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1

Dienstag, 28. September 2010, 14:59

Bildqualität bei Schnittsoftware

Mir fällt seit Längerem auf, daß, wenn man sich Videos bei vimeo anschaut, die Bildqualität der Kurzfilme sich nicht immer nur mit dem Können des Kameramannes, der Kamera und einer geschickten Nachbearbeitung erklären läßt. Klar gibt es hier gute und schlechte Beispiele. Aber bei gleichen Voraussetzungen, sprich gleicher Kamera, gleicher Codec und gleichem Container für den Export,(bei vimeo ja idealerweise die gewünschten 1280x720 als MPEG4 mit H264) und gleichen Verhältnissen,(Licht, etc.), müßte es doch eigentlich belanglos sein, mit welcher Schnittsoftware ich mein Endergebnis verbrochen habe?
Hier scheinen mir aber dennoch erhebliche Unterschiede zu bestehen, obwohl doch z.B. MPEG2 gleich MPEG2 sein müßte und H264 gleich H264, oder ist das naiv?
Mir stach hier z.B. immer wieder mal Final Cut Pro bei der Bildqualität ins Auge, wohlgemerkt auch bei ganz normalen, "dahingeschossenen" "Wochenendfilmchen",(ohne die jetzt abwerten zu wollen). Meistens, wenn mir die Quali sehr positiv auffällt und ich nachschaue, womit geschnitten wurde, waren es FCP oder Vegas.
Jetzt bitte nicht antworten: "Da ist die Bildqualität halt so gut, weil FCP schw...teuer ist" :D . Ich verstehe halt nicht, was da unterschiedlich "gerendert" werden kann, oder auch verhunzt werden kann, wenn ich zum Beispiel im Origimal m2ts-Clips habe und MPEG4 auswerfen muß/will?

Schönen Gruß,

Kalle

p.s.: Ich will damit sagen: Es gibt Vergleiche zwischen Camcordern in puncto Bildqualität ohne Ende. Ich habe aber noch niemals gesehen, daß mal jemand den gleichen Originalclip mit verschiedenen Softwaremarken gerendert hätte, um die Bildqualität zu vergleichen.

Thom 98

unregistriert

2

Dienstag, 28. September 2010, 15:13

Ersteinmal ist so, dass die Qualität eines Filmes am Ende NICHT vom verwendeten Programm abhängt, sondern einzig und allein von den Fähigkeiten des Editors mit dem Programm umzugehen und alle Einstellungen richtig treffen zu können! Nur weil ein Film mit FCP geschnitten wurde, heißt das nicht, dass er dadurch plötzlich super toll aussieht.
Vielmehr würde ich das so erklären: Wenn jemand sich FCP oder Premiere oder ein ähnlich teures Programm zulegt, dann hat er meistens auch schon Erfahrung in dem Bereich. Kein blutiger Anfänger würde auf die Idee kommen, am Anfang so viel Geld für die Schnittsoftware auszugeben. Es ist also genau andersrum: Nicht, weil jemand FCP verwendet sehen seine Filme toll aus, sondern weil er sowieso schon gut ist und das Filmemachen beherrscht, kauft der sich FCP, weil ihm in einem günstigen Schnittprogramm bestimmte Funktionen fehlen.

Was den Export angeht, so ist hierfür hauptsächlich die Bitrate für die Qualität verantwortlich und wahrscheinlich der Grund, warum das Material was du beobachtet hast trotz gleichem Format so viel anders aussieht.
Dann spielen natürlich noch viele andere Faktoren wie Licht, Kostüme, Darsteller, Location und nicht zuletzt die verwendete Kamera eine Rolle, wie gut der Film am Ende aussieht. Auch ist es wichtig, dass der Editor während dem Schnitt vernünftig mit dem Material umgegangen ist und nicht schon bei mehrfachen Rendervorgängen Qualität verloren hat.
All das spiel da rein. Nur zu sagen: Oh, sah gut aus, war wohl wieder weil da einer FCP hatte, ist tatsächlich etwas naiv!

3

Dienstag, 28. September 2010, 16:09

Zitat

Ersteinmal ist so, dass die Qualität eines Filmes am Ende NICHT vom verwendeten Programm abhängt, sondern einzig und allein von den Fähigkeiten des Editors mit dem Programm umzugehen und alle Einstellungen richtig treffen zu können! Nur weil ein Film mit FCP geschnitten wurde, heißt das nicht, dass er dadurch plötzlich super toll aussieht.
Vielmehr würde ich das so erklären: Wenn jemand sich FCP oder Premiere oder ein ähnlich teures Programm zulegt, dann hat er meistens auch schon Erfahrung in dem Bereich. Kein blutiger Anfänger würde auf die Idee kommen, am Anfang so viel Geld für die Schnittsoftware auszugeben. Es ist also genau andersrum: Nicht, weil jemand FCP verwendet sehen seine Filme toll aus, sondern weil er sowieso schon gut ist und das Filmemachen beherrscht, kauft der sich FCP, weil ihm in einem günstigen Schnittprogramm bestimmte Funktionen fehlen.

Was den Export angeht, so ist hierfür hauptsächlich die Bitrate für die Qualität verantwortlich und wahrscheinlich der Grund, warum das Material was du beobachtet hast trotz gleichem Format so viel anders aussieht.
Dann spielen natürlich noch viele andere Faktoren wie Licht, Kostüme, Darsteller, Location und nicht zuletzt die verwendete Kamera eine Rolle, wie gut der Film am Ende aussieht. Auch ist es wichtig, dass der Editor während dem Schnitt vernünftig mit dem Material umgegangen ist und nicht schon bei mehrfachen Rendervorgängen Qualität verloren hat.
All das spiel da rein. Nur zu sagen: Oh, sah gut aus, war wohl wieder weil da einer FCP hatte, ist tatsächlich etwas naiv!
Ja, da habe ich keinerlei Einwände.

O.k., dann laß es mich anders formulieren: Wenn ich mit einer, sagen wir, Canon HF100 eine Linde filme und rendere ein und denselben Clip als 1280x720 mit H264, möchte ihn also als MPEG-4 exportieren, mache die gleichen Farbkorrekturen, sagen wir mal, wärmere Töne und Kontrast etwas rauf mit MBL, okay?
Dafür verwende ich im ersten Beispiel Vegas Pro 8, im zweiten Beispiel Premiere und als Drittes habe ich Pinnacle Studio Ultimate Collection.
Absolut gleiche Vorraussetzungen---dann dürfte doch theoretisch zwischen den Endergebnissen kein Unterschied sichtbar sein, richtig?

Nein, natürlich glaube ich nun nicht, daß die Anschaffung von FCP und ein Umstieg auf Apple mich zum Meistercutter machen :D .
Ich habe mit PS14 angefangen und werde auch erstmal dabei bleiben. Die Unterschiede, die ich subjektiv wahrnahm bezogen sich rein auf die Bildgüte, nicht auf den Inhalt der Videos.

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