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reeneex

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Montag, 26. Oktober 2020, 15:10

videoruckler nach dem rendern

Moinsen,

ich wurde von der familie beauftragt den letzten urlaub in island per drohne fest zu halten und daraus nun einen erinnerungsfilm zu erstellen.
als drohne kam eine Mavic 2 Pro zum einsatz. da ich in dem bereich noch anfänger bin, habe ich mit vielen verschiedenen einstellungen gedreht. mal 3840x2160 mit 29,97 bilder/sec, mal mit 18,88 bildern/sec, mal 23,98 bildern/sec, manche mit 2688 x 1512 mit 59,94 bilder/sec

Nun sitze ich hier vor meinem neu zusammen gebautem Rechner mit
- GIGABYTE * Z490 D *
- Intel Core i7-10700K
- MSI Radeon RX 5500 XT MECH 8G OC Enthusiast
- Corsair TX650M
- 64GB /2x32GB Kitt) Patriot Viper 4 Blackout Series

und stelle den Film zusammen. Als Software nutze ich Premiere Pro 2020 v14.32 Das funktioniert soweit auch ganz gut, allerdings ruckeln sehr viele der Videos, speziell die mit niedrigen Frameraten. Mediacache und Rohdaten liegen auf einer eigenen 1TB SSD.
Ich verstehe soweit warum, hatte aber gehofft das Premiere das in etwas flüssigeres rendert, also die bildraten angleicht. als vorgabe habe ich 1920 x 1080 mit 29,97 bilder/sec vorgegeben.
nun ruckelt es anch dem rendern aber immer noch.

lässt sich das irgendwie ausgleichen? Das ruckelnde video vorher einzeln bearbeiten zB. Falls ja, wie und womit?

Ich hoffe der eine oder andere hier kann mir da mit Tipps und tricks helfen.

Ach und falls jemand einen Verbesserungsvorschlag zur PC-Hardware hat, immer her damit. Noch kann ich umtauschen.


Vielen Dank für Eure Zeit und Hilfe
Matt

Marcus Gräfe

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Montag, 26. Oktober 2020, 18:59

Ruckeln ausschließlich die Clips mit einer anderen Framerate als die Sequenzframerate? Oder alle? Grundsätzlich sollte man verschiedene fps-Werte meiden, es sei denn, es sind Vielfache voneinander, also z. B. 25 und 50 oder 30 und 60.

Bei Geschwindigkeitsänderungen (Timewarps) kann man eine Interpolation (Neuberechnung) einstellen ("Optischer Fluss"). Ob das aber auch funktioniert, wenn die Clips nicht in der Geschwindigkeit geändert werden, weiß ich nicht. Probier's aus - rechte Maus auf Clip - Geschwindigkeit.

Zum PC: Ich würde dir nur einen Austausch der Grafikkarte durch eine nVidia-Karte empfehlen. Adobe unterstützt meines Wissens nach nur nVidia-Karten gut (also für Hardwarebeschleunigung).

EvilMonkey

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Montag, 26. Oktober 2020, 21:24

Naja, eine niedrige Framerate ist exakt das, Ruckeligkeit.

Woher kommen denn diese 18,88 fps? Wo steht das und wo/wie hast du damit aufgenommen? Das ist eine extrem unübliche Framerate und dürfte visuell ziemlich ruckelig sein wenn das wirklich so stimmt.

quansel

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Mittwoch, 28. Oktober 2020, 10:11

Ich vermute, er hat die Drohne im Automatikmodus filmen lassen. Dann wird die Framerate der benötigten Belichtungszeit der Einzelfotos angepasst.
Wenn es da etwas dunkler war, so dass die Mavic für die Einzelbilder 1/20 sec. benötigt, könnte sowas herauskommen.

reeneex

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Samstag, 31. Oktober 2020, 12:10

@guansel

ich vermute du hast recht. ich habe mittlerweile herausgefunden das es wohl ziemlich viele "dropped frames" in diesem clip gibt.
Falls jemand mal einen blick darauf werfen will, https://drive.google.com/file/d/1ztYQljL…iew?usp=sharing

in after effects kann ich mittels frameüberblendung --> pixelbewegung die fehlenden frames einfügen. hab ich mal gemacht. hat für das 5min video 2,5std gedauert und aus den 2,85Gb 180Gb gemacht. Aber es war flüssig.

Nachteil, ich kann damit nicht mehr arbeiten.

Hat jemand vielleicht einen vorschlag was ich in den vorgaben ändern kann um das ergebniss zu verbessern?

EvilMonkey

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Samstag, 31. Oktober 2020, 17:41

In welches Format hast du es denn in AE gerendert? "Unkomprimiert"? Das ist ein typischer Anfängerfehler, völlig unnötig und resultiert in unfassbar großen Files weil jedes typische Videoformat komprimiert ist, einfach nur unterschiedlich stark.

Schmeiß das file einfach in den Adobe Media-Encoder, konvertiere es in ProRes 422 zum bearbeiten oder h.264 für die delivery und alles wird gut :)


edit:
Ich hab eben in das Video reingeguckt, das ist definitiv kein Low-Light Ruckeln für längere Belichtungszeit, ich bin mir zu 99% sicher dass einfach die Speicherkarte zu langsam ist. Welche benutzt du und hast du die kompatiblen Datenraten vorher gecheckt?

Bei solchen Problemen hilft es allgemein sehr sofort Footage zu zeigen wenn du das möchtest, erfahrene Videomenschen können daran viiiiel schneller Diagnostizieren als über Stille Post. Insofern: vielen Dank!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »EvilMonkey« (31. Oktober 2020, 17:47)


reeneex

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Samstag, 31. Oktober 2020, 23:06

In welches Format hast du es denn in AE gerendert? "Unkomprimiert"? Das ist ein typischer Anfängerfehler, völlig unnötig und resultiert in unfassbar großen Files weil jedes typische Videoformat komprimiert ist, einfach nur unterschiedlich stark.
scheinbar ja
Schmeiß das file einfach in den Adobe Media-Encoder, konvertiere es in ProRes 422 zum bearbeiten oder h.264 für die delivery und alles wird gut
kann ich das immer noch, trotz der fehlenden frames? Falls ja, welche einstellungen empfiehlst du damit ich den clip dann später in premiere pro weiter nutzen kann? werden beim konvertieren die fehlenden frames berechnet, so wie bei fame überblendung?
edit:
Ich hab eben in das Video reingeguckt, das ist definitiv kein Low-Light Ruckeln für längere Belichtungszeit, ich bin mir zu 99% sicher dass einfach die Speicherkarte zu langsam ist. Welche benutzt du und hast du die kompatiblen Datenraten vorher gecheckt?
das kontrolliere ich vor dem nächsten aufnahmetag auf jeden fall. hatte gedacht das es eine gute war.
Bei solchen Problemen hilft es allgemein sehr sofort Footage zu zeigen wenn du das möchtest, erfahrene Videomenschen können daran viiiiel schneller Diagnostizieren als über Stille Post. Insofern: vielen Dank!
gern geschen ;)

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Sonntag, 1. November 2020, 12:52

Guten Morgen,

hat jemand noch einen Tipp welche Voreinstellung ich bei der Sequenz nehmen sollte? Bin nicht sicher

nutze aktuell diese für das Material der Mavic 2 Pro

DSLR 1080p25

Für die Bearbeitung der meisten DSLR-Formate (z. B. der Canon EOS Movie Full HD-Serie), die mit 1920x1080 Quadratpixeln (nicht-anamorphisch) aufgenommen wurden.
16:9 Progressive HD-Video mit 25 Frames pro Sekunde.
48 kHz Audio.
Videoeinstellungen
Framegröße: 1920H 1080V (1,0000)
Framerate: 25,00 Frames/Sekunde
Pixel-Seitenverhältnis: Quadratische Pixel (1,0)
Halbbilder: Keine Halbbilder (Progressive-Scan)

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Dienstag, 10. November 2020, 13:17

edit:
Ich hab eben in das Video reingeguckt, das ist definitiv kein Low-Light Ruckeln für längere Belichtungszeit, ich bin mir zu 99% sicher dass einfach die Speicherkarte zu langsam ist.
Moinsen,

ich hab nun ne weile rumprobiert, bekomme aber kein zufridenstellendes Ergebniss.
Kann ich trotz dieses Fehlers bei der Speicherkarte das vorhandene Material irgendwie verbessern?
Dein Vorschlag war: "Schmeiß das file einfach in den Adobe Media-Encoder, konvertiere es in ProRes 422 zum bearbeiten oder h.264 für die delivery und alles wird gut" Klappt das auch mit dem bescheidenen Material das ich hier habe? "konvertiere es in ProRes 422" welche Variante genau eignetlich?


Da gibt es so wahnsinnig viele einstellmöglichkeiten.


oder zB bei der sequenz. Da kann ich unter Vorgaben --> ProRes RAW --> 4K --> die Variante: ProRes RAW 4K 23,976 auswählen. Macht das Sinn wo doch die meisten meiner Videos in 23,976 oder einem vielfachen davon gedreht sind? Oder sollte ich auf Digital SLR 1080p25 gehen? Oder ganz was anderes?


Welche Voreinstellung wäre für mein Material das kleverste?


Wegen dem ganzen CoronaMist werde ich wohl in absehbarer Zeit nicht mehr nach Island kommen, kann also kein Material nachdrehen. Muss also versuchen aus dem vorhandenen das beste zu machen.




Danke für Eure Zeit, Mühe und Hilfe für einen totalen Anfänger.


Matt

EvilMonkey

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Dienstag, 10. November 2020, 13:59


in after effects kann ich mittels frameüberblendung --> pixelbewegung die fehlenden frames einfügen. hab ich mal gemacht. hat für das 5min video 2,5std gedauert und aus den 2,85Gb 180Gb gemacht. Aber es war flüssig.

Nachteil, ich kann damit nicht mehr arbeiten.


Du hast es ja anscheinend schon gelöst. Dieses riesige File lässt sich ohne Qualitätsverlust in ein massiv kleineres, bearbeitbares Format (ProRes oder DNxHD) wandeln im Adobe Media Encoder. Das solltest du machen :) Einfach auswählen welches Format du willst, den Rest auf default lassen.

reeneex

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Dienstag, 10. November 2020, 14:06

@EvilMonkey


Danke für den Tipp. Das probiere ich mal.

Was das Format betrifft, ich will ja anschliesend mit dem, nun hoffentlich kleineren, Clip weiter arbeiten. Welches Format ist dafür zu empfehlen?

reeneex

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Freitag, 13. November 2020, 17:11

so, just for Info.

ich arbeite gerade mit der DAIN App. Da wird AI genutzt um zusätzliche Bilder zu berechnen. Erstes Ergebniss von 18,8 auf 75 FPS siht schon mal ganz gut aus. Aber noch immer dezent ruckelig. Ich lasse jetzt noch mal die 75 FPS durchlaufen und vervierfachen auf über 300 FPS.
Dann mal schauen wie ich das flüssig in Premiere rein bekomme.
Die Ergebnisse lade ich später mal auf Google zum anschauen hoch.

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