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Marcus Gräfe

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1

Mittwoch, 17. Juni 2015, 20:11

Premiere: Clips mit 29,97 fps ruckeln nach Geschwindigkeitsänderung

Ich habe quasi dasselbe Problem wie in diesem Thread: Adobe Premiere, Geschwindigkeit erhöhen --> Video ruckelt.

Ich habe einen Videoclip mit folgenden Daten: 1920x1080 Pixel, 29,97 Bilder pro Sekunde, Progressive, MOV/H.264.

Ich lege diesen in Adobe Premiere Pro CS6 in eine passende Sequenz. Bis hierher alles super. Ändere ich dann aber die Geschwindigkeit, egal ob schneller oder langsamer, so fängt der Clip extrem an zu ruckeln. Beispielsweise bei Schwenks scheint der Clip immer wieder zu hängen.

Mit anderem Material, z. B. 1080p25 oder 720p50 passiert das nie. Es muss also an den 29,97 fps liegen.

Hat jemand einen Lösungsansatz?

joey23

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Marcus Gräfe

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3

Mittwoch, 17. Juni 2015, 21:30

Ja, auch dann noch. Exportiert als M2V und als MP4, beides ruckelt genau so wie in Premiere selbst, im Media Player Classic und im VLC Player.

LennO

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4

Mittwoch, 17. Juni 2015, 22:07

Retiming und NTFS clips ist so ne Sache. Einfach eine scheiss Framerate ;) Aber auch 24, 25 und 50 FPS clips ruckeln bei krummen Retiming-Werten, fällt nur oftmals nicht auf. Das was aber passiert ist genau der Effekt den du siehst: "Stottern" oder scheinbares einen Frame kurz hinterherhinken. Schlauerweise stellt man üblicherweise einen Prozentwert ein bei dem ganze Frames wieder auf ganzen Frames landen, sollte das ganze ohne Optical Flow retimed werden (beispielsweise 200%). Bei 29,97 ist das leider so easy nicht möglich. Ich weiss gerade ausm Kopf nichtmehr ob Premiere mitlerweile auch Timewarps mit optical flow (deutsch = pixelbasiert) hat, oder ob das weiterhin AE vorbehalten ist. Lässt du durch Optical Flow neue Frames generieren (falls du AE hast, damit ausprobieren, glaube aber fast mitlerweile hat Premiere den Timewarp ebenfalls) so sollte sich das Problem in Grenzen halten bis verschwinden. Inwiefern hängt aber auch immer ganz klar von der Footage selbst ab. Nicht alles ist anstandslos ohne Aufwand Retime-bar.

Dr_Allcome

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5

Mittwoch, 17. Juni 2015, 23:19

Ändere ich dann aber die Geschwindigkeit, egal ob schneller oder langsamer, so fängt der Clip extrem an zu ruckeln. Beispielsweise bei Schwenks scheint der Clip immer wieder zu hängen.


Wie stark ist denn das ausgeprägt und ruckelt es auch wenn du die Geschwindigkeit einfach verdoppelst? Da sollte auf einem 60Hz Monitor nämlich nichts ruckeln.

Dass bei schnellen Schwenks Ruckler auftreten können wenn du das Video beschleunigst ist klar, denn da werden ja Frames weggeworfen. Beim Verlangsamen sollte das aber eigentlich nur einem trainierten Auge auffallen.

Hast du vielleicht mal ein Beispiel?

LennO

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6

Mittwoch, 17. Juni 2015, 23:30

Beim Verlangsamen sollte das aber eigentlich nur einem trainierten Auge auffallen.

Das beim Verlangsamen analog zum Beschleunigen, bei dem Frames gedropt werden, Frames gedoppelt werden, fällt das dem ungeübten Auge durchaus noch eher auf. Verlangsamen ist eigentlich n ziemlich offensichtliches No Go soll das Stottern nicht kreativ eingesetzt werden, wie man es durchaus mal im durchschnittlichen Kriegsfilm anstelle einer echten Slo Mo macht ;)

Dr_Allcome

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7

Donnerstag, 18. Juni 2015, 08:18

Beim Verlangsamen sollte das aber eigentlich nur einem trainierten Auge auffallen.

Das beim Verlangsamen analog zum Beschleunigen, bei dem Frames gedropt werden, Frames gedoppelt werden, fällt das dem ungeübten Auge durchaus noch eher auf.


Da reden wir aneinander vorbei. Klar, fällt das Verlangsamen auch einem ungeübten Auge auf. Absolut jeder kann zwischen einer echten SlowMo und einer künstlichen Verlangsamung unterscheiden. Ich rede aber davon, dass es dem ungeübten Auge nicht auffällt, dass die Frames nicht exakt gleich lang dargestellt werden. Das Thema hier sind ja die Ruckler.

Marcus Gräfe

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8

Donnerstag, 18. Juni 2015, 12:29

Mittlerweile habe ich es auch in Premiere CC getestet, auch da dasselbe Problem (also kein CS6-Problem).

Ich weiss gerade ausm Kopf nichtmehr ob Premiere mitlerweile auch Timewarps mit optical flow (deutsch = pixelbasiert) hat, oder ob das weiterhin AE vorbehalten ist.

Premiere hatte schon immer "Frameüberblendung". AE hat das bekanntlich auch plus Pixel Motion als extra Option. Also ich denke, Premiere CS6 hat kein Pixel Motion.

Lässt du durch Optical Flow neue Frames generieren (falls du AE hast, damit ausprobieren, glaube aber fast mitlerweile hat Premiere den Timewarp ebenfalls) so sollte sich das Problem in Grenzen halten bis verschwinden

In AE besteht auch das Problem, egal ob mit Pixel Motion oder ohne.

Wie stark ist denn das ausgeprägt und ruckelt es auch wenn du die Geschwindigkeit einfach verdoppelst?

200% läuft in AE und Premiere ruckelfrei, Werte wie 190%, 150% oder 101% nicht.

Hast du vielleicht mal ein Beispiel?

sample_100.mp4 (100% = ruckelfrei)
sample_110.mp4 (110% = starkes Ruckeln)

Dr_Allcome

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9

Donnerstag, 18. Juni 2015, 12:57


sample_100.mp4 (100% = ruckelfrei)
sample_110.mp4 (110% = starkes Ruckeln)


In dem Beispiel hat er die Frames einfach gedropped und keinerlei Überblendung gemacht. Frame 61 aus dem Original fehlt, daher hast du ein Ruckeln zwischen Frame 56 und 57 in dem beschleunigten Video. Ist halt beim Beschleunigen immer so ein Problem, denn wenn du die Frames neu berechnen lässt dann müsstest du das fast für den ganzen Stream machen und hast dann hinterher eine miese Qualität.

Wenn Größe keine Rolle spielt, dann verdopple einfach die FPS des Ausgangsvideos von 30 auf 60. Dann braucht er die Frames nicht zu droppen, sondern nur kürzer darzustellen. Bei schnellen Schwenks hast du halt dann einen leichten Wobble-Effekt.

joey23

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10

Donnerstag, 18. Juni 2015, 14:42

Hast du denn die Frame-Überblendung beim Exportieren angemarkert?

LennO

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11

Donnerstag, 18. Juni 2015, 16:14

In AE besteht auch das Problem, egal ob mit Pixel Motion oder ohne.
Dann muss bei dir beim Austesten etwas schief gelaufen sein. Hier ist das ganze auf 110% speed ohne Ruckler:

https://dl.dropboxusercontent.com/u/1704…0_oflowh264.mov


Anders als über oflow wirst du einen solchen Schwenk nicht auf einen Wert wie 110% ruckelfrei retimed bekommen.

Marcus Gräfe

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12

Donnerstag, 18. Juni 2015, 20:30

Wenn Größe keine Rolle spielt, dann verdopple einfach die FPS des Ausgangsvideos von 30 auf 60.

Du meinst das Rohmaterial? Das sind tausende Clips. Wäre also etwas aufwendig.

Hast du denn die Frame-Überblendung beim Exportieren angemarkert?

Nein, ich hatte mir das nur in der Vorschau, also im Schnittprogramm angeschaut. Und dort hatte ich bei dem Clip Frameüberblendung eingeschaltet. Müsste doch das gleiche sein wie beim Export.

Dann muss bei dir beim Austesten etwas schief gelaufen sein. Hier ist das ganze auf 110% speed ohne Ruckler:

Ich habe eine RAM-Vorschau gerendert. Vielleicht aktiviert das kein Pixel Motion?

LennO

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13

Donnerstag, 18. Juni 2015, 20:45

Ich habe eine RAM-Vorschau gerendert. Vielleicht aktiviert das kein Pixel Motion?
Doch. Die RAM Vorschau zeigt alles an, in voller Auflösung wenn denn so ausgewählt, dafür ist sie da. Je nach Leistungsfähigkeit deines Rechners läuft sie aber nicht mit der vollen FPS (wird rot angezeigt) oder fluktuiert. Das kann zu augenscheinlichen Rucklern führen, sollte aber auf nem halbwegs aktuellen Rechner bei normalem HD nicht der Fall sein. Aber jede Vorschau kann mal kurz hängen, genauso wie ein Video im Player wenn der Rechner kurzzeitig mal ausgelastet ist. Ich würd dir empfehlen eine QT mov rauszurendern und im Player anzuschauen.

Nur um sicher zu gehen das wir nicht aneinandervorbeireden: Es geht um den Timewarp/Zeitverkrümmungs Effekt unter Effekte -> Zeit -> Zeitverkrümmung nicht unter Ebene -> Zeit -> Zeitdehnung oder ähnliches. Dortige Retimings bieten halt nur das normale frame-dropping/blending.

Marcus Gräfe

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Donnerstag, 18. Juni 2015, 21:08

nicht unter Ebene -> Zeit -> Zeitdehnung oder ähnliches.

Doch, genau das hatte ich verwendet. Das entspricht dem Premiere-Timewarp, weil ich einfach einen Prozentwert eingebe. Allerdings kann man bei quasi jeder Ebene immer Pixel Motion einschalten. Ich dachte, es funktioniert dann auch immer.

LennO

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15

Donnerstag, 18. Juni 2015, 21:17

Doch, genau das hatte ich verwendet. Das entspricht dem Premiere-Timewarp, weil ich einfach einen Prozentwert eingebe. Allerdings kann man bei quasi jeder Ebene immer Pixel Motion einschalten. Ich dachte, es funktioniert dann auch immer.

Im Zeitkrümmungseffekt stellst du auch nur einen Prozentwert ein (sofern du die anderen Einstellungen nicht anpassen möchtest…), standardmässig sind es 50%, einfach auf 110% stellen, fertig in deinem vorliegenden Fall.

Für deine Methode müsstest du in der Komposition auch noch das Frameblending aktivieren (ist ein Schalter oben in der Timeline in AE). Sie hat allerdings gegenüber dem Timewarp-Effekt keinerlei Vorteile, sondern durch fehlende Einstellmöglichkeiten nur Nachteile.

Marcus Gräfe

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16

Sonntag, 21. Juni 2015, 15:01

Für deine Methode müsstest du in der Komposition auch noch das Frameblending aktivieren

Dann klappt's tatsächlich auch mit meiner Methode.

Also halten wir fest: 29,97 fps sind mit Premiere nicht vernünftig zu beschleunigen / zu verlangsamen und mit After Effects nur mit aktiviertem Pixel Motion.

Danke für eure Antworten!