ja zu Menge und auch Bücher kann man sich mittlerweile billig erschwingen aber Vorsicht: Zu viel von dem Spaß und deine Kreativität geht erstmal für ne Zeit flöten. Ich hatte es z.B. mit Blogs, Büchern und Tutorials übertrieben und konnte vier Monate erstmal garnichtsmehr aufs Blatt bringen, dass nicht 0815 oder "Malen nach Zahlen" ist. Dennoch: Zumindest das Formatieren bzw. den Aufbau eines Drehbuchs solltest du lernen, immerhin ist sowas im Film ja Standard und ein Drehbuch wie von dir beschrieben, wird hier kaum jemand wirklich bewerten können.

Les dir also ein paar Basics durch, schnapp dir ein kostenloses Programm wie Celtx oder - mein Favorit - Trebly (Celtx ohne all den ablenkenden Schnick-Schnack) und leg' los, dann kann dir sicherlich auch jemand mit deinem Stoff helfen. Solltest du dir kein Programm downloaden wollen, dann besteht natürlich noch die Option des guten, alten "Pen and Paper"s.

Kontakte:
Ich will dir einmal klar machen, dass Filmemachen kein Solo-Ding ist. Wenn du später mal im Film arbeiten willst - und einem deiner Beiträge zufolge willst du das auch - musst du auch lernen mit anderen Leuten arbeiten zu können. Referenzen im Sinne von "500 Sketche, bei denen ihr (fast) Alles zu zweit gemacht habt" werden dir da nicht viel bringen. Zudem sich der Lernfortschritt natürlich in Grenzen hält, wenn man stetig im gleichen Umfeld bleibt. Mit dem gleichen Team arbeiten mag Sinn machen, wenn jeder was drauf hat, aber ständig die gleichen Amateure im Projekt haben, bringt dir auf dauer einfach nichts.
Soll heißen: Um Kontakte und das "aus der Komfort-Zone treten" wirst du nicht herumkommen. Film ist kein Kinderspiel, da hängen sehr viele Tränen, Nerven und Herzblut drann. Wenn du es dir zutraust dich aufzuopfern, dann kannst du auch eine Zukunft im Film haben, willst du dein restliches Leben doch lieber in einem kleinen Dorf mit dem selben "Mitarbeiter" verbringen, so ist das definitiv auch nicht schlecht, nur eben nichts für eine Karriere im Film.

Was auch erwähnenswert ist: Schreibst du ein gutes Drehbuch - und damit meine ich ein Drehbuch, an das du zu 100% glaubst - dann sollte der Weg zum nächsten Theater für ein paar Schauspieler und das Überzeugen von Freunden eigentlich kein Problem mehr sein. Bei Sketchen, die hingegen eher ungeplant passieren, verstehe ich schon, dass du dir keine Crew besorgen willst: Immerhin fehlt der Plan und die Überzeugung. Also erneut der Apell von vorher: Schreib ein Drehbuch (und denk ja nicht, dein erster Entwurf ist perfekt).

Waffen:
Ich sehe garkein Problem darin, dass du Waffen in deinem Film benutzt, sondern eher, wie du sie benutzt: Unendliche Monition, kein Rückschlag, die Bösen mit einer Treffsicherheit von 1 in 1.000.000 Kugeln, die Guten eine von 4 Kopfschüssen pro auf den Abzug drücken. Generell sehe ich ein Problem darin Action-Szenen als zentralen Bestandteil deines Projekts zu verwenden. Nehmen wir den Tod deiner zwei Protagonisten: Wenn ich ehrlich bin, war mir das vollkommen egal. Diese Organisation hätte mit deine Protagonisten einen Snuff-Torture-Porn drehen können und die einzige Emotion die in mir hochkommen würde wäre ekel. Sprich: Flache Charakter -> Flache Story -> Keine Emotion -> Langweilig.

Auch die Bösen in deinen Projekten, die ja immer als "eine der tödlichsten Killerorganisationen" betitelt werden, sind einfach nur lächerlich. Tut mir leid aber welche Killerorganisation rennt bitteschön in Ninja-Anzügen rum, ist absolut unpassend bewaffnet und trifft auf 20m Entfernung keinen einzigen Schuss? Richtig: Keine. Warum? Weil die tödlichste Killerorganisation .. naja .. tödlich ist? Tödlicher als zwei Mitte 20 Jährige in Jogginghosen und Sonnenbrille? Es kommt einfach keine Emotion auf und die Story ist im bestenfalle nur unglaubwürdig.

Aber zurück zum Thema Waffen: Du kannst gerne weiterhin Waffen hernehmen aber du musst lernen sie richtig einzusetzen. Wenn die tödlichste Killerorganisation der Welt einen Laptop mit Regierungsdaten will, dann werden sich wohl eher 2-3 Scharfschützen positionieren und auf ein gemeinsames Signal jeweils eine Kugel in die Köpfe der Protagonisten feuern. Nur so macht das Sinn. Letztendlich musst du dir aber bewusst machen, dass Waffen kein zentraler Bestandteil deiner Story sein dürfen. Wenn du sie benutzt, sollten sie auch eine Funktion haben - z.B. Killerorganisation + Waffen = Hoffentlich stirbt mein gut durchgedachter, symphatischer Hauptcharakter nicht. Lass dir was einfallen und nur weil Hollywood in den letzten Jahre einige "Tak3en" rausgehaut hat in denen es wohl nur um sowas geht, heißt das noch lange nicht, dass das auch gut ist. Im ersten "Rambo", dem Besten, stirbt genau ein Mensch, in den Folgeteilen die halbe Weltbevölkerung. Trotzdem gibt es auch im ersten Waffen on Mass.

Ein letzter Tipp:
Klar, Kritik ist immer mit Vorsicht und Bedacht zu genießen, dennoch solltest du schön langsam mal anfangen, etwas davon umzusetzen. Haust du nächstes Wochenende wieder ein solches Projekt raus, wird dich bald niemand mehr unterstützen wollen. Fühl dich also geehrt, dass nach all den Projekten immernoch so viel Kritik kommt - im Vergelich zu Anderen, sind deine Beiträge nämlich die am häufigsten bewerteten - aber setz davon auch endlich mal was um. Wenn du weiterhin solche Projekte machen willst um irgendwas zu testen, dann würde ich auch etwas davon abraten, diese hier immer und immer wieder zu posten.

Es wird einfach langweilig und so gerne ich auch Amateur-Projekte bewerte - weil das mir und vor allem dir sicherlich einiges bringt - sehe ich da bei dir momentan nichtmehr so viel Sinn. Da beschäftige ich mich dann doch lieber etwas mit der Nouvelle Vague (bzw. Filmgeschichte im Allgemeinen) - was du definitiv auch machen solltest!



Edit:
@Barbara: Genau das hatte ich auch in seinem letzten Beitrag angesprochen. Wenn er wirklich nur Baller-Sketche machen will, dann soll er das sagen und ich - als auch einige andere freundliche Helfer hier im Forum - könnten uns lange Texte wie diesen spaaren. Eine wirkliche Antwort ist leider noch nicht gekommen aber die Frage bleibt sowieso, ob sich diese ausführlichen Versuche ihm zu helfen, noch lange halten werden.

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the machine one, L Lawliet

LennO

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Mittwoch, 26. August 2015, 10:55

Ich kann mich im Großen und Ganzen den anderen anschliessen und noch ein paar Dinge hinzufügen:

Ich bin mir mitlerweile auch nichtmehr sicher, ob du kurze private Clips machen willst und "dein Ding durchziehen" ob es dir ums Filmemachem an sich geht, oder um Spezialeffekte/VFX. Aus deinen vorherigen Posts habe ich oft geschlossen dass es dir allen vorran um die Präsentation deiner Effekte geht. In einem anderen Thread, so weit ich mich richtig erinnere, fragtest du ja auch nach 3d Software. Jedenfalls solltest du dich entscheiden auf was von den Dingen du zunächst dein Hauptaugenmerk legen willst – gerade mit deiner angesprochenen Perspektive beruflich im Filmbereich tätig sein zu wollen. Solltest du dich in die VFX Richtung weiterentwickeln wollen, so muss ich dir ganz klar sagen: Dreh andere Dinge! Wenn du deine VFX Kunst ausbauen willst verzichte eventuell erstmal komplett auf das Konzept einen Film zu erstellen, sondern such dir Shots aus die dich reizen, filme sie, und bastel die VFX rein. Lass ruhig erstmal Personen (und v.A. mal dich selbst ;)) aus dem Film raus. Nimm dir einen Schwenk und bau Flugzeuge ein, lass das im anderen Thread von dir angesprochene Haus verschwinden, ersetz den Hintergrund deiner Stadt durch eine historische Epoche oder ein Gebirge oder ähnliches. V.A. solltest du dich in dem bereich mal in Zukunft irgendwo bewerben wollen, lass die Splatter Effekte weg. Deine Duell der Magier Sachen sind Effekt-Technisch ok für einen Anfänger im VFX Bereich, vielleicht kannst du darauf aufbauen. Niemand wird dich wegen Schusseffekten oder ähnlichem einstellen, zumal Sie in diesem Film muss ich dir ehrlich sagen wirklich nicht gut sind, v. A. der Kopfschuss. Aber lass dich davon nicht entmutigen, das wird besser. Ein Shot mit nem gunshot ist schon ok, aber eine Reihe davon schaut sich niemand an und wirkt eher verstörend. Ich lege solche Reel normalerweise sofort bei Seite sollte ich sie mal aufm Tisch haben da es mir nichts über alle wichtigen Talente die man im VFX Bereich braucht sagt. Das heisst nicht dass die Artists vielleicht schlecht sind, aber aussagekräftig sind solche Shots nicht – und auch nicht sonderlich anspruchsvoll. Man sollte es mal gemacht haben ja, aber der Großteil an VFX Arbeit besteht nicht daraus. Ich kenne einige Recruiter/Supe's in Shops die das ähnlich sehen und dementsprechend nach einigen Sekunden aus machen.

Such dir einen Schwerpunkt aus, fang klein an und bau darauf auf. Und wie gesagt, kümmer dich erstmal um EIN Shot das gut aussieht, nicht um mehrere.

Sollte dich der Weg nicht in den Bereich VFX führen sondern doch eher in den allgemeinen Filmbereich so wurden dir ja bereits zahlreiche Tipps gegeben, welche Punkte du verbessern kannst. Wenn du den beruflichen/Ausbildungs Weg in dem Bereich liegt, so kann ich nur unterstreichen dass du Tipps umsetzen solltest, sie sind nämlich keine schlechten ;)

Dann zu deinem "Drehbuch"
//Szene 1
John läuft die Straße entlang bei Nacht, auf seine weg trifft er 2 Wachmänner

//Szene 2
Die Wachmänner bleiben stehen, und schauen zu John, einer der Männer ruft
"Ey du was machst du hier draußen"

//Szene 3
John sagt
"oh scheiße"
und fängt an weg zu laufen


da ich orte und so in Kopf habe, und manchmal auch draußen rumlaufe um Ideen zu bekommen, schreib ich die orte wo es stattfindet nicht mit rein.
Das ist kein Drehbuch ;) Nichtmal annähernd. Zur Formatierung und welche Software es gibt (ich würde auch zu CeltX raten) hat dir iamdanielmenzel ja schon ausfürhlich was geschrieben. Zusätzlich kannst du dir Scripte von Filmen in der imsdb anschauen http://www.imsdb.com

Dann zu deinen Absätzen: Was du als Szene bezeichnest ist keine Szene. Du schreibst dein Drehbuch in Schnitten auf, und so läuft das Game nicht ;) Eine Szene ist eine in sich abgeschlossene Unterhandlung an einer Location zu einer bestimmten Zeit. Manchmal auch eine Montage an mehreren Orten die aber thematisch das selbe erzählt. Allen vorran erzählt dein Drehbuch eine Geschichte, die sich in Kapitel gliedert. Diese Kapitel sind Szenen. Allerdings sind diese oftmals kürzer, als man von Kapiteln in meinetwegen Romanen gewöhnt ist. Gibt deinen Charakteren Zeit zu spielen in dieser Szene, sich zu unterhalten, etwas zu erfahren und zu durchleben. Dazu brauchst du erstmal keine "Auflösung" (so nennt man das aufdröseln eines Drehbuchs in einzelne Schüsse). Deine Szenen sind allenfalls ein "Shot" aber auch das nicht. Im Regelfall ist ein Shot eine Einstellung (Kamerstandort(auch gefahren ist n Standort im weitesten Sinne, Brennweite etc pp.) die für die Szene im Regelfall durchläuft, und meistens dann abgesetzt wird, wenn sich die Charaktere aus dem Bild bewegen. Nötigenfalls werden einzelne Dinge varriert(anders gespielt, andere Brennweite) im selben Shot gespickt. Erst durch diese große Auswahl and (durchgespielten) Shots kannst du sinnvoll schneiden, und ein Schnitt sieht meistens am End nicht ganz so aus, wie man es nach Buch gedacht hätte.

Eine Orientierung für die einzelnen zu filmende Shots gibt ein Storyboard und darauf ggf ein Shootingscripts mit Anmerkungen. Die Kamera wird in einem eigentlich Drehbuch auch selten erwähnt, es sei denn es handelt sich um Plansequenzen die der Autor schon beim Schreiben rausarbeiten möchte, oder die sich im späteren Verlauf ergeben und dann dazu geschrieben werden. Ist aber nicht so oft der Fall und wird meistens durch ein "Wir bewegen uns durch…" ausgedrückt als "die Kamera" macht.

Ein gutes Buch ist wichtig für jeden Film. Da solltest du wert drauf legen aber nicht zu verkopft werden.

Ich wünsch dir weiterhin viel Erfolg, und gerne kannst du dir ja Gedanken machen wo du deinen Fokus siehst und sehen willst, und da auch gerne was zu schreiben. Bei solchen Überlegungen hilft dir das Forum sicherlich gern. Die Filme zu bewerten wird langsam schwierig ;)

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the machine one, L Lawliet

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Mittwoch, 26. August 2015, 18:23

Ja wie gesagt, ich mag es eher mit Waffen, aber auch ohne geht in Richtung Harry Potter oder Martial Arts. Ich sag mal so, Waffen, kämpfen oder Zaubern.
Früher habe ich auch gerne Sketche gemacht, vielleicht ruf ich davon mal wieder eins ins leben, die sind aber halt schlicht und einfach (das war noch lange bevor ich überhaupt so was wie Affter Effects hatte), kann man aber bestimmt noch ausbauen.

Das mit den Schüssen da hab ich gar nicht drüber nach gedacht, aber jetzt wo du es sagst muss ich das noch ändern.
Aber jetzt kommt dann erst mal der Waffenlose Film, für den ich mir aber mal richtig Zeit nehmen werde, für Story und Tag/Nacht Szenen.

the machine one

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Mittwoch, 26. August 2015, 18:50


Aber jetzt kommt dann erst mal der Waffenlose Film, für den ich mir aber mal richtig Zeit nehmen werde, für Story und Tag/Nacht Szenen.


:thumbsup: So wie ich dich einschätze wird "richtig Zeit nehmen" sowas wie 2 Wochen sein?
Ich find du machst deine Sachen super! Nur leider zu kurz und zu stumpf, das haben die anderen aber schon ausführlicher geschrieben.
Bin gespannt was du mit ein bischen mehr Handlung zaubern kannst!

Lierov

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Mittwoch, 26. August 2015, 21:35

Aber jetzt kommt dann erst mal der Waffenlose Film
dafür dann mit Martial-Arts-Kampfszenen oder Feuerbällen wie bei "Duell der Magier", was dann letztlich wieder das gleiche ist. Es geht doch nicht um Waffen an sich. Es geht darum, wie solche Dinge eingesetzt werden. Ich bin gespannt... aber vielleicht stellst du deine Story hier nochmal vor, bevor es an die Dreharbeiten geht.
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Urlag

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Donnerstag, 27. August 2015, 07:22

Mal als kleiner Hinweis am Rande : es ist keine Entschuldigung nur zwei Personen (Einschließlich sich selbst) zu haben.

Hier mal ein kleines Beispiel von mir, diese Folge haben wir auch komplett nur zu zweit gedreht:
(Ich behaupte jetzt nicht das das gut ist, sondern nur das es mit den richtigen Kostümen gut machbar ist, ohne das man es sofort merkt)



Eventuell wäre so etwas auch eine Idee für euch? Anstatt immer wieder die gleichen Kurzfilmchen, eher eine größere, sich entwickelnde Story in Form einer Serie?

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ActionHunter

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Sonntag, 30. August 2015, 07:29

Eine Mini Serie auflegen ist auch was, ich hab mir da auch schon gedanken gemacht und auch schon eine kleine Idee.
Da ich hier aber nichts finde wo man die so vorstellen kann, mach ich das mal eben hier.

Übrigens hat mir das Video sehr gefallen, werde mir die anderen jedenfalls auch mal anschauen^^

Es soll mit Waffen und Zauberei stattfinden, aber ich hab mir auch schon Gedanken gemacht das der Fokus auf die Geschichte liegt und nicht auf die Action, Vielleicht bekomme ich ja auch in laufe des Projekts mal andere Leute ran als nur wir Beide, aber davon erst mal abgesehen.

Die Waffen sollen eher Zukunftsmäßig schießen, also mit Shockwave und nicht normale Kugeln.

Wie soll ich am besten Anfangen
Die erste Folge hab ich mir gedacht will ich noch nicht zu viel verraten warum wieso und was.
Also John renne da in ein Alten haus nach oben, und aufs Dach raus, dazwischen wird Kurz eingeblendet wie Kapuzentypen mit so einer Softair Maske (weil die so cool aussehen) in John und Jacks Richtung laufen, oben sagt John zu Jack (vielleicht hat jemand noch passendere namen) das wir in unsere zeit zurück müssen.
Dann kommen die beiden noch ins Gespräch warum sie in dieser Zeit sind uns so (damit die Zuschauer auch bescheid wissen)
und Jack versucht einen weg zurück zu finden

Danach soll eine Kleine Action Einlage kommen

Nach der Action gehet John wieder zu Jack und sag ihn das er sie nicht mehr lange aufhalten kann weil es zu viele werden, sie überlegen wie Jack erst mal vom Dach runder kommt damit er in ruhe weiter machen kann, sie reden dann auch noch ein wenig, ein bisschen was Lustiges (meiner Meinung nach) ist dann mit dabei im Gespräch

Später Später Später

John geht Jack hinterher, Vielleicht mit kurzer Action Einlage

Da kommen sie ins Gespräch was John Falsch gemacht hat das sie in dieser Zeit Gelandet sind
Da erklärt John das er bei einen Zauberspruch was Falsches gesagt hat und sie deswegen in eine andere Zeit gerissen wurden
usw
Dann fragt John wieweit Jack ist das sie zurück können, Jack gesteht dann ein das er Kein Plan hat und im Zauberbuch nichts Findet wie sie zurück kommen könnten und wohl festsitzen


so blablabla damit das hier nicht zu lang wird ^^

Jedenfalls wenn sie es dann geschafft haben ein Portal zurück in die Gegenwart zu schaffen, soll Jack in letzten Moment noch geschnappt werden und John entkommt.

In der 2. Folge kommt John noch einmal zurück um sein Bruder zu holen
Doch bis dahin hat sich schon alles verändert.
Er landet in einer Stadt in der Ausgangssperre herrscht

da soll dann auch noch in Gespräch kommen Was da los ist, und das durch diesen Zeitriss den John verursacht hat der Dunkle Magier frei gekommen ist den die 3 Weißen Magier vor 100 Jahren in eine Endlose Dimension gesperrt haben.

In Episode 2 ist eigentlich dann so gut wie keine Action Szene, da gehts dann mehr auf die Geschichte zu und wie es nun weiter gehen soll mit Jack und den Dunklen Magier.

Selon Fischer

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Sonntag, 30. August 2015, 08:50

Immer wenn Regisseure in unseren Amateur-Regionen von ihren Projekten erzählen, kommen so Sachen raus, wie "Ein Mann sitzt auf einer Bank und ist traurig. Dann holt er ein Paket mit Schokolade raus. Dann Dialog über Schokolade und Leben. Dann kommt eine Frau und setzt sich. Die Frau liest Zeitung. Dialog Bla Bla. Dann sehen wir den Mann in einem Krieg kämpfen und Tischtennis spielen. Am Ende ist die Frau weggegangen."

Das liest sich nicht nur unglaublich öde, "Mann sitzt auf Bank" (oder bei dir "John geht Jack hinterher") erzählt keine Geschichte. Ein Vorschlag zu einer Synopsis für mein obengenanntes Beispiel wäre vielleicht: "Der geistig leicht behinderte Forrest erzählt auf einer Parkbank Schokolade essend wildfremden Leuten aus seiner Vergangenheit. Aufgrund seiner Behinderung nimmt er Kriegstraumata in Vietnam, den Sieg in einer Ping-Pong-Weltmeisterschaft und den Drogentod seiner Freundin Jenny nur naiv-gefiltert wahr."

Faustregel für dich: Alle englischen Namen, die mit "J" beginnen, sind für Actionfilme tabu, da überstrapaziert. Wenn sie unbedingt englisch sein sollen, schau mal hier: http://www.beliebte-vornamen.de/683-englische.htm

Lierov

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Sonntag, 30. August 2015, 09:23

Deine Charaktere heißen also Jack und John... ganz schön originell :D


Ganz im Ernst... wenn ich lese, was du da vorhast, dann sehe ich im Prinzip nichts anderes, als das, was du bisher hier vorgestellt hast.


Du hast bereits wieder ziemlich genaue Vorstellungen, von dem was du zeigen möchtest. Softair-Masken, Action-Szenen, Shockwave-Waffen, Zeitreise-Portal... und wieder konstruierst du eine Geschichte um diese Dinge drum rum.


Auch ich habe das 1990 bei meinem ersten Film getan (und viele andere, die hier ihre Filme vorstellt haben, ebenso). Ich war damals fasziniert von Splatter-/Specialeffekten (VFX gabs ja noch nicht) und hatte zwei ziemlich gute Effekte entwickelt. Bei dem einen wurde mein Kopf zertrümmert und im anderen ein Bein mit einer Axt abgeschlagen. Rund um diese Effekte haben wir uns eine Geschichte ausgedacht. Da wir keinerlei Ahnung von Dramaturgie hatten, geschweige denn davon, wie man eine Geschichte entwickelt, war die Story natürlich auch komplett fürn Popo. Aber es gab sie. Unser Film lief 30 Minuten und es gab insgesamt 5 Effekte. Das ganze ist 25 Jahre her. Heutzutage gibt es das Internet mit der Möglichkeit sich im Prinzip alle Informationen die man braucht, zusammen zu suchen. Eigentlich brauchst du nicht mal suchen, denn hier im Forum suchen die Informationen DICH...


Die Frage, die ich mir stelle ist: weißt du nicht wie du eine Geschichte entwickeln sollst oder ist es dir egal? Bei ersterem werden wir dir sicherlich gerne helfen. Bei letzterem ist dir dann leider nicht zu helfen.
Ich vermute mal, dass es eine Mischung aus beidem ist.
Ein Film erzählt in der Regel die Geschichte einer Person. Vor allem bei Kurzfilmen mit einer Lauflänge von 5 Minuten. Bisher hast du immer relativ gleichberechtigte Personen in deinen Filmen auftauchen lassen, man weiß nie so wirklich wessen Geschichte da erzählt werden soll. Vielleicht war es so nicht gedacht, aber es kam so beim Zuschauer an. Es wirkt leider immer, als wenn ich abends mal durchs TV zappe und zufällig an einer Kampfszene eines Actionfilms hängenbleibe. Da weiß ich auch nicht, wer die Personen sind und um was es geht. Entsprechend egal ist es mir dann auch wer stirbt oder wer gewinnt. Damit ein Film funktioniert brauchst du eine gewisse Spannung. Und Spannung entsteht nicht allein dadurch, dass man Pro-Scores Sounds über eine Szene packt. Und wenn man von Spannung spricht bedeutet das auch nicht, dass man als Zuschauer vor Anspannung auf den Nägeln kauen muss. Es bedeutet lediglich, dass man wissen will wie die Geschichte weitergeht. Bei deinen Filmen war es jedesmal komplett egal, wie die Geschichte weitergeht, ob irgendwer stirbt oder nicht.
Du hast dich meiner Meinung nach mit Geschichten entwickeln noch kein Stück beschäftigt, obwohl das dir hier schon sooft empfohlen wurde. Ich hab gerade mal kurz (!!!) gegoogled und hab da gleich was gefunden, von dem ich nach kurzem Querlesen denke, dass es für dich hilfreich sein könnte. Es ist sehr kompakt und erklärt am Beispiel "der weiße Hai" auf was man beim Geschichten erzählen so achten sollte.


http://www.jugend-altstaetten.ch/userfiles/Jugendberatung/13/Storytelling_August_2013.pdf



dazu muss allerdings der Wille da sein sich mit solchen Dingen zu beschäftigen und ich bin mir nicht sicher, ob du diesen Willen hast...


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Gelöschter Benutzer

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Sonntag, 30. August 2015, 10:23

Wenn die kurze Inhaltszusammenfassung vom Autor selbst gefühlt 100x "bla bla" und "und so" enthält, dann würde ich dieser Person raten, diese Geschichte nicht zu erzählen. Warum? Weil sie unmotiviert ist und letztendlich nichts Gutes dabei rauskommen kann, wenn selbst der Autor schon beim Überlegen keine Lust mehr auf die Story hat. Es wirkt, als hättest du mit aller Gewalt irgendeine Story rausgeballert, die du jetzt so schnell wie möglich verfilmen kannst. Der komplett falsche Ansatz, der mir schon nach den ersten Zeilen folgende Frage gestellt hat: "Bist du Geschichtenerzähler?" bzw. vielleicht noch etwas präziser: "Willst du überhaupt Geschichten erzählen?", denn mir scheint es leider nicht so. Es scheint eher so, als würdest du deinen ersten Geisteserguss nehmen und ihn als 'perfekt' abstempeln ohne dir weiter Gedanken zu machen .. das Problem: Ein ungefähres Konzept ist noch lange keine Geschichte.

Beispiel:
Für mein aktuelles Kurzfilmdrehbuch ist das grobe Konzept, das du uns vorgestellt hast, die erste Seite meiner Vorbereitung gewesen. Über die nächsten 15 Seiten, die du einfach komplett übersprungen hast, habe ich Charaktere, Hintergründe, Setting etc. geschaffen. Daraufhin wurde, vor dem ersten Entwurf, für jeden Charakter eine extra Szene von ca. 5 Seiten geschrieben nur um das Redeverhalten, etc. zu erforschen und einzuüben. Dann, nachdem sich durch Charakterentwicklung fast nichtsmehr von dem ürsprünglichen Plott finden ließ, gings an den ersten Entwurf: 21 Seiten, die ich aber im Großen und Ganzen trotzdem scheiße fand. Daraufhin gabs 4 weitere vollgeschriebene Seiten zur Verbesserung, Umstrukturierung, etc. und erst ab dem zweiten Entwurf, die von Plot auch mit dem Ersten nichtmehr viel gemeinsam hatte, war ich dann zufrieden mit der Story. Im dritten Entwurf habe ich mich dann an die Verbesserung von Szenenbeschreibungen, Dialogen, etc. gesetzt. Nach 20 Blättern - die jeweils handschriftlich bis zur letzten Zeile
zugeschrieben wurden -, zwei Entwürfen von jeweil 18 und 20 Seiten und
drei Szenen von jeweils 5 Seiten - die übrigens nicht im Drehbuch zu
finden sind - habe ich meinen dritten Entwurf
abgeschlossen, der jetzt vor die kritischen Augen anderer, unabhängiger Filmverückter und sich dann evtl. nochmal ändern wird. Und um zum jetzigen Punkt zu kommen, habe ich zwei Wochen täglich mind. 5h geschrieben und den kompletten letzten Monat über 24/7 überlegt.

Was ich dir damit sagen will:
Drehbuchschreiben ist kein Kinderspiel! Du solltest nicht denken, dass dein erster Einfall der Beste ist, du jetzt einfach ein paar Zeilen hinballerst und am Ende einen Oskar abstaubst - tatsächlich würde ich dir sogar raten, die ersten Idee - außer du weißt, dass sie wirklich gut sind - komplett zu ignorieren .. denn eben diese Ideen hat zumeist jeder irgendwann schonmal gehabt. Willst du wirklich Geschichten erzählen und einen hammer Kurzfilm machen, dann muss deine Motivation dafür auch über ein: "Ich denk mir auch gerne Geschichten aus, vielleicht kann man das ja ausbauen?" hinausgehen. Willst du das nicht, dann ist das natürlich kein Beinbruch, aber dann solltest du auch beim flachen Sketch bleiben oder dir jemanden suchen, der Drehbuchschreiben liebt und dir eine Geschichte zaubern will. Solltest du hingegen selbst Schreiben wollen..

Ein paar Tipps:
Hör auf, jedes Wochenende einen Film rauszuballern. Klar, so lernst du mit einer Kamera und VFX umzugehen, aber das solltest du mittlerweile schon beherrschen. Im Film gilt - in meinen Augen - das Prinzip: "Qualität über Quantität". Lass jetzt erstmal alle Geschichten, die du so im Kopf hast, außen vor und nimm dir Zeit eine wirkliche Geschichte zu überlegen, denn dein bisheriges konzept ist (leider) flacher als .. naja .. flach einfach. Zum Geschichten-Erdenken hilft es übrigens auch extrem, ein Notizbuch mit dir mitzuschleppen. So kannst du Ideen aufschreiben und vergisst nicht alles wieder.
Als Nächstes liest du JEDE WOCHE mind. ein Drehbuch von Seiten wie SimplyScripts .. denn so lernst du die Formatierung und v.A. wie Geschichten erzählt werden. Und diesen Tipp - zusätzlich zum ernsthaften Film-Analysieren, was ich dir im letzten Beitrag schon erzählt habe - solltest du dir wirklich zu Herzen nehmen. Willst du die ganze Arbeit nicht auf dich nehmen, dann wie gesagt: Willst du wirklich Geschichten erzählen?

Im Generellen einfach: Lerne wie Filme und Drehbücher funktionieren, denn das ist jetzt wichtig für dich und werd dir darüber klar, dass Geschichtenerzählen oft mehr Folter als Spaß ist. Du musst das Handwerk schon wirklich lieben, um dich durch all die harten Perioden kämpfen zu können - das ist im Drehbuch, in der Regie, in der Produktion und generell in jedem Bereich vom Film nötig.

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the machine one

ActionHunter

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16

Sonntag, 30. August 2015, 20:26

Hmm ja kp die Geschichte hab ich mir ja nicht Heute erst ausgedacht, so was schwebte mir schon ewig mal in Kopf rum, ich hab ja jetzt auch nicht alles aufgeschrieben, sonst wird das echt zu lang.

Ich hab mir auch vor langer zeit mit nen Kumpel mal eine Geschichte überlegt über einen einsamen Jungen Mann der in den Wäldern lebt, Holz sammelt fürs Feuer um Essen zu machen und das er es warm hat, in Laufe der Geschichte beobachtet er wie 2 Männer einen anderen umbringen wollen und kommt ihn zu Hilfe, in Laufe der Geschichte erfährt der Mann der im Wald Lebt warum sie den anderen umbringen wollten, und gerät durch die Rettungsaktion selber mit in Gefahr.

Aber irgend wie haben wir daran nie weiter gearbeitet.

Die PDF werde ich mir dann mal durchlesen

the machine one

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17

Sonntag, 30. August 2015, 21:18

Die Story klingt doch mal Cool! Mach da mal was draus!

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Selon Fischer

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18

Sonntag, 30. August 2015, 21:38

Holz sammelt fürs Feuer um Essen zu machen und das er es warm hat

Das erzählt nichts! Wenn deine Kurzfilmstory nicht in zwei Sätze passt, läuft was falsch. Bei dir wäre es "Ein junger Mann, der im Wald ein Einsiedlerleben führt, beobachtet einen versuchten Mord. Als er sich wider seinen Vorsätzen einmischt, um den Mord zu verhindern, gerät er selber ins Visier der Mörder."

Das dein Film sowohl erzählt, warum er im Wald lebt, wer die Mörder sind und weshalb sie den unbekannten Dritten töten wollen, erachte ich für selbstverständlich. Gerne kann auch im Film Holz zum heizen verwendet werden. Solange du aber keinen Film über regenerative Brennstoffe drehst, hat das auf der Erzählebene nichts zu suchen ;)

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ActionHunter

unregistriert

19

Sonntag, 30. August 2015, 22:06

Das Holz Sammeln soll nur so ne kleine Nebensache sein, wie es in Filmen manchmal ist, damit es nicht gleich ans eingemachte geht.

Vielleicht wäre es ja auch besser das der Mann sich ans Holz Sammeln macht und auf den weg zurück sieht er den versuchten Mord, wenn ich mir das so überlege hört sich das iwie besser an xD

Gelöschter Benutzer

unregistriert

20

Sonntag, 30. August 2015, 22:46

Ich bin auch der Meinung, dass diese Story besseres Material für einen Kurzfilm bildet als die Action/Zauber-Serie. Einfach aus dem Grund, dass du beim Zuschauer wenigstens schon ein "Warum begehen diese Typen den Mord?" und "Wie wird der Protagonist handeln?" erzeugst. Zwar ist das nur ein kleiner Grundstein, der im Drehbuch erst erschaffen werden muss und evtl. garnicht zur Wirkung kommt, aber immerhin besser als eine weitere Story, die den Zuschauer nicht wirklich fesselt.
Das Holz Sammeln soll nur so ne kleine Nebensache sein, wie es in Filmen manchmal ist, damit es nicht gleich ans eingemachte geht.
Dann solltest du dir aber auch überlegen warum dein Protagonist am Holzsammeln ist. Es muss für die Story keineswegs von Bedeutung sein und auch keinen phylosophischen Hintergrund haben, wissen musst du es aber trotzdem. Immerhin gibt dir das zumindest schonmal ein klein wenig über den Charakter und sein weiteres Vorgehen.

Auch wenn ich kein Fan von Faustregeln bin, gebe ich dir hier trotzdem eine: Lass' in einem (Kurz-)Film nie etwas von Ungefähr entstehen. Alles muss seinen Hintergrund haben, egal ob dieser Storyrelevant ist oder nicht. Du musst deine Story in und auswendig kennen, antwortest du auf eine Frage zu deinem Drehbuch mit: "Puh.. Weilhalt.." ist das ein Zeichen dafür, dass dich dein Stoff a) nicht interessiert und b) du dich nicht wirklich damit beschäftigt hast.

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L Lawliet

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Angriff, Armee, Scorpio

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