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JWF-Entertainment

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1

Sonntag, 10. Januar 2010, 17:16

3D Filmherstellung - Hilfe und Anleitung gesucht

Hallo zusammen,
mittlerweile habe ich mal wieder ein drehbuch geschrieben :thumbsup: , welches in baldiger zukunft verfilmt werden soll. allerdings möchten wir mal wieder etwas neues ausprobireren: den film in 3D, um ihn nachher mit brille anschauen zu können. Im netz sowie hier bei der sufu habe ich nichts brauchbares gefunden (sprich anleitung, weil das wie gesagt völliges neuland für mich ist.) kennt sich einer damit aus oder hat einen link zu einer anleitung? wieviele kameras brauche ich? welches programm zur postpro ist geeignet?

ich würde mich sehr über antworten freuen. :thumbsup:
grüße, efs

Jumperman

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2

Sonntag, 10. Januar 2010, 19:51

Die 3D-Technik ist vor allem im Amateur-Bereich noch in ganz ganz winzigen Kinderschuhen. Detailierte Anleitungen gibts da noch nicht wirklich und man wird um ein bißchen selbstständiges Denken und Tüfteln nicht rum kommen.
Es gibt ja massig Seiten zum Thema 3D allgemein, wo man viel über die grundsätzliche Technik erfahren kann. Wenn man sich da einfach ein bißchen Gedanken macht und das System verstanden hat, dann ist die Ausführung nicht mehr sooo das Problem.

Für Pionierarbeit gibts keine Anleitung :D

Ein bißchen hochgestochen, aber so beschreibe ich es mal ;)

Wenn du allerdings konkrete Fragen hast oder Tipps zu bestimmten Themen, dann kann dir gerne weitergeholfen werden. Gibt ja hier im Forum schon ein zwei 3D-Filmprojekte.

Costa

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3

Montag, 11. Januar 2010, 16:39

Nun ja, es gibt soweit ich weiß keine wirkliche Anleitung zum Thema 3D.
Ich habe mir zwei gleiche Kameras geschnappt (warum sollte man mehr brauchen, der Mensch hat doch auch nur zwei Augen :D ) und dafür eine Platte gebaut, auf der beide Kameras nebeneinader monitiert werden konnten. Wenn du nicht zufällig ein zweites Modell deiner Kamera zur Verfügung hast, musst du also erstmal investieren. Wenn ich nicht von einem Freund die HV20 hätte leihen dürfen, wäre unser 3D Projekt wohl nie zustande gekommen. Eine Garantie, dass das System funktionieren wird, kann ich dir aber nicht geben. Beim Bau muss sehr, sehr genau gearbeitet werden. Ist eine Kamera schon ein paar mm falsch positioniert, funktioniert der ganze 3D Effekt nicht mehr. Meine ersten 3D Versuche waren zuerst auch ernürchernd, sodass ich die 3D Filmerei schon fast aufgegeben hätte.
Beim Dreh muss man aber auch einige Dinge beachten. Die Synchronisation beider Kameras ist äußerst wichtig. Am besten ist es, wenn die Kamera eine Fernbedienung hat, sodass man beide Kameras gleichzeitug starten kann. Die Synchronisation mit der Filmklappe ist dennoch Pflicht, da die Kameras in der Regel durch die Fernbedienung nie framegenau synchronisiert sind, und wenn sie schon 2-3 Frames voneinader abweichen, kann das den 3D eindruch erheblich beeinträchtigen. Außerdem ist es nicht möglich zu nah an Objekte heranzugehen. Der Abstand der beiden Kameras ist ja im besten Fall auf den Abstand der Augen limitiert und dabei sollte man mindestens 40cm Abstand zum Objekt haben, ansonsten kann das Auge die beiden Bilder nicht mehr richtig zu einem 3D Bild zusammensetzen.
Eine sehr angenehme Sache ist es des weiteren, wenn es möglich ist, die Stereobasis, also den Abstand beider Kameras, zu verändern, um so die Tiefenwirkung zu beeinflussen.

Für die Postproduktion habe ich Premiere Pro als Schnittprogramm verwendet. Die linke und rechte Ansicht jeweils auf zwei übereinanderliegende Videospuren verteilt. Ein Schnitt in 3D ist ohne Plugins jedoch nicht ohne weiteres möglich. Ich besitze einen Monitor, der zeilenweise polarisiert, sodass ich mir einfach über Premiere Software-unabhängig ein 3D Bild anzeigen lassen konnte, indem ich nur jede zweite Zeile von der darunterliegenden Videospur anzeigen ließ. Für das Compositing in 3D habe ich After Effects verwendet. Dafür habe ich eine Komposition vorbereitet, die ich für jeden Take verwendet habe und in der ich lediglich die beiden Halbbilder aus Premiere importieren musste und die mir dann Möglichkeiten zur Einstellungen der Parallaxe, des Höhenversatzes, des Farbausgleiches usw. gegeben hat. After Effects kann einem dann natürlich auch gleich ein anaglyphes oder interlaced 3D Video anzeigen. Darauf muss man nur noch das bearbeitete linke und rechte Video wieder nach Premiere exportieren um dort den finalen Schnitt zu machen. Am Ende renderst du jeweils die erste und zweite Videospur einzeln raus und so hast du das linke und rechte Einzelvideo seperat. Damit kann man dann machen was man will (z.B. Konvertierung zu einem Anaglypgenvideo).

Ich weiß, das ist alles immer noch sehr provisorisch, aber immerhin besser als nichts. :D
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JWF-Entertainment

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Montag, 11. Januar 2010, 16:53

hey, vielen dank für die ausführliche anleitung :thumbup:
bis zu den aufnahmen käme ich vielleicht noch, bei der post-pro würde dann aber bei mir schluss sein. leider besitze ich keines der beiden programme, und mein buged für den film liegt nicht so hoch, das ich mir noch kurz mal eben zwischendurch noch AE besorgen könnte... :S ;(
dann bleide ich halt bei meinen 2d filmen, ist auch okay, obwohl 3d natürlich noch schöner wäre..... :D
vielen dank euch beiden :thumbsup: ,
grüße, efs

Costa

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5

Montag, 11. Januar 2010, 17:04

leider besitze ich keines der beiden programme, und mein buged für den film liegt nicht so hoch, das ich mir noch kurz mal eben zwischendurch noch AE besorgen könnte... :S ;(
dann bleide ich halt bei meinen 2d filmen, ist auch okay, obwohl 3d natürlich noch schöner wäre..... :D

Nun ja, es muss nicht zwingend After Effects sein. Es gibt auch den kostenlosen Stereo Movie Maker, der auch einige 3D Funktionen bietet. Aber ich muss dir zustimmen, dass 3D eine äußerst aufwendige Sache ist. Bei CGI Filmen mag das vielleicht noch verkraftbar sein, aber Realfilme sind da deutlich aufwändiger. Deshalb werde ich meinen nächsten Film auch wieder in 2D produzieren. ;)
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6

Dienstag, 12. Januar 2010, 10:45

Zu dem Thema 3D gibt es auch bereits ein eigenes Forum im Internet, auch wenn es eher für 3D-Fotos gedacht ist: http://www.stereoforum.org/.
Und bei http://www.3d-foto-shop.de/ bekommt man (zum Teil selbstgemachte) Kamerasysteme (sowohl SD als auch HD-Kameras).

JoeFX

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7

Dienstag, 12. Januar 2010, 17:06

Hey!
Hab mich in letzter Zeit auch informiert wegen 3D-Filme und so^^
Möchte auch gerne einen drehen und hab den Adapter im 3D-foto-Shop(http://www.3d-foto-shop.de/pd1193585558.htm?categoryId=7) gesehen, der mit der Shutter-Technik arbeitet, welche sich im Nachhinein anscheinend sehr gut in andere 3D-Formate umwandeln lässt. Was haltet ihr von dem Ding? Ist es besser mit zwei kleinen HDs zu arbeiten oder den Adapter auf eine ordentliche Cam zu schnallen?
Mir ist es ein bisschen zu teuer wenn ich mir extra für einen 3D-Film zwei Cams kaufe.

Man scheint ja auch die meisten Filme im Netz mit der Rot-Cyan Technik herzuzeigen. Ist das wirklich die beste Anaglyphen-Technik? Ich hab noch nicht alle durchprobiert, aber hat Jemand vll. Erfahrung mit den verschiedenen Anaglyphen-Techniken? Weil für TV meist das ColorCode Verfahren benutzt wird.

Wäre toll wenn mir Jemand weiter helfen könnte :D

mfg

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Dienstag, 12. Januar 2010, 20:12

Diesen Adapter von 3D-Foto-Shop habe ich auch schon im Internet gesehen und finde ihn äußerst interessant, weil er im Vergleich zu allen anderen Technik doch sehr günstig und einfach ist. Ich würde den sehr gerne testweise mal ausprobieren!

Man muss natürlich bedenken, dass durch die Interlaced-Aufnahme dann jedes 3D-Bild nur die halbe Auflösung hat. Würde aber jetzt bei HD nicht mehr so stark ins Gewicht fallen, wie bei SD. Da hätte man eben den Vorteil, wenn man mit zwei Geräten dreht.
Bei zwei Kameras hat man allerdings dazu das Problem mit dem synchronen Scharfstellen bzw. Zoomen. Kann man zwar teilweise mit der Fernbedienung bewerkstelligen, aber nur sehr grob.

Costa

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9

Mittwoch, 13. Januar 2010, 17:16

Ich bezweifle allerdings, dass dieser Adapter für HD Aufnahmen geeignet ist. Das einzige, was ich bisher von diesem Adapter gesehen habe, ist dieses Footage von der HV20 (etwas weiter runterscrollen). Überzeugt mich jetzt nicht so, da die Auflösung leider stark beeinträchtigt wird. Wahrscheinlich auch, weil die Optik innerhalb des Adapters nicht sehr scharf ist. Des weiteren gibt es deutlich zu sehende Vignettierungen.

Viel interessanter finde ich da den Vorsatz, von dem ich vor ein paar Monaten im Stereoforum gelesen habe: 3D Inlife. (Zur Herstellerseite) Dabei werden Spiegel verwendet und die beiden Halbbilder anamorph nebeneinandergequetscht. Dann hat man zwar immer nur noch die halbe Auflösung, dafür scheint der Adapter aber auch für HD optimiert zu sein und es gäbe keine Probleme durch eine zeitversetzte Aufnahme, wie dies bei dem Aufsatz aus dem 3D Foto Shop der Fall wäre.
Naja, ich bin mal gespannt. Mal schauen, wann der 3D Adapter erscheinen wird.


Zitat

Man scheint ja auch die meisten Filme im Netz mit der Rot-Cyan Technik herzuzeigen. Ist das wirklich die beste Anaglyphen-Technik? Ich hab noch nicht alle durchprobiert, aber hat Jemand vll. Erfahrung mit den verschiedenen Anaglyphen-Techniken? Weil für TV meist das ColorCode Verfahren benutzt wird.

Rot-Cyan ist eindeutig die beste 3D Anaglphen Technik. Es gäbe noch grün-magenta (bei neueren DVDs eingesetzt) und das besagte Color-Code Verfahren. Meiner Meinung nach alle schwachsinnig. Bei grün-magenta ist das Bild eigentlich nur noch gelb. Dann kann man auch gleich wieder auf alte rot-grün Anaglyphen umsteigen, die haben eh eine bessere Bildkanaltrennung. Color-Code ist, soweit ich das sehe, das schlechteste aller Verfahren. Das Bild ist viel zu dunkel, man kann kaum Farben sehen (auch wenn oft behauptet, dass Rot-Töne im Vergleich zu Rot-Cyan nun sichtbar seien), die Bildtrennung ist grauenhaft und man bekommt sehr schnell Kopfschmerzen. Das ist dadurch bedingt, dass der rechte, blaue Filter sehr stark abdunkelt und dadurch eine viel stärkere Farbdiskrepenaz zwischen den beiden Filtern entsteht, als bei rot-cyan. Dadurch entstehen auch viele rentile Rivalitäten (Beispiele etwas weiter unten), was sehr unschön aussieht. In der Regel tränen meine Augen schon nach einigen Minuten. Beim Fernsehen wird es häufig verwendet, weil die Bildtrennung auf TVs und Beamer damit angeblich besser funktionieren soll. Ich habe davon bisher noch nichts bemerkt. :D Der einzige verständliche Grund ist, weil man ohne Brille ein saubereres 2D Bild als bei rot-cyan sieht.
Nichtsdestotrotz gibt es bei allen 3 Verfahren das Problem, dass eine Art Farb-Wettstreit im Gehirn ensteht. Setze die Brille nach 5 Minuten gucken mal ab und halte dir dein rechtes und nachher deine linkes Auge zu. Du wirst merken, dass dein Gehirn versucht hat die Farben nachzukorrigieren und je nachdem wie lange du geguckt hast, wirst du ein extrem rotes Bild auf dem rechten Auge sehen und ein extrem blaues auf deinem linken. ^^
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Costa« (13. Januar 2010, 17:34)


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