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Silbad

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1

Sonntag, 28. Oktober 2018, 23:21

Alternative zu Greenscreen gesucht

Hallo allerseits,
ich suche ein Videoschnittprogramm (oder Plugin), das im Prinzip folgendes macht:

-man definiert aus einer Videospur ein Einzelbild als "Hintergrund"
-im laufenden Video vergleicht das Programm in diesem Videofile nun für jedes Bild und jeden Pixel, ob er (fast) identisch mit dem entsprechenden Pixel im vordefinierten Hintergrundbild ist.
-Wenn ja soll er transparent werden, wenn nein soll er angezeigt werden.

...so dass man auf diese Weise einen Ersatz für einen Greenscreen-Effekt hat, der sich aber nicht an einer bestimmten Farbe orientiert, sondern an einem bestimmten Bild aus dem Video.

Hintergrund ist der:
Wir arbeiten hier an einer Handpuppenserie.
In der Frühphase der Planung dachten wir noch an einen Greenscreen für die (oft wechselnden) Szenerien.
Allerdings ließ es sich nicht verhindern, mindestens eine Figur mit erheblichen Grünanteilen zu basteln. Das Ding ist generell extrem farbenfroh, also auch Bluescreen oder jede andere Farbe schied damit aus.
Wir stehen daher aktuell vor dem Problem, eine gute Alternative für das auskeyen des Hintergrunds zu finden.

Ich habe leider keine Ahnung ob es so einen Effekt irgendwo gibt, und wenn ja, wie er sich nennt.

Gruß Silbad

PS.: Aktuell arbeite ich mit Magix VideoDeluxe Plus, auf einem i7-4770 mit 12 GB RAM.
Kamera ist eine Canon XA30. Ich werde auch gleich noch einen Thread eröffnen, wo ich nach einer alternativ Kamera fragen werde mit 4K... :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Silbad« (29. Oktober 2018, 00:07) aus folgendem Grund: typo


Tiger

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2

Montag, 29. Oktober 2018, 20:08

Was du beschreibst nennt sich Difference Keyer und ist z.B. in Fusion und damit in Davinci Resolve enthalten. Prinzipiell funktioniert das auch, allerdings ist das Keying sehr empfindlich. Kamera Wackler sind genauso tödlich wie Schatten, die auf den Hintergrund fallen. Ich glaube nicht, daß ihr damit glücklich werdet. Chroma Key (grün, blau, lila, whatever) ist da deutlich robuster. Wenn es mit farben als Hintergrund nicht geht, könnte für euer Puppentheater vielleicht auch ein gleichmäßig ausgeleuchteter weißer Hintergrund eine Alternative sein, auch den kann man keyen. Wobei Chroma Key eigentlich nie bedeutet, daß man mit drei Klicks fertig ist. Auch die Profis müssen oft maskieren und rotoscopen, bis alles passt. Wenn eine Figur nicht bis zum Rand die Hintergrundfarbe hat, kann man das z.B. tracken und dann rausmaskieren.

Da ihr in kleinem Maßstab unterwegs seit, könnte jenseits der Keyerei auch Rückprojektion eine Lösung sein, dann fallen viele Probleme weg.

Silbad

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3

Dienstag, 30. Oktober 2018, 06:02

Danke für die Antwort;
"Mit drei klicks fertig sein" - ja, so hatte ich das bisher für den Youtube-Kanal gehandhabt^^. Da sollte man halt regelmäßig was hochladen und gleichzeitig sind die Zeitresourcen doch sehr knapp. Und den meisten kommts da eh nur auf den Inhalt an.
Das soll mit den Handpuppen besser werden; VideoDeluxe bietet keine Funktionen für Rotoscoping (ich nehme an Du meinst damit, dass man die Kanten beim Chroma Key Bild für Bild nachdefiniert bzw. nachzeichnet?) oder ähnliches; mit dem Maskierungsmodus müsste ich mich in der Tat mal beschäftigen.

Die Rückprojektion klingt da nach einer guten Idee, wobei man da auch sehr genau wissen muss was man tut...soweit ich mich gestern mal eingelesen habe...Abstände, verschiedene Projektionsflächen (die zur Mitte hin dickwandiger sind), und der Projektor wird vermutlich nicht billig sein, oder? Kannst Du einen Shop oder so empfehlen, wo man für solches Equipment fündig wird?

Gruß Silbad

Vordhosbn

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Dienstag, 30. Oktober 2018, 08:29

After Effects Roto-Pinsel/Roto-Pinsel....es gibt meines wissens ne Demoversion...
Ist nicht das Beste Video:

JoeFX

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Dienstag, 30. Oktober 2018, 15:44

Ein Vorschlag, der sich wahrscheinlich für die Größe eines Puppentheaters anbieten würde sind wahrscheinlich auch schlicht Prints auf große Plakate. Je nach Größe der Szenerie könnte vielleicht sogar schon A1 oder A0 vollkommen ausreichen. Diese könnt ihr auf eine Platte anheften und schnell wechseln. Kostet zwar ein paar Euro pro Hintergrund, aber macht im Nachhinein keinen Ärger und ihr braucht auch keinen Beamer, Leinwand,ect.

Silbad

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Dienstag, 30. Oktober 2018, 16:40

Danke!
Das sieht doch eigentlich vom Ergebnis her ganz gut aus? (Davon abgesehen dass ich die Art und Weise wie der Pinsel funktioniert nicht kapiere...er macht quasi irgendwo ne Linie und die Software macht dann die Linie den Ärmel runter...hä?)

Was mich davon ggf. abhält ist eher a) After Effects - in eine völlig neue Software einarbeiten müssen (womit ich aber fast schon rechne) und b) der Preis. (Von den Abos halte ich übrigens prinzipiell nichts)

Weißer Hintergrund wird sehr schwierig - eine der Figuren ist eine aus hellweißem Stoff.

Das ganze ist auch nicht für ein Puppentheater gedacht, es wird einzig filmerisch aufgenommen und verarbeitet, mit diversen extra Shots (wenn z.B. auf einen Gegenstand noch eingezoomt werden soll und sowas).

Rückprojektion scheint mir insgesamt bislang die einfacheste und gangbarste Alternative zu sein glaube ich, muss mich da aber auch erstmal schlau machen was Hardware und Arrangement angeht...ich suche ja ggf. noch eine DSLM Kamera mit 4K Video...siehe hier.

Gruß Silbad

Tiger

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7

Dienstag, 30. Oktober 2018, 20:53

Rückprojektion würde ich mal ganz einfach angehen, günstiger Beamer (zum Testen mal ausleihen) und ein selbstgebautes Gestell für die Leinwand. Rückpro-fähige Projektiontücher oder Folien gibts bei den diversen Heimkino Shops im Internet. Mit Spannern glatt aufhängen und loslegen. Die von dir angesprochenen Dinge wie eine Verlauf-Leinwand würde ich mal nicht überbewerten, das ist aus der Zeit als hinter dem Projektionstuch ein fetter Filmprojektor mit Bogenlampe gewerkelt hat, die modernen Materialien produzieren schon sehr gleichmäßige Helligkeitsverläufe. Im Zweifelsfall bekommt der "Hintergrund"-Film ne leichte negative Vignette drauf. Schöne neue Digital-Welt ;)

Wenns denn doch Keying wird, kommst du nicht drumrum, eine neue Software zu lernen. Kenntnisse im Compositing Bereich sind aber so oder so nicht verkehrt. Dafür würde ich auch nicht gerade After Effects bevorzugen. Ich bin ein Fan von Node-basierten Workflows, gerade wenn es etwas komplexer wird. Die mächtigste Lösung dürfte Nuke sein, ist aber sehr teuer. Daher der Vorschlag mit Fusion, da sind alle nötigen Keyer und tools fürs Feintuning wie Tracker, Roto, Masken etc. drin und die (für den Job absolut ausreichende) Basis-Version kostet nix. Selbst die Vollversion ist mit einmalig 299$ ein Schnäppchen: https://www.blackmagicdesign.com/products/fusion/

Kamera: Die neue Blackmagic Pocket könnte interessant sein oder ne GH5. Wenns Budget knapper ist, eine gebrauchte GH4.

Silbad

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8

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 15:54

OK, danke! Ich werde wohl etwa Mitte/Ende November mich dann gezielt dem Projekt widmen können und werde Fusion dann mal ausprobieren :)
Das selbe gilt für Rückprojektion, wir werden das sicher vorher mal testen um nicht ohne Erfahrung sowas zu machen und dann zu entscheiden.

Die von Dir genannten Kameras sind definitiv außheralb des Budgets, das liegt bei harten 800 Euro (nur für die Kamera).
Sie sollte in der Videofunktion mindestens echtes Ultra-HD bieten, aus dem einfachen Grund dass ggf. öfter mal stärker auf eine Figur gezoomt werden soll.

Da die Einzelfolgen etwa 2 Minuten gehen dürfte eine DSLM dafür wohl ausreichen. Die vorhandene Canon XA30 bietet nur Full-HD, was die Nachproduktion halt etwas limitiert.

Gruß Silbad

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