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Andreas S

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1

Mittwoch, 27. März 2019, 23:06

Wie nennt sich die Technik und wie aufwändig ist sie?

Hi,

wir verkaufen T-Shirts, Hoodies und andere Kleidungsstücke mit Aufdruck.

Da wir natürlich nicht alle Produkte, Farben und Printkombinationen herstellen und fotografieren können, erstellen wir automatisch mock-ups. Eine Graphik mit dem Print wird über das Produktfoto gelegt.

Es gibt Anbieter, die das auch für Video anbiete. Ein Beispiel ist das hier: https://placeit.net/c/mockups/stages/bla…king-lot-a13509

Leider haben sie keine Templates die zu unserer Zielgruppe passen. Jetzt hab ich überlegt selber so ein Video zu erstellen. Bei Google bin ich nicht schlau geworden. Scheinbar verwende ich die falschen Suchbegriffe.

Darum meine Fragen:
* wie heißt die Technik im Video-Bereich?
* wie aufwändig ist es so ein mock-up video zu erstellen?

Mr.Freeze

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2

Mittwoch, 27. März 2019, 23:35

Hey!

Der Kunde soll also seine Grafik hochladen können und diese wird dann in das Video eingefügt?

Bluescreen

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3

Donnerstag, 28. März 2019, 01:14

So wie ich es verstehe, möchte Andreas verschiedene T-Shirt-Designs auf den "Platzhalter" im vorgefertigten Video einfügen - so, dass man nicht für jedes einzelne T-Shirt ein eigenes Video drehen muss.

Das Verfahren nennt sich Motion Capture. Dabei analysiert die Software die Bewegungen verschiedener Punkte eines Objekts (hier das T-Shirt), sodass man diese Bewegungsdaten auf ein beliebiges anderes Objekt (z.B. ein Schriftzug eines anderen T-Shirts) übertragen kann.

Auf einfachen geometrischen Flächen ist das mit entsprechender Software relativ einfach und machbar. Bei T-Shirts ist das Problem, dass diese nicht perfekt flach sind, Falten (und damit auch Schatten) haben und sich ein Model zudem viel komplexer bewegt als z.B ein Auto, das einfach geradeaus fährt. Natürlich ist auch das möglich, und auf der Seite mit dem Video macht es ja sogar ein Algorithmus, aber wenn man das manuell und professionell machen will, ist es sehr aufwändig.

Andreas S

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4

Donnerstag, 28. März 2019, 01:35

@
So wie ich es verstehe, möchte Andreas verschiedene T-Shirt-Designs auf den "Platzhalter" im vorgefertigten Video einfügen - so, dass man nicht für jedes einzelne T-Shirt ein eigenes Video drehen muss.


Ja genau, so war es gemeint.

Hab mir schon gedacht, dass es nicht trivial ist. Werd mich mal ein wenig einlesen...

Marcus Gräfe

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5

Samstag, 30. März 2019, 19:01

@Bluescreen: Meinst du evtl. eher "Tracking"? Unter "Motion Capturing" verstehe ich das Einlesen von Bewegungsdaten einer Person, so dass sich ein 3D-Modell realistisch bewegt.

Bluescreen

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6

Samstag, 30. März 2019, 19:17

Stimmt, Tracking ist da wohl der besser passende Begriff. Ohne es jetzt genau zu wissen, vermute ich, dass Tracking der Oberbegriff für mehrere Anwendungsfälle ist, wobei Motion Capture speziell im Bezug auf das Tracken eine Menschen benutzt wird.

Tiger

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7

Samstag, 30. März 2019, 22:34

Hat nur noch indirekt mit dem Ausgangsposting zu tun, aber unter Tracking würde ich im Filmgeschäft alle Techniken einsortieren, die auf Basis der Bildinformationen eines Stücks 2D Footage irgendetwas verfolgen. So werden ja auch die Tools in den diversen Softwarepaketen benannt, z.B. Point Tracker um wie der Name schon sagt Punkte zu tracken oder Camera Tracker um die Kamerabewegung zu rekonstruieren. Ausgangsmaterial ist aber immer 2D Filmmaterial.

Motion Capture basiert nicht auf 2D Filmmaterial sondern arbeitet mit speziellen Techniken, um Objekte (in der Regel Personen, manchmal Props oder eine virtuelle Kamera) möglichst exakt im 3D Raum zu erfassen. Das kann mit speziellen Kameras und Markern erfolgen (z.B. Optitrack), es gibt aber auch inertial Mocap, dabei kommen gar keine Kameras zum Einsatz sondern Beschleunigungssensoren (z.B. Xsens oder Noitom). Alle Mocap Lösungen haben gemeinsam, daß sie im Gegensatz zur Filmkamera tatsächlich bewegungen im dreidimensionalen Raum "verstehen" und aufzeichnen können.

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Marcus Gräfe, Bluescreen

Bluescreen

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8

Sonntag, 31. März 2019, 15:31

Der Experte hat gesprochen! Vielen Dank für die Erklärung ;)

Andreas S

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9

Sonntag, 31. März 2019, 16:02

Hi Tiger,

Noch einmal auf das Ausgangspost zurück zu kommen...


Ausgangsmaterial ist aber immer 2D Filmmaterial.


Das wäre wohl der mögliche weg, wenn man mit knappem Budget arbeitet. Filmen, das Design wahrscheinlich Bild für Bild manuell platzieren, verzerren und mit Schatten und Highlights belegen.

Wahrscheinlich wäre es auch gut als Arbeitsdesign einen Linienraster mit der maximalen Druckgröße zu verwenden. So, dass man das dann tauschen kann und alle Anpassungen richtig hat.

Oder gibt's da doch halb automatisierte Lösungen?

Tiger

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10

Sonntag, 31. März 2019, 19:49

Wenn die Bewegungen nicht zu arg sind, könnte man ein T-Shirt mit Tracking Markern (z.B. ein Punktraster) nehmen. Jeder Marker wird dann einzeln in 2D getrackt und mit den Tracking Resultaten das einzusetzende Motiv verzerrt. Die Methode scheitert, wenn einzelne Marker sich zu "dreidimensional" bewegen, z.B. die Person sich von der Kamera wegdreht, oder die Verzerrungen zu groß werden.

Theoretisch könnte tatsächlich auch mit Motion Capture bzw. einem Hybrid Ansatz arbeiten und die Person teilweise oder komplett durch einen digitalen Avatar ersetzen, dann übernimmt eine Cloth Simulation die Darstellung des Kleidungsstücks. Der Aufwand ist aber ziemlich hoch und man braucht einiges an Hard- und Software (mehrere Kameras, Software z.B. PFTrack für Tracking und Mocap + 3D Software, z.B. Maya).

Im Prinzip wurde so z.B. bei Iron Man gearbeitet. Robert Downey Jr. hatte für die Aufnahmen einen "Strampelanzug" mit Tracking Markern an und wurde ganz normal von der Hauptkamera gefilmt. Zusätzlich kommen sogenannte Witness Cameras zum Einsatz, die aus weiteren Perspektiven die Szene filmen. Über Triangulation erhält man echte 3D Positionsdaten der Tracking Marker und kann dann z.B. den Iron Man anzug als 3D Modell in den Film einbauen.

Hier sieht man zumindest ansatzweise wie das bei Iron Man gemacht wurde:


Herbert

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11

Montag, 1. April 2019, 00:14

Schau dir mal dieses Video Tutorial ab der 55. Minute an!

Hier sieht man was man mit einem 2 D Schnittprogramm machen kann.
Aber es muss eben das Licht stimmen und die Person darf sich nicht zu stark zur Seite drehen.
Das ganze Video behandelt das Thema motion Tracking - aber am Schluß ist es am interessantesten.